Finanzielles

Tauschen Sie Ihre Zeit gegen Geld?

Ralf Senftleben • 01.09.2008 • email Weiterempfehlen

Als Dienstleister, Trainer, Coach oder Berater hat man ein grundsätzliches Problem. Man verkauft in erster Linie seine eigene Zeit, und das bringt eine Reihe von Schwierigkeiten mit sich:

Problem Nr. 1: Ihr Geschäft ist direkt von Ihrer Arbeitskraft abhängig. Werden Sie krank, kommt kein Geld rein. Wollen Sie in den Urlaub, kommt kein Geld rein. Wollen Sie mal eine Auszeit nehmen, kommt kein Geld rein. Wollen Sie aufhören zu arbeiten und haben Sie keine ausreichenden Reserven gebildet, dann können Sie nicht in den Ruhestand gehen und müssen arbeiten, bis Sie 80 Jahre sind. Alles in allem eine ziemlich wackelige Position. Selbstständigkeit sollte in meinen Augen Freiheit bedeuten, aber wenn ich meine Zeit gegen Geld tausche, bin ich nicht viel freier als ein Angestellter.

Problem Nr. 2: Ihrem geschäftlichen Wachstum sind Grenzen gesetzt. Wollen Sie mehr Geld verdienen, müssen Sie entweder mehr arbeiten oder Sie müssen Ihren Stundensatz erhöhen. Mehr arbeiten führt Sie aber irgendwann in den Burnout, und auch Ihr Stundensatz ist nicht endlos dehnbar, besonders wenn Sie kein wasserdichtes Alleinstellungsmerkmal haben.

Deswegen gehört es zu meinen persönlichen Prinzipien, meine Zeit nur in Ausnahmefällen gegen Geld zu tauschen.

Was ist die Alternative? Da gibt es in erster Linie zwei Möglichkeiten:

  1. Die eigene Leistung durch ein Produkt ergänzen oder ersetzen
  2. Mitarbeiter suchen

Die eigene Leistung durch ein Produkt ergänzen oder ersetzen

Gerade wenn Wissen Ihr Kapital ist, wie es bei Beratern, Coaches oder Trainern der Fall ist, dann ist es relativ einfach, ein Produkt zu erstellen. Machen Sie aus Ihrem Wissen ein Informations-Produkt, also ein E-Book, einen Selbstlernkurs, eine Loseblattsammlung, einen bezahlten Newsletter, ein Computer-Based-Training, ein Hörbuch. Oder lassen Sie ein Training auf Video aufzeichnen und verkaufen Sie den Mitschnitt als DVD. Und falls Schreiben nicht Ihre Sache ist, dann suchen Sie sich einen begabten Autor, mit dem Sie Ihr Wissen gemeinsam in ein Produkt fließen lassen.

Ein typischer Einwand ist hier oft: Aber dann klauen ja meine Mitbewerber mein Wissen. Und das kann natürlich passieren. Aber was Sie als Trainer oder Berater zu etwas Besonderem macht, ist ja nicht nur Ihr Wissen, sondern Ihre spezielle Art, Ihr Wissen zu vermitteln, und diese spezielle Art kann man schlecht kopieren. Und selbst wenn … Mitbewerber, die ihr Know-how bei Kollegen klauen, sind auf lange Sicht selten erfolgreich, so dass sie auch keine wirtschaftliche Bedrohung für Sie sind.

Und als jemand, der schon lange Informationsprodukte verkauft, kann ich Ihnen auch sagen: Ich habe ständig Anfragen, ob ich nicht hier ein Training oder dort ein Coaching machen will. Ich will das natürlich nicht. Sie wissen ja, ich tausche meine Zeit nicht gegen Geld. Ich habe das nur erzählt, weil dadurch deutlich wird, dass Informationsprodukte das Geschäft als Trainer oder Berater nicht kannibalisieren, sondern eher zu neuen Aufträgen führen. Informationsprodukte demonstrieren unsere Kompetenz (wenn sie gut gemacht sind) und geben potenziellen Kunden die Möglichkeit, sich ein Bild von unserer Arbeitsweise zu machen. Und da Menschen in erster Linie mit Leuten ins Geschäft kommen wollen, deren Arbeit sie einschätzen können, sind Informationsprodukte eine gute Möglichkeit, dieses Vertrauen in Ihre Leistungen herzustellen.

