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Willst Du mein Freund sein? ... Katastrophen in Social Networks

Gitte Härter • 17.12.2008 • email Weiterempfehlen

Sind Sie ein Fan von social networks wie XING, Facebook & Co. Oder ein Betroffener? wink

Nichts gegen Netzwerk-Plattformen: Die können eine ganz tolle Sache sein, Spaß machen und mit Bedacht eingesetzt auch ein gutes Kontakt- und Marketingwerkzeug für Ihr Business sein.

Doch heute geht’s mir um die Schattenseiten. Hier meine Top 5 der Ärgernisse, die mich als Empfänger regelmäßig wild mit den Augen rollen lassen:

1. Kontaktehamster

Sind Sie auch bei Xing? Dann bekommen Sie bestimmt immer mal Anfragen von fremden Leuten. Mir geht das so, weil mich Leute von unserer Website oder Büchern kennen. Und es ist immer schön, Feedback zu erhalten.

Es gibt die Leute, die einfach eine Nachricht schicken, „Hallo“ sagen. Es gibt Kontaktanfragen. - Und es gibt die Kontaktehamster. Ich habe es bis heute nicht begriffen, warum Menschen Hunderte und Tausende virtuelle Kontakte haben wollen. Gibt es einen heimlichen Wettbewerb oder gewinnt man ein Auto, wenn man bis zum Stichtag X die meisten Kontakte vorweisen kann? Wenn Sie den Sinn kennen: Bitte klären Sie mich auf!

Fragen Sie sich:

  • Was will ich von der Person, die ich anspreche: Möchte ich mich vorstellen, will ich ein kurzes Feedback geben, mal einen kurzen Gruß loswerden? – Muss es denn immer gleich eine Kontaktanfrage sein?
  • Was tun Sie überhaupt mit den Kontakten in Ihrer bestehenden Liste? Wenn es nur darum geht, wen Sie über wie viele Ecken kennen und wie sich das schneeballprinziptechnisch hochrechnet, dann macht es doch viel mehr Sinn, wenn Sie nur die Leute als Kontakt hinzufügen, die Sie wirklich kennen. Das ist doch der Clou an diesen Online-Verbindungen: Wer kennt wen über welche Ecken (und idealerweise können Sie die Kontakte dann auch nutzen). Wenn Sie bei mir in der Kontakteliste jemand Spannenden sehen und mich um Vermittlung bitten, dann kann ich sagen: „Ja, logo, da fühl ich für Dich vor.“ oder „Sag ihm/ihr einen schönen Gruß von mir ...“ – Aber ich habe nur eine kleine Kontakteliste und sage den Anfragen von mir völlig fremden Leuten ab.

Ach, schnell ein Perspektivenwechsel: Fügen Sie als „Empfänger“ einfach jeden als Kontakt hinzu, weil Sie nicht unhöflich sein wollen? Machen Sie das nicht! Ich habe nur positive Resonanz bekommen, wenn ich absage und erkläre, warum. Das nimmt natürlich niemand krumm.

2. Einladungen „an alle“

Nicht jeder ist von Online-Netzwerken angetan. Widerstehen Sie bitte dem Drang, jeden, den Sie kennen, auf die Plattform einzuladen. Ich weiß, dass es Seminare gibt, wo genau das empfohlen wird. Doch denken Sie bitte an den Empfänger.

Sind Sie neu auf einer Plattform? Dann warten Sie den Erste-Begeisterung-Anfall ab. Oft ist man, wenn man selbst neu ist, so berauscht von den vielen neuen Möglichkeiten, dass man zwei-drei Tage nonstop dort verbringt und alle Leute sucht, denen man jemals begegnet ist. Und weil dieses Online-Netzwerken so toll zu sein scheint, wird im ersten Fieber jeder, der nicht zu finden ist, eingeladen. – Warten Sie einige Tage bis Sie vom Enthusiasmus-High runter sind und fangen Sie dann an einzuladen.

Besonders nervig sind auch Social-Network-Junkies, die auf jeder Plattform, die es gibt, ein Profil erstellen und jeden daran teilhaben lassen möchten. Offenbar kann man, wenn man beispielsweise bei XING ist, seine Kontakte exportieren und dann vom neuen Netzwerk JEDEM eine Einladung schicken. Das mag ganz toll für Freunde und enge Geschäftskontakte sein, aber es nervt ohne Ende, wenn Sie Ihren losen Kontakten, vielleicht sogar welchen, die Sie übers Kontaktehamstern hinzugefügt haben (also gar nicht kennen!), solche Einladungen schicken.

