Work-Life-Balance

Wie sehen eigentlich Ihre Arbeitszeiten aus?

Gitte Härter • 26.01.2010 • email Weiterempfehlen

... das würde mich mal interessieren – und bestimmt bin ich nicht die Einzige. grin

Sind Sie eher ein „Selbst-und-Ständig“-Typ, haben Sie feste Bürozeiten und geben Sie sich immer die gleiche Anzahl Urlaubstage? Oder nutzen Sie die Freiheit, die wir Selbstständige prinzipiell haben, und arbeiten Sie ganz nach Lust und Laune?

 

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Anmerkungen & Kommentare

Von: Norbert Jothann am 26.01.2010
Hallo, Gitte!

Lust-und-Laune-Zeiten wechseln sich immer mal wieder mit festen Bürozeiten und festen Wochentagen für bestimmte Aufgaben ab. Ganz so wie es die "Geldquelle", die Aufgabe, die Zielvorgabe, das Arbeitspensum, der Auftraggeber oder die Organisationsstruktur, in die ich mich hinein begebe, vorgeben oder erwarten.

Herzliche Grüße
Norbert
Von: Kathrin Grauert am 26.01.2010
Liebe Gitte,

...meine Arbeitszeiten verschwimmen momentan noch(siehe auch Deinen Beitrag "Spielregeln fürs Aufschieben" vom 19.01.)...oder ich picke mir nur die beliebten Sachen heraus oder werde durch private Telefonate aufgehalten... :-(

Die Arbeit im "Home Office" erfordert eine gehörige Portion Disziplin. Dafür habe ich mir heute Dein Buch: "Mehr Disziplin, bitte!" gekauft und geh die Sache aktiv an...wink
Und es braucht Klarheit, als Anfänger die vielen Facetten der Selbstständigkeit unter einen Hut und in eine Mraschrichtung zu bringen.

Einen schönen Abend wünscht Dir
Kathrin vom verschneiten Bodensee
Von: Heike Eberle am 27.01.2010
Hallo Gitte,

ich bin in feste Bürozeiten eingebunden und halte mich auch danach. Mal zwischendurch einfach alles stehen lassen, damit tue ich mir schwer. Aber der Wunsch danach, wird größer. Wie gerne würde ich auch mal mittags joggen gehen dürfen, um kein schlechtes Gewissen zu haben. Der Unterschied zu den reinrassigen Selbständigen ist bei mir, dass wir eine Büromannschaft haben, für die ich auch Vorbild sein möchte. Wenn das nicht wäre, wäre ich selbst gespannt, ob ich meine festes Zeitprogramm variieren könnte. Bei mir hat sich der Grundsatz verewigt: Erst die Arbeit, dann die Freizeit.

Herzliche Work-life-Grüße
Heike
Von: Amos Ruwwe am 27.01.2010
Frau Grauert, ihre website springt bei mir nicht auf.
Arbeitszeiten sind auch Lebenszeiten und so gestalte ich das auch. Höchstens zehn Tage im Monat mit Mandanten, die restliche Zeit ist frei einteilbar. Denken, schreiben, lesen. Auch in diese Zeit gehört auch ,das ich mich um neue und alte Kunden kümmere. Die besuche ich zum Beispiel, oder gehe auf eine Messe, schau mir dies an, stolpere über Gitte Härter Bücher auf der Frankfurter Buchmesse, weiß irgendwie so Bescheid was abgeht und ich bin da ganz entspannt unterwegs. Die schon angesprochene Disziplin, ist dabei auch notwendig, auch wenn das auf den ersten Blick nicht so aussieht.
Von: Gitte Härter am 27.01.2010
Hallo zusammen!

Oh ... das ist ja schon ganz schön unterschiedlich.

@Norbert
Das ist ja eine ganz gute Mischung: Lust-und-Laune abwechselnd mit "feste Struktur" - oder?

@Kathrin
Ja, das ist am Anfang noch etwas komplexer: sich so neu zu ordnen und wie Du schreibst "alles mal unter einen Hut bringen" - je mehr dann los ist, desto mehr zwingt's einen auch wieder zur besseren Struktur, und dann nimmt meist auch das Rosinenpicken automatisch etwas ab wink
Viel Spaß beim Lesen des Disziplinbuches!

Oh, und den Weblink habe ich korrigiert, jetzt klappt er.

@Heike
Ja, da bist Du wirklich ein Vorbild - aber hoffentlich kein Überzogenes, das "immer" da ist oder dauernd Überstunden schiebt ... ansonsten haben wir ja schon Parallelen festgestellt: ich bin auch der "mach erstmal die Arbeit fertig"-Mensch und je mehr auf mich einprasselt, desto eher schufte ich durch, weil ich gar keine Ruhe hätte, Pause zu machen (obwohl sie gerade dann wichtig wären)

@Amos
Das klingt schön relaxt und gleichzeitig aktiv. Wie Du immer sagst: Pausen machen, auftanken, Eindrücke sammeln ... da hast Du mir eine Menge voraus grin
... und wie schön, dass Du über meine Bücher stolperst. So soll das sein. Hehe.
Von: Zamyat M. Klein am 28.01.2010
Hallo zusammen,

ja, da sind bei mir gerade Veränderungen im Gange. Habe ja gerade eine "Extremzeit", in der ich nur zu Hause bin und am Buch schreibe.
Ich liebe solche Zeiten eigentlich, wo ich eben ganz ungestört in meinem Rhythmus arbeiten kann.

