Zwei Visitenkarten mit Mehrwert
Nachdem ich im Mai die Postkarte von Martina Bloch vorgestellt hatte - Ein Beispiel für pfiffiges Marketing - bekam ich eine nette E-Mail vom Unternehmensberater Bernd Pitz. Er schrieb:
Dazu noch eine Idee, die ich im Januar umgesetzt habe. Ich habe mir eine Tag-Cloud auf die Rückseite meiner Visitenkarte drucken lassen. Ergebnis: Die Leute kommen sofort mit einem ins Gespräch.
Und noch ein eher zufälliges Ergebnis: Bei der ersten Lieferung war das gewählte Papier zu dünn, der Druck der Rückseite schien leicht durch. Also habe ich mir die Visitenkarte noch mal mit stärkerem Papier machen lassen. Aber: Die mit dem dünneren Papier „funktioniert“ besser, weil die Leute automatisch umdrehen. Man sieht ja (ganz leicht), dass hinten noch was drauf ist – und drehen die Karte um. Wenn Sie Interesse haben, schicke ich Ihnen gerne Muster…
Klar! Immer her damit.
Ich bin ja immer besonders begeistert über solche Beispiele aus der Praxis – und bin ziemlich sicher, dass Sie das auch spannend finden.
Hier also die Visitenkarte von Herrn Pitz, die von Kira Song gestaltet ist (... was ich auch gerne erwähne, weil es schön zeigt, wie schön Weiterempfehlung funktioniert, so sie funktioniert. Herr Pitz hätte seine Designerin nicht explizit nennen müssen, hat es aber getan!).
Die Rückseite Ihrer Karte nutzen:
Die Idee mit der Tag Cloud (wikipedia/Schlagwortwolke) ist hier sehr gut gewählt, weil Herr Pitz im Medienbereich tätig ist und so sehr elegant und ebenfalls, wie ich finde, recht pfiffig (und up-to-date) seine Leistungen anspricht.


Der Hinweis mit dem etwas zu dünnen Papier ist besonders interessant. Denn auch ich hätte reklamiert und auf jeden Fall empfohlen, dass das Papier so dick sein sollte, dass es nicht „unschön“ durchscheint.
Wie sich aber zeigt, hat das manchmal seine Vorteile. Umso wichtiger ist es, soetwas überhaupt zu beobachten. Denn so hat Herr Pitz ganz schnell gesehen: Oha! Das leichte Durchscheinen ist in meinem Fall sogar vorteilhaft.
Die Rückseite scheint tatsächlich so leicht durch, dass es bei einem Scan nicht mal deutlich genug herauskäme. So ist die „dünnere“ Karte genauso schön und fast einwandfrei und animiert dennoch gleich zum Umdrehen.
Die Visitenkarte noch mehr nutzen:
Als vor drei Wochen diese blöde Web-of-Trust Bewertungssache im Newsletter stand, habe ich neben Ihren vielen schönen Bewertungen auf der Seite auch Post bekommen. E-Mails, die sich mit mir geärgert haben über die Schattenseiten, die Web 2.0 auch mal haben kann ... aber eben auch ein kleines Päckchen.
Dr. Anne Katrin Matyssek hat mir eine sehr nette Karte geschrieben und mir eine von ihr verfasstes kleines Büchlein „Care-Cracker: Mensch, mach‘ mal Pause!“ geschenkt.
Das fand ich supernett und ich habe mich sehr gefreut.
Besonders große Augen habe ich aber natürlich gemacht, als ich ihre Visitenkarte gesehen habe. Denn abgesehen davon, dass sie zufällig auch in Gelb gehalten ist wie die von Herrn Pitz, passt sie mir natürlich ideal in diesen Artikel rein. Anne hat mir ebenfalls erlaubt, dass ich Ihnen die Karte zeige.
Auf dieser Visitenkarte geht es ziemlich rund:

