Sylvester Stallone und Rocky
Kürzlich habe ich ein Interview mit Sylvester Stallone bei “Inside the Actors Studio” gesehen. Dort erzählt er die bemerkenswerte Geschichte von Rocky, die ich hier mal in eigenen Worten zusammenfasse.
Sylvester Stallone hatte Rocky fertiggeschrieben und ein Studio war interessiert: für 20 000 Dollar wollte man ihm das Drehbuch abkaufen und die Hauptrolle mit einem bekannten Schauspieler besetzen.
Stallone wollte Rocky aber unbedingt selbst spielen. Dich kennt aber niemand! Ich arbeite ohne Honorar. Nein, aber wir geben dir 80 000 Dollar für das Drehbuch. Er wollte das Drehbuch nicht verkaufen, wenn er die Hauptrolle nicht selbst spielen konnte, da stieg das Angebot sogar auf 200 000 Dollar!
Stallone hatte zu diesem Zeitpunkt 106 Dollar auf der Bank. Er sagt: “Ich hatte meinen Hund verkauft, weil ich mir das Hundefutter nicht mehr leisten konnte!”
Das Angebot stieg auf 300 000 Dollar.
Er sprach mit seiner Frau, aber es war ihm klar: so dringend sie das Geld auch brauchten: Ich kann das nicht tun. Das Angebot stieg auf 330 000 Dollar, dann auf 360 000 Dollar. Schließlich zog Stallone einen Schlussstrich “Dann macht den Film einfach nicht. Ich werde das Buch nicht verkaufen, wenn ich nicht selbst spielen kann.”
Das Studio lenkte ein. Stallone durfte die Hauptrolle spielen – aber: sie haben das Drehbuch für das Minimum von 20 000 Dollar gekauft (nach Abzügen von Steuern & Co. blieben laut Stallone ganze 8000 Dollar übrig) und er bekam als Schauspieler-Honorar schlappe 350 Dollar pro Woche.
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Anmerkungen & Kommentare
tolle Geschichte.
Ich meine, Menschen, die ihren eigenen Weg gehen, brauchen oft viel Ausdauer.
Dazu fällt mir auch das Beispiel von den Schlagersänger Semino Rossi ein.
Der wollte berühmt werden und hat sich ca. 20 Jahre als Straßenmusikant durchkämpfen müssen, bevor sich der große Erfolg einstellte.
Schöne Grüße
Armin
Was wäre geschehen, wenn die in nicht angangiert hätten, auch nicht zu einem kleinen Preis. Hätte er sein Drehbuch hergegeben oder hätte er es mit weiteren Filmstudios versucht. Interessant wäre auch zu wissen, wie viele Studios er angesprochen hat, bis eines sich ernsthaft interessierte.
Wie viel Taktik, wie viel Zufall, wie viel Intuition, wie viel Urvertrauen musste da beteiligt sein.
Wäre er ohne diese Story auch zu dem georden, was er heute ist.
ja, das stimmt: da spielen jede Menge Facetten mit rein - Überlegungen, Durchhalten, Dranbleiben, An-sich-glauben, Glück, Zufälle, Was-wäre-wenn-Weichen etc. eine Rolle.
Mich beeindrucken solche Geschichten immer (wie auch das von Armin angesprochene Beispiel von Semino Rossi, das ich noch nicht kannte). Das sind Erfolgsgeschichten, unabhängig aus welcher Branche, die in der Regel eine sehr unromantische und oft harte Anlaufzeit hatten - am "Ende" sieht man oft nur das, was nach so einem Durchbruch geschehen ist.
Viele Grüße
Gitte
Für den Film hat er immerhin noch 10% des prozentualen Einspielergebnis und die Oscar-Nominierung in der Kategorie Bester Hauptdarsteller erhalten.
In jedem Fall ein Hollywood-Märchen und der Beginn einer tollen Schauspiel-Karriere.
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