Und der wichtigste Vorteil: Sie gewinnen eine neue Erlösquelle, die nicht direkt von Ihrer Zeit abhängig ist. Elektronische Produkte (E-Books oder MP3-Dateien) lassen sich mit einer geeigneten Shop-Software nahezu automatisch verkaufen und versenden. Und für physische Produkte, wie CDs oder Printprodukte, gibt es sogenannte Fulfillment-Center, die die Produkte in Ihrem Namen verschicken. Sie müssen zwar ein bisschen Aufwand für den Kundendienst für Ihren Shop einrechnen, aber sobald das zu viel Arbeit wird, können Sie ja jemanden dafür einstellen.

Und damit kommen wir zur 2. Möglichkeit, das „Zeit-gegen-Geld“-Problem zu lösen: Mitarbeiter.

Mitarbeiter suchen

Wenn Sie als Dienstleister erfolgreich sind, werden Sie irgendwann an den Punkt kommen, wo Sie Ihren Stundensatz nicht weiter erhöhen und wo Sie auch nicht mehr arbeiten können, weil Sie sonst einfach tot umfallen.

Hier hilft es dann, andere Menschen ins Boot zu holen, die Ihnen einen Teil Ihrer Arbeitslast abnehmen und Leistungen für Ihre Kunden erbringen.

Dazu gibt es eine ganze Reihe von Möglichkeiten:

  • Sie können jemanden fest einstellen, wenn Ihr Budget das hergibt.
  • Sie können sich Partner suchen, mit denen Sie sich die Arbeit und den Gewinn teilen.
  • Sie können Freiberufler für bestimmte Aufträge je nach Bedarf hinzuziehen.
  • Sie können sich andere Unternehmen suchen, die für Sie nach Bedarf Aufträge oder Teile von Aufträgen erledigen.

Statt Fachaufgaben zu erledigen, werden Sie dann allerdings zum Manager, weil Sie die Arbeit Ihrer Mitarbeiter koordinieren und kontrollieren müssen. Das setzt dann natürlich voraus, dass Sie ein gewisses Talent für die Menschenführung haben oder zumindest die Bereitschaft, in diesem Bereich dazuzulernen. Ansonsten machen Sie sich selbst unglücklich und Ihre Mitarbeiter dazu.

Ich persönlich bin schon einmal blauäugig in die Chefrolle gesprungen und das war ein mittelschweres Desaster für alle Beteiligten. Bevor Sie zum Chef werden, sollten Sie sich also ein bisschen Weiterbildung, einen Coach oder einen Mentor gönnen. Hat mir bei meinem 2. Versuch als Chef auch gutgetan grin

Und sobald Sie ein funktionierendes Team zusammengestellt haben, können Sie einen fähigen Manager suchen, der dann Sie selbst ersetzt. Dann sind Sie komplett frei und besitzen ein Geschäft, statt in Ihrem eigenen Business einen Job zu haben.

Wenn Sie sich also manchmal als Gefangener Ihres Geschäfts fühlen, dann kann das daran liegen, dass Sie Ihre Zeit gegen Geld tauschen. In diesem Fall können Sie in die obigen beiden Richtungen denken, um sich selbst unabhängiger und freier zu machen.

 

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Anmerkungen & Kommentare

Von: Sylke Hörhold am 01.09.2008
Hallo und guten Tag

Ich lese eifrig euren interessanten Newsletter. Vielen Dank dafür!
Ich selbst bin gerade in der Gründungsphase zum Berater und absolviere auch gerade eine Ausbildung zum psych. Heilpraktiker.
Ab 01.12.2008 heißt es dann in der Freiberuflichkeit:

Sylke Hörhold

Gesundheitstraining
Lebensberatung
Coaching

Ich tausche also auch Zeit und Wissen gegen Geld. Nun bin ich gerade dabei Stundensätze zu berechnen. Was ist angemessen für unsere ländliche Gegend?
Was benötige ich, um auch gut von meinen Beratungen leben zu können?
Deshalb bin ich schon gespannt, welche Erfahrungen sich hier weiter sammeln.

Vielen dank für dieses Forum zum Austausch.

Bis bald!

Alles Gute
wünscht

Sylke.
Von: Heike Thormann am 01.09.2008
Guter Punkt, Ralf. Vor allem auch, was die Wachstumsgrenzen angeht.

Das ist beim Schreiben (Journalismus) genauso. Da verdient im Prinzip nicht derjenige, der den Artikel schreibt, sondern derjenige, der ihn (als Verlag, Magazin was auch immer) verkauft.