Und erlebte neulich eine Woche, wo ich alles tat, nur nicht an meinem Buch schreiben grin. Man kann ja den ganzen Tag viel tun, ohne abends zu wissen, was man getan hat grin.

Nun hat es sich aber wieder eingependelt und ich habe wie früher einen ziemlich geregelten Ablauf. Wobei ich mir keinen Wecker stelle.
Meist stehe ich spätestens um 6 Uhr auf (manchmal auch früher), mache dann erst mal Yoga.
Auch das habe ich nun endlich fest installiert, dass ich es wirklich JEDEN Tag mache- außer am Wochenende.
Dann spätestens um 7:30 Uhr im Büro und am Schreibtisch.
Eine Regel war da immer: erst einmal drei Stunden konzentriert am Buch scheiben, ehe ich mir E-Mails, Blogs und sonst was anschaue.
Damit experimentiere ich gerade rum, will mich ja nicht mit meinen eigenen Regeln einschränken, sondern fördern.

Habe über Twitter eine Art Unterstützungspartner gefunden (eigentlich zwei), die mir helfen, mein "Hauptproblem" ebenfalls in eine normale Gewohnheit umzuwandeln:
Pünktliche Mittagspause.

Mein Problem ist eben nicht, mich zum Arbeiten zu kriegen, sondern früh genug in die Mittagspause zu gehen- weil sonst mein Nachmittag stressig, hektisch etc. wird.

Also: lange Mittagspause 12:30 - 14:30, danach Weiterarbeit. In den Nachmittag lege ich auch alle Termine wie Coaching, Treffen etc. und Dinge, die nicht so viel Konzentration erfordern.

Was noch fehlt und bei etwas netterem Wetter noch eingebaut werden soll, ist auch Bewegung in der Natur- da wäre der Nachmittag gut, warte auf hellere Zeiten!

Voila!
(Und wie ihr an diesem Beitrag seht, blogge ich schon wieder morgens in der Buchschreibezeit! Weia!!)
Von: Zamyat M. Klein am 28.01.2010
Ach- und noch ein Tipp hinterher, der mir seltsamerweise geholfen hat, meine Aufschieberitits in Punkto Buchschreiben wieder in den Griff zu bekommen.

Das Buch von Kathrin Passig und Sascha Lobo: Dinge geregelt kriegen ohne einen Funken Selbstdisziplin.

Ich hatte früher schon davon gehört und gedacht, das ist nix für mich, weil ich ja eher ein sehr disziplinierter Mensch bin.
Es geht da aber auch noch um ganz andere Dinge- für mich war es gleich eine ziemliche Erleuchtung (und ich bin noch nicht ganz durch), es hat viel mit innerer Haltung und Einstellung zu tun - und das Buch hat mir eine ungeheure Entlastung beschert.

Es handelt von Themen, mit denen wohl jeder zu tun hat.

Hinzu kommt, dass es in einer unglaublich witzigen und brillanten Art geschrieben ist, ein einziger Lesegenuss- und gleichzeitig mit großem Lerneffekt. Kann ich nur dringendst empfehlen! grin

(Und, liebe Gitte, um auf mein altes Spamschutz-Wortspiel zurückzukommen: diesmal ist es story! wieder einmal passend grin
Von: Gitte Härter am 28.01.2010
Hallo Zamyat,

herzlichen Dank für die ausführliche Schilderung und die vielen "eingewebten" Tipps!

Das Buch habe ich auch schon ein paarmal empfohlen bekommen, muss ich mir doch mal reinziehen - auch für unsere Buchtipps. (Ist natürlich auch ein genialer Titel!)

Viel Spaß beim Weiterschreiben am Buch!

Einen schönen Nachmittag
Gitte
Von: Volkert Brammer am 31.01.2010
Hallo Gitte,

ich glaube, bei ist es wie bei vielen anderen Trainerkollegen: Je nach Auftragslage, Auslastung, Routine bei bestimmten Anfragen, lebe ich meine Arbeitszeiten. Eines ist für mich als Home-Officeler ganz klar. Private Anrufe gehen aufs private Telefon und interessieren mich während der Arbeit nicht. Dafür gibt´s den Anrufbeantworter. Das spart jede Zeit und Nerv (keine lästigen Werbeanrufe, Anrufe für Frau und Kinder). Und wenn´s dringend ist, gibt es meinen Büroanschluss oder das Handy, das witzigerweise in meinem letzten Training auch gebimmelt hat.
Einen kräftigen Einfluss hat auch das Wetter und die Jahreszeit: Im Frühling und Sommer ziehe ich für Vorbereitungen auch gerne in unseren Hauswald oder in den Garten und genieße es, einfach draußen den Vögeln und anderen Lebewesen zu zu schauen.
Von: Gitte Härter am 01.02.2010
Hallo Volkert,

das klingt ja toll, dass Du auch mal in den Garten gehen kannst für Vorarbeiten.

Ganz wichtig auch das klare Trennen privat und beruflich - besonders mit Familie.

Handy im Training ... na sag mal! wink

Viele Grüße
Gitte

 

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