Motivation und Ausgleich

Wie Sie von der Arbeit abschalten und gut in den Feierabend starten

Christine Öttl • 03.03.2008 • email Weiterempfehlen

Jetzt melde ich mich auch mal bei Ihnen: Mein Name ist Christine Öttl und ich bin die Dritte im unternehmenskick.de-Bunde. Seit vielen Jahren beschäftige ich mich intensiv damit, wie man im Alltag möglichst viel Lockerheit, Lebendigkeit und Freude erleben und ein facettenreiches und „rundes“ Leben führen kann.

Deshalb greife ich heute sehr gerne ein Thema auf, das in den Antworten auf Ralfs letzten Newsletter zur Sprache gekommen ist: Wie schwer es vielen fällt, einen Schlussstrich zu ziehen und wirklich von der Arbeit abzuschalten.

Ja, das kenne ich sehr gut aus eigener Erfahrung. Es liegt schon einige Jahre zurück: Da wurde mir bewusst, dass ich meine Freizeit nicht so richtig genießen konnte – besonders, wenn es Schwierigkeiten in der Arbeit gab, ich mich sehr unter Druck fühlte oder Bammel vor etwas hatte. Ich stand häufig unter Strom, war körperlich wie psychisch angespannt und meine Gedanken kreisten ständig um die Arbeit. Bald fühlte ich mich wie im sprichwörtlichen Hamsterrad und hatte den Eindruck, von der Arbeit „besessen“ zu sein, was sich sowohl auf meine Stimmung als auch auf meine Motivation auswirkte. So wollte ich auf keinen Fall weitermachen!

Damals bin ich sofort aktiv geworden, um mich aus dieser misslichen Lage zu befreien und von der Arbeit abschalten zu können. Gerne stelle ich Ihnen ein paar Möglichkeiten vor, die sich für mich bewährt haben und deshalb fester Bestandteil meines Alltags geworden sind.

Eine wichtige Sache vorab: Obwohl „abschalten“ nach Passivität klingt, handelt es sich um einen sehr aktiven und bewussten Prozess. Um wirklich einen Schlussstrich unter den Arbeitstag ziehen zu können, ist es meiner Erfahrung nach nötig, etwas dafür zu tun, sprich ein gewisses Maß an Engagement und Disziplin aufzubringen. Und das ist ohne entsprechende Motivation sehr schwierig. Deshalb mein Rat: Machen Sie sich ganz klar, warum es sich wirklich lohnt und was genau Sie davon haben, sich aktiv vom Arbeitstag zu verabschieden. Hier ein paar Beispiele zur Inspiration:

  • Sie können sich auf Ihre Freizeitaktivitäten und die Menschen, mit denen Sie Ihre Zeit verbringen, wirklich konzentrieren und im Hier und Jetzt präsent sein.
  • Sie erholen sich besser, können Ihre Batterien stärker aufladen und Ihre Produktivität erhöhen, wenn Sie wirklich eine „Gegenwelt“ zur Arbeit schaffen.
  • Sie gewinnen eine gesunde Distanz zur Arbeit – so wird der Kopf wieder frei, um die Dinge anders zu betrachten und neue Ideen zu bekommen.
  • Körper und Geist können sich leichter entspannen und zur Ruhe kommen, was sich positiv auf Ihre Schlafqualität auswirkt. Und wie gut Sie schlafen, beeinflusst Ihr Wohlbefinden, Ihre Produktivität, Ihre Ausstrahlung und Ihre Zufriedenheit ganz entscheidend.

Und nun ein paar Anregungen, was Sie konkret unternehmen können, um aktiv in den Feierabend zu starten:

Lassen Sie die Arbeit mit einer letzten „Amtshandlung“ ausklingen: Aus eigener positiver Erfahrung kann ich Sie nur aus vollem Herzen dazu animieren, das Ende Ihres Arbeitstages zu „inszenieren“ – anstatt die Arbeit sang- und klanglos zu beenden oder bis zur letzten Sekunde durchzupowern. Erleben Sie Ihre letzte Tätigkeit (egal ob es sich um ein Telefongespräch, eine E-Mail oder die Ablage von Unterlagen handelt) ganz intensiv und bewusst als letzte „Amtshandlung“: Konzentrieren Sie sich darauf und erledigen Sie sie so ruhig wie möglich.