Wobei ich es "gemischt" halte:

Ich verkaufe Selbstlernkurse und ich halte Kurse. Der Umsatz verteilt sich etwa ein Drittel zu zwei Drittel. Das werde ich im nächsten Jahr auf 50:50 hochzubringen versuchen. (Ich stehe ja noch ganz am Anfang.)

Andererseits möchte ich meine Kurse (oder was das angeht, auch meine Artikel) nicht missen und nicht nur zum Verkäufer oder Manager mutieren. Dafür liebe ich den Kontakt zu den Leuten zu sehr, und sie geben mir sehr viel.

Mein Tipp dann vielleicht: Die Mischung machts. Und meine Produkte geben mir den Freiraum, um Pause zu machen oder zu wachsen. grin

LG Heike
Von: Ralf Senftleben am 01.09.2008
Hallo Sylke,

was angemessen ist, für die ländliche Gegend, weiß ich leider auch nicht. Aber ein guter Startpunkt ist, zu schauen, was die anderen nehmen.

Bei uns in der Region nimmt hier irgendwie jeder 35 € pro Stunde, egal ob es der Elektriker ist oder die Ernährungsberaterin. Komisch, ist aber so.

Und um den eigenen Stundensatz zu kalkulieren, kann man so vorgehen:

(1)

Überlegen, wie viel Stunden im Jahr ich arbeiten will.

Da muss man natürlich Urlaub mit einbeziehen.

Und man muss mit einbeziehen, dass als Freiberufler nicht jede Arbeitsstunde auch abgerechnet werden kann.

Wenn ich davon ausgehe, dass ich pro Woche 15 Stunden vom Kunden bezahlt bekomme und ich 6 Wochen URlaub machen will. Wären das 52 - 6 Wochen * 15 Stunden = 690 Stunden.

(2)

Ausrechnen, wie viel Geld ich im Jahr brauche. Wenn ich pro Monat 3.000 € brauche, dann wären das im Jahr 36.000 €

Hier sollten alle Kosten berücksichtigt sein, also auch Rücklagen fürs Alter, Krankenversicherung usw.

Dann würde ich noch geschätzterweise noch 20% draufschlagen für die Einkommensteuer und dann wären wir bei 43.200 €

(3)

Jetzt teile ich die 43.200 € durch 690 und komme auf 62,32 €

Das wäre also der Stundensatz, um bei 15 abrechenbaren Stunden pro Woche auf 3.000 € Einkommen zu kommen.


Ich hoffe, das hilft dir weiter.


Schöne Grüße,
Ralf
Von: Ralf Senftleben am 01.09.2008
Hallo Heike,

das ist meiner Ansicht nach auch genau der Weg. Es soll ja niemand auf das verzichten, was Spaß macht und wenn ich Trainer oder Coach aus Leidenschaft bin, dann will ich ja auch weiter Seminare machen oder coachen.

Aber ein paar Produkte im Portfolio sind eine gute Sache, um das eigene Business stabiler und weniger riskant zu machen, was z. B. Krankheit angeht.

Und ich kenne auch Trainer, die haben 300 Trainingstage im Jahr. Die verdienen richtig viel Geld, pfeiffen aber aus dem letzten Loch. Auch denen rate ich immer. Schrumpf runter auf 100 Trainingstage und biete ein paar gute Produkte an, dann kommst du nach 2 Jahren auf den gleichen Umsatz bei 50% Stress.

Tschö,
Ralf
Von: Sylke Hörhold am 01.09.2008
Danke für eure Anregungen!

Ich hatte auch an einen Stundensatz von 30 € gedacht für meine Beratungen.
bei Vorträgen, Seminaren und Kursen ist das wieder etwas anders. Da muss ich erst schauen, was da möglich ist.

