Was verursacht Ihnen begeistertes Herzklopfen?
Wenn Sie an Ihr Business denken: Welcher Teil davon bringt Ihr Herz zum Pochen?
Das ist gar keine so triviale Frage. Ich merke es immer wieder in Coachings und in Trainings, dass die meisten Menschen nicht auf Anhieb einen Zugang dazu haben, was ihnen wirklich wichtig ist. Erst nach etwas Nachbohren kommen die wahren Perlen zum Vorschein. Haben Sie Lust auf eine kleine Übung dazu?
DANN STOPP!
Lesen Sie jetzt nicht weiter, sondern nehmen Sie sich einen Zettel und Stift zur Hand.
Nicht mogeln!
Schreibzeug holen.
Haben Sie’s?
Okay, dann weiter:
Schritt 1:
Schreiben Sie jetzt fünf Dinge auf, die Sie gerne machen.
Wenn Sie sehr sportlich sind, dann schreiben Sie fünf Sportarten auf. Wenn Sie unterschiedliche Hobbys haben, schreiben Sie fünf davon auf. Wenn Sie gerne essen, schreiben Sie fünf Essenssachen auf. Sie können auch fünf Ihrer Freunde aufschreiben.
Bitte erst weiterlesen, wenn Sie wirklich fünf Dinge aufgeschrieben haben.
Haben Sie’s?
Dann weiter:
Schritt 2:
Wählen Sie aus den fünf aufgeschriebenen Dingen jetzt Ihre „Top Drei“ aus. Vielleicht sind die Unterschiede nicht so riesig, doch grenzen Sie Ihre Auswahl auf drei ein.
Fühlen Sie sich nicht schlecht. Da sind ja alles Dinge, die Sie gerne mögen.
Haben Sie „Ihre Top Drei“ nominiert?
Schritt 3:
Jetzt ganz spontan:
Wenn Sie nur eines davon behalten könnten, was wäre das?
Worauf möchten Sie auf keinen Fall verzichten?
Schreiben Sie zwei, drei Sätze dazu, warum Sie darauf auf einen Fall verzichten möchten.
Der Clou:
Vielleicht fragen Sie sich jetzt: „Warum so umständlich? Da hätte sie ja einfach gleich danach fragen können, was ich am allerliebsten mache!“
Hätte ich.
Meine Erfahrung ist allerdings, dass die meisten Menschen sich nicht so recht entscheiden können. Entweder sie wählen das, was am naheliegendsten ist, oder sie sind sich gar nicht bewusst, wo ihre absolute Vorliebe liegt.
Sie kommen sehr viel näher an solche wirklich wichtigen Themen heran, wenn Sie nicht spontan „eins sagen“, sondern sich bewusst werden, was vorhanden ist und wie Sie es umgekehrt gewichten.
Ralf hat mir vor einiger Zeit eine gute Frage gestellt, die hier genau dazu passt: „Überleg dir mal, wie viel dir eine Sache wert ist. Also beziffere das mal in Geld.“ Ich selbst kann auf vieles verzichten, aber ich würde beispielsweise durchaus gut dafür löhnen – wenn es mich etwas kosten würde –, um weiterhin schönen Milchkaffee trinken zu dürfen.
Was heißt das jetzt auf Ihr Business bezogen?
In Ihrem Beruf gilt das genauso: Sie bieten Ihren Kunden ein bestimmtes Leistungsspektrum an. Nicht alles liegt Ihnen gleich am Herzen. Einige Dinge sind Ihnen deutlich wichtiger.
Und das, was uns selbst am wichtigsten ist, macht uns nicht nur mehr Spaß, sondern wir sind dann auch leidenschaftlicher bei der Sache. Die Arbeit wird einfacher, und Sie sind außerdem viel überzeugender.
