Produktivität

Warum fehlende Entschlossenheit fatal ist

Ralf Senftleben • 07.09.2009 • email Weiterempfehlen

Es gibt eine fiese Seuche, die unter Selbstständigen grassiert. Diese Seuche bringt jedes Jahr Tausende von Unternehmen um und lässt Selbstständige scheitern.

Die Seuche heißt: „Fehlende Entschlossenheit.“

Wuoh, ist das nicht übertrieben? Glauben Sie?

Ich habe das Privileg, viele erfolgreiche Selbstständige und Unternehmer zu kennen. Und wissen Sie, was mir bei diesen Menschen immer wieder auffällt? Das ist, wie zielstrebig und vor allem entschlossen sie ihre Pläne verwirklichen. Sie wissen, was sie wollen, und sie gehen ohne zu zögern darauf zu.

Natürlich haben sie auch mal Phasen, wo sie zweifeln oder vom Weg abkommen. Wer hat das nicht? Aber ihre Entschlossenheit überwiegt.

Und wie kommt es, wenn Selbstständige straucheln oder nicht vom Fleck kommen? Diese Selbstständigen ignorieren oft Probleme, statt sie zu lösen, sie zögern wichtige Entscheidungen hinaus oder zweifeln ständig an sich.

Oder anders gesagt: Ihnen fehlt es an Entschlossenheit. Und genau diese Entschlossenheit brauchen wir, wenn wir im Leben gewinnen wollen. Sei es im Sport oder im Geschäftsleben. Letztlich sogar im Privatleben.

Die gute Nachricht ist: Jeder kann lernen, entschlossener zu denken und zu handeln. Wie das geht, erfahren Sie hier im Artikel. Lassen Sie uns aber zuerst noch einmal genauer festlegen, was Entschlossenheit eigentlich ist.

Was ist Entschlossenheit?

Woran erkenne ich, dass ich entschlossen handle?

Die erste Zutat der Entschlossenheit steckt schon im Wort selbst: der Entschluss.

Jemand, der entschlossen handelt, hat einen wirklichen Entschluss gefasst. Und dann geht er auf direktem Wege auf sein Ziel zu, ohne Umwege, ohne zu zögern und ohne sich ablenken zu lassen. Und er geht weiter, bis er seine Entscheidung eingelöst hat.

Die Betonung liegt hier auf: “wirklicher” Entschluss. Ein wirklicher Entschluss ist

  • kein Lippenbekenntnis,
  • kein „ich sollte mal …“ und
  • kein „Ja, es wäre schon schlau, wenn ich …“.

Am Anfang der Entschlossenheit steht eine wirkliche und vollkommen ernst gemeinte Entscheidung. Und dazu gehört auch der feste Wille, dieser Entscheidung Taten folgen zu lassen.

Der Unterschied zwischen Unverbindlichkeit und Entschlossenheit

Wirkliche Entschlossenheit erkennen Sie normalerweise am Klang.

„Ich sollte vielleicht mal etwas für mein Marketing machen …“

Überzeugt Sie das? Ich höre hier nur Zögerlichkeit und letztlich Misserfolg.

Nehmen wir dagegen den folgenden Satz:

„Ich habe jetzt drei Tage intensiv nachgedacht und komme zu dem Schluss, dass das Thema Marketing im Augenblick mein wichtigstes Problem ist.

Deswegen werde ich heute anfangen und mein Marketing Schritt für Schritt verbessern.

Ich setze mich heute um 20 Uhr hin und mache ein Brainstorming und sammle Ideen und Möglichkeiten. Und ich telefoniere morgen um 14 Uhr mit meinem Freund Tom, um seine Ideen zu hören. Und dann mache ich morgen einen konkreten Plan, mit konkreten Schritten und mit Terminen.

Und ich bleibe so lange an diesem Thema dran, bis ich meinen Umsatz drei Monate hintereinander wenigstens um 5000 Euro pro Monat gesteigert habe.