Zumal es je nach Plattform mit einer Einladung nicht getan ist. Da kommen dann in regelmäßigen Abständen Erinnerungen zur Erinnerung, dass man doch jetzt mal bitte der Einladung folgen soll. Ein sicheres Mittel, wie Sie geknüpfte Kontakte schnell wieder beschädigen können.

Fragen Sie sich:

  • Warum will ich diesen Empfänger auf diese Plattform „ziehen“? Wenn die Antwort nur lautet: Damit ich eine lange Kontakteliste habe, wissen Sie, was zu tun ist grin 
  • Was hat der Empfänger davon, zu dieser Plattform zu kommen?
  • Wen in Ihrer Kontakteliste kennen Sie gut genug, eine neutrale Einladung zu schicken? Und bei wem möchten Sie den Hinweis auf die Plattform individuell gestalten – wenn Sie geschickt sind, sogar als schönen Aufhänger nutzen, miteinander ins Gespräch zu kommen – per E-Mail oder Anruf (und nicht über das Einladungstool der Netzwerkseite).

3. Und nun zur Werbung

Wie im persönlichen Umgang oder auch bei Business-Netzwerken „im richtigen Leben“ gibt es leider manchmal die, ich nenne es mal Unsicherheit, was Netzwerken eigentlich heißt. Es geht natürlich nicht darum, jedem seine Werbung reinzudrücken. Und dennoch treffe ich das immer wieder an oder habe sogar Kunden über die Jahre gehabt, die sich selbst unwohl damit fühlten, aber dachten, das gehöre so. - Hier ist die gute Nachricht: Es gehört natürlich nicht so!
Auch wenn Sie bei Netzwerkplattformen – gerade in den businesslastigen – natürlich idealerweise alles vor sich haben (Wo sitzt die Zielgruppe? Wie heißt der Entscheider?), so ist das Prinzip einer solchen Plattform nicht, dass das Sammeln von Mailadressen einfacher wird und man das Verschicken von Werbemails über die Plattform schneller und günstiger erledigen kann.

Denken Sie daran:

  • Viele andere Leute kommen auch auf die Idee, Ihre Entscheider über die Plattform zu kontaktieren. Ein Einkäufer für Sache X kann sich nicht mehr retten von Kontaktanfragen und Angeboten. Das ist wie bei den Personalvermittlern, die denken, es sei eine großartige Idee, die Leute aus den Stellenanzeigen zu kontaktieren, weil die ja momentan Bedarf haben. Leider haben dreihundert andere Personalvermittler dieselbe tolle Idee.
  • Aufdrängel-Werbung über private Nachrichten, Mailadressen, die Sie sich aus den Plattformen zusammensammeln oder einen Verteiler, den Sie daraus erstellen, kommt niemals gut an. Wenn Sie individuell an einen Ansprechpartner rangehen, dann haben Sie viel mehr davon. Denken Sie auch an Nebenwirkungen. Ich habe schon zwei Trainer, die ich früher oft weiterempfohlen habe, nicht mehr weiterempfohlen seit diese mir über so ein Netzwerk regelmäßig Werbung schicken.
  • Werbung ist in den meisten Plattformen nicht nur verpönt, sondern auch verboten. Das kann bis zum Ausschluss führen.

4. Willst Du mein Freund sein?

Ein Vorteil von solchen Netzwerken ist es ja, dass Sie Leute finden, die Ihnen eine Frage beantworten oder einen Tipp geben können. In der Regel ist jeder, der sich dort einträgt, grundsätzlich dafür auch offen – auch wenn einige aktiver mitmischen - etwa in begleitenden Foren – und andere eher passiv sind.

Wie immer gilt natürlich: Der Ton macht die Musik. Ich bin immer wieder erstaunt, wie manche Leute so drauf sind. So bekomme ich naturgemäß als Coach und Autorin häufig Fragen zu einem bestimmten Thema gestellt. Und meistens hält sich das im normalen Rahmen. Aber ich bekomme auch Geschichten wie:

„Anbei erhalten Sie meinen 20-seitigen Artikel zum Thema X mit der Bitte, ihn durchzugehen und mir Feedback zu geben.“
oder
„Ich würde mich gerne regelmäßig mit Ihnen zum Thema Karriere austauschen.“

Hä???