Beenden Sie die Arbeit mit einem „Ritual“: Sehr hilfreich, um leichter einen Schlussstrich unter die Arbeit ziehen zu können, sind „Tagesabschluss-Rituale“. Zum Beispiel: den Schreibtisch aufräumen, kurz durchlüften, alle Schränke schließen, das Geschirr spülen und wegräumen, einen Rundgang durch das Büro machen und so weiter. Wichtig ist, dass Sie jeden Tag dasselbe machen und die Tätigkeit/en wirklich als Abschluss Ihres Arbeitstages erleben. Dann gewöhnt sich Ihr Organismus daran und kann viel leichter abschalten.

Ein Tipp: Was mir persönlich sehr gut tut, sind (innere und manchmal auch laute) Selbstgespräche wie „So, jetzt höre ich auf zu arbeiten. Heute habe ich einiges geschafft und morgen mache ich weiter. Jetzt gehe ich ins Yoga-Studio und tanke erst mal auf …“ So lasse ich den Arbeitstag auch mental ausklingen und stimme mich kopfmäßig auf Freizeit ein.

Nutzen Sie den Heimweg zum Runterkommen: Überlassen Sie es nicht dem Zufall, ob und wie gut Sie sich tatsächlich von der Arbeit „befreien“ können. Nutzen Sie den Weg nach Hause (ins Schwimmbad, Fitnessstudio, Restaurant oder wo auch immer Sie sich hinbegeben) ganz aktiv, um zu entspannen und sich auf Feierabend zu „programmieren“. Das schaffen Sie, indem Sie sich möglichst intensiv auf das konzentrieren, was Sie tun, und dabei bewusst tief, ruhig und gleichmäßig atmen. Egal ob Sie gehen, radfahren, im Auto sitzen oder mit dem Zug unterwegs sind: Richten Sie Ihre Aufmerksamkeit auf Ihren Körper und erleben Sie die Zeit ganz bewusst als Einstieg in den Feierabend.

Und noch etwas Wichtiges zum Schluss: Rechnen Sie damit, dass Ihnen immer wieder Gedanken an die Arbeit „dazwischenfunken“ werden – selbst wenn Sie das für Sie optimale „Abschalt-Programm“ gefunden haben und regelmäßig umsetzen. Das ist ganz normal! Seien Sie nicht sauer auf sich, aber lassen Sie sich auch nicht von den Gedanken unterkriegen. Sagen Sie sich etwas wie „Aha, ich denke also wieder an die Arbeit! Das ist in Ordnung … aber jetzt komme ich wieder zurück in die Realität.“ und lenken Sie Ihre Aufmerksamkeit sanft und bestimmt auf das, was Sie gerade tun.

Ich wünsche Ihnen viele positive Erlebnisse – in der Arbeit wie in der Freizeit!

 

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Anmerkungen & Kommentare

Von: Manuela Ludwig am 03.03.2008
Hallo Christine!

Ich denke der Tipp, sich bei der letzten Tätigkeit eines Arbeitstages bewußt zu machen, dass danach Feierabend ist ... das ist bestimmt hilfreich. Das werde ich auf jeden Fall ausprobieren.

Was mir noch Befriedigung verschafft ist folgendes:

Ich mache mir jeden Morgen eine Liste mit all den Tätigkeiten, die ich erledigen will. Wenn dann wirklich alles abgehakt ist, dann fühle ich mich gut und weiß, dass ich meinen Arbeitstag sinnvoll genutzt habe. Allerdings lassen sich doch nicht immer alle Sachen an einem Tag erledigen, was dann widerum ein "schlechtes Gewissen" verursacht, nicht alles geschafft zu haben. Aber vielleicht sollte man sich manchmal wirklich weniger Arbeit vornehmen .... die wenigen Dinge dann aber richtig gut erledigen. Und dann kann man beruhigt Feierabend machen.