Schwierigkeiten auf dem Weg überwinde ich. Probleme löse ich. Wenn ich auf dem Weg stolpere, stehe ich wieder auf. Und ich lasse mich nicht ablenken, sondern verfolge mein Ziel, bis ich es erreicht habe.“

JA! Das ist die Sprache der Entschlossenheit. Hören Sie den Unterschied? Spüren Sie den Unterschied? Spüren Sie die Energie?

So hört sich eine Deklaration der eigenen Entschlossenheit an.

Unsere Angst ist das Problem

Warum denken und handeln nicht mehr Menschen so entschlossen? In meinen Augen haben die meisten Menschen einfach Angst.

Wir haben Angst, uns festzulegen. Wir haben Angst, einen Fehler zu machen. Wir haben Angst vor der Verpflichtung. Oft haben wir auch Angst vor dem Erfolg und was er alles mit sich bringt. Und oft haben wir auch Angst, dass es anstrengend werden könnte.

Es ist unsere Angst, die uns vom Erfolg abschneidet.

Hier ist die Frage:

Wollen Sie sich zum Sklaven Ihrer Ängste machen?

Soll auf Ihrem Grabstein stehen: „Er wollte gerne, aber er hatte zu viel Angst“?

Oder wollen Sie Ihre Ängste zum ersten Testfeld für Ihre neu erwachende Entschlossenheit machen?

Vielleicht indem Sie sich sagen:

„Ich lasse mich von meinen Ängsten nicht länger regieren. Ich sehe meinen Ängsten ins Auge. Ich überwinde sie.“

Nachdenken – aber nicht zu lange

Aber lassen Sie uns noch weiter nach Hinweisen suchen, wie entschlossenes Denken und Handeln aussieht. Im obigen Beispiel finden Sie noch weitere Hinweise.

Dort finden Sie den Satz „Ich habe drei Tage intensiv nachgedacht [...]“

Das ist ein Hinweis darauf, dass eine gute Entscheidung gut überlegt sein will. Wenn Sie sich auf verbindliche Art entscheiden wollen, sollten Sie sich selbst ein bisschen Bedenkzeit geben.

Schreiben Sie einfach die wahrscheinlichen positiven Folgen Ihrer Entscheidung auf. Und schreiben Sie auch auf, welchen Preis Sie wahrscheinlich bezahlen müssen und was Sie riskieren, wenn Sie sich für die Sache entscheiden.

Und dann geben Sie sich zwei bis drei Tage, um weitere Argumente zu finden und um Ihre Argumente zu durchdenken. Hören Sie dabei auch auf Ihr Bauchgefühl, das meistens sowieso viel schlauer ist als unser Kopf.

Aber zwei bis drei Tage sollten für jede Entscheidung ausreichen. Danach denken wir sowieso nur immer wieder die gleichen Gedanken und geraten in Gedankenschleifen. Die Qualität einer Entscheidung wird durch zu langes Nachdenken nicht zwingend besser.

Geben Sie sich also zwei bis drei Tage Zeit und entscheiden Sie sich dann verbindlich für oder gegen die Sache. Und wenn Sie sich nicht sicher sind, dann ist das so gut wie ein klares „Nein“. Wenden Sie sich dann entschlossen der nächsten wichtigen Sache zu.

Anfangen und fokussiert handeln

Haben Sie sich entschieden?

Dann heißt es jetzt, Ihre Kräfte zu fokussieren und Ihre Entscheidung zur Priorität zu machen.

Konkret bedeutet das, sich so bald wie möglich, ohne Verzögerung und ohne Ausreden, am besten sofort an die Umsetzung zu machen. Nicht morgen, nicht in einer Woche und nicht in einem Monat. Sondern heute noch.

Es geht darum, sich selbst zu beweisen, dass man es wirklich ernst meint. Und der überzeugendste Beweis ist es, anzufangen und die ersten Schritte in Richtung der eigenen Entscheidung zu gehen.

