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Warum ich nicht mehr twittere

Gitte Härter • 15.09.2009 • email Weiterempfehlen

Letzte Woche habe ich nach einem halben Jahr und über 1000 Tweets beschlossen, mit dem Twittern wieder aufzuhören – obwohl es mir Spaß gemacht hat.

Das ist keine Analyse und kein Urteil über Twitter allgemein, sondern mein ganz subjektives Fazit.

Was mir gut gefallen hat

  • Die Möglichkeit (die lange nicht jeder nutzt!), sich selbst durch die Art, wie und was man schreibt – und mit anderen agiert – mit weiteren Facetten darzustellen. Sich auch als Person, als Mensch greifbar zu machen.
  • Das Sich-limitieren auf die 140 Zeichen. Meistens reicht das völlig aus. Es macht das Schreiben besser, wenn man gezwungen ist, die treffendsten und stärksten Vokabeln auszudenken, um weniger Zeichen zu benutzen.
  • Ich habe ein gutes Dutzend toller neuer Leute kennengelernt, die sich mir durch die Art und Qualität ihrer Tweets persönlich und auch fachkompetent regelrecht empfohlen haben. Das ist großartig! Vielen Dank an Euch! grin
  • Zahlreiche wirklich gute Linktipps (auf interessante Websites, einzelne Artikel oder nützliche Tools). Das ist für mich einer der wertvollsten Twitter-Vorteile: Dass andere praktisch „vorrecherchieren“ und aus ihren eigenen guten Quellen Tipps weiterreichen.
  • Gemeinsame Aktionen, wie die „Morgengrauenbezwinger“-Sache: wenn sich virtuell weitere Mitstreiter für ein Vorhaben finden und man dadurch motivierter an einer Sache dranbleibt.
  • Regelmäßig ein Grinser oder lauter Lacher durch besonderen Wortwitz.
  • Qualitatives Aufeinander-Eingehen über den normalen Austausch hinaus. Das hatte ich mit einer Gruppe Menschen. Ich konnte auch mitlesen, dass andere das hatten. Sowas gefällt mir!

Was mir am Prinzip nicht gefällt

Ich hab’s gern qualitativ. Insofern ist es schade, dass es bei Twitter “systembedingt” kaum sinnvoll ist, Themen oder Diskussionen weiter zu vertiefen. Auch jeder Wortwechsel zu einer Sache ist kaum zu verfolgen. Man kann zwar immer auf den Gesprächspartner klicken. Wenn der aber sehr aktiv twittert, muss man sich wiederum durch dessen Tweets suchen, um den Anschluss zu finden.

Etwas enttäuschend finde ich auch die allgemeine Qualität der Tweets.

Nicht, dass ich sagen will, dass ich selbst immer nur die hochspannendsten Sachen gepostet habe – darum geht es mir nicht. Es geht mir eher um die klare Ausrichtung, etwa Tweets mit einer bestimmten Aussage- oder Informationskraft zu posten, oder einfach um die Mischung. Ich habe meinen Twitter-Account eher als „Radiokanal“ gesehen. Es gibt Menschen, die lesen möchten, was ich schreibe. Also war mein Anspruch eine gute Mischung: Informationen, Nützliches, Privates, Witziges, mal ein Zitat. So, dass ich denke, dass mein „Kanal“ für andere interessant bleibt.

Bei der Mehrheit der von mir angeklickten Websites fand ich sehr viel Einseitiges, das wenig Relevanz als fremder Leser hat. Entweder ausschließlich Privates oder Belangloses, was schwierig ist, wenn es von Fremden kommt, denn hier fehlt komplett der Bezug. Oder aber nur Werbung.

