Internet

So nutzen Sie Blogkommentare für Ihr Marketing

Gitte Härter • 27.09.2010 • email Weiterempfehlen

Eine sehr einfache und effektive Methode, auf sich aufmerksam zu machen und Leser auf Ihre Website zu „ziehen“, sind Kommentare in Blogs (und auch in Foren). Sich in einem Blog, das in puncto Zielgruppe oder Multiplikatoren interessant für Sie ist, bekannt zu machen, bringt Sie näher an mögliche Kunden als es irgendwelche passiven Werbeaktionen – z. B. Anzeigen – je schaffen.

Dazu kommt, dass Sie davon profitieren können, dass eine Seite wie unsere, die extrem viel Arbeit in ihre Leser steckt, höhere Besucherzahlen hat als eine reine Imageseite. Und wir sind im Verhältnis zu anderen sogar noch ein kleiner Fisch. Wann immer Sie aktiv mitmischen, können Sie von diesen höheren Besucherzahlen profitieren.

Aber natürlich gibt es hier einiges zu beachten. Denn über Kommentare effektiv Marketing für Ihr Business zu machen, wird leicht unterschätzt und oftmals völlig falsch angestellt. Hier ein kleiner Leitfaden, was es zu beachten gilt:

Keine plumpe Werbung!

Wenn Sie persönliches Marketing im Internet machen möchten – ob über Blogs, Foren oder sonstige Social Media-Geschichten – ist das mit Zeit und Arbeit verbunden. Es gibt viele, die glauben, sie müssten nur mal eben ihren Link oder Werbegeplapper posten und damit ist es gut. So läuft es allerdings nicht!

Zum einen löschen viele Betreiber plumpe Werbung sofort wieder. Zum anderen reagieren Internetbesucher äußerst genervt auf so eine Ich-hau-Dir-meine-Werbung-um-die-Ohren-Aktion. Selbst wenn Ihre Werbung auf einer Seite stehenbleiben sollte, bekommt sie nicht viel Aufmerksamkeit. Oft schlägt Ihnen sogar offener Ärger entgegen.

Beachten Sie die Spielregeln! Bei uns beispielsweise haben Sie die Möglichkeit, neben Ihrem vollen Namen auch Ihre Webadresse anzugeben. Ich prüfe diese immer, damit nichts Halbseidenes stehen bleibt (Als Seitenbetreiber haften Sie immer für links. Ein so genannter Disclaimer, mit dem Sie sich distanzieren, nützt Ihnen rechtlich überhaupt nichts!). Innerhalb der Kommentare lasse ich Eigenwerbung niemals stehen.

... auch nicht, wenn Sie glauben, Sie hätten sie schlau versteckt.

Es gibt ja die Künstler, die glauben, sie könnten ihre Eigenwerbung dadurch verstecken, dass sie irgendeinen nichtssagenden Satz einstellen. Das erledigen sogar mittlerweile extra programmierte Roboter. Da steht dann nicht eine offensichtliche Werbung, sondern ein nichtssagender Satz à la „Das ist erschreckend!“ oder „Finde ich auch.“ oder „Das ist ein interessanter Beitrag.“ ... und anschließend natürlich die eigene Adresse.

Auch sowas wird bei den meisten Seiten nicht lange stehenbleiben bzw. ist – wie Punkt 1– von Besuchern schnell durchschaut. Also sparen Sie sich solche Spirenzchen. Sie nutzen nichts und gehen nur nach hinten los:

Seien Sie sich dessen bewusst, dass Sie sich und Ihre Firma repräsentieren:

Ja: Alles, was Sie unter Ihrem richtigen Namen und Angabe Ihrer Website schreiben, fällt auf Sie und Ihr Unternehmen zurück. Genau das wollen Sie in diesem Fall aber auch! grin

Ich weiß, dass ganz viele Leute sich davor scheuen und aus Übervorsicht oder der Angst, etwas Falsches zu sagen, lieber weiter zu den stummen Mitlesern gehören. Wenn Sie auch dazu gehören, dann fragen Sie sich doch mal kurz: Wissen Sie, wer Sie sind? Sind Sie gut in Ihrem Geschäft? – Wenn nein, haben Sie ein größeres Problem als öffentliche Kommentare.

In der Regel ist es eine Schüchternheit, die überhaupt nicht angebracht ist: Sie kennen Ihr Business, Sie stehen sicherlich zu sich selbst, also können Sie natürlich selbstbewusst Ihre Meinung sagen. Dass ein Kommentar im Internet Schwarz auf Weiß steht und stehen bleibt, braucht Sie nicht zu schrecken.

Außer natürlich, Sie geben Dinge von sich, die Ihnen peinlich sind oder die Ihrem Business schaden können. Und das ist natürlich schon ein guter Grund! Darum sollten Sie immer überlegen: Was sage ich hier gerade? Wie kann ich das formulieren, damit ich selbstverständlich zu meiner Meinung stehen kann.

Schaden kann es nur, wenn Sie sich im Ton vergreifen, rumpöbeln oder Fragen stellen, die Sie in Ihrem eigenen Fachgebiet dumm dastehen lassen.

Natürlich findet man Ihre Kommentare in Google & Co.!

Etwa einmal im Jahr bekomme ich eine hