Erfolgsprinzipien

Wie aktiv sind Sie?

Gitte Härter • 29.03.2010 • email Weiterempfehlen

Etwas, das meine Kunden über die Jahre immer wieder gesagt haben: „Wenn ich aktiv bin, passiert auch was.“

Na, wie sieht Ihr Aktivitätsgrad aus?

imagesehr aktiv
= Ich mache kontinuierlich auf mein Business aufmerksam, netzwerke, bleibe an meinen bestehenden und früheren Kunden dran, bin immer auf der Suche nach neuen guten Ideen für meine Kunden, setze mir Ziele und mache Erfolgskontrollen.

aktiv
= Ich bin schon dahinterher, könnte aber aktiver sein. Es gibt Dinge, die ich nicht so gerne mache, und manches, wo ich nicht so recht weiß, wie es geht. Manchmal vergeht die Zeit auch schneller, als ich denke, so dass ich nicht alles schaffe, was ich für mein Business tun möchte.

schwankend
= Manchmal bin ich total aktiv, dann wieder gar nicht.

reaktiv
= Ehrlich gesagt reagiere ich nur: Wenn eine Anfrage kommt, antworte ich prompt. Wenn jemand einen Vorschlag macht, kann ich auch was damit anfangen. Aber von mir aus gesehen bin ich nicht aktiv, was das Weiterentwickeln meines Unternehmens angeht.

ich mache überhaupt nicht groß was
= Momentan ist eh nicht viel los und es kommen auch kaum Anfragen, weil mich kaum jemand kennt. Eigentlich mache ich fast gar nichts. Selbstlernkurs: Wenn die Selbstständigkeit belastet

Was tun?

Haben Sie sich ganz ehrlich eingeschätzt? Dann fragen Sie sich jetzt: Welche fünf Dinge können Sie in den nächsten Tagen tun, damit Sie sich auf dieser Skala verbessern?

Und wenn Sie eher in den unteren Sphären dümpeln, hinterfragen Sie einmal schriftlich, woran das liegt. Was hindert oder hemmt Sie?

Sie wissen ja: Je konkreter Sie Ihrem Verhalten, besonders wenn es Vermeidungsverhalten ist, auf die Spur kommen, desto eher zeigt sich eine Lösung.

 

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Anmerkungen & Kommentare

Von: Andrea am 29.03.2010
Guten Morgen liebe Gitte!

...mal wieder eine interessante Frage grin
Ich würde mich selbst schon als "sehr aktiv" bis "aktiv" einschätzen, wobei leider immer wieder das Problem ist, dass der Tag einfach zu kurz ist, um alles zu schaffen, was ich mir immer so vornehme oder was ich machen möchte.

Mit einem produzierenden Gewerbe, bei dem ich momentan noch alles alleine mache - von der Materialbeschaffung über Produktion und Vertrieb, dazu Buchhaltung, Akquise, Werbung, Homepage-Verwaltung, Kundenbetreuung, Netzwerken und und und - läuft mir wirklich oft die Zeit davon.

Und da ich eine kleine Tochter habe, die um halb fünf vom Kindergarten abgeholt werden will, ist mein Arbeitstag dann definitiv erstmal (zumindest bis 20:00 Uhr) zu Ende. Zu kurz! Und einen Mann hab ich ja auch noch... wink

Dennoch macht es Spaß und macht mich glücklich und zufrieden, alles selbst in der Hand zu haben und alle Ergebnisse direkt mit zu bekommen. Ich möchte nicht mehr mit dem Angestllten-Arbeitsalltag tauschen! grin

Einen schönen Wochenstart an alle - trotz miesem Regenwetter...!
Von: Susan Thomas am 29.03.2010
Guten Morgen Gitte, Guten Morgen Andrea,

Da kann ich mich nur Andrea anschließen. Ich schätze mich auch ein zwischen Aktiv und Sehr Aktiv, mache alles alleine, Pferde versorgen, sie ausbilden, Zäune reparieren und Hecken schneiden, Futter besorgen, Mails beantworten, einen Newsletter schreiben, immer auf der Suche nach guten Angeboten, dazu ein großer, renovierungsbedürftiger Hof und ein kleinerer Sohn. Der Tag geht oft bis Mitternacht und die Zeit ist immer zu kurz. Aber trotz großen Engagements gibt es auch Zeiten, in denen gar kein oder kaum Feedback kommt. Da habe ich so viele Ideen und bin voller Energie und nichts passiert. Ich bin natürlich auch vom Wetter abhängig, im strömenden Regen mag keiner so wirklich stundenlang reiten. Aber ich liebe meine Arbeit und möchte nicht tauschen. Nur könnte ich gut auf diese Durststrecken verzichten. Ich wünsche einen schönen Montag, trotz Regens,
Susan
Von: Elke Kaiser am 29.03.2010
Guten Morgen an Alle,

meine Selbsteinschätzung lautet "aktiv".
Dass ich mehr schaffen möchte, als ich tatsächlich erreicht habe, ist mir eben beim Blich auf Ziel und Zwischenziel für diese Woche schon bewußt geworden.
Vorige Woche hatte ich glatt vergessen, (vermasselt) nachzusehen, wo ich stehe.
Autsch.
Was hemmt mich? Da muß ich wohl gründlich gucken.
Es soll aber nicht dazu führen, dass ich mich noch mehr abstrampele, das "was passiert". Ich möchte lieber das Richtige tun als immer mehr.
Eine schöne und ertragreiche Woche!
Elke
Von: Barbara Waldhauser am 29.03.2010
Hallo liebe UnternehmerInnen,

ich bin gern aktiv und schätze mich persönlich auch so ein. Das ist unter anderm ein Grund, weshalb ich mich selbstständig gemacht habe.
Doch manchmal fällt es mir sehr schwer aktiv zu sein, weil ich mich einerseits immer selbst motivieren muss und die Ideen eigenständig "produzieren" muss. Das ist auf Dauer ganz schön anstrengend. Ich wünsche mir dann 2Sparringspartner" (oft danach gesucht, noch nie gefunden).
Andererseits fühle ich mich ausgebremst in meinem Tatendrang, da meine Kunden schon auf Urlaub programmiert sind, wie gerade jetzt zur Osterzeit oder an Brückentagen. Falls ich Ansprechpartner in anderen Unternehmen brauche, stelle ich sehr oft fest, dass das nur bis Donnertag geht. Freitags ist schon wieder Wochenendendstimmung und kaum jemand erreichbar.
Dann habe ich keine Lust, irgendetwas zu machen und spule nur mein Standardprogramm ab.

Meine Innovationen finde ich trotzdem gut, auch wenn sie sich nicht immer in barer Münze auszahlen.

Liebe Grüße

Barbara
Von: Stephanie Mertens am 29.03.2010
Hallo miteinander,

mir geht es ganz genauso wie den anderen Damen. Es ist schön, sich da gespiegelt zu sehen.

Auch ich rangiere meiner Ansicht nach zwischen Aktiv und sehr Aktiv. Stelle ebenfalls fest, dass dies variiert, je nach Ansprache von aussen.

Oft nehme ich Ideen aus Gesprächen mit, die ich dann in Durststreckenzeiten ausarbeiten kann. Was allerdings manchmal auch zu Ballungen führt, wenn dann die Reaktionen kommen. Da merke ich dann manchmal, dass ich den Rücklauf gar nicht so schnell bewältigen kann.

Dennoch ist es sehr beflügelnd für mich. Auch wenn noch manche Baustellen da sind, in die ich auch gerne mehr Aktivitäten stecken möchte.

Wichtig ist mir für mich auf alle Fälle, dass die (oder das?) Work-Life-Balance nicht aus den Augen gerät. Ich möchte ja auch, dass sich meine Familie mit mir freut, wenn es gut läuft, und für mich da ist, wenn ich mal durchhänge, weil es nicht so läuft, wie ich es mir vorstelle. Daher gehören manche Aktivitäten für mich auch in diesen Bereich.

In der letzten Zeit ist es für mich auch wichtiger geworden, auch im Zusammenhang mit der wirtschaftlich schwierigeren Lage, zu schauen was geht, in meinem Rahmen, und weniger darüber zu jammern, was ich jetzt gerade alles nicht umsetzen kann, obwohl die Ideen vielleicht toll sind, und mich auch weiterbringen würden. Das zu unterscheiden ist auch nicht immer leicht, vor allem, wenn man den Fokus dann auf das legt, was einen hindert oder bremst. Um konstruktiv zu sein, kann ich ja auch nur da ansetzen, wo es für mich realistisch ist. Und trotzdem auch mal bigger thinking zu nutzen, um eigene Gedankenhürden zu erkennen. Das für sich genommen ist schon seeehr spannend.

Dass ich das, was ich beruflich mache, aus innerem Antrieb mache, weil es mir so gut gefällt, macht die Sache ganz klar leichter. Das wurde auch in den vorigen Beiträgen deutlich, fand ich, dass das das Wesentliche dabei sein dürfte. Dann finde ich meinen Weg, wenn auch mit Umwegen manchmal.

Danke für die vielen Anregungen, die ich hier immer wieder finde, auch wenn ich oft ganz sprachlos bin, weil so viele vor mir mir schon aus dem Herzen gesprochen haben.

Liebe Grüße
Stephanie smile
Von: Gitte Härter am 29.03.2010
Hallo zusammen!

Freut mich, dass der Artikel wieder eine schöne Anregung war. Dieses Innehalten und sich mal kurz selbst überprüfen ist immer eine gute Sache: Es ist, wie wir hier auch schon sehen, eine schöne Bestätigung! Man nimmt wahr, dass man sich gut und kontinuierlich um sein Business kümmert.

Oder man merkt es, wenn man etwas vom Kurs abgekommen ist oder generell zu reaktiv ist. Ich kenne viele Selbstständige, die fachlich total stark sind, aber sich eben nicht genug um das Unternehmerische kümmern. Doch das gehört dazu, damit Aufträge kommen können und man sein fachliches Know-how auch zeigen kann.

Viele Grüße
Gitte
Von: Philipp Jensch am 30.03.2010
Ja,

es stimmt auch bei mir. Ich merke, wenn ich ehrlich bin, dann müsste ich noch aktiver werden. Es bewegt sich wirklich nur etwas, wenn man auch was dafür tut oder anders: es ist wie Fahrradfahren: Hört mann auf zu treten, fällt man um. Als selbstständiger ist man im wahrsten Sinne des Wortes selbst und ständig auf Achse.

Wünsche allen frohe Ostern.

Liebe grüße aus Husum

Philipp Jensch
Von: Volkert am 02.04.2010
Hallo zusammen,

ich schätze mich überwiegend als aktiv ein, mit einer Fußnote, dass es manchmal bei mir schwankt.

@Philipp Jensch: Toller Vergleich mit dem Fahrradfahren. Wenn man nicht mehr fährt, bewegt man sich nicht weiter, sondern fällt um.
Und ich gehe noch weiter: Man muss es erstmal lernen und dabei auch mal umfallen. So kann man gut aus seinen Stürzen lernen, die blauen Flecken versorgen und sich wieder auf´s Fahrrad schwingen bis man von alleine fährt. Gut ist, wennn man dabei nicht alleine ist, sondern eine gute Begleitung, Netzwerke und andere hat, die einem auch mal die Hand reichen können.

Das gilt für mich nicht nur für´s Marketing, sondern auch für die eigene Arbeit. Mir ist klar, dass ich mehr Akquise machen könnte. Und dafür braucht es Tatkraft, kleine Schritte, und was immer toll ist, regelmäßiges Handeln. Hilfreich ist auch ein Frühwarnsystem, wenn mal wieder vom Zielkurs abkommt.

Gleichzeitig merke ich auch, dass ich mehr von dem machen möchte, was wirklich wichtig ist, was kein wirklicher Widerspruch ist zur aktiven Pflege des Business. Sprich auch ein gutes Gespür für die Lebenssituation und eine eigene ausgewogene Balance. Daher ist es für mich auch eine Frage der Bewertung, was gerade Priorität hat: Marketing, aktive, bezahlte Arbeit, Ausgleich, Familie usw.. Mein Motto vom Jahresanfang "Losgehen und gutes Geld verdienen" möchte ich jetzt auch ergänzen durch "und das Leben genießen".

Schöne Ostertage

Volkert
Von: Gitte Härter am 06.04.2010
... ja Philipp, mir geht's da wie Volkert: ein toller Vergleich mit dem Fahrradfahren und "auf Achse sein" grin

Das unterstreicht auch gleich einen weiteren Aspekt, den ich früher bei meinen Akquise-Coachings oft hatte: Dass man eben ruhig mal langsamer Fahren oder Rollen kann, aber nie komplett aufhören sollte zu treten.

Auch in Wochen, wo man total ausgebucht ist, kann man immer irgendeine Kleinigkeit tun, um neue Kunden anzusprechen, sein Netzwerk zu pflegen (die Netzwerkkicks helfen da auch, um am Ball zu bleiben) - und zu anderen Zeiten tritt man zügiger oder auch mal richtig ordentlich in die Pedale.

Gute Kondition und Ausdauer sind gefragt ... und die muss man sich am Anfang erstmal erarbeiten. Darum: ruhig kleine Schritte, aber Regelmäßigkeit bitte!

Viele Grüße
Gitte
Von: Torsten am 11.04.2010
Och, warum ist man in unserer Gesellschaft denn nur ein akzeptiertes Mitglied, wenn man aktiv bis zum Burnout ist?

Ich sage in meinem karrierefreien Weblog: Lass uns gammeln, die Welt ist geschäftig genug.

Subversive Kräfte aller Länder, vereinigt euch!
Von: Gitte Härter am 12.04.2010
Hallo Torsten,

Missverständnis: die Frage nach der Aktivität soll ja kein Aufruf zum Burnout-Überarbeiten oder hektischem Aktionismus sein - aber wir sind hier ja nunmal ein Blog für Einzelunternehmer und kleine Firmen, und wenn wir für unser Business nicht aktiv etwas tun, dann rührt sich nichts und es kommt keine Kohle rein.

Gammeln grin und sonstige Bequemlichkeiten gehen ja gerade dann, wenn der Laden läuft. Und gerade Selbststnädige haben da ja prinzipiell tatsächlich die Möglichkeit, wenn sie ihr Geschäfts entsprechend aufstellen, dass sie immer weniger Arbeiten müssen.

Viele Grüße
Gitte

 

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