Auch unterscheiden sich natürlich die Ziele. Sehr viele – gerade heftige Twitternutzer – interagieren viel miteinander, was schön ist, wenn man Twitter mit diesem Ziel nutzt, also als Austausch und Plauderstelle. Das macht es aber auch schwierig bei einigen Twitteraccounts zu sehen, wo die tatsächlichen Originaltweets sind. Ich habe jeden, der mir gefolgt ist, angeklickt und mir die erste Seite durchgelesen. Wenn dann da nur lauter Gesprächsfragmente zu sehen waren, die an irgendwelche mir natürlich ebenso unbekannten Leute gehen und oft gar nicht mehr verständlich nachvollzogen werden können, dann hat mich das bewogen, nicht zu folgen.

Das ist aber auch nicht schlimm.

Es gibt sehr viele nette und interessante Menschen, gute Websites, Newsletter, Bücher etc. – und niemand von uns kann alle lesen oder ist wirklich an jeder Thematik interessiert!

Ich hatte den Anspruch, den Leuten, denen ich folge, auch wirklich „zuzuhören“. Darum habe ich auch nicht automatisch jeden zurückverfolgt. Ich habe tatsächlich jeden Tweet der fast 70 Leute, die ich verfolgt habe, verfolgt. Wenn ich morgens eingeloggt habe, habe ich zurückgelesen, was seit meinem letzten Beitrag passiert ist.

Mir gefällt das Prinzip des „Ich folge Hunderten oder gar Tausenden von Leuten – nutze aber dann eine Software, die mir die meisten davon wieder wegfiltert“ nicht so gut. Ich habe mich oft gefragt, wer in Twitter in der Masse denn nun überhaupt wen liest. Das erzeugte bei mir ein unterschwelliges Gefühl der Sinnlosigkeit.

Was ich etwas kindergartenmäßig finde

Man könnte denken, das Prinzip ist: Schau Dir an, wer etwas tweetet, das Dich interessiert, und den verfolgst Du dann. Das machen sicherlich eine ganze Menge Twitterer so. Es gibt aber noch die vielen anderen, die einfach nur an eigenen Followern interessiert sind – wenn man Glück hat, sind sie auch an denen interessiert, denen sie folgen, das ist aber nicht immer der Fall.

Das Verfolgersammeln treibt seltsame Blüten:

  • Masse und Bots: Ich bin eher altmodisch und finde, man muss sich durch die Qualität seiner Beiträge eine Leserschaft „erarbeiten“. Das halbe Jahr, in dem ich getwittert habe, habe ich alle zwei-drei Tage manchmal bis zu zehn neue Follower geblockt, weil sich dahinter ganz offenbar entweder ein Bot verbarg, weil das Verhältnis Follower/follow extrem auseinanderklaffte. Da hat jemand vor drei Tagen einen neuen Account angelegt, folgt aber schon 892 Leuten, hat aber nur 3 Follower.

    Der Grund für solche Spirenzchen ist ganz einfach: Viele folgen automatisch jedem Follower zurück: aus Höflichkeit, weil man sich gegenseitig DM (direct messages/persönliche Nachrichten) schicken können sollte etc. Wenn ich also Hunderten oder Tausenden von Leuten folge, bekomme ich auch genügend ab, um eine Followerzahl aufzubauen.

  • Follower-Bullies bzw. Eigenwerbung in der Verfolgerliste: Es gibt eine Menge Leute, die verfolgen. Entfolgen. Verfolgen. Entfolgen. In regelmäßigen Abständen. Ich erkenne nur zwei Gründe: Das eine ist, um die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, dass man zurückfolgt. Das alleine ist es aber nicht, denn sonst würden Accounts das nicht auch machen, wenn man ihnen schon zurückgefolgt ist. Der logischste Grund, der mir einfällt, ist die Eigenwerbung. Wenn Sie einen Account schon interessant finden, dann klicken Sie auch öfter mal auf die Verfolger- und Folger-Listen dieses Twitterers. Die neusten stehen obenan. Wenn ich also immer wieder ent- und dann verfolge, habe ich einen exponierten Platz, um auf mich noch besser aufmerksam zu machen.