Fragen Sie sich:

  • Wieviel Arbeit ist mit Ihrer Bitte für den Empfänger verbunden? Ich glaube, dass es oft unabsichtlich passiert, dass solche Fragen rausgehen: Man hat gerade ein brennendes Anliegen und braucht Hilfe ... und verliert den Empfänger und die Verhältnismäßigkeit aus den Augen. Wenn Sie sich jemanden suchen, dessen professionelles Feedback Sie möchten – und auch regulär dafür bezahlen möchten –, dann machen Sie das klar, damit der Empfänger unterscheiden kann, dass es eine ganz normale Anfrage und nicht ein Netzwerk-Gefälligskeitsdienst sein soll.
  • Fragen Sie sich auch, warum der Empfänger etwas tun sollte und was er davon hat. Wenn ich mich mit Ihnen über Karriere austausche, weil Sie Karriere machen wollen, und ich ein Coach bin, dann brauchen wir nicht lange zu überlegen, was dieser Deal für Sie und mich bringt.

 
Und zum Schluss der Knaller! (Es ist nicht der Oberknaller der haarsträubendsten Anfragen, die ich jemals bekommen habe, aber es ist Platz 2):

5. Unter “Netzwerkkollegen”: Schicken Sie mir mal!

Die verschärfte Version ist es, dass aus der gemeinsamen Teilnahme bei so einer Netzwerkplattform Ansprüche abgeleitet werden. Sie sind bei XING, ich bin es auch. Darum machen Sie mal diesunddas für mich. Diese Nachricht habe ich einmal erhalten:

„Ich habe gesehen, dass Sie ein Buch zum Thema Entscheidungen treffen geschrieben haben. Bitte fassen Sie mir Ihre Thesen auf zwei Seiten zusammen und schicken Sie sie mir.“

big surprise

 

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Anmerkungen & Kommentare

Von: Norbert Jothann am 17.12.2008
Hallo, Gitte!

Zu Punkt 1. Kontaktehamster

Die Hamster fallen auch immer mal wieder über mich respektive mein XING-Profil her.

Am Anfang habe ich mir die Mühe gemacht, den Anfragern zu antworten und darauf hinzuweisen, daß ich in der Quantität der Kontakte keinen echten Nährwert sehe, sondern auf Qualität wert lege. Zudem "ver-xing-e" ich mich nur mit Menschen, die ich VORHER auf die eine oder andere Weise direkt oder indirekt persönlich kennengelernt habe.

Mittlerweile antworte ich darauf gar nicht mehr. Und, schwupp-di-wupp, drei oder vier Tage danach ist die Anfrage wie von Zaubererhand wieder aus meinem Profil verschwunden.

Es sind oftmals bestimmte Dienstleister oder Anbieter von gewissen Dienstleistungen, die scheinbar den "Streuungseffekt" des unpersönlichen Sammelns und Jagens lieben.

Ich stelle mir dann vor, wie ich tausend mir unbekannte Kontakte in Papierkarteikartenform in Karteikästen horte... Als Lehrling mußte ich "Karteileichen" immer wieder aus den Karteikästen aussortieren, da mein Chef nicht mehr als drei übersichtliche Kästen neben seinem Tisch stehen haben wollte.

Zu Punkt 2. Einladungen "an alle"

Nein. Bitte nicht. Wer "an alle" sendet, hat selbige nicht mehr.

Es macht doch nur Sinn, genau an diejenigen etwas zu senden, die mit dem entsprechenden Thema oder der geplanten Veranstaltung etwas zu tun haben.

Herzliche Grüße
Norbert
Von: Julia Hayn am 17.12.2008
Hallo Gitte,
Ihr Artikel spricht mir aus der Seele. Ich war gerade mal 2 Tage bei XING registriert, da kam schon die erste Anfrage bzgl. Kontaktbestätigung - nur, weil ich zufällig auf der Seite dieser mir völlig unbekannten Person gelandet war. Seither habe ich viel herumgefragt, wie Kollegen und Bekannte umgehen. Ergebnis: siehe oben.
Ihr Artikel gibt mir jetzt den letzten Schubs, diese Kontaktanfragen höflich aber bestimmt abzulehen.
Herzliche Grüße,
Julia Hayn
Von: Gitte Härter am 18.12.2008
Hallo Norbert,

Ja, das Antworten ist manchmal sogar Aufwand.

Ich habe mich genau darum bei XING eigentlich angemeldet, obwohl ich gar kein Interesse daran hatte/habe. Der Grund sind auch Einladungen: Ich habe so viele Einladungen von netten Leuten bekommen, unbedingt zu XING zu gehen, dass mir die Antwort, mich für den Hinweis zu bedanken und zu sagen, dass ich kein Interesse habe, nach kurzer Zeit zuviel wurde und es sinnvoller war, ein "toter-Mann-Profil" zu hinterlegen.