Nochmal Danke für die Tips!
Von: Elke Sendowski am 03.03.2008
Liebe Frau Öttl,
recht herzlichen Dank für die Abschalttipps. Das war genau das, was mir an einem Tag wie dem heutigen gefehlt hat. Es fällt immer sehr leicht sich zu sagen " Du musst nach der Arbeit abschalten ", aber die Anregung, ein konkretes Abschaltritual zu finden,werde ich gerne aufgreifen. Sie haben meinen Abend gerettet.
Von: Niko am 03.03.2008
Rituale sind ganz wichtig. Darüber laß ich vorhin erst wieder bei Anselm Grün.

Es dürfen aber auch nicht zu viele werden, dies habe ich schon erlebt beim Aufwachen: Etwas Positives lesen, meditieren, Morgen-Yoga zu Hause (später dann die Yoga-Schule)...so können zu viele Rituale wiederum zu Streß werden grin.

Also wie immer, der goldene Mittelweg. Und noch einen Tipp, wenn man/frau hier auf den Namen anderer klickt, welche eine Homepage hinterlegt haben, verlässt man Ihre Seite. Blank, ein neues Fenster, wäre besser, sonst sind Ihre Leser fort...
Von: Emanuela am 03.03.2008
Ja, vielen Dank für die Tipps. Ich werde auch versuchen ein Ritual zu schaffen. Aber was machen Selbstständige, die meistens Arbeiten und Wohnen unter einem Dach vereinen?
Mein Büro ist zwar von der restlichen Wohnung getrennt, aber abends denke ich trotzdem über all das Unerledigte nach... Man könnte ja noch dies oder jenes tun.
Von: Karin Ochsenreither am 04.03.2008
Vielen Dank Frau Öttl,
Entspannen und Abschalten ist ein Bereich, den wir gerade auch bei der Gründung einer Stelbstständigkeit, leider zu wenig Achtung schenken.
Vielen Dank für Ihren Tipp
Von: Christine Öttl am 04.03.2008
Hallo Manuela,

vielen Dank für deine nette Nachricht und das positive Feedback!

Ja, probier es unbedingt aus: Und erlebe so intensiv wie möglich, wie sich dieses Bewussst-Machen auf deinen inneren Zustand auswirkt. Für mich ist es immer wieder erstaunlich, welch immensen Unterschied es macht, ob ich „einfach so“ zu arbeiten aufhöre oder das echt bewusst tue (mit entsprechenden inneren Kommentaren und auch extra ruhig und besonnen).

Stimmt, so eine Liste kann sehr animierend sein und das Abschalten am Abend erleichtern (wenn man erfolgreich war). Ja, die eigenen Möglichkeiten realistisch einzuschätzen und sich nicht zu viel vorzunehmen, ist sehr wichtig, um sich nicht ständig zu überfordern und frustriert zu sein, was natürlich wiederum das Abschalten erschwert.

Was mir persönlich hilft, um innerlich zur Ruhe zu kommen, wenn ich nicht alles Angepeilte schaffe, ist dieses „Maßnahmen-Paket“:

1.) Ich schaue bewusst auf das, was ich über die Bühne gebracht habe , denn das geht leicht unter, wenn man nur im Blick hat, was nicht geklappt hat.

2.) Ich sage mir, dass ich ein ganz normaler Mensch bin und meine Grenzen habe und man einfach nicht immer alles schaffen kann. Das klingt vielleicht merkwürdig, aber für mich ist das echt hilfreich.

3.) Ich plane das, was ich nicht geschafft habe, möglichst realistisch für den nächsten Tag oder die nächste Zeit ein.