Entschlossenheit ist konkret

Im obigen Beispiel entscheidet sich der Selbstständige dafür, etwas für sein Marketing zu tun. In seiner Deklaration können Sie auch Folgendes sehen:

Entschlossenheit ist konkret.

Ich brainstorme nicht irgendwann, sondern heute um 20 Uhr.

Ich suche mir nicht irgendwelche Hilfe, sondern rufe morgen um 14 Uhr meinen Freund Tom an.

Entschlossenheit bedeutet, dass Sie sich selbst schwammige und unkonkrete Gedanken nicht durchgehen lassen.

Fragen Sie sich anstelle dessen:

  • Wie sieht meine konkrete Strategie aus?
  • Und was genau tue ich als Nächstes, und wann genau tue ich es?
  • Und was konkret mache ich, wenn das nicht klappt (Plan B)?
  • Und wie stelle ich konkret sicher, dass ich nicht vom Weg abkomme?

In einem wirklichen Entschluss finden Sie die Antworten auf diese Fragen immer wieder. Ein wirklicher Entschluss ist verbindlich, konkret und fassbar. Sodass Sie vor Ihrem geistigen Auge klar sehen, was getan werden muss.

Haben Sie kein klares Bild vor Augen, dann werden Sie bitte konkreter.

Das Studium der Entschlossenheit

Ob Sie wirklich entschlossen sind, zeigt sich aber nicht am ersten Tag der Entscheidung.

Wie entschlossen Sie wirklich sind zeigt sich, wenn die ersten Schwierigkeiten auftauchen, wenn Sie keine Lust haben, müde sind oder wenn es nicht so läuft, wie Sie es sich vorgestellt haben.

Hier finde ich ein Sinnbild sehr treffend: Für mich ist das Leben wie eine große Universität, in der wir jeden Tag etwas dazulernen.

Wenn Sie eine wirkliche Entscheidung treffen, dann ist es so, als ob Sie sich für das Studienfach einschreiben.

Die Schwierigkeiten, Zweifel, Hürden und Hindernisse auf dem Weg sind die Zwischenprüfungen, die es zu meistern gilt.

Und wenn Sie Ihre Entscheidung eingelöst haben, dann ist das Ihr Diplom in Entschlossenheit.

Was Ihnen vielleicht auf dem Weg hilft, ist Schwierigkeiten als Prüfungen zu sehen, die es zu bestehen gilt, und nicht als Gründe aufzugeben.

Und wenn doch alles ein Fehler war?

Der eine oder andere von Ihnen wird sich jetzt fragen: Aber was, wenn sich hinterher herausstellt, dass ich mich falsch entschieden habe?

Hier muss man nach meiner Erfahrung zwei Fälle unterscheiden:

Fall 1: Im Nachhinein kommen uns Zweifel an unserer Entscheidung, gerade wenn wir auf dem Weg irgendwo feststecken oder ein Problem nicht gelöst bekommen. Diese Zweifel bedeuten meistens nicht, dass unsere Entscheidung falsch war. Zweifel sind eher ein Trick unserer Bequemlichkeit und unserer inneren Widerstände, die uns sagen:

„Hey, es ist gerade so anstrengend. War das wirklich so eine gute Idee? Lass uns lieber aufhören, dann wird das Leben wieder einfacher und bequemer.“

Fall 2: Auf der anderen Seite kann es natürlich auch sein, dass wir auf dem Weg zu unserem Ziel neue Erfahrungen machen oder dass sich unsere Situation ändert und unsere Entscheidung dadurch in einem neuen Licht erscheint. Auch das gibt es, klar. Und dann ist es manchmal besser, die Entscheidung zu knicken.

Zwischen Fall 1 (ich bin frustriert, aber auf dem richtigen Weg) und Fall 2 (geänderte Umstände) zu unterscheiden gehört zu den schwierigsten Dingen im Leben überhaupt. Zum einen ist es wichtig, nicht zu früh aufzugeben. Auf der anderen Seite wollen wir auch kein totes Pferd reiten.