Finde ich gut, dass Du das restriktiv machst und auf die Leute beziehst, die Du kennst. Wenn alle das machen würden, wäre es ja auch wirklich interessant, wie die Verknüpfungen sind.

Vor ein paar Jahren gab es die Smallworld-Studie der Universität Columbia, die ein Experiment von Stanley Milgram in den 60er Jahren auf Papier durchgeführt hatte, per Internet wiederholte. Sie wollten nochmal aktuell nachweisen, dass jeder Mensch im Schnitt nur sechs Schritte braucht, um zu einer Zielperson irgendwo auf der Welt zu kommen.

Damals habe ich gerade unser Buch Networking geschrieben und bei der Studie teilgenommen. Das war cool! (leider ist das Experiment schon geschlossen jetzt): Man hat randommäßig eine von ich-glaube-es-war ein Dutzend weltweiten Zielpersonen zugeteilt bekommen, zum Beispiel einen Uniprofessor in Harvard oder einen Reisbauern in Asien - und sollte dann über die Internetplattform unter den Leuten, die man kennt, die Person anmailen, die man als am nähesten oder am wahrscheinlichsten ansah, dass er einen der Zielperson näherbringt.

Wenn ich also den Uniprofessor in Amerika erreichen wollte, habe ich eine Freundin in Amerika angesprochen, weil mich das am meisten hinbrachte. Oder den Reisbauern in Asien bin ich näher, indem mir eingefallen ist, dass von einem früheren Chef die Frau aus Indonesien kam.

Wenn dann von der eigenen Kontaktekette alle mitgemacht haben, konnte man im Netz nachverfolgen, wo man gerade ist. Und tatsächlich ist man erstaunlich nahe an irgendwelchen (!) fremden Leuten dran.

Das wäre toll, wenn man das bei XING wirklich nachvollziehen könnte. Aber durch das Vernetzen von Unbekannten wird das wieder mal völlig undurchsichtig.

*

Hallo Julia,

das ist einfach so. Komisch, dass eine völlig unbekannte Person da eine Kontaktabfrage überhaupt macht, nur weil einer das Profil anklickt. Tztztz.

Genau richtig, dass restriktiv zu handeln, damit Sie sich wohl fühlen damit. Man weiß ja auch gar nicht, wen man sich auf die Liste holt.

Wir haben zum Beispiel einen gerichtlichen Titel gegen einen Trainer, der einen Text von uns geklaut hat, seine Gerichtskosten nicht zahlen kann, weil er schon längst die Eidesstattliche Versicherung abgelegt hat - aber nach außen munter den Profi gibt. Den hab ich als Kontakt bei einem meiner Kontakte in dessen Hunderter-Liste gesehen und ihn drauf aufmerksam gemacht, was das für ein Typ ist. Daraufhin hat mein Kontakt gesagt: Ich kenne total viele Leute in meiner Liste nicht, mir sagt nicht mal der Name was.

Verrückt.

*

Einen schönen Tag
Gitte
Von: Ursula Kruck-Hantschel am 21.12.2008
Hallo in der Weihnachtswoche,

ein Netzwerk hat immer seine Vorteile, jedoch, wie jede Münze zwei Seiten hat, ist das auch in einem Netzwerk der Fall.

Ich denke der einfachste Weg sich vor unangenehmen Kontakten zu schützen besteht darin, dass man sich zunächst im Klaren darüber sein sollte: "Was ist mein Ziel in einem Netzwerk?"

- Eine Abenteuer-Reise?
- Kontakte knüpfen?
- das eigene Unternehmen präsentieren?

Bedenken Sie immer, dass das Internet ein großer Marktplatz von vielen Möglichkeiten darstellt. Genutzt werden kann, jedoch auch, leider, von Benutzern missbraucht wird.

Ja klarer man sich abgrenzt und weiß, was man in einem Netz will und auch bereit ist zu geben, umso unproblematischer werden Sie darin gewinnbringend arbeiten können.

Ich wünsche einen schönen Adventssonntag
Ursula
Von: Alexander E. Schröpfer am 09.01.2009
Zunächst ein paar Fakten.

Ich bin auch Mitglied bei XING. Profil

Ich habe aktuell 4.744 Kontakte, moderiere 21 Gruppen und bin insgesamt Mitglied in nur 100 Gruppen, weil XING nicht mehr zulässt.

Ergo bin ich nach Ihrer Interpretation ein Kontaktesammler und ein Gruppensammler!

Eine Frage:

Wenn Sie Angler sind und haben Möglichkeit Ihre Angel in einem großen oder einem kleinen Teich auszuwerfen.