Eine gute Mischung ist gewiss der Königsweg bei den Angeboten. Dann bekommen wir Geld nicht nur für unsere zeit, sondern für das, was uns am meisten Spaß macht.
smile

Doch: Danke, Ralf für die nachgeschobene Warnung vor dem Fluch des Erfolges.
:-D


frohes Schaffen
wünscht euch

sylke
Von: Heike Thormann am 01.09.2008
<< Aber ein paar Produkte im Portfolio sind eine gute Sache, um das eigene Business stabiler und weniger riskant zu machen, was z. B. Krankheit angeht. >> (Zitat)

Ja, und vor allem: Der Witz ist, damit kann man auch gleich mehrere Zielgruppen abgreifen. *Ein Thema* in verschiedenen Produktvarianten macht mehr Gewinn, ohne die ganze Arbeit noch einmal machen zu müssen. wink

Und Sylke: Toi toi toi für Deinen Start. Ich habe auch erst mal eine ganze Weile gebraucht, bis ich gesprungen habe. Aber jetzt möchte ich nicht mehr tauschen. grin

LG Heike
Von: Jürgen Gräbel am 01.09.2008
Hallo zusammen,
Ich habe auf zweifache Weise auch Zeit gegen Geld getauscht.
Allerdings anders als von Ihnen zunächst präsentiert.
Im "greisenhaften Alter" von 55 Jahren habe ich ein Frühpensionierungs- bzw. Beurlaubungsangebot meines ArbG angenommen und habe jetzt "alle Zeit der Welt", weil ich nach wie vor einen Großteil meines Gehaltes beziehe.
Zunächst bin ich mit meinem Unternehmungsberatungskonzept durch Deutschland getingelt.
Bis mir ebenfalls die Idee kam, das ganze als Coachingbriefe über meine Homepage herauszugeben.
Das läuft auch bisher schon ganz gut an, obwohl das Listing bei Google noch nicht optimal ist. Aber ich lerne und arbeite daran. Auf jeden Fall macht es riesig Spass, alles so genau auszuformulieren, wie es in den Seminaren oder Beratungsgesprächen gar nicht geht.
Ich denke, dass wenn man sein Produkt permanent weiterentwickelt, braucht man auch gar keine Angst vor Datenklau zu haben, da man immer einen Vorsprung behält.
Als nächstes werde ich Werbepartnerschaften eingehen, um weitere Personen in die Vertrieb mit einzuschalten.
Jürgen Gräbel

Von: Gitte Härter am 01.09.2008
Hallo Herr Gräbel,

nicht wundern: ich habe die nochmalige Angabe Ihrer Website innerhalb des Kommentares gelöscht, weil wir nicht möchten, dass in den Kommentaren Werbung Einzug hält. - Interessenten können auf Ihre hinterlegte Adresse beim Namen klicken.

Einen schönen Nachmittag weiterhin
Gitte Härter
(hui, hier geht grad ein Sturm los)
Von: Jürgen Gräbel am 01.09.2008
Hallo Sylke Hörhold,
der oben beschriebene Stundensatz ist sicherlich für den Anfang eine ganz gute Richtgröße. Auf die Dauer gesehen, wird er sicherlich für eine ausreichende Vorsorge (Krankheit, Urlaub, Alter etc.) nicht ausreichen.
Ich weiß zwar nicht wie alt Sie sind, jedoch sollten Sie sich darüber klar sein, dass Sie im Alter von "Eingemachten" leben müssen. Selbst wenn Sie Ihren monatlichen Geldbedarf auf 2.000 € netto beschränken, heißt das, dass Sie pro Jahr im wohlverdienten Ruhestand = 24.000 € plus Inflationsausgleich benötigen. Da kommen ganz schöne Summen zusammen, wenn Sie mehrere Jahre (20 bis 30 Lenze ? im Ruhestand)kalkulieren.
Daher ist es auch natürlich gut, über mehrere Produktschienen für einen kontinuierlichen Geldfluss zu sorgen und konsequent zu sparen.
Daher denke ich, dass Sie auf Dauer, über alle Einnahmen gerechnet, auf mindestens 200,- € kommen müssen.
Ich hoffe, ich habe nicht zu sehr geschockt.
Jürgen Gräbel
Von: Barbara Steldinger am 01.09.2008
Hallo Herr Gräbel,

vom betriebswirtschaftlichem Standpunkt aus gesehen haben Sie sicherlich recht. Das kollektive Bewusstsein, das wir alle haben, hat das nun mal so angenommen und nun ist es "die Wahrheit".Was lange genug von genug Menschen als "wahr" angesehen wird, wird nicht mehr hinterfragt.

Ich möchte hier allerdings warnen vor übertriebenem Mangeldenken.
"Ich weiß zwar nicht wie alt Sie sind, jedoch sollten Sie sich darüber klar sein, dass Sie im Alter von "Eingemachten" leben müssen. ....Da kommen ganz schöne Summen zusammen, wenn Sie mehrere Jahre (20 bis 30 Lenze ? im Ruhestand)kalkulieren."