Was macht man nun? Was hier ein bisschen hilft, ist vor der Entscheidung aufzuschreiben,

  • warum die Entscheidung eine gute Idee ist,
  • was ich mir davon verspreche und auch
  • was die Risiken und Nachteile sind, wenn ich diese Sache nicht angehe.

Bei der Entscheidung von oben für das Marketing könnte ich zum Beispiel aufschreiben:

  • Ich brauche die zusätzlichen Einnahmen, um für meine Rente etwas zurückzulegen (-> Altersarmut).
  • Ich stabilisiere damit mein Geschäft und muss mir in den umsatzschwachen Monaten weniger Sorgen machen (weniger Existenzängste).

Diese Liste mit den Vorteilen meiner Entscheidung kann ich mir vornehmen, wenn ich ins Zweifeln komme, und ich kann mich fragen:

„Gelten diese Dinge noch?“

Und wenn diese Dinge noch gelten, dann bleibe ich auf Kurs. Vielleicht ändere ich meine Strategie, aber solange sich an meinen Gründen nichts geändert hat, halte ich an meinem Entschluss fest.

Wie kann ich Entschlossenheit lernen?

Wie ist das jetzt bei Ihnen? Handeln Sie meistens entschlossen? Oder handeln Sie oft eher zögerlich?

Wenn Sie sich mehr Entschlossenheit in Ihrem Leben wünschen, dann kommt hier die gute Nachricht:

Entschlossenheit ist keine Frage des Charakters und der Persönlichkeit. Entschlossenheit ist eher eine bestimmte Art zu denken. Und es ist die Fähigkeit, sich selbst immer wieder an das zu erinnern, wofür man sich einmal entschieden hat. Und sowohl unser Denken als auch die Fähigkeit, sich selbst zu erinnern, lassen sich trainieren. Es ist natürlich nicht einfach, wie die meisten Dinge, die etwas wert sind. Aber Sie können es lernen.

So ein Selbst-Trainings-Programm für mehr Entschlossenheit könnte so aussehen:

Transformation durch Beobachtung: Fangen Sie an, sich selbst zu beobachten, und schreiben Sie am Ende eines jeden Tages auf, in welchen Situationen Sie zögerlich und in welchen Sie entschlossen gehandelt haben. Beobachten Sie sich aber bitte möglichst wertfrei und schimpfen Sie nicht mit sich selbst, wenn Sie zögerlich waren. Waren Sie zögerlich, dann bedeutet das nicht, dass Sie schwach oder ein schlechter Mensch sind, sondern lediglich, dass Sie noch weiter trainieren müssen.

Mentaltraining: Überlegen Sie sich an jedem Tag ein oder zwei Situationen, in denen Sie sich mehr Entschlossenheit wünschen. Lassen Sie dann jeweils vor Ihrem geistigen Auge genau ablaufen, wie die konkrete Situation aussehen würde und was Sie genau sagen und tun würden, wenn Sie in dieser Situation entschlossen handeln würden. Üben Sie zuerst im Kopf, bevor Sie Ihr neues Verhalten in der Wirklichkeit ausprobieren.

Motivation: Machen Sie sich einmal pro Tag die Vorteile klar, die es mit sich bringen wird, wenn Sie erst ein entschlossener Mensch sind. Machen Sie sich die Nachteile klar, die es mit sich bringt, solange Sie es noch nicht geschafft haben.

Neue Gedanken etablieren: Verinnerlichen Sie jeden Tag für fünf Minuten verschiedene Sätze, die ein entschlossener Mensch denkt. Zum Beispiel:

  • Meine Entscheidung steht fest, und ich handle danach.
  • Ich tue heute etwas für das, was ich mir vorgenommen habe.
  • Probleme sind Herausforderungen, die es zu überwinden gilt.
  • Ich genieße es jeden Tag mehr, Probleme zu lösen und Schwierigkeiten zu überwinden.
  • Frustration ist ein Zeichen, dass ich gerade dazulerne und nur noch nicht den richtigen Weg gefunden habe.
  • Wenn ich stolpere, stehe ich wieder auf und gehe weiter.
  • Die guten Dinge gibt es nicht umsonst. Der Weg zu meinem Ziel darf anstrengend sein, das ist ok. Ich bin bereit, den Weg zu gehen.
  • Dem Mutigen gehört die Welt.
  • Ich nutze die Chancen entschlossen, die sich mir bieten. Wer zögert, verpasst die guten Dinge im Leben.
  • (Denken Sie sich Ihre eigenen Sätze aus, die Ihnen ein entschlossenes Gefühl geben.)