Wo werden Sie diese Angel auswerfen?

Ein Angler wird seine Angel eher in einem großen Teich als in einem kleinen Teich auswerfen. Dort ist die Wahrscheinlichkeit größer, große Fische zu fangen.

Bei XING sprechen wir von einem Businessnetzwerk. Ich habe NUR mit der Nutzung von XING in 1,5 Jahren mein Gechäft als AkquiseScout mit Null Umsatz und Kunden beginnen aufgebaut.

Ich habe sehr viele nette Menschen sowohl virtuell als auch persönlich kennen gelernt.

Und was für mich viel wichtiger ist, dadurch so viele Aufträge erhalten, OHNE diese zu akquirieren, dass ich davon meine drei Frauen in verschiedenen Größen und Altersstufen ernähren kann.

Diese Kunden sind alle AN MICH HERANGETRETEN!!! Die höchste Stufe der Akquisition!!

Dafür habe ich von Anfang an bis heute auch sehr viel Zeit investiert, weil ich nicht nur Kontakte "sammle" sondern diese auch pflege, also Zeit investiere ich verschiedenste Maßnahmen.

So schreibe ich JEDEN an, der mein XING Profil besucht!! Ich habe bisher 21.158 Nachricht versendet und 10.470 erhalten)

Ihre Statusmeldungen werden von Ihren Kontakten gesehen, Ihre Änderungen des Profiles werden von Ihre Kontakten gesehen.

Viele Unternehmen zahlen viel Geld um in den Medion präsent zu sein, ich 5,95 € XING Mitgliedbeitrag grin

Denken Sie doch mal über den Begriff Marketingreichweite nach.

Das Geheimnis lautet: "Sehen und gesehen werden"

Nicht von ungefähr heißt es in meiner Pälzer Hoimat: Vunn nix, kummt nix!

Sofern Sie dazu Fragen haben, besuchen Sie einfach mein XING-Profil, ich melde mich dann schon grin

Beste Grüße

Alexander E. Schröpfer
Akquisition, Marketing, Coaching
_______________________________________________________________

"But the real way to get happiness is by giving out happiness to other people."

Robert Stephenson Smyth Baden-Powell, Gründer der Pfadfinderbewegung. (Scout)
(* 22. Februar 1857 in London; † 8. Januar 1941 in Nyeri, Kenia)
Von: Gitte Härter am 09.01.2009
Hallo Herr Schröpfer,

danke für Ihren Erfahrungsbericht. Sie sagen aber schon, worauf es ankommt: um das Nutzen - wenn Sie Tausende von Kontakte haben, diese pflegen und jeden kontaktieren, ist das ja wunderbar. Ihr Akquiseweg, auf den Sie entsprechend Zeit und Energie setzen, ist damit XING.

Das Sammeln um des Sammelns Willen habe ich in Frage gestellt.

Viel Erfolg weiterhin
Gitte Härter

PS: Ihren Link unter der Unterschrift habe ich gelöscht - wir bieten ja die Möglichkeit, die eigene Website beim Namen zu hinterlegen. Innerhalb der Kommentare wollen wir keine Werbelinks.
Von: Norbert Jothann am 09.01.2009
Hallo, Herr Schröpfer!

Interessanter Beitrag von Ihnen.

Da Sie Zitate zu lieben scheinen, stelle ich meinen Gedanken ein Zitat von Fritz Reuter (geboren 07.11.1810, Stavenhagen (Mecklenburg); gestorben 12.07.1874, Eisenach) aus seinem Werk "Ut mine Stromtid" (Hochdeutsch etwa: "Aus meiner Volontärszeit"), voran

"Wat den Eenen sin Uhl', ist den Annern sin Nachtigall."

(Was dem Einen seine Eule, ist dem Anderen seine Nachtigal)

Bevor ich auf Ihre Erläuterunge eingehe, zunächst einmal herzlichen Glückwunsch, daß Sie quasi aus dem Nichts und mit (fast) nichts in 1,5 Jahren Ihr Unternehmen aufgebaut haben, mit dem Sie Ihre Familie ernähren können.

Sie stellen die rhetorische Frage, in welcher Art Teich ein Angler seine Angel auswürfe, wenn er die Möglichkeit hätte, zwischen einem kleinen und einem großen Teich zu wählen, und ziehen daraus den Schluß, daß ein Angler eher dazu neigte, dies bei bei dem großen Teich zu tun. Ihre Begründung: "Dort ist die Wahrscheinlichkeit größer, große Fische zu fangen."

