Zwei Telefongeschichten zur Inspiration
Nachdem ich jetzt etwas mehrmals Korrektur gelesen habe und anschließend zufrieden 30 x ausgedruckt hatte, fiel mir auf, dass ich bis zum 28.02.2008 dick und fett drauf hatte. ARGH! Zum Abreagieren will ich Ihnen mal eben von zwei Telefonsachen berichten.
- Eine, die Rückrufe attraktiver macht.
- Und ein Missverständnis, das so oder so hätte verlaufen können.
Es geht um ...
Heute früh hatte ich eine gute Idee. Ich rief bei meinem Geschäftspartner, dem ich die Idee unterbreiten wollte, an und er war in einer Besprechung. Also Nachricht hinterlassen.
Name buchstabiert.
Telefonnummer genannt.
Es geht um? Eine gute Idee.
Ist das nicht schön? Die Kollegin, die die Nachricht aufgenommen hat, musste hörbar lächeln. Ich auch, weil es mir da erst bewusst wurde. Und beim Rückruf sagte mein Gesprächspartner: Ich habe den Zettel in Empfang genommen und gleich gesagt Bei guten Ideen rufe ich doch gerne zurück.”
Ich hatte Sie gar nicht angerufen!
Im Dezember mailte mir Christine: Du, die Frau X von der Firma Z war auf Band. Sie hat Deinen Rückruf erwidert: Du hast Trainer für sie. Ich: Hä? Ich habe niemanden angerufen, ich kenne die Firma nicht, mir sagt der Name von Frau X nichts und ich hatte auch nichts mit Trainern. Was ist da los? Also gewählt. Frau X hebt ab.
So hätte das Gespräch verlaufen können:
- Hallo, Frau X, hier spricht Gitte Härter von objektiv. hier aus München. Sie hatten mir auf Band gesprochen, irgendwas wegen Trainern und Rückruf ...
- Ja, Frau Härter, meine Kollegin hat mir gesagt, dass eine Frau [mit ähnlichem Namen] angerufen hatte, und ich hab gesagt: ich kenne nur eine Frau Härter und habe angenommen, das waren Sie.
- Nein, tut mir Leid. Das war ich nicht.
- Oh.
- Missverständnis, tsch, tschüß.
So etwa ist das Gespräch dann verlaufen:
- Hallo Frau X, hier spricht eine sehr irritierte Gitte Härter ... (wir beide lachen) ... meine Kollegin hat mir gesagt, dass ich bei Ihnen angerufen habe, weil ich irgendwelche Trainer für Sie habe aber entweder ich sollte mir jetzt große Sorgen machen, weil ich mich nicht daran erinnere, oder mein böser Zwilling hat bei Ihnen angerufen. (wir lachen wieder)
- Oh, meine Kollegin hat mir gesagt, dass eine Frau [mit ähnlichem Namen] angerufen hat, und ich habe gesagt: Ich kenne nur eine Frau Härter und habe angenommen, das waren Sie. (ich erfahre, dass wir vor einigen Monaten einen Mailaustausch hatten wegen eines Trainings)
- Welche Trainer brauchen Sie denn? Vielleicht weiß ich ja wen. (ich erfahre das Thema und kann tatsächlich zwei Leute nennen)
- Das ist ja wunderbar!
- Ja. Bestimmt sind meine Tipps eh viel besser als die von der Frau Y!
- Bestimmt! (wir lachen uns kaputt)
Aus diesem Missverständnis ist ein sehr schönes und lustiges Gespräch entstanden. Wir haben über eine mögliche Zusammenarbeit zu einem anderen Zeitpunkt gesprochen und als wir aufgelegt haben, hatte bestimmt nicht nur ich ein dickes Lächeln im Gesicht.
Vielleicht sind Sie auch jemand, der sowieso aus sich rausgeht. Vielleicht sind Sie aber im Businesskontext eher korrekt oder zugeknöpfter: Wir erleben das auch sehr oft in Coachings oder bei Geschäftsbesprechungen, dass unser Gegenüber erst mal reserviert ist, aber sich dann schnell uns anpasst und auch locker und persönlich wird. Das macht nicht nur mehr Spaß und stellt gleich einen guten persönlichen Draht her es verbessert auch die Ausstrahlung enorm. Teilweise verändert sich tatsächlich das ganze Gesicht, als ob sich alles entspannen darf.
Haben Sie diese Erfahrung auch gemacht?
Oder haben Sie auch eine schöne Telefonanekdote?
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