Und dann ist es wichtig, sich von den üblichen inflationär genutzten Wörtern zu entfernen. Alles, was man ständig hört, geht in einem Rauschen unter, es zieht an uns vorbei.
Wenn ich den ganzen Tag zu Ihnen nebenbei „Ich liebe dich“ sage, wirkt es mit der Zeit dahingesagt. Oder Sie gewöhnen sich daran und nehmen es überhaupt nicht mehr war. Wenn mir alle Dienstleister ständig die gleichen Selbstverständlichkeiten reindrücken, erreichen mich Argumente nicht mehr. Ich bin übersättigt und ich bin nicht sonderlich beeindruckt.
Machen Sie ruhig mal die Übung mit den Eigenschaften und werden Sie konkret oder suchen Sie mithilfe von wortschatz-uni.leipzig.de Synonyme zu den üblichen Begriffen. Sie werden sehen, dass Ihre Selbstdarstellung sofort davon profitiert, wenn Sie Allerweltseigenschaften durch konkrete und nicht ständig gehörte Aussagen austauschen.
Und jetzt kommen wir noch kurz zum Vergleichen. Es gibt ja immer mal wieder Interessenten, die einen in direkten Vergleich mit anderen setzen:
Was macht Sie besser als den Kollegen?
Manchmal wird das noch konkreter gemacht: „Hören Sie mal, ich habe hier noch einen Kollegen von Ihnen, der mir ein gutes Angebot gemacht hat. Warum sind Sie besser als der?“
Bitte lassen Sie sich nicht auf solche Vergleichsspielchen ein. Sie können hier nämlich nicht gewinnen: Entweder Sie wirken unsicher, weil Sie rumstottern, oder Sie wirken nicht besonders souverän, wenn Sie den anderen schlechtreden.
Ich lache in solchen Fällen immer und sage: „Keine Ahnung, ob ich besser bin oder nicht. Ich kenne den Kollegen ja nicht und möchte mich nicht vergleichen. Bei mir …“ (Und dann kommen ein paar eigene Argumente oder das, was mir wichtig ist – je nachdem, wie die Anfrage genau aussieht.)
Übrigens ist meine Erfahrung, dass sich der Wind bei solchen Gesprächen ganz schnell dreht, wenn man selbstbewusst genug ist zu vermitteln: Ich freue mich, wenn ich Sie unterstützen darf, aber wenn nicht, dann halt nicht (natürlich nicht in diesen Worten): Sobald der Anfragende merkt, dass man nicht darauf angewiesen ist, hat sich die eigene Position enorm gestärkt. Lesen Sie dazu auch „Leider kommen wir nicht zusammen“.
Was meinen Sie dazu?
Quelle: http://unternehmenskick.de/0/574/
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