PR-Zen, Verhalten ändern, Visualisierung
PR-Zen #9: Einfach mal lesen!
Kerstin Hoffmann regt an, sich die Medien einmal näher anzusehen, in denen man sein Unternehmen gerne sehen würde.
Wie lange braucht es, um sein Verhalten dauerhaft zu ändern?
Dauert es wirklich nur 3-4 Wochen bis ein neues Verhalten „normal“ wird? Das kam mir immer komisch vor. Bei mir war es zumindest noch nie so, dass damit der Automatismus „in der Tasche war“. Roland Kopp-Wichmann zitiert eine kleine Studie, wonach es 66 Tage sind ...
Bobby McFerrin und die perfekte Visualisierung
Michael Gerharz kommentiert ein Video des Sängers Bobby McFerrin (sehr sehenswert ist außerdem das zweite verlinkte Video, in dem die Lautstärke variiert wird), in dem er das gesamte Publikum mit Hilfe von Körpersprache dazu anleitet, ein Lied mit ihm zu singen – und Töne vorauszusehen.
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Anmerkungen & Kommentare
ja, das hört man oft. Ich bin entweder bei solchen Sachen "kaputt" und nur bei mir scheint das nicht zu klappen oder - was ich eher denke ... - es ist einfach schön plakativ zu sagen: Du musst nur 21 Tage durchhalten, dann ist es ein Automatismus. Ich glaube das in dieser Pauschalaussage nicht.
Wie in Herrn Kopp-Wichmanns Artikel steht, wie Du auch erwähnst und wie es ja auch logisch ist, spielt ja auch eine Rolle, was es denn ist, das ich ändern will, wie groß meine Abneigung ist bzw. die Motivation, weswegen, an welcher Voraussetzung ich beginne, wie ich mich auf die Dinge einlasse und damit umgehe und und und
Wie wir bei der Morgengrauenbezwinger-Sache schonmal in den Kommentaren hatten ist es auch eine Frage, wie bleibend ist es wirklich. Es scheint ja tatsächlich häufig so zu sein, dass Menschen sich etwas einmal angewöhnen und dann sitzt es für alle Zeiten. Bei mir ist das, wie ich damals schon erwähnt habe, nicht so. Ich kann voller Intensität und Begeisterung und Angewohnheit etwas jahrelang machen und auf einmal: bätsch, mach ich es nicht mehr, weil ich beispielsweise auf einmal keine Lust mehr drauf habe. Da ist dann die Hürde, es wieder anzufangen bei mir genauso groß wie vor Jahren, als ich es mir angewöhnt hatte.
Das mit der Selbstdisziplin, Verhaltensumgewöhnung und -etablierung etc. ist halt eine komplexere Sache, auch wenn man es sich anders wünscht. Darum hat auch jeder Mensch irgendwo seine Themen, wo er so mit der Diszplin hadert oder auch bei vermeintlichen Kleinigkeiten "kämpft".
Es ist aber natürlich sehr schön zu wissen, dass Regelmäßigkeit die Sache vereinfacht. Das habe ich ja auch bei der Morgenbezwinger-Sache gemerkt: wie unfassbar schwierig die ersten beiden Wochen das Aufstehen um 6 Uhr war und wie der Aufstehmoment tatsächlich durch das TÄGLICH einfacher wurde (aber nicht sooo einfach, dass ich fröhlich aus dem Bett geschnellt wäre).
Natürlich ist zum Artikel auch zu sagen: da wurden 96 Menschen "untersucht" (was ja wenig ist) und die 66 Tage sind der Durchschnitt: [...]... die Zahlen der Teilnehmer variierten zwischen 18 und 254 Tagen. [...]
Ja, und die Veränderungen, gerade wenn man ein etabliertes System kennt und ausgeübt hat (und dann noch diese ganzen vielschichtigen Aspekte, die mit reinspielen), das macht dann oft auch Mühe - besonders als der, der das Neue implentiert. Gute Nerven wünsch ich Dir
Viele Grüße
Gitte
das ist ein interessanter Aspekt. Ich kenne das so, dass man Neugelerntes oder Erkenntnisse was man verändern möchte, innerhalb von 72 Std. anwenden und üben muss, sonst entwischt es wieder.
Oder die Begeisterung flacht ab und es wird "vergessen". Gewohnheiten sind nun mal "zähklebrig".
Ich für mich habe festgestellt, dass es, wenn es so war, dann für mich noch nicht wirklich "dran war". Veränderungen oder Erkenntnisse umzusetzen,die wirklich dran waren, habe ich auch ohne mich kasteien zu müssen, durchgezogen. Eher mit Leichtigkeit, weil ich den Nutzen unmittelbar spüren konnte.
Ich habe aber auch schon teure Seminare besucht, den wow Effekt gehabt,aber irgendwie nicht weitergemacht. Dann war es noch nicht wichtig für mich u. kommt wieder, wenns dran ist. So sehe ich das.
einen schönen Abend
Barbara
ja, das mit dem Anfangen ist die eine Sache - das Dranbleiben und Etablieren eine andere. Übrigens habe ich da gerade gestern einen schönen Artikel auf zenhabits gesehen (allerdings in Englisch):
The Habit Change Cheatsheet: 29 Ways to Successfully Ingrain a Behavior
Auf der Seite sind ganz viele interessante Artikel, u. a. zu Verhaltensänderungen.
Stimmt, dass mit dem "Dransein", weil es einfach dran oder sehr wichtig ist, ist eh das Allerbeste: Das geht dann oft so leicht oder es ist wie der buchstäbliche Schalter, der umgelegt ist.
Und manche Sachen sind einfach nie dran oder sind einfach nicht richtig für einen, so sehr man sich das vielleicht ersehnt, oder?
Viele Grüße
Gitte
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Gitte Härter •
erstaunlich, was Roland Kopp-Wichmann schreibt. Ich habe da so eine Faustformel im Kopf: innerhalb von 21 Stunden anfangen und 21 Tage lang dran bleiben, damit die Gewohnheit in den automatischen Modus schaltet.
Jetzt bin ich natürlich nicht überrascht, dass der Durchschnitt der Menschen mehr als 3x so lange benötigt: Denn es liegt ja auf der Hand, dass eine Gewohnheit wie einen Apfel pro Tag essen schneller umsetzbar ist wie eine neue Sprache zu erlernen.
Außerdem werfen Gewohnheitsänderungen manche Menschen aus den Bahnen. Sie sind häufig gereizt und hochgrantig -habe dazu ein hochaktuelles Beispiel in der Firma- weil sie jahrelang die gleichen Wege gingen und plötzlich reißt sie jemand aus diesen Bahnen. Ein scheinbar funktionierendes System wird über den Haufen geworfen. Wie gotterbärmlich!
Wohl dem, der offen ist für Veränderungen,
Heike