Wohin geht die Reise?
Schon immer fand ich es faszinierend, wenn Menschen so richtige Lebensentwürfe haben. Manche haben Träume und Visionen. Selbst kenne ich das nicht so – wie ist das bei Ihnen: Sehen Sie sich “irgendwo Bestimmtes” später? Arbeiten Sie gerade auf eine Vision hin oder haben Sie sich Ihren Traum mit der Selbstständigkeit vielleicht sogar schon erfüllt?
Abkürzungen und gerade Linien
Persönlich glaube ich, dass es einfach unterschiedliche Menschen gibt: Solche, die irgendwie schon wissen, was sie möchten und darauf hinplanen. Solche, die Dinge eher auf sich zukommen lassen oder einfach ad-hoc entscheiden, ob das jetzt was ist, was sie weiterverfolgen wollen oder nicht. Und ganz generell: viele Zwischentöne davon. Wir alle sind ja nicht immer gleich: weder jeden Tag, noch in jeder Lebensphase.
Wie im Business gilt aber natürlich auch für’s Leben allgemein: Wenn ich weiß, was ich möchte, kann ich viel eher darauf zugehen. Ich kann erkennen, wann es in die falsche Richtung geht und ich kann die eine oder andere Abkürzung nehmen.
Und selbst wenn Sie jemand sind, der nicht so der Planer und Zielgerichtet-drauf-zugeh-Typ sind, so können Sie sich zumindest in Bewegung setzen und grob in die angepeilte Richtung gehen, wenn Sie wissen, wohin die Reise führen soll.
Inne halten um zu überlegen
Wer sich das noch nie so genau überlegt hat, kann ja mal das kommende Wochenende dazu nutzen, sich schön in die Sonne zu setzen (hoffentlich Sonne!) und mal darüber zu sinnieren:
- Wo bin ich gerade in meinem Leben (privat und beruflich)?
- Wie gefällt mir das so?
- Wie stelle ich es mir vor, wo würde ich gerne hinkommen?
Auch wenn Sie bereits klare Vorstellungen haben oder vielleicht sogar schon halb oder ganz dort sind, wie Sie sich Ihr „ideales Leben“ vorstellen, kann das ein schöner Impuls sein, mal zu gucken, wo Sie stehen.
Ich als kein straffer Lebenszielemacher habe gemerkt, dass sich mehr und mehr bestimmte Perspektiven einschleichen beziehungsweise dass sich einige „Das gefällt mir am besten“ oder „Das könnte ich mir später mal vorstellen“-Gedanken jetzt, mit zunehmendem Alter, deutlicher zeigen. Haha, wie das klingt! Jetzt bin ich mit Nochnichtganzvierzig ja nicht alt, aber irgendwie schon: wenn wir von normaler Berufstätigkeitszeit bis etwa 60 ausgehen, ist die Hälfte jetzt praktisch rum.
Und ich sehe mich doch mehr und mehr mit einem Laptop auf einer Terrasse. Vom Schreiben lebend. Nur unterbrochen von Spaziergängen mit meinem Entlebucher Sennenhund (den’s auch noch nicht gibt).
Wie ist das bei Ihnen?
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Anmerkungen & Kommentare
ja, das Internet ist da schon ein wahrer Segen -> es hat uns "Kopfarbeitern" sehr viele Türen und Möglichkeiten eröffnet.
Das stimmt natürlich, dass man nicht zwingend mit 60 aufhören muss zu arbeiten. Das war jetzt auch nur mal ein plakativer Wert für mich, weil das wahrscheinlich schon so ein Auslöser für "solche Gedanken" ist (denk ich mal).
Persönlich denke ich auch, dass ich - wie Sie - in irgendeiner Weise arbeite bis ich tot umfalle, aber ich stelle mir schon auch vor, das dann nicht mehr in Vollzeit zu machen (außer ich will unbedingt). Oder möchten Sie als alter "Tattergreis" noch eine 40-Stunden-Woche haben? Hihi.
Viele Grüße
Gitte
PS: ja, ich weiß: die 40-Stunden-Woche trifft's auch nicht unbedingt immer ...
na dies mit dem Greis ist ja so eine Sache (weiß Gott, was es in 20 Jahren alles für lebensverlängernde Sachen gibt
Aber ich denke, dass ist ja gerade einer der positiven Aspekte des Selbstständig seins - Wir können so viel arbeiten wie wir wollen oder müssen. Je nachdem von welcher Warte wir das Ganze betrachten. Und das arbeiten im Netz hat noch eine weitere Variante für uns auf Lager - wir können auch von überall auf der Welt arbeiten. Wir brauchen nur einen Internetzugang...
LG Mario Carla
Meine nächste "spannende Reise" geht zu deinem Buchworkshop, weil meine "derzeitige" Vision ist, endlich das lange geplante Buch unter die Leute zu bringen.
Liebe Grüße
Edeltraud
"Heute viel geschafftß"
fragt der Kopf
"Heute schon gelebt?"
fragt das Herz.
Stimmt doch oder?
lg.
Edeltraud
oh, wie schön! Ich sage Dir: Ich freu mich auch schon so, ich würde am liebsten gleich jetzt meinen Kofferpacken und zum Bahnhof gehen
>>Heute viel geschafft?"
fragt der Kopf
"Heute schon gelebt?"
fragt das Herz.
Sehr schöner Spruch. Kann ich mir gleich selbst hinter die Ohren schreiben.
Viele Grüße
Gitte
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Gitte Härter •
ich bin da ganz nah bei Ihnen. Auch ich stelle mir immer mehr vor nicht mehr herum reisen zu müssen, um meinen Lebensunterhalt zu geniessen. Sondern mein Geld von zu Hause zu verdienen. Dank des Internet gibt es ja da auch viele viele Möglichkeiten, sich auszutoben.
Ich stelle aber auch fest, dass ich mit fast 44 Jahren bestimmte Dinge nicht mehr machen möchte - z.B. mir die Nächte um die Ohren zu schlagen, um mich in neue Themen einzuarbeiten. Auf der anderen Seite gehen mir viele Dinge immer noch nicht schnell genug.
Wo ich nicht ganz so nah bei ihnen bin sind die Gedanken, dass das Arbeitsleben mit 60 aufhört. Ganz im Gegenteil das interessante des Berufs Information Worker ist doch gerade die Möglichkeit noch weit über den sechzigsten hinaus tätig zu sein.
LG Mario Carla