Viele Grüße und schon jetzt einen schönen Feierabend

Christine
Von: Christine Öttl am 04.03.2008
Hallo liebe Frau Sendowski,

ich habe mich total über Ihre Nachricht gefreut: Denn dass Sie meine Anregungen wirklich hilfreich finden und gleich aufgreifen, ist für mich das schönste Feedback. Super!

Genau, ich mache auch immer wieder die Erfahrung, dass Menschen sich „theoretisch“ vornehmen, nach der Arbeit zur Ruhe zu kommen. Aber Abschalten und Ruhe lassen sich nicht einfach so verordnen und auf Knopfdruck herbeiführen.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg und viel Freude dabei, Ihr ganz individuelles Abschaltritual zu finden und zu praktizieren.

Viele Grüße und machen Sie es gut

Christine Öttl
Von: Christine Öttl am 04.03.2008
Hallo Niko,
ja, absolut richtig: Auch mit Ritualen kann man es übertreiben und sich dann das Leben erschweren.
Am besten wählt man sich eine Sache oder eine Kombination aus zwei-drei Dingen aus, die einem erstens wirklich gut tun und die zweitens gut zueinander passen. Das Wichtigste ist die Wirkung (also dass man das erlebt und „bekommt“, was man errreichen möchte) und nicht, möglichst viel zu tun.
Vielen Dank für den technischen Hinweis: Habe ich an Ralf weitergeleitet.
Viele Grüße und einen schönen Tag
Christine Öttl
Von: Christine Öttl am 04.03.2008
Hallo Emanuela,
finde ich sehr gut, dass Sie sich ein Ritual zulegen werden, um leichter von der Arbeit „loszukommen“. Denn das hilft wirklich sehr, wenn man es regelmäßig und intensiv macht und sich voll darauf einlässt.
Die Anregungen, die ich gegeben habe, funktionieren für mich seit vielen Jahren sehr gut: sowohl früher während meiner Zeit als Abteilungsleiterin als auch jetzt als Selbstständige im Home Office. Da man, wenn man das Büro zu Hause hat, natürlich jederzeit noch etwas erledigen könnte, finde ich es besonders wichtig, sich die grundsätzliche Bedeutung der Freizeit und die positiven Auswirkungen des intensiv erlebten Feierabends wirklich bewusst zu machen.
Was für mich persönlich sehr hilfreich und wichtig ist: eine klare räumliche Abgrenzung im Kopf. Ich arbeite nur in meinem Arbeitszimmer und ich habe in meinem Kopf ganz bewusst das Arbeitszimmer mit Arbeit und den Rest der Wohnung mit Privatleben verknüpft. Vielleicht können Sie damit etwas anfangen.
Und, wie schon im Newsletter geschrieben: Regelmäßiges Zurückholen der Gedanken, wenn sie abdriften, und innere Kommentare wie „Ok, bin schon wieder bei der Arbeit … nein, nein, jetzt sehe ich mir diesen Film an …!“ werden immer wieder erforderlich sein, weil der Geist einfach sehr schnell ist.
Ich hoffe, das hilft ein bisschen weiter, und schicke viele Grüße
Christine Öttl
Von: Christine Öttl am 04.03.2008
Hallo Frau Ochsenreither,
herzlichen Dank für Ihr positives Feedback!
Ja, eine erholsame „Gegenwelt“ zur Arbeit trägt enorm zur grundsätzlichen Lebensqualität bei und dazu, wie motiviert und positiv man seine Arbeit erledigen und wie produktiv man sein kann. Und auch, wie ausgeglichen man ist und wie viel Geduld und Kraft man hat für den zwischenmenschlichen Bereich.
Viele Grüße und weiterhin eine gute Woche
Christine Öttl
Von: Norbert Hinke am 04.03.2008
Liebe Christine,
herzlichen Dank für dieses positive Mentaltraining.Die nicht kontrollierbaren Gedanken, die vom Unterbewußtsein immer wieder spontan nach einem arbeitsreichen Tag aufkommen, werden von mir "therapeutisch" über Post-it`s abgehandelt, indem ich diese kreativen Gedankenblitze - die ich bewußt auch zulasse - schriftlich festhalte und sofort für den Folgetag zur weiteren kritischen Reflektion in meinen Kalender klebe und vorsortiere - dies ist auch ein schönes Ritual. Die Vorteile bestehen darin, dass ich mir die Probleme so von der Seele schreibe, meine eigene Festplatte sofort entlaste und sehr zeitnah mich wieder auf meine privaten Dinge konzentrieren kann, die mir wieder genügend Kraft geben, den nächsten Tag als ein Geschenk anzunehmen - mit allen Höhen und Tiefen. Darüber hinaus besteht am nächsten Arbeitstag die reele Chance, diese Puzzlestücke viel entspannter und zielgerichteter in die jeweiligen Projekte mit einfließen zu lassen, wozu am Vortag überhaupt keine Möglichkeit bestand (=Tunnelblick).
Fazit: Der zentrale Punkt in meinem Leben ist das Glücklichsein; mein Wert für andere steigt nämlich, wenn ich in Harmonie mit mir selbst bin.
Von: Hannelore Demel am 05.03.2008
Liebe Frau Öttl,
danke für Ihre guten Tipps. Da ich Büro und Wohnen auch unter einem Dach habe, kenne ich das gut, dass ich bis abends spät noch am PC sitze oder Seminare vorbereite. Das finde ich praktischer als aus dem Haus gehen zu müssen. Aber die Abgrenzungsprobleme kenne ich deshalb auch. Mein "Hauptritual" ist das Herunterfahren meines PC's. Dann ist meistens Ruhe. wink
Und mir hilft es auch, mir eine Struktur für den Tag zu schreiben. Und wenn ich dabei den Feierabend "vergesse", wird er allzu leicht zum Leerlauf. Vor allem wenn ich viel Arbeit habe und lange im Büro sitze, weiß ich dann nicht mehr so recht, was ich mit der kurzen verbliebenen Zeit bis zum Ins-Bett-Gehen noch anfangen soll. Da ist es schon viel besser, auch die freie Zeit aktiv zu füllen und nicht nur abzuwarten, was noch passiert.
Ich freue mich schon sehr auf Ihre nächsten Tipps.
Vielen Dank und herzliche Grüße
Hanne Demel
Von: Christine Öttl am 05.03.2008
Lieber Norbert,