Nun strebt aber nicht jeder nach dem größten Fisch, sondern arbeitet eher oder lieber mit vielen "kleinen Fischen" zusammen, der er persönlich kennt, wertschätzt und individuell betreut. Klasse vor Masse.

Nun könnten Sie erwidern: "Wer nicht wirbt (also auf sich aufmerksam macht), der stirbt (wird also nicht wahrgenommen und ist schnell wieder weg vom Markt)!"

Das ist aber abhängig von der Branche, dem Berufsfeld (zum Beispiel Steuerberater) und der Intensität der Beziehung zu seinen Kunden, die auch Empfehlungen aussprechen (zum Beispiel bei der kleinen Kfz-Werkstatt um die Ecke, bei der mein Wagen geplegt wird).

Es geht für mich dabei auch nach dem Pareto-Prinzip (80/20-Verteilung), wonach 20 Prozent der Kontakte 80 Prozent des Umsatzes bringen. Auch hier: Klasse statt Masse.

Die von Ihnen oben angeführten Zahlen (4.744 Kontakte, Moderator von 21 Gruppen, Mitglied in 100 Foren, 21.158 Kontakt-Nachrichten) weisen Sie als kontaktfreudig und für Ihr Unternehmenskonzept (AkquiseScout) richtig aus. Wer Akquisition für andere als Geschäftsidee ausweist, sollte auch hochtourig akquisitorisch tätig sein, um als AkquiseScout wahrgenommen zu werden und im Geschäft zu bleiben.

Und dennoch: Sie sind damit ein "Kontaktehamster".

Es ist ja stets zu fragen, wofür jemand XING nutzt. Für Ihre geschäftliche Aufgabe mag es richtig sein. Für andere geschäftliche Tätigkeiten eher nicht. Hier zählen zwar auch viele Kontakte, aber nicht im Sinne von "Guerilla Marketing", sondern von persönlichem Kontakt und Weiterempfehlung.

In der von Ihnen definierten Weise, nutzen es, aus meiner Erfahrung und Sichtweise, hauptsächlich bestimmte Dienstleister oder Anbieter von gewissen Dienstleistungen, die scheinbar den "Streuungseffekt" des unpersönlichen Sammelns und Jagens lieben - und in Ihrem Fall, zugegebenermaßen wohl auch beruflich brauchen.

Vielleicht lassen Sie sich nochmal das von Ihnen aufgeführte Verhältnis von Nachrichten auf der sinnbildlichen Zunge zergehen: Von Ihnen: 21.158 Nachrichten versendet, von anderen an Sie: 10.470 Nachrichten versendet.

Nicht jeder, der sich in XING ein Profil anschaut, will auch postwendend von dem Profilinhaber angeschrieben werden.

Ich wünsche Ihnen weiterhin viel Erfolg mit Ihrem Unternehmen.

Herzliche Grüße
Norbert Jothann
Von: Fabian Raschke am 09.01.2009
Ich denke, beide Vorgehensweisen haben ihre Berechtigung.

Mehr vielleicht später, ich schreibe den Kommentar eigentlich nur, um über neue Kommentare benachrichtigt zu werden wink
Von: Alexander E. Schröpfer am 09.01.2009
Hallo Herr Jothann,

ganz herzlichen Dank für Ihren aufwendigen Kommentar. Und für Ihre Zeit, die Sie dafür investiert haben.

Lassen Sie bei meinem Anglerbeispiel das Wort "groß" raus, dann stimmt es immer noch. Oder setzten Sie dafür "mehr" ein.

Es geht bei mir auch nicht um groß oder klein in diesem Beispiel, sondern um die Wahrscheinlichkeit, überhaupt etwas zu fangen und die ist im großem Teich größer als im kleinen!!!
--
Weiterhin nutze ich auch XING nahezu ausschließlich, wenn ich für MEINE Kunden akquiriere. Und diese SIND aus allen Branchen, Finanzen, IT, Personal etc. d.h. Ihr Argument zieht nicht!
--
Und ob Sie mich nun als Hamster oder Sammler oder wie auch immer bezeichnen, es ist mir egal, denn meine Strategie geht bei mir auf, bei denjenigen, mit denen ich zusammenarbeite auch.
--
Die von Ihnen oben angeführten Zahlen (4.744 Kontakte, Moderator von 21 Gruppen, Mitglied in 100 Foren, 21.158 Kontakt-Nachrichten) weisen Sie als kontaktfreudig und für Ihr Unternehmenskonzept (AkquiseScout) richtig aus.
> Umgekehrt wird ein Schuh draus, nicht weil ich so bin, ist das Konzept richtig, sondern das IST ein richtiges Konzept. Gerade auch für mich grin

Bitte beachten Sie, was ich bereits geschrieben habe: Ich akquiriere nicht für mich, nur für meine Partner und Kunden!!
--
..sondern von persönlichem Kontakt und Weiterempfehlung.