Was mich sehr genervt hat:

  • Tweets nachträglich löschen: ... und damit meine ich nicht ein Tweet mit Tippfehlern oder einen, den man im Nachhinein bereut. Ich meine normale Kommentare. Es gibt einige Twitterer, die ihre Tweetliste offenbar nachträglich „bereinigen“ und einen Kommentar auf andere einfach wieder löschen. Das ist zwar keine große Sache, aber ich habe schon immer wieder einen seltsamen Nachgeschmack bei soetwas bekommen.

  • Das ständige Wiederholen alter Tweets: Diese Unsitte ist mir erst seit einigen Wochen aufgefallen. Manche Leute posten bestehende Tweets mehrfach im Abstand einiger Stunden. Klar: Man erhöht die Aufmerksamkeit, weil Tweets eine kurzlebige Aufmerksamkeitsspanne haben. Mich hat’s tierisch genervt, zumal manchmal zwischendrin gar nichts Neues kam.

  • Das Wiederholen von links mit anderer Beschreibung: Das finde ich auch übelst: Es wird der gleiche Artikel verlinkt, aber er bekommt eine völlig andere Beschreibung. Auch das ist unter Aufmerksamkeitsgesichtspunkten verständlich, aber mich nervt es, denn es ist kein respektvoller und transparenter Umgang mit den Lesern. Es verschwendet schlicht meine Zeit.

  • Mehrfach-Accounts: Wenn jemand unter verschiedenen Namen mit unterschiedlichen Tweets unterwegs ist, ist alles klar. Wenn aber jemand zwei, drei oder mehr Accounts hat, in allen aber dasselbe twittert, finde ich das eher strange.

  • Werbeschleudern: Ich persönlich mag reine Werbung in Twitter nur in kleinen Dosen. Wenn also jemand gute Informationen oder nette Tweets schreibt und dann auch hin und wieder ein Seminar oder für seinen Newsletter Werbung macht, dann finde ich das total okay (und habe es auch selbst so gemacht) – und idealerweise findet man etwas, das man gut findet und gerne kauft. Mit Werbeschleudern meine ich jedoch Twitterer, die an jeden einzelnen Tweet ihre Webadresse anhängen. Oder die Tweets so formulieren, als wäre ein Tipp dahinter, aber in Wirklichkeit ist es eine Verkaufsseite oder ein Werbetext.

    Oder Twitterer, die Fremdanzeigen schalten, zum Teil für Dienste, die ihnen „Hunderte von Verfolgern pro Tag“ versprechen.

    Reine Werbetweets oder gar Fremdanzeigen haben bei mir zu sofortigem Entfolgen geführt, einfach weil ich es ehrlich gesagt nicht mehr ertragen konnte: Bin schon froh, dass ich den E-Mail-Spam einigermaßen eingedämmt habe. Da muss ich nicht auch noch auf Twitter “Werbung auf Abo” haben.

    Das fand ich übrigens sehr schade, denn es gab einige Twitterer, die ich gerne gelesen habe, bis sie mit diesem Anzeigenschmarrn begonnen haben.

  • Spammer: Damit meine ich die, die etwas falsch verstanden haben. Ich stelle mir das so vor, dass das Firmen sind, die lesen „Twitter = die Zukunft“, „Web 2.0 ist das neue Marketingwunderwerk“. Dann eröffnen sie einen Twitter-Account und posten nur Eigenwerbung. Und denken, dass andere Leute wahnsinnig gerne ihre Werbung abonnieren und ständig lesen wollen. Huh?!

  • Die Porno-Accounts: Die eine Sorte ist einfach lästig. Ich hatte Tage, wo ich bis zu zehn Porno-Accounts aus der Followerliste blocken musste. Doch das ist noch nicht alles. Es gibt auch Accounts mit Hardcore-Pornobildern. Ich habe mehr als einmal fast meinen Morgenkaffee wieder ausgespuckt, weil ich unvermittelt ein erigiertes Glied in Großaufnahme vor mir hatte.  shock

Darum also twittere ich nicht mehr: Unter’m Strich haben einfach die blöden Aspekte überwogen.