Das Gesetz der Anziehung besagt, dass wir uns exakt das ins Leben ziehen, worauf wir unsere Aufmerksamkeit richten. energ follows attention. Konzentriere ich mich also darauf, dass ich im Alter "verhungere" (auch so ein Ur-instinkt) bin ich automatisch in der Mangelschwingung und was werde ich bekommen? Immer wieder den Beweis, dass ich Recht habe, weil ich mir ja den Mangel in mein Leben ziehe. Und den habe ich dann jetzt schon, weil ich ja heftig sparen soll. Ich bin auch für eine moderate Vorsorge, aber mir ist die mentale Einstellung, dass für mich immer genug da sein wird, und ich es mir mit dieser Einstellung möglich mache, es auch in mein Leben zu ziehen viel wichtiger. Und als Coach kann man übrigens lange arbeiten, wenn man gut ist vor allem Freude daran hat...

ganz herzliche Abendgrüße
Von: Ralf Senftleben am 01.09.2008
Ich habe das Berechnen des Stundensatzes noch mal als eigenen Beitrag bereitgestellt. Hier in den Kommentaren habe ich die betrieblichen Kosten nicht mit eingerechnet.

Hier entlang, bitte...
Von: Sylke Hörhold am 01.09.2008
Guten Abend an alle

Ich bin auch der Meinung bei allen Berechnungen das Vertrauen nicht zu vergessen, sondern mir einfach vorzustellen, wie mein Einkommen (und natürlich die Stundensätze wink ) wachsen und wachsen.
Yeah!

Vielen dank für die Ermunterung.

Einen schönen Abend
wünscht

Sylke Hörhold
Von: Jürgen Gräbel am 01.09.2008
Guten Abend Frau Steltinger,
Ihre Anmerkung und den Hinweis auf das Gesetz der Anziehung finde ich in diesem Zusammenhang sehr gut. Er deckt sich voll und ganz mit meinen Ansichten, die ich auch seit vielen Jahren lebe und die Wirksamkeit praktisch jeden Tag erlebe.
Wenn ich mir bewusst bin, welchen Nutzen ich anderen Menschen bieten kann und mir klar mache, dass mir dieser Wert als Nutzenernte auch zusteht und unaufhaltsam zufließt, dann werde ich auch niemals Mangel verspüren.
Meine vorausschauenden Überlegungen sollen dem auch gar nicht widersprechen.
Nur, wenn man sich selbst schon ein Bild setzt, das einen niedrigen Betrag beinhaltet, dann wird auch der niedrige Betrag zufließen.
Deshalb, und darin stimmen Sie auch sicherlich mit mir überein, halte ich es für sinnvoll, von den unbegrenzten Energien (einschließlich Geld - was ja auch nur materialisierte Energie ist) sich seinen zustehenden Anteil zufließen zu lassen.
Schönen Abend
Jürgen Gräbel
Von: Christoph Simon am 01.09.2008
Lieber Ralf,

finde den heutigen beitrag zum Entwickeln passiven Einkommens sehr interessant.

Ich überlege schon eine ganze Weile bezüglich Ebooks und Videos usw. Es gibt dazu im Internet ja auch sehr viele Anregungen.

Aber ich fand gerade interessant, wie Sie schrieben, dass man Autoren um Kooperation bitten kann, dass es gute Shop-Software und diese Fulfillment-Center gibt, die meine entwickelten Produkte für mich verschicken.

Können Sie Hinweise zu Autoren-Websites,
Shopcenter-Software und Fulfillment-Center als Link in diesen Beitrag reinstellen.

Wäre Super!
Finde Ihre persönlichen Beiträge immer grosse Klasse. Hat für mich schon ein wenig Vorbildcharakter.

liebe Grüße aus Berlin,
Christoph Simon
Von: Ralf Senftleben am 01.09.2008
Hallo Christoph, danke schön für Ihre netten Worte.

Zu den Shop-Softwaren und Fulfillment-Diensten...

Ich habe da auch keine Übersicht, weil wir unsere Shop-Software für uns direkt haben schreiben lassen und bisher (fast) noch keine physischen Produkte ausliefern mussten.

Wir haben für ein Produkt einmal diese Firma benutzt http://nickel-printconcept.de und die haben das sehr gut gemacht, sogar die Rückläufer haben sie gut gemanaged. Mittlerweile machen das viele Druckereien, dass sie auch gleich mit ausliefern.

