Firmenauftritt

Was verbinden Sie mit Firmen?

Gitte Härter • 09.10.2009 • email Weiterempfehlen

Viele Unternehmen – auch wir Kleinen – machen sich ausführlich darüber Gedanken, wie sie wirken wollen. Doch aller Plan und schönen Worte sind nicht unbedingt das, was dann bei unseren Kunden hängen bleibt!

Eine ganz nützliche Sache ist es, sich aus Kundensicht bewusst zu machen, wie Sie über Unternehmen, mit denen Sie näher zu tun haben, wirklich denken. Also mal nicht mit dem Kopf herangehen und alles näher analysieren, sondern spontan diese eine Sache nennen, die Sie mit der Firma verbinden: das kann ein Eigenschaftswort sein, das kann ein Bild sein oder etwas, das ein Mitarbeiter dieser Firma immer sagt oder tut.

Das ist manchmal überraschend und zeigt Ihnen besondere Stärken auf, die es geschafft haben, Ihnen ein Unternehmen besonders ans Herz zu legen. Es zeigt Ihnen aber auch Ärgernisse und macht Ihnen bewusst, wie bestimmte Macken, die vielleicht insgesamt gar nicht so schlimm erscheinen, dennoch für ein äußerst negatives Image sorgen.

Einige eigene Beispiel:

Der Abhol-Sperrmüll der Stadt München:
Männer, die immer frühmorgens fröhlich pfeifend die Treppe hochkommen

Mein Fitnessstudio
ignorant

Druckerei
denkt mit

Zahnarztpraxis
blendend organisiert

Coffeeshop
lahmarschige Leute

Computermensch
immer zur Stelle

Italienisches Lokal
Rosenregen

Nagelstudio
abgewetzte Stühle

Tanzschule
40 Jahre hinterher

Das Tun ist das, was Ihr Image prägt.

Schreiben Sie sich doch jetzt gleich ebenfalls einige eigene Beispiele auf. Und dann vergleichen Sie das mal mit dem, was die Unternehmen von sich selbst sagen.

Das ist für Ihr eigenes Business eine sehr gute Übung, weil es Ihnen noch bewusster macht, welchen großen Einfluss auch Kleinigkeiten haben und dass Taten immer wichtiger sind als Worte. Etwas, das wir alle wissen, und dennoch doktern viele Selbstständige Ewigkeiten an schönen Firmenphilosophien rum und denken, damit sei alles getan, um für ein gutes Image zu sorgen.

Ich vermute, dass alle Firmen, die ich oben als Beispiel genutzt habe, davon reden, dass “die Kunden im Mittelpunkt stehen”, dass Service wichtig ist blabla. Doch nutzen sie wirklich ihre sichtbaren Stärken für ihr Marketing? Und sind sie sich dessen bewusst, wie negativ bestimmte Eindrücke ihr gesamtes Unternehmen überschatten können? Oft leider nicht.

 

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Anmerkungen & Kommentare

Von: Norbert Jothann am 09.10.2009
Meine bisherige Bäckerei:

- unrasiertes Verrechnen zu eigenen Gunsten

Meine jetzige Bäckerei:

- immer einen lockeren Spruch auf den Lippen

Zeitschriftenladen:

- immer "auf Zack!"

Flughafenapotheke:

- nimmt sich beratend Zeit

Baumarkt eins:

- stör' ich? (als Kunde)

Baumarkt zwei:

- ach, ich Unwissender! (belehrende Berater)

Busunternehmen:

- und welche Tür aufgeht, siehst du, wenn der Bus gleich steht (oder auch nicht)

Supermarkt:

- super Markt!

Neu gestaltetes Einkaufszentrum:

- Hilfe, ich bin ein Kunde - ich will hier raus!

 

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