Mit diesen vier Ideen können Sie Ihre eigene Entschlossenheit trainieren.

Nehmen wir an, Sie würden sich dafür entscheiden: Wie würde dann eine Deklaration dazu aussehen, die die gleiche Kraft hat wie das Beispiel des Selbstständigen, der etwas für sein Marketing tun wird?

Wie könnte Ihre Deklaration Ihrer Entschlossenheit aussehen?

 

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Anmerkungen & Kommentare

Von: Ralf Hiltmann am 07.09.2009
In der Tat (im wahrsten Sinne des Wortes) ist Entschlossenheit eine der wichtigsten Erfolgs-Eigenschaften.

Noch wichtger allerdings ist die klare Absicht (beruhend auf Sinn & Zweck des Projektes, Vorhabens, etc.), auf welche dann die entschlossene Ausrichtung folgt.

Entschlossenheit ist auch eine der sieben transzendenten Eigenschaften aus dem tib. Buddhismus; die anderen sechs sind Achtsamkeit, Verbundenheit (Mitgefühl), Geduld, Offenheit (Großzügigkeit), Integrität und Weisheit.

Zusammen ergeben diese sieben Eigenschaften ein unschlagbares Power-Pack für authentischen (Business-)Erfolg, bei denen jegliches Zögern, Zaudern und Zweifeln auf der Strecke bleiben grin

Mit den besten Grüßen für eine entspannte und erfolgreiche Woche

Ralf Hiltmann
Von: Brita Dose am 07.09.2009
... manchmal ist das Problem der Entschlossenheit auch nur die Ermangelung eines wirklichen Ziels ...

:o)

VG

Brita
Von: ute Frenzel am 07.09.2009
hallo ihr entschlossenen

ein energiestrom durchfährt mich und freude macht sich breit- danke für diesen impuls- natürlich ist das der einzige weg!

dass ich nur so meine lebendigkeit genießen kann, spüre ich durch eure worte sehr stark. danke für soviel mitgefühl, zuversicht und kraft. alles ist möglich- das schwingt für mich in diesen texten. die innere quelle steht mir zur verfügung, neues auszuprobieren, das weiss ich.Allerdings genügtdas zu wissen eben doch nicht. euch als verbündete zu erleben, versetzt mich in ein neues spannungsfeld, dem ich sofort vertrauen kann. also- probieren geht über studieren-weil der mut stärker ist als die angst, gehe ich jetzt weiter...

herzlichst ute
Von: Ulla Vogeley am 07.09.2009
... ja, ein sehr guter und schöner Beitrag, der hervorragend zusammenfasst und ergänzt, was ich soeben in meinem MotivationsCoaching für Hartz IV-Empfänger mit meiner heutigen Klientin als Haupttema hatte.

Ich fühle mich gerade sehr bestätigt und unterstützt - Dankeschön!
Herzliche Grüße
Ulla
Von: Jürgen Gräbel am 07.09.2009
Besser kann man es kaum auf den Punkt bringen.
Die unbedingte Entschlossenheit, seine Komfortzone zu verlassen, und ein selbst gestecktes Ziel anzusteuern, ist eine zentrale Erfolgsvoraussetzung.
Leider gibrt es viele Mitmenschen, die ihren Hintern einfach nicht hoch bekommen und nach allerlei Ausflüchten suchen. Eine solche Opferrolle ist ja auch zunächst immer sehr bequem, allerdings verfällt man dann auch sehr schnell in anbdere Abhängigkeiten. Es wird immer Menschen geben, die ihre Entschlossenheit nutzen und andere für ihre Ziele einbinden und ausnutzen. Zur Entschlossenheit gehört vor mich aber auch dazu, volle Verantwortung für sich und sein Tun zu übernehmen. Wenn beides zusammenkommt ist der Erfolg gar nicht mehr zu verhindern.
Von: Ralf Senftleben am 07.09.2009
Danke schön an alle für die Kommentare.