vielen Dank für Ihre positive Rückmeldung – und die Schilderung, wie Sie sich selbst aktiv helfen, um mit aufkommenden Gedanken gut umzugehen.

Ja, das kann ich mir sehr gut vorstellen, dass das schriftliche Fixieren gut tut und sinnvoll ist: Zum einen am Abend, um den Kopf frei zu bekommen und um konstruktiv mit der eigenen Gedankenwelt umzugehen. Zum anderen für den nächsten Tag und grundsätzlich, weil da ja viel Brauchbares bzw. Wichtiges, das reflektiert werden sollte, dabei ist.

Viele Grüße und machen Sie es gut

Christine Öttl
Von: Christine Öttl am 05.03.2008
Liebe Frau Demel,

herzlichen Dank für Ihre nette Nachricht und das positive Feedback zu meinen Tipps!

Ja, PC-Herunterfahren kann man gut als „Ritual“ (oder als Teil davon) nutzen – und ganz bewusst auch selbst „herunterfahren“.

Dass es echt wichtig ist, für den Feierabend (und auch für die Wochenenden) etwas Konkretes einzuplanen und eine klare Vorstellung davon zu haben, wie man die Zeit nutzen möchte, kann ich nur unterstreichen. Und je schwerer sich Menschen mit dem Abschalten tun, umso wichtiger ist das meiner Erfahrung nach: Denn einfach „entspannen“ oder „loslassen“ oder „nichts tun“ ist kein richtiges Programm und funktioniert nicht.

Viele Grüße und einen schönen Abend und bis zum nächsten Mal

Christine Öttl
Von: Manuela Ludwig am 05.03.2008
Hallo Herr Hinke!

