Selbstmanagement

Tue ich noch das, was ich will?

Ralf Senftleben • 26.11.2008 • email Weiterempfehlen

Fast jedes Jahr, irgendwann im November, mache ich mir Gedanken über mein Geschäft, meine Arbeit und was ich alles im nächsten Jahr erreichen und verwirklichen möchte. So auch in den letzten zwei Wochen. Anders als in meinen monatlichen Reviews, geht es bei meiner November-Planung eher um die größere Perspektive, jenseits des Tagesgeschäfts. Dazu stelle ich mir immer eine ganze Reihe von Fragen. Und ich dachte, diese Fragen könnten vielleicht auch für Sie ganz nützlich sein und deswegen habe ich sie hier für Sie mal hineinkopiert:

Also los? meine Jahresfragen lauten:

  • Wovon will ich in Zukunft noch mehr? Was will ich in Zukunft noch erreichen?

  • Bin ich auf dem richtigen Weg? Tue ich noch, was ich tun will und was mir wichtig ist?

  • Was an meinem Geschäft und meiner Arbeit gibt mir Kraft?

  • Was an meinem Geschäft kostet mich in erster Linie Kraft?

  • Möchte ich Projekte / Verantwortlichkeiten abgeben, beenden oder kleiner machen?

  • Was möchte ich auslagern, outsourcen, delegieren, automatisieren oder weg-optimieren?

  • Möchte ich neue Projekte beginnen oder bestehende Projekte ausweiten?

  • Womit bin ich zufrieden? Was darf gerne bleiben, wie es ist? (Aufgeschlüsselt nach den Bereichen: Spaß- und Arbeitsfreude, Beziehungen, Leistungserbringung, Finanzen, Produktentwicklung, Marketing, Administration)

  • Womit bin ich unzufrieden? Was muss sich ändern? (Auch nach Bereichen aufgeschlüsselt)

  • Welchen Handlungsbedarf gibt es, ausgehend von meinen Gedanken.

Das sind meine Fragen, die ich mir dieses Jahr gestellt habe und sie sind natürlich auf meine spezielle Situation zugeschnitten. Aber vielleicht können sie ihnen als Inspiration für Ihre eigene Seelensuche für Ihr Geschäft und das nächste Jahr dienen.

 

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Anmerkungen & Kommentare

Von: Norbert am 26.11.2008
Guten Morgen, Ralf!

Ich bin in diesen Tagen ebenfalls dabei, mir Gedanken über das nächste Kalender-/Geschäftsjahr zu machen.

Viele Deiner Fragen sind auch Teil meines Fragenkomplexes.

Gestern Abend saß ich über der Frage, die Du wie folgt formulierst: "Was möchte ich auslagern, outsourcen, delegieren, automatisieren oder weg-optimieren?"

Mir gefällt hierbei der Punkt: "Was möchte ich (...) weg-optimieren?" Was genau verstehst Du darunter? Mit "weg-optimieren" verbinde ich den Gedanken, etwas sein zu lassen.

Mit zwei weiteren Fragen von Dir, beschäftige ich mich schon seit Anfang des Monats: 1. "Möchte ich Projekte / Verantwortlichkeiten abgeben, beenden oder kleiner machen?" 2. "Möchte ich neue Projekte beginnen oder bestehende Projekte ausweiten?"

Einerseits habe ich mir Projekte "ans Bein gebunden", die ich anfänglich recht spannend fand, die mich aber gegenwärtig eher nerven. Hier suche ich nach Wegen, diese zielgerichtet und dynamisch zum Ende zu bringen. Andererseits haben sich aus diesen letztlich nervigen Projekten neue Ideen und Projektansätze ergeben, die mich interessieren und die ich gern umsetzen möchte. Aber hier bin ich mir noch nicht im klaren, ob es für mich wirklich sinnvoll ist, mich hiermit zu beschäftigen. Es spielen die Faktoren Zeit, Geld und realistische Umsetzbarkeit mit hinein.

Herzliche Grüße
Norbert
Von: Ralf Senftleben am 27.11.2008
Hallo Norbert,

unter weg-optimieren verstehe ich das Umorganisieren einer Aufgabe oder Verantwortlichkeit, so dass bestimmte Tätigkeiten nicht mehr anfallen. Also quasi ein Synonym für rationalisieren.

Und das "zum Ende bringen" ist tatsächlich ot nicht so einfach, gerade wenn man noch Erwartungen an eine Sache geknüpft hat oder wenn man Angst hat, damit andere Menschen / Kunden / Partner zu enttäuschen. Wobei mir das immer relativ leicht fällt, Sachen zu Beenden, die ich nicht mehr so spannend finde. Eine gewisse Kompromisslosigkeit, was den Einsatz der eigenen Lebenszeit angeht, hilft hier enorm grin

Tschüß,
Ralf

 

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