Leidenschaft macht sich bemerkbar: In Coachings ist es immer ein guter Test, Leute gezielt über das auszufragen, was ihnen am allerliebsten ist: Wenn man endlich das richtige Thema herausgefiltert hat, verändert sich das ganze Gesicht. Die Augen leuchten, die Sprache wird lebendiger, es kommt sehr viel mehr rüber.
Das Allerbeste daran, herauszufinden, wo einem in seinem Fachgebiet am meisten das Herz klopft, ist jedoch, dass Sie Ihren Schwerpunkt herausfinden und sich vielleicht sogar besser von dem Drumherum trennen.
Oft basteln wir unser Leistungsspektrum nach naheliegenden Themen zusammen: Das passt dazu. Andere bieten auch noch jenes an, das mach ich auch. Das macht uns aber leider auch schneller austauschbar. Nicht umsonst fragen wir auch in unserem Selbstlernkurs „Ihr Angebot verbessern“ ausführlich danach, was Ihnen denn nun wirklich Freude macht und wie Sie Ihre Leistungen nicht nur für Ihre Kunden, sondern in erster Linie für sich selbst attraktiver machen können.
Sind Sie meiner Meinung oder sehen Sie den Herzklopf-Faktor als eher untergeordnet an?
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Anmerkungen & Kommentare
mit der Vielseitigkeit rennst Du bei mir auch offene Türen ein - ich mag das auch. Und es ist ja auch gar kein Widerspruch dazu: der Herzklopf-Faktor sollte ja auch bei verschiedenen Leistungen möglichst enthalten sein.
Auf wiederlesen
Gitte
ja, das ist eine tolle Sache, das mit dem Herzklopffaktor. Daran arbeite ich gerade bei meiner neuen Positionierung.
Auch ich bin nun am liebsten sehr vielseitig unterwegs, denn ich liebe Herausforderungen aus diversen Bereichen. Aber es gibt dabei immer auch Tätigkeiten, die mir einfach richtig viel Spaß machen und mir dadurch auch wirklich klasse von der Hand gehen.
Durch die Zusammenarbeit mit einem Coach habe ich noch Dinge ausgebuddelt, die mir selbst gar nicht richtig bewusst waren. Es lohnt sich, genauer darauf zu schauen, was denn wirklich Herzklopfen bereitet.
Schönen Abend und herzliche Grüße
Beatrice Legien-Flandergan
wieder ein großes Danke auch von mir.
Durch Deinen Artikel machte ich folgende tolle Erfahrung:
Nachdem ich den Anfang (etwas oberflächlich) las, fing ich gleich an zu schreiben und zu überlegen - allerdings ganz allgemein auf mein Leben bezogen. Ich seh ganz klar vor mir, was ich gerne und am allerliebsten mache.
Nun las ich den Artikel noch einmal ...
Ach ... oh je ... es ging ja 'nur' um's Business ...
Naja, was soll's. Ich fing von vorne an ...
Und siehe da: Das, was ich 'geschäftlich' am liebsten mache, kann sich nur aus dem ergeben, was ich 'privat und überhaupt' am liebsten mache.
Bin also voll auf meinem Weg.
Dankeeeeeeeeeeeee!!!
Ostseegrüße von Diana
schön, Dich zu lesen!
>>Das, was ich 'geschäftlich' am liebsten mache, kann sich nur aus dem ergeben, was ich 'privat und überhaupt' am liebsten mache. Bin also voll auf meinem Weg.
Besser geht es gar nicht!
Ich freue mich, dass der Artikel Dir da zusätzliche Einsichten beziehungsweise Bestätigung gebracht hat.
Schöne Grüße
Gitte
PS: Ich hab erst "Ostergrüße" gelesen und war ganz verdattert, welchen Monat wir wohl haben. Soweit ist es schon!
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meistens danebenliegen
Gitte Härter •
damit hast du mal wieder "den Nagel auf den Kopf" getroffen!!
Trotzdem möchte ich noch vielseitig bleiben, denn wenn das eine nicht "läuft" - geht das andere, ist meine Erfahrung.
Liebe Grüsse
Rena Berger