 

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Anmerkungen & Kommentare

Von: Angelika Dorsch am 15.09.2009
Hallo Gitte
Danke, du hast all die Punkte die Twitter verderben wirklich toll ausgelistet. Schade, wenn du deswegen wirklich nicht mehr twitterst, mir scheint, ich wäre dir gerne und aufmerksam gefolgt ;o}
Nun hoffentlich lesen wir uns trotzdem noch mal, deine treffende Auflistung dessen, was ich meinen Teilnehmern immer wieder warnend vor bete, werde ich auf jeden Fall mit meinen Blogs verbinden Ok?
Von: Klaus Beyer am 15.09.2009
Hallo Gitte,
bin Dir gerne gefolgt.
Die letzten Wochen hatte ich selbst kein Interesse mehr an Twitter. Irgendwie hat sich einiges dort wiederholt. Trotzdem - ich hatte ein paar sehr gute Lacher. Manche Tweet-Autoren haben mehr verdient als die paar Sekunden, die man zum Lesen der 140 Zeichen braucht. Ab und zu twittern probiere ich jetzt aus. Mal sehen wie es da weitergeht. Dir alles Gute und Danke für Dein Engagement und die Top-Newsletter. Grüße, Klaus
Von: Gitte Härter am 16.09.2009
@Angelika
Vielen Dank für Deinen netten Kommentar grin Es freut mich, dass Dir die Auflistung so nützlich erscheint, dass Du in Deinem Blog darauf verweisen möchtest.

@Klaus
dankeschön fürs gerne Folgen und das wunderschöne Kompliment zu unserem Newsletter!

Ja, da hast Du völlig recht: Es gibt so manche Tweet-Autoren, die virtuos mit den 140 Zeichen umgehen. Es ist wie überall bei so Massengeschichten: Etwas Goldschürfen lohnt sich.


Einen schönen Tag!
Gitte
Von: Kai-Jürgen Lietz am 18.09.2009
Liebe Frau Härter,
Ihre Argumente sind absolut nachvollziehbar. Wenn ich vom reinen Nutzen zum jetzigen Zeitpunkt ausginge, müsste ich meine beiden Twitter-Accounts auch ganz schnell beerdigen.

Allerdings hat Twitter durchaus Potential zu mehr. Zum Beispiel als Kanal für selbstreflektive Fragen, um Coachees etwa ihre Ziele wieder ins Bewusstsein zu rufen.

Ob jemand nun > 1000 Follower anstrebt, hängt sicherlich mit seiner Zielsetzung zusammen.

Ich hatte einmal ein Problem für eine Seminarübung. Innerhalb von einer Stunde hatte ich über zwanzig Rückmeldungen von anderen Trainern, die mir versicherten, dass dieses Problem noch nicht gelöst sei. Nicht ganz das, was ich gesucht hatte, aber dadurch habe ich mich erst einmal von dem (vielleicht) unlösbaren Problem gelöst und mich mit anderen Dingen beschäftigt. Später brauchte ich die Lösung ohnehin nicht mehr.

Wer gerne Umfragen macht oder eben nach Problemlösungen sucht, braucht dann vielleicht eine große Zahl an Followern.

Ansonsten folge ich auch sparsam und freue mich über Interessenten, die teilweise entweder bleiben oder wieder gehen.

Für mich ist das Weitertwittern eine bewusste Entscheidung. Mit dem Abflauen des Hypes wird das Ganze bestimmt reifen und noch mehr Chancen für Ernsthaftes bieten. Bis dahin arbeite ich an meiner eigenen Medienkompetenz. grin
Von: Mani am 19.09.2009
..und außerdem macht Twittern angeblich dumm - meint Telegraph.co.uk.. wink

(siehe http://bit.ly/3s6GGA)

Schönes Wochenende!
Mani
Von: Gitte Härter am 21.09.2009
@Kai-Jürgen Lietz

Dankeschön für die Ergänzungen, was Twitter noch so an Vielschichtigkeit und Nutzen birgt. Ich sehe das auch so.

