Spielen Sie mit Tipps Tennis?
Da macht wer ein Training, aber kann die Tipps auf keinen Fall umsetzen, weil er für diese Sache hier 2 Minuten länger brauchen würde und doch jetzt schon keine Zeit hat. Dass diese 2 Minuten ihm hinterher bis zu einer Stunde sparen, ist nicht von Belang. Beim Lesen von Tipps wird mit einem „das war ja jetzt nichts wirklich Neues“ alles vom Tisch gewischt. Und im persönlichen Gespräch schaltet man mit einem „Jaja“ auf Durchzug oder unterbricht mit einem „Ja, aber“, warum das eh nicht geht oder warum der andere nichts davon versteht.
Mal ehrlich: Prallen Tipps an Ihnen ab?
Obwohl Sie eigentlich eine gute Idee brauchen könnten oder schon länger etwas haben, von dem Sie denken “So kann’s auch nicht weitergehen!”.
Oder
- hören Sie zu?
- lassen sich darauf ein?
- hinterfragen Sie?
- probieren Sie aus?
- machen es passend?
- finden einen Kern oder anderen Ansatzpunkt?
- und entwickeln Sie weiter?
Gerade Tipps von Leuten, die so gar nichts mit Ihrem Business zu tun haben, mögen nicht auf Anhieb und nicht genau so verwendbar sein oder in Ihre Vorstellungen passen. Aber das Gespräch darüber, das Hinterfragen, warum jemand etwas wie denkt, ist immer ein vortreffliches Sprungbrett für andere gute Ideen.
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Anmerkungen & Kommentare
genau das mit der Säge, das passt wirklich wie die Faust aufs Auge. Da heißt's dann "nur" im Alltag auf alle Sägen aufmerksam zu sein.
Burn-out ist ein Wahnsinnsthema, sicherlich auch viel unter Selbstständigen, oder?
Viele Grüße
Gitte Härter
ich betreue im coaching fast ausschließlich einzelunternehmerInnen, die sich zwischen "privat" und "beruflich" zerreiben. Oft ist das bewusstsein längst da, das eine änderung äußerst nützlich wäre (zb mehr delegation an mitarbeiter oder selektion der kunden) aber die fast schon "standardfloskel" ist anfänglich immer: na jetzt kann ich das nicht ändern, weil ich die zeit nicht dafür hätte. und so lang wie es dauert, das meinem mitarbeiter zu erklären, da mach ichs 3x selbst"... siehe axt und schärfen
ich kenne das gut, ich war vor meinem schritt in die selbständigkeit teamleiterin in einer unternehmensberatung, parallel studium, irgendwann hab ichs einfach nicht mehr geschafft. ich habs selber nicht gemerkt, erst als ich unerklärlichen gewichtsverlust von fast 10 kg hatte war mir klar - so gehts nicht weiter. ich hab damals die reissleine gezogen und bin sofort ausgestiegen für 1,5 jahre. aus diesem aspekt heraus berate und begleite ich heute - ich habs selbst erlebt, auch die ignoranz mir selbst gegenüber.
meine freunde nennen mich heute "teilzeitunternehmerin", weil ich mich noch immer weigere, mehr als 40h die woche zu arbeiten. lebensqualität ist mir heute wichtiger
lg
sabine
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Gitte Härter •
hierzu fällt mir eine von mir besonders geliebte Metapher ein:
Ein Mann spaziert durch den Wald und kommt an einem Holzfäller vorbei. Dieser Holzfäller müht und plagt sich und schlägt mit der Axt ununterbrochen auf den Baum ein, um ihn endlich zu fällen.
Der Spaziergänger sieht, dass die Axt stumpf ist und fragt den Holzfäller, ob er denn nicht kurz Pause machen möchte um seine Axt zu schärfen?
Drauf antwortet der Holzfäller: "Dafür hab ich jetzt keine Zeit, ich muss erstmal endlich fertig werden...."
Diese Metapher erzähle ich liebend gern, wenn ich mal wieder einen Klienten mit Burn-Out betreue
Liebe Grüße aus Wien,
Sabine Weiss