> dem widerspreche ich auch nicht, ganz im Gegenteil, ich habe es sogar geschrieben, dass ich in meine Kontakte auch Zeit investiere, in welcher Form auch immer, wobei auch ich die persönliche bevorzuge. Daher liegt mein Schwerpunkt auch regional im Süden, so dass ich, wenn ich schon auf die Autobahn muss, dort nur sehr wenig Zeit ineffizient verbrauchen muss.
--
..und in Ihrem Fall, zugegebenermaßen wohl auch beruflich brauchen.

> Wieso zugeben, brauchen? Ich brauche es nicht, ich könnte auch anders, doch warum sollte ich, wenn beide Seiten einen Nutzen davon haben und es auch so wesentlich besser funktioniert!!
--
Vielleicht lassen Sie sich nochmal das von Ihnen aufgeführte Verhältnis von Nachrichten auf der sinnbildlichen Zunge zergehen: Von Ihnen: 21.158 Nachrichten versendet, von anderen an Sie: 10.470 Nachrichten versendet.
--
Was wollen Sie mir damit sagen?

Ich kann Ihnen sagen, dass ich auf meinen Nachricht sehr viel positive Resonanz bekommen habe und negative nur sehr wenig.

Es zeigt aber auch, dass ich etwas TUE!!
--
Nicht jeder, der sich in XING ein Profil anschaut, will auch postwendend von dem Profilinhaber angeschrieben werden.
> Das kommt doch auch auf den Inhalt der Nachricht an, oder?

Nicht jeder in XING ein Profil hat, will auch von irgend jemandem besucht werden.

Doch so trennt sich schnell die Spreu vom Weizen und das ist gut so.

Töpfche aufs Deckelche!

Letztendlich sage ich auch nicht, dass das, was ich hier schreibe und mache das einzig wahre ist, doch sollte es auch mal hier eine ggf. andere Sicht- und Arbeitsweise aufzeigen.

Ihnen allen gute Geschäfte weiterhin

Beste Grüße
Alexander E. Schröpfer

PS:

Entscheidend ist nicht, was jemand tut, sondern was als Ergebnis dabei heraus kommt.

Und nur weil viele was anderes sagen als ich, muss das viele nicht besser oder richtiger sein.

Jeder ist nur für sich selbst verantwortlich.

Besser gut nachgemacht, als selbst schlecht erfunden.
Von: Renate Schweyer am 06.04.2010
"Bitte fassen Sie mir Ihre Thesen auf zwei Seiten zusammen und schicken Sie sie mir.“

mein Kommentar:

gerne! Das Buch kostet....
Die Zusammenfassung kostet...

Sie haben die Wahl!
Klare Rechnung - gute Freundschaft

Kritik und Tipps nehme ich gerne als
kostenlose Beratung.
Von: Alexander E. Schröpfer am 06.04.2010
Sehr gut!

Und bei dem einen und anderen funktioniert das auch wunderbar!

Mit besten Grüßen,

Alexander E. Schröpfer
Von: Gitte Härter am 06.04.2010
Hallo Frau Schweyer,
ja, da haben Sie natürlich recht. grin Man darf nur auch nicht vergessen, dass, wie ich im heutigen Blogbeitrag auch geschrieben habe, jede Anfrage auch immer Zeit kostet - auch wenn man nur absagt oder eine Auskunft dieser Art gibt. Das war übrigens auch der Grund, warum ich letztes Jahr mein XING-Profil komplett gelöscht habe.

Aber wie wir oben ja schon diskutiert haben: Wenn man so ein Netzwerk intensiv nutzt, sich einbringt und so auch gutes Marketing für sich betreibt, ist ja alles gut.

@Herr Schröpfer: Sie haben ja schon vor zwei Jahren mitgeteilt, dass das für Sie wunderbar funktioniert.
Übrigens: Wir lassen in unseren Kommentaren keine Blog- oder Firmennamen als Absender mehr zu, weil sonst die Kommentare allgemein sehr schnell zur Werbeplattform werden. Was immer geht, ist, die eigene Webadresse beim Namen zu verlinken, und das haben Sie ja gemacht. Den letzten Kommentar hinsichtlich Politik habe ich gelöscht, weil wir als Blogbetreiber für Fremdlinks haften und ich auch hier mittlerweile sehr viel strenger geworden bin. Ich bitte um Verständnis.
Von: Thorsten am 07.04.2010
Die Plattform XING hat mich noch nie wirklich angesprochen. Daher ist diese ausführliche Beschreibung wirklich sehr hilfreich.