Letztlich ist es eine Frage, wie man es nutzt und was man damit tun möchte. Ich bin auch gespannt, wie es sich entwickelt.


@Mani

... na toll! wink
Übrigens habe ich am Wochenende an Dich gedacht. Ich habe in einem Drehbuch gelesen, dass jemand herausgefunden hat "how to communicate with shrimp"!!
Von: Uta Grafe am 21.09.2009
Hallo Gitte,

vielen Dank für Deine sehr treffende Auflistung der Vor- und Nachteile von Twitter aus Deiner Sicht. Jetzt weiß ich endlich, warum Du das Zwitschervolk verlassen hast ... so von jetzt auf gleich.

Dein "Radiokanal" ist übrigens gut bei mir angekommen. Für mich hat Deine Mischung aus Information, Unterhaltung, Privatem und Spaß gestimmt. ;o)

Im Großen und Ganzen kann ich jeden Punkt Deiner Liste unterstreichen.
Was mich persönlich immer wieder stört ist, dass beim Twittern die Zeit (gerne auch ein Tag - huch!) im Nu rum sein kann. Aber den Anspruch, die Tweets derer, denen ich folge, auch wirklich zu lesen, habe ich dennoch. So stecke ich immer mal wieder in einem Dilemma und versuche daran - oder besser an mir - zu arbeiten.

Manche Tage beschränke ich mich auf das Lesen der @-Replies. So erfahre ich wenigstens, was konkret an mich gerichtet ist bzw. was mich betrifft. Hat aber den Nachteil beispielsweise keine RTs zu versenden, denn man liest ja nur sehr sondiert.
Dann wieder lege ich mir Zeitlimits auf ... mit wechselndem Erfolg. Auf jeden Fall verfolge ich selbst nur nach strenger Auswahl. Momentan ist für mich die Grenze, wo es beginnt unübersichtlich bzw. besonders zeitraubend zu werden bei 150 Menschen.

Fakt ist auch, dass Twitter schnell vergisst. Heißt, wer nicht immer mal was von sich lesen lässt, wird nicht unbedingt vermisst. Die Follower sind also auch zu unterhalten. Und damit sie es ggf. weitertwittern, muss man beim Texten ein bisschen Mühe sprich Zeit investieren.

Wie immer liegt die Wahrheit wohl irgendwo in der Mitte, und finden muss sie eh jeder selbst. Ich meine, das löst man nur mit Disziplin und dem Fokus auf dem realen Leben. Und in meines ist nun Twitter dabei einzudringen: Ich fahre am kommenden Wochenende nach Leipzig zu einem Twittertreffen. Mal sehen, was sich ergibt. :o)

Wenn mich also ab und zu die Frage anspringt, was ich denn nun mit der Twitterei bezwecke, dann sage ich, dass es vor allem eine wunderbare Möglichkeit ist, Menschen kennenzulernen, Kontakte zu knüpfen und sich ein Netzwerk aufzubauen.

Deine sehr lesenswerten Newsletter hatte ich ja schon vor meiner Twitterzeit abonniert. In diesem Fall hat mir Twitter den Menschen dahinter näher gebracht. Ach ja ... und an die Morgengrauenbezwingerzeit denke ich gern zurück. Die #sportdoku schleift momentan. ;o)

Liebe Grüße

Uta alias @handelundwandel
Von: Zamyat M. Klein am 21.09.2009
Hallo Gitte,

das ist ja n Ding, dass du bei Twitter ausgestiegen bist- und ich finde es klasse, dass du es hier so ausführlich erklärst, was dich dazu bewogen hat.