So klein ist die Welt .... und hier treffen wir uns wieder. Ihre Zettel-Methode haben Sie mir ja bereits früher telefonisch immer schmackhaft gemacht. Aber das wir uns auf dieser Plattform "wieder finden" - da bin ich platt.

Ganz liebe Grüße
Manuela Ludwig
Von: zeitblueten.com am 12.03.2008
Hallo Frau Öttl,

für mich hat sich die Tagesplanung für den nächsten Tag super bewährt, um gut abschalten zu können.
Immer, bevor ich das Büro verlasse, mache ich die Tagesplanung, im Grunde nur eine kurze Auflistung der morgen anstehenden Aufgaben. Dauert nicht länger wie 5-10 Minuten.
So schwirren mir Abends nicht mehr alle offenen Aufgaben für den nächsten Tag durch den Kopf und ich beginne den nächsten Tag viel strukturierter, meistens jedenfalls wink
Von: Christine Öttl am 12.03.2008
Hallo Herr Heidenberger,

dankeschön für Ihre Rückmeldung und dass Sie an andere weitergeben, was für Sie gut funktioniert!

Ja, ein Plan für den kommenden Tag ist auch ein hilfreiches "Abschluss-Ritual", weil man Struktur in den Kopf bringt und leichter zur Ruhe kommt: Denn die zu erledigenden Dinge sind durch die Planung irgendwie "gut aufgehoben" bis zum nächsten Tag. Ich kann es gerade nicht besser ausdrücken, aber ich denke, Sie wissen schon, was ich meine.

Viele Grüße und weiterhin eine gute Woche

Christine Öttl
Von: Petra Grimmling am 30.03.2008
Hallo Frau Öttl,

danke für die Anregungen zum "Abschalten". Beim lesen ist mir aufgefallen, dass ich dieses Ritual zum Abschluss bereits durchführe - habe ich gar nicht mehr gemerkt - bei mir ist es das Aufräumen und der Ordnungsrundgang. Morgens fange ich auch so an, Ordnungsrundgang, Kaffee kochen, planen, anfangen.

Viele Grüße
Petra Grimmling
Von: Christine Öttl am 31.03.2008
Hallo Frau Grimmling,

vielen Dank für Ihre nette Rückmeldung.

Ja , auch für mich sind körperliche Aktivitäten mit einem handfesten Ergebnis wie beispielsweise Ordnung oder alles checken (Fenster schließen bzw. öffen oder Lichter aus- bzw. anmachen usw.) ideale Möglichkeiten, um die Arbeit zu beenden oder in den Tag zu starten.

Viele Grüße und schon jetzt einen schönen Tagesausklang

Christine Öttl
Von: Ini Haaks am 17.06.2008
Hallo an die Leserinnen und Leser,

was mir am „Unternehmenskick“ so außerordentlich gut gefällt ist die Offenheit, mit der die DREI hier sprechen bzw. schreiben. So empfinde ich auch den letzten Beitrag von Christine Öttl wieder sehr schön und hilfreich. Erinnert er mich doch einmal wieder daran, was wirklich zählt im Leben - Familie, Freude, Zeit für mein ICH. Wenn ich mal wieder meine, „keine Zeit zu haben“ für ... dann stelle ich mir sofort die Frage - und wer wird an Deiner Seite stehen, wenn Du einmal Hilfe benötigst - klar - Freunde, Partner, Familie. Was mich dann erstaunt ist, dass ich plötzlich tatsächlich Zeit habe. Durch diese einfache Frage habe ich, so manche unbeschwerte Stunden mit den Kindern, Enkelkindern Freunden und meinem Mann erleben dürfen.
Es findet eben alles in unserem Kopf statt – und – wenn wir uns entscheiden etwas zu tun dann passiert auch genau das. In diesem Sinne allen einen wunderbaren Tag mit Freude im Herzen und Zeit für das ICH,
und vielen Dank an das Team vom „Unternehmenskick“

 

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