Und ich habe neulich gelesen, dass die Shopsoftware http://www.xtcommerce.de auch digitale Produkte (eBooks, etc.) ausliefern kann.

Schöne Grüße in meine Heimat,
Ralf
Von: Gitte Härter am 01.09.2008
Hallo Christoph,

zur Autoren-Frage hier noch eine Ergänzung von mir:

Es gibt den „Texttreff“, das ist ein Netzwerk von Medienarbeiterinnen. Dort kann man auch Anfragen für zu vergebende Aufträge stellen: texttreff.de

Außerdem kenne ich noch die Website
vorsicht-starke-worte.de. Ich habe Ihnen die Datenbank mit Autoren verlinkt.

Viele Grüße
Gitte
Von: Christoph Simon am 02.09.2008
Hallo Ralf, Hallo Gitte,

ganz herzlichen Dank für die nützlichen links. Ich wünschen Ihnen weiterhin ganz viel Erfolg und so tolle Newsletter.

liebe Grüße aus dem sonnigen Berlin,
Christoph Simon
Von: Réka am 02.09.2008
Dieser Eintrag wurde als „Artikel des Tages für Multiprojecter” nominiert. Hier kannst du bis 03.09.2008. 8:00 für deinen Lieblingsartikel stimmen.
Von: Norbert am 02.09.2008
Hallo, Ralf!

Das ist ein sehr guter Beitrag. Gut nachvollziehbar.

Etwas lachen mußte ich, als ich mir überlegt habe, was denn Deine Kernbotschaften aus diesem Beitrag sein könnten. Mir kamen da zwei Sätze sofort in den Sinn:

1. Frage: "Tauschen Sie Ihre Zeit gegen Geld?"

2. Aussage: "Sie wissen ja, ich tausche meine Zeit nicht gegen Geld."

wink

Mir gefällt die Struktur, die Du in Deinem Beitrag hast. Diese Struktur könnte auch ein Erfolgsleitfaden sein, dem man als Gründer / Jungunternehmer grob folgen kann.

1. Start: Tausch Zeit gegen Geld durch Training, Beratung, Coaching.
2. Erweiterung: Tausch Zeit gegen Geld plus Tausch Produkt gegen Geld durch den Verkauf von Büchern, Wissen etc.
3. Veränderung: Schwerpunkt Tausch Produkt gegen Geld plus Beschäftigung von MitarbeiterInnen plus weiterhin oder teilweise Tausch Zeit gegen Geld.
4. Geschäftsführung: Schwerpunkt Mitarbeiterführung und Akquisition plus Tausch Produkt gegen Geld plus eventuell noch Tausch Zeit gegen Geld.
5. UnternehmensinhaberIn mit finanzieller und zeitlicher Freiheit für zukunftsorientierte Unternehmeraufgaben - ohne in das betriebliche Tagesgeschäft eingebunden zu sein.

Wenn ich diese aufeinander aufbauenden Schritte zugrunde lege, bin ich derzeit bei Schritt 2. wink Es gibt also noch Potenzial im unternehmerischen Streben. Prima.

Herzliche Grüße
Norbert
Von: Ralf Senftleben am 02.09.2008
Hallo Norbert, ich hatte auch noch eine 3. Kernbotschaft: Es ist nicht gut, ausschließlich Zeit gegen Geld zu tauschen grin

Und das ist ein schöner Weg zum "richtigen" Unternehmer, den du da skizziert hast. Da finde ich mich auch wieder. Wobei ich gerade irgendwo zwischen 3 und 4 hin und herpendele und mein Ziel ist ganz klar die 5.

Eine schöne Buchempfehlung in diesem Zusammenhang ist übrigens:

Michael Gerber: The E-Myth revisited

Michael Gerber hat in seinem Buch eine meiner augenblicklichen Maximen geprägt:

Arbeite nicht *in* deinem Geschäft sondern arbeite *an* deinem Geschäft.
Von: Norbert am 02.09.2008
Hallo, Ralf!

Danke für den Buchtipp.

"Arbeite nicht *in* deinem Geschäft sondern arbeite *an* deinem Geschäft", ist tatsächlich eine gute Maxime.

Den Satz habe ich mir sogleich abgeschrieben und auf das Deckblatt meines Ordners mit meinen Überlegungen, wie ich mein Unternehmen voranbringe, geklebt.