Ich habe mein Twitterverhalten auch sehr verändert- anfangs habe ich viel Zeit dort verloren, viel gelacht, etliche nette und interessante Menschen kennen gelernt, etliche tolle Tipps, denen ich sonst nie begegnet wäre (wodurch ich beispielsweise ein spontanes Geburtstagsgeschenk für meinen Vater zum 90. Geb. fand- was nicht so einfach ist)und anderes.

Gleichzeitig ist es so, dass ich in diesem Monat fast ständig auf Seminaren bin und dann einfach abends nur noch die wichtigsten Mails lese.

Ich hatte auch nie den Anspruch, alle Tweets rückzuverfolgen, sondern habe gelernt, mit der "Unvollkommenheit" zu leben. So lese ich nur die letzten Tweets, wenn ich auf die Twitter-Seite gehe, die @ an mich natürlich, und überfliege in rasendem Tempo die letzten Seiten. So können hunderte von Tweets des Vormittags ungelesen bleiben-so what?

Ich sehe es immer noch mehr als mein Vergnügen an, wo ich mich zu nichts zwingen muss.

Ich folge allerdings (meist) nur solchen, die irgendwelche interessanten Sachen machen oder in Bereichen arbeiten, die mich interessieren. Aus Höflichkeit folge ich niemandem zurück. Keinem der nur Werbung macht, keinem der nur Englisch schreibt oder nur privates erzählt. Es sei denn textzicke, die einfach köstlich mit Worten um sich schmeißt und mich zum kichern bringt.

Aber mit Webseite, Blog und Twitter, XING und andere Foren und demnächst noch eigenes Forum, könnte mal der Titel auftauchen: "Verloren im Netz":-).

Liebe Grüße
Zamyat
P.S. Und es ist ja ein Trost, dass wir dich hier regelmäßig weiter genießen dürfen!
Von: Gitte Härter am 21.09.2009
@Uta

Schön, Dich zu lesen, Uta - und vielen Dank für Deine Erfahrungen und Twitter"anwendung". Ich finde das sehr nützlich, vor allen Dingen für die Leser, die bisher noch nicht so recht wissen, wofür Twitter gut ist und ob sie anfangen sollten oder nicht.

Natürlich ist es immer gut, das selbst auszuprobieren - aber noch schöner ist es, wenn man von verschiedenen Seiten alle möglichen Aspekte im Vorfeld schon mal erfährt, finde ich.

Ja, das mit der Zeit ist sicherlich auch ein Faktor. Mir kam es nicht zeitaufwändig vor, weil ich gleichzeitig mit Twitterbeginn eine Website rausgeschmissen habe, auf der ich viel gelesen und hin und wieder geschrieben habe. Aber wenn man da viel macht und ein großes persönlicheres Netzwerk pflegt, dann ist das bestimmt (wie auch bei XING & Co.) ein größerer Zeitposten.

Apropos #sportdoku: Fabian, der hier auch mitliest und -schreibt, hat kürzlich eine neue Website aufgemacht. Das könnte ein guter Ersatz sein. Gucke: sportmuffel.de


@Zamyat

Herzlichen Dank auch an Dich für Deine Ergänzungen und Deinen Erfahrungsbericht, wie Du Twitter genutzt hast und wie sich das verändert.

Da sprichst Du auch ganz schön was an: Blogs, Foren, Twitter, XING und was da noch alles gibt mit Facebook und MySpace und und und. Das ist schon ein großer Zeit- und Arbeitsaufwand. Es gibt ja einige, die überall vertreten sind. Wenn man das richtig macht, hat das bestimmt gute Auswirkungen - allerdings ist es bestimmt auch mega Arbeit ... stell ich mir so vor. Vielleicht liest ja jemand mit, der sich überall tummelt und mag kurz was dazu sagen zu Aufwand/Nutzen.

>>Und es ist ja ein Trost, dass wir dich hier regelmäßig weiter genießen dürfen!

Ohh. Danke grin


Einen schönen Abend
Gitte

 

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