Die Vorderseite gibt nicht nur die Kontaktdaten weiter, sondern bringt ganz klar auf den Punkt, was Frau Matyssek alles macht: „Die Expertin für mehr Wohlbefinden im Job“, „Gesund führen in allen Facetten“ – und sie macht gleichzeitig Werbung für ihr Buch und zeigt ihre „Wege“, auf denen sie tätig wird, auf. Und das alles nur auf der Vorderseite, die dennoch aufgeräumt und klar bleibt.
Die Rückseite zeigt nun, was wir auch immer wieder anregen: Bringen Sie Mehrwert zu (potenziellen) Kunden. Natürlich bietet die Karte wenig Platz, und dennoch ist es auf diese Weise eine schöne Kombination von Eigenwerbung und Tipps.

Herzlichen Dank an Bernd Pitz und Anne Katrin Matyssek für diese schönen Praxisbeispiele!
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Anmerkungen & Kommentare
issuu.com/Visitenkarte
O-Ton: Sie müssen nicht wissen, wie ich heiße oder wo unser Büro ist - einzig wichtig ist, das Sie Ihr Problem bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie 'abladen' können.
Hierzu haben wir lediglich unseren Claim und die Durchwahl des Mitarbeiters angegeben. Der Anrufende 'landet' immer bei seinem Ansprechpartner - gegebenenfalls auf dem Mobiltelefon.
Sehr schön. Ist dann ja perfektes Timing zur Inspiration.
@Familienfreund
Hallo. Dankgeschön für das interessante Beispiel! Schön, dass Sie die Karte auch gleich zum Anschauen gemacht haben. Haben Sie schon Rückmeldungen zu den neuen Karten erhalten?
PS: Da wir nicht möchten, dass das Blog zur "Werbeschleuder" wird, bitten wir darum, dass Sie unter Ihrem Namen (oder nur Vornamen) posten - Firmennamen als Benutzername gestatten wir nicht, darum habe ich das editiert. Sehr gerne können Sie - wie Sie das ja gemacht haben - Ihren link hinterlegen. Interessenten klicken dann ja eh.
Liebe Gitte, warum ist dieser Newsletter nicht 1 Woche eher gekommen? Gerade habe ich meine Vistenkarten in Auftrag gegeben, und sie sind bereits auf dem Postweg zu mir. Zu spät...
Aber bei der nächsten Bestellung werde ich diesen Tipp garantiert anwenden. Ich habe auch schon eine Idee für die Rückseite: Einen der guten motivierenden Sprüche von meiner Homepage ([link oben beim Namen hinterlegt], die noch nicht ganz fertig ist, aber bei der mir u.a. der online-Kurs geholfen hat, welchen ich auf deiner letzten Messe gekauft habe).
Herzliche Grüße
von Katrin
*
von Gitte: Hallo Katrin, danke. Das freut mich. Den link unten im Kommentar habe ich durch den Hinweis "link oben beim Namen hinterlegt" ersetzt, weil wir innerhalb der Kommentare keine Werbung haben möchten. Sowas nimmt in Blogs sonst schnell überhand. Viele Grüße, Gitte.
für mich kommt das Thema Visitenkarten gerade recht, weil ich meine auch "umstrukturieren" wollte. Herzliches Dankeschöööööön
Und nochmal Dankeschön an Bernd Pitz und Anne Katrin Matyssek für die guten Beispiele.
Ich habe selbst die Erfahrung gemacht, dass, wenn zu wenig Information auf der Karte steht, die Leute sehr unsicher werden.
@Gitte
Danke für die netten Beispiele. Wichtig ist, dass die Information neugierig auf "Mehr" macht. Diese Übung zu meistern, ist gar nicht so einfach. Aber darum gibt es ja Fachleute, die sich täglich damit beschäftigen.
Da stand besonders das kreative, außergewöhnliche Design im Vordergrund. Das ist für alle, die sich momentan Gedanken machen, eine wahre Fundgrube für echte Hingucker!
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