Klasse!
Von: susan thomas am 02.09.2008
Hallo,
Das war alles richtig interessant zu lesen, auch wenn das nicht ganz mein Bereich ist, ich werde sicher so manche Überlegung mit in meine eigenen einbeziehen. Aber selbsständig bin ich schon länger und tausche jede Menge Zeit gegen eine nicht ganz so große Menge an Geld. Aber ich liebe meine Arbeit und tue sie gerne, merke aber, daß ich mit meinen Kräften haushalten muß.
Im Moment verteile ich meine Arbeit auf verschiedene Bereiche und mache viel Werbung. Dass klappt gut. Vielleicht sollte ich wirklich einmal das Ganze in eine schriftliche Form bringen.
Vielleicht hat ja auch einer der Dikutierenden einmal Bedarf durchzuatmen, das geht auf meinem Hof sehr gut.
Ansonsten danke ich aber für die interessante Dikussion und die Denkanstösse.
Von: Zamyat M. Klein am 03.09.2008
Hallo Ralf,

etwas spät hinterher hechelnd...

dabei ist das genau mein Thema, das ich gerade angehen will: Informationsprodukte herstellen und über einen shop auf meiner Seite verkaufen.

Bücher habe ich ja schon reichlich geschrieben und schreibe gerade wieder an mehreren parallel grin - aber davon wird man leider auch nicht reich, so lange es kein Bestseller ist. Es ist ein nettes Zubrot und eine gute Marketing- Maßnahme (und mir macht es Spaß und ich habe einfach den Drang, meine Ideen weiter zu geben).

Das kommt natürlich der Idee von Info-Produkten zugute.

Nur: die Herstellung kostet ja auch erst mal wieder Zeit - und daran hapert es im Moment. Denn mein Hauptgeschäft ist noch das Training.

Mit zunehmendem Alter und zunehmender Unlust, so viel unterwegs zu sein, will ich das aber reduzieren (wenn auch nicht ganz aufhören, weil ich die Abwechslung brauche).
Auch da kämen Info- Produkte und Online- Seminare mir gerade recht.

Muss ich nun "NUR" noch alles entwickeln. Höm.

Danke, dass du mich noch mal daran erinnert hast.

Liebe Grüße
Zamyat
Von: Sabine Ronsdorf am 03.09.2008
Hallo,

ich möchte ich mich zu allererst auch bei Ralf bedanken für diesen klasse Newsletter. Weiter so! Dieses Thema umgibt mich auch, ich berate KMUs im Personalmanagement und bin gerade an der 1. 'Wachstumsschwelle' mit eigenem Büro und denke über einen Mitarbeiter nach. Und immer wieder überlege ich, wie ich mein kreatives Hobby, das Schreiben mit einbringe. Aber dieser Newsletter hat mir nun neue Denkanstösse geliefert und ich bin sehr inspiriert.
Herzliche Grüße
Sabine
Von: Ralf Senftleben am 04.09.2008
Danke an Sie alle für die netten Kommentare.

@Zamyat: Einfach ein Seminar mit Video aufnehmen, dann hast du ein Produkt. Geht auch deutlich schneller, als schreiben grin

@Sabine, viel Erfolg mit der Mitarbeitersuche. Das ist in meinen Augen eine der schwierigsten Sachen überhaupt, weil man einen Menschen wirklich erst nach mehreren Monaten wirklich kennt.
Von: Zamyat M. Klein am 04.09.2008
Hallo Ralf,

"einfach" ein Seminar mit Video aufnehmen - so simpel ist das dann ja wohl leider nicht.

Abgesehen, davon dass ich keine Videokamera habe, bräuchte ich da jemand, der das aufnimmt - und zwar professionell. Sonst kannst du es nicht zum Verkauf anbieten.
Habe ja gerade (aber mit dem Verlag) die erste DVD gedreht, da waren drei Kameraleute, riesige Scheinwerfer etc.

Zudem halte ich keine Vorträge, die man schön ordentlich aufnehmen kann, sondern bei mir gibt es immer viel Action und Bewegung. Das ist nicht einfach mit einer Standkamera aufzunehmen.

Und wie man das nachher auf die Webseite bringt, weiß ich auch nicht.

Kurz und gut - auch das braucht sicher Zeit - und vor allem Geld für Leute, die das machen.

Die Grundidee ist dennoch gut und da wird es sicher bald auch immer einfachere Lösungen geben.