Bei wkw ist es aber auch schon vorgekommen, dass ich mal 2kurz" angefragt wurde. Kennen diese Leute kein Telefon?

Vielen Dank hierfür.
Von: Emmanuel P. am 08.04.2010
Ich schließe nur Kontakte mit Leuten, die ihre Kontakte auf XING nicht freigeben und zu denen ich eine laufende Geschäftsbeziehung pflege. Ich erhalte so gut wie keine Anfragen von Kontaktehamstern mehr. Falls doch, lösche ich sie kommentarlos.
Von: Thorsten am 10.07.2010
Jetzt habe ich mich doch mal bei XING angemeldet. 7 Tage Premiumaccount "genutzt", mich ein wenig umgesehen und seither nicht mehr eingeloggt.

FAst täglich kriege ich in meine Postfach nunmehr Einladungen in irgendwelche Gruppen - von Leuten, die ich nicht kenne und von denen ich noch nie etwas im Internet vernommen habe.

Ich lese viel Blogs, schreibe auch in etliche, aber deswegen muss ich ja nicht in jede Gruppe, die mir irgendetwas verkaufen oder andrehen möchte. Mein Bedarf an SEO-Ebooks, MLM-Zeugs, etc. ist für Jahre gedeckt - die kann ich bestimmt nicht alle lesen.

Und nur weil meine Webseite, die ich dort im Profil angegeben habe, auf Seite 1 von Google zu finden ist, möchte ich auch nicht in jede Anfänger-SEO-Gruppe um mein Wissen dort preiszugeben. ^^
Von: Gitte Härter am 10.07.2010
Hallo Thorsten,

das klingt wirklich übel. Wahrscheinlich nimmt das immer mehr überhand.

Ich finde es ja immer schade, wenn eigentlich gute Ideen oft von den Leuten vergällt werden, die für irgendetwas Abkürzungen suchen: eben zum Beispiel eine Plattform wie XING als praktischen Werbeschleuder nutzen.

Wie alle Plattformen geht es wohl darum, sie für sich selbst so schlau und "differenziert" wie es geht, zu nutzen.

Ein Vorteil von XING & Co., auch wenn man nicht aktiv überall mitmischen kann, ist natürlich, dass man die Zugriffe der jeweiligen Plattform nutzen kann. So ist für viele Einzelunternehmer ein XING-Profil (so es gut ausgefüllt ist) eine Super-Sache, weil man durch XING ein gutes Ranking bei Google hat, während die eigene Seite oft nicht besonders weit oben findbar ist.

Ich habe in meiner XING-Zeit ja praktisch als "Karteileiche" exisitent. Nirgendwo aktiv mitgemacht, nicht Hinz und Kunz in die Kontaktliste aufgenommen etc. - bis auf die für mich nervigen Anfragen war ich relativ wenig von Werbung & Co. belästigt. Allerdings war ich auch nicht zahlendes Mitglied: möglicherweise schützt das auch vor einigen dieser unerwünschten Nebenwirkungen, eben WEIL weniger Funktionen frei sind?

Viele Grüße
Gitte
Von: Thorsten am 10.07.2010
Der Abschreckeffekt innerhalb der ersten sieben Tage reicht, um auch weiterhin kein zahlendes Mitglied zu werden.

Und nur zahlende Mitglieder sehen auch die Webseiten, bzw. Unternehmen der anderen Mitglieder.

Wenn also nur die Zahler einen zutexten/zumüllen, dann sollte man dort einen Filter einbauen.

Wahrscheinlich wird mein Profil dort auch zur Karteileiche mutieren...

Viele Grüsse,
Thorsten
Von: Alexander E. Schröpfer am 12.07.2010
Der sogenannte Abschreckeffekt rührt daher, dass Mitglieder mit dem Feuer spielen und sich dann beschweren oder wundern, wenn sie sich die Finger verbrennen.

ALSO: XING ist eine Software, die man einstellen kann z.B. unter Privatsphäre, etc.

Dann klappt es auch mit XING.

Außerdem wenn ich schon "Handwerker" bin, muss ich wenigstens wisse, wie mein Werkzeug XING funktioniert smile

Mit besten Grüßen,

Alexander E. Schröpfer

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