@Ralf: Genau. Und nicht nur im Buddhismus. Was mich zu diesem Beitrag inspiriert hat, sind vor allem die Kampfkünste (Budo), wo die Entschlossenheit eine zentrale Rolle spielt.

@Brita: Das stimmt auch. Wenn ich nicht weiß, wo ich will, nutzt mir auch alle Entschlossenheit nichts. Wobei wir alle Ziele haben, die aber meistens eher implizit sind (Gesund bleiben, sozial nicht absteigen). Nur wir merken meistens erst, dass wir diese Ziele haben, wenn uns die Gesundheit abhanden gekommen.

@Ute, Cheers, das klingt, als ob du gut drauf bist grin

@Ulla, bitte schön. Da hast du ja eine anspruchsvolle Aufgabe.

@Jürgen, ja, na klar, Selbstverantwortung zu übernehmen ist sozusagen die Voraussetzung. Aber das mit der Entschlossenheit und Verantwortung ist tatsächlich kein triviales Thema, sonst hätte nicht so viele Menschen damit Probleme. Wobei es die meisten ja nicht als Problem sehen. Das ist ja das Problem grin
Von: Jan am 07.09.2009
Danke Ralf! Mal wieder ein motivierendes Meisterstück aus Deiner Feder. Gerade zur rechten Zeit. - Ich bin gerade auf einem entschlossenen Weg, der ziemlich holprig ist. Da kam deine E-Mail gerade zur rechten Zeit.
Von: Beate Schmidt am 08.09.2009
Das gilt für mich genau so.
Danke Ralf !
Es ist auch auf meinem Weg gerade etwas holperig, und Dein Text kommt wie gerufen. Ist schon eigenartig, aus welchen Richtungen wie schnell Unterstützungen kommen, wenn man offen ist - auch für andere Denkansätze und Erkenntnisse. Es "fließt" einem zu. Ist heute schon die zweite. *freu*
Von: Ralf Senftleben am 09.09.2009
@Jan & Beate, bitte schön. Ich freue mich auch immer, wenn mich jemand aufrichtet, wenn es mal schwierig wird.
Von: Beatrice Legien-Flandergan am 09.09.2009
Hallo zusammen,

ein sehr schöner Artikel und ein tolles Thema.

Obwohl ich generell ein sehr entschlossener Mensch bin nach dem Motto: "Probleme sind Herausforderungen und zu jedem Problem gibt es eine Lösung." habe ich mit Entschlossenheit mehr dann zu kämpfen habe, wenn es um das Loslassen geht. Wenn ich mir ein Ziel gesetzt habe, suche ich nach Mitteln und Wegen, es auch zu erreichen. Stellt sich dann aber trotz Überwinden diverer Hindernisse einfach der Erfolg sich nicht wie gewünscht ein, dann fällt es mir schwer, zu akzeptieren, es loszulassen und ein neues Ziel zu wählen.

Irgendwann habe ich mir den Ausspruch "Gebe niemals auf" wohl zu sehr zu Herzen genommen.

Mein Punkt ist also: Entscheide Dich für Dein Ziel, machen einen Aktionsplan, gehe die ersten Schritte, überwinde die Hindernisse und prüfe immer wieder, ob das Ziel für mich noch passt und korrigiere es bei Bedarf oder setze ein neues.

Ich wünsche allen noch einen schönen und erfolgreichen Tag.

Herzlichst

Beatrice Legien-Flandergan

 

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