Danke und liebe Grüße
Zamyat
Von: Norbert am 04.09.2008
Hallo, Zamyat!

Wegen des Einstellens von Videos in Deine Webseite könntest Du ja bei Gelegenheit mal Claus von Kutzschenbach in Wiesbaden ansprechen.

Herr von Kutzschenbach ist im Beirat unseres Berufsverbandes.

Schaue Dir eine mögliche Umsetzung auf seiner Webseite an:
Claus von Kutzschenbach

Es sind nette kleine und informative Kurzfilme geworden, mit denen er sich vorstellt.

Wenn Deine Seminare sehr lebendig sind, könntest Du ja mit drei Kameras, von denen Du geschrieben hast, schon viel machen. Der Verlag wird schon wissen, wie hier die Aufnahmen so geschnitten werden, dass die Dynamik und die Inhalte gut rüberkommen.

Herzliche Grüße
Norbert
Von: Zamyat M. Klein am 05.09.2008
Lieber Norbert,

Danke für den Tipp - die sind wirklich sehr unterhaltsam gemacht.

Nur: wie gesagt, ich halte nicht solche Vorträge.
Und die drei Kameras und Verlag etc. - die waren für eine DVD, die vom Verlag aus vertrieben wird.

Hier geht es ja darum, EIGENE Info-Produkte herzustellen und auf der Webseite anzubieten, um auch andere Verdienstmöglichkeiten außer Zeit gegen Geld zu kreieren.
Und ICH kann mir nicht so ein Kamerateam etc. leisten, das geht wohl in die Tausende.. Das würde sich einfach nicht lohnen.

Von daher bin ich auf der Suche nach anderen Lösungen (erstmals - wenn ich dann reich und berühmt bin, kann ich mir auch so ein Team leisten grin.

Herzliche Grüße
Zamyat
Von: Ralf Senftleben am 05.09.2008
Zamyat, hey, da muss ich dich mal ein bisschen pieksen. Du bist doch Kreativitätstrainerin grin Wo bekommt man Kamaraleute her, die nicht Tausende kosten? Freunde, Uni, FH, Mediengestalter in Ausbildung.

Und wenn du eine DVD für sagen wir 99 € vertreibst, dann sind das ca. 80 € netto und sagen wir die Produktion kostet 2-3T€, dann musst du davon nur 30-40 Stück absetzen und dann hast du die Produktionskosten locker wieder drin. Das ist doch überschaubar.
Von: Zamyat M. Klein am 05.09.2008
Danke fürs Pieksen...

Offensichtlich ist das ein Bereich, wo ich vor Erfurcht erstarre und mir das alles ganz kompliziert vorstelle (weil er mir noch nicht vertraut ist)...
Deine konkreten Hinweise helfen mir, weiter in die Richtung zu denken. Danke!
Von: Sabine am 05.09.2008
Hallo Zamyat,

ich kann das nur allzu gut verstehen, in meinem Kopf kreiseln dann auch gleich die Kosten wink und ob das wohl dann tatsächlich wieder reinkommt. Bei mir es gerade die Überlegung mit dem eigenen Büro und Mitaarbeiter. Obwohl ich weiss, dass mir beides einen Schub geben wird, hadere ich und zögere. Aber ich glaube, besser ein wenig vorsichtig als gleich voll 'reinspringen':-)
Grüße Sabine
Von: Matthias am 30.12.2008
Hallo Sylke,
Hallo Ihr vielen Schreiber/innen,

das mit dem Honorar ist so eine Sache. Für den Anfang scheint mir ein Stundensatz von netto € 30,00 durchaus akzeptabel, um zu sehen, wie die Leute so reagieren. Wenn die Leistung gut ist, die erbracht wird, scheint mit ein Stundensatz von € 30,00 allerdings nicht mehr angemessen zu sein.

Letztlich kommt es auch darauf an, wer Kunde ist, und welche Erwartungen er hat. Und ganz entscheidend ist das eigene Auftreten und die eigene Wertschätzung!

Liebe Sylke, ich wünsche Dir viel Glück beim Start in die neue Zukunft - ich glaube, Du bist auf einem guten Weg!

Matthias
Von: Sylke Hörhold am 31.12.2008
Lieber Matthias

vielen Dank für deine Ermutigung!

Ich wünsche dir und allen hier einen guten Start in das Neue Jahr. Gesund und schaffensfroh der Krise trotzen,
das wünsche ich uns allen.

Lieber Gruß

Sylke

 

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