Kategorie: Selbstmanagement
Uns selbst zu steuern und zu managen gehört zur wichtigsten Aufgabe jedes Unternehmers und Selbstständigen. Nur wer sich selbst führen kann, kann auch sein Geschäft führen.
Heute lernen Sie: Größenwahn
Vor einigen Wochen habe ich Ihnen den Größenwahn schon einmal als erstrebenswerte Unternehmerqualität vorgestellt (Typ 5 bei Welcher Eigenwerbetyp sind Sie?).
Dabei geht es nicht um dumme Selbstüberschätzung, sondern Sie schützen sich mit einer gesunden Portion Größenwahn genau vor dem Gegenteil:
- Der chronischen Selbstunterschätzung!
- Dem Sich-selbst-(und sein Business)-kleinhalten.
Was ist Ihre beste Qualität?
... nicht, was Sie wissen oder können, sondern Ihre beste persönliche Qualität?
Steigern: nächstes Level
Bei Computerspielen ist das Ziel, immer das nächste Level zu erreichen: von Level zu Level wird man routinierter, stärker und die Herausforderungen wachsen entsprechend. Dieses Prinzip ist sehr viel weniger bierernst als „persönliche Weiterentwicklung“ oder „neue Herausforderungen suchen“: Definieren Sie einfach für sich, worin das nächste Level einer Aufgabe besteht und dann erspielen Sie sich dieses Niveau.
- „Ich traue mich, vor kleinen Gruppen öffentlich zu reden, also ist mein nächstes Level ‚30 Personen‘.“
- „Ich habe gelernt, öfter ‚Nein‘ in der engen Familie zu sagen. Jetzt ist mein nächstes Level, klarere Grenzen gegenüber meiner Schwiegermutter zu ziehen.“
Das ist Tipp Nr. 145 aus meinem Buch “222 Tipps & Tricks für Gewinner. So holen Sie das Beste für sich heraus!” amazon.de
Ihr überholtes Bild von sich
Fast niemand mag es, in Schubladen gesteckt zu werden. Doch wir brauchen gar niemanden dazu:
Wir stecken uns schon selbst oft genug in Schubladen, die uns lange nicht mehr passen. Das führt dazu, dass wir uns klein halten und unser Business unter seinen Möglichkeiten bleibt:
Nur, wenn der Erfolg Ihnen recht gibt
Früher, als ich noch Akquise-Kurse gegeben habe, war das oft so: Leute haben sich für einen Kurs angemeldet, weil sie zu wenig Aufträge haben. Dann haben wir Strategien, Wissen und Tipps besprochen. Ausgetauscht, worauf es dabei ankommt, welche Fähigkeiten förderlich sind und welche ein Bein stellen. Und an dieser Stelle, wenn das Tun näher rückt, haben viele plötzlich eine 180-Grad-Drehung gemacht:
- “Ich kann so weitermachen, wie bisher. Es läuft ja alles super!”
- “Ich merke, dass das, was ich mache, völlig in Ordnung ist.”
Wenn ich dann gesagt habe “Ach? Aber die ganze Zeit haben Sie mir doch erzählt, dass es so schlecht läuft, dass viele Kunden weggebrochen sind und das, was Sie bisher machen, zu wenig ist bzw. keine neuen Aufträge bringt”, kam das Stottern.
Geht auch so!
Ich bin kein großer Fensterputzer. Immer wenn die Sonne rauskommt, denke ich: „Uhoh, jetzt sollte ich aber wirklich mal Fenster putzen!“ Das ist dann so, wie andere Leute sagen „Ich sollte mal wieder das Fahrtenbuch aktualisieren“ oder „Ich sollte mal mehr Sport machen.“ So wirklich gut – und gültig – ist dieser Vorsatz dann doch nicht. Kaum ist schlechtes Wetter, sieht eh alles wieder top aus. Auch mit dumpfen Fenstern lässt es sich wunderbar leben. ![]()
Nun geht es mir aber nicht um das übliche Thema der aufgeschobenen Sachen, sondern um dieses „Geht auch so!“. Denn das „Geht auch so“ kann für ein Business eine arge Handbremse bedeuten, auch wenn man es nicht merkt.
Die Sofort-Resignierer
Dass Durchhaltevermögen ein wichtiger Erfolgsfaktor für die Selbstständigkeit ist, ist eigentlich jedem klar. Wir haben darüber auch schon öfter geschrieben, zum Beispiel Beharrlichkeit schlägt Talent und Erfolgsgarant Nummer 1: Seien Sie beharrlich!. Nun gibt es jede Menge richtiger Tipps, wie man für mehr Durchhaltevermögen sorgen kann:
Wenn alles auf einmal kommt
Manchmal kommt alles gleichzeitig. Den ganzen Tag klingelt nonstop das Telefon, als hätten sich alle abgesprochen. Vor allem die Auftragslage kann ganz schön schwanken. Lange nichts, dann totale Hektik. Oder es brennt plötzlich an mehreren Ecken und Sie sind wie die Feuerwehr gefordert, lauter superdringende Aufträge abzuarbeiten.
Nun gibt es Phasen, in denen man nach dem Prinzip “Augen zu und durch” verfahren kann: Bis Datum X ist die Hölle los, da schalte ich jetzt den Turbo ein und klotze richtig ran.
Wenn Sie Glück haben und dieser Ausnahmesituation gewachsen sind, dann ist das meistens auch noch ein tolles Gefühl: Man läuft so richtig zur Hochform auf und kann zum krönenden Abschluss einen Stapel Rechnungen schreiben.
Aber nicht immer geht das so einfach.
Blogparade für Selbstständige: Desillusioniert
Keine Sorge, das ist nicht als Depri-Blogparade gedacht.
Vielmehr lade ich Sie ein, den Begriff völlig frei zu interpretieren.
Wikipedia sagt: “Der Begriff Desillusion bezeichnet eine Enttäuschung oder eine tiefgreifende negative Erfahrung, die zu Resignation führen kann.”
Ich bin auf das Thema gekommen, weil ich im Gespräch mit frischen Selbstständigen oftmals merke, wie sehr ich mich verändert habe ... beziehungsweise aus Erfahrung heraus manchmal schmunzle, abwinke oder denke “Ja, das dachte ich am Anfang auch.” Wie viel man sich am Anfang anders vorstellt und dann auf den Boden der Tatsachen kommt. Was gar nicht negativ sein muss!
Haben Sie Lust, das Stichwort aufzugreifen und einen Beitrag auf Ihrem Blog zu veröffentlichen?
Nachgefragt: Ihr Jahresmotto – Bilanz 2011
Und schon sind zwölf Monate vorbei. Zeit für die Bilanz zum Jahresmotto. Das Prinzip dahinter ist hier erklärt: Unter welchem Stern steht dieses Jahr?
Wie zufrieden sind Sie? Wie gut sind Sie auf Kurs geblieben, was hat sich geändert?
Unsere aktuellen Selbstlernkurse:
- Wenn die Selbstständigkeit belastet (21-Tage-Programm)
- Wie Sie Ihr Angebot Schritt für Schritt verbessern
- Erfolgreiche E-Mail-Newsletter (Tagesversion / Wochenversion)
- Webseiten, die verkaufen
- Erfolgreiche Telefonakquise (Business-to-Business)
- Akquise mit Spaß und Motivation
- In 3 Schritten zu einem aussagekräftigen Profil
- Geschäftliche und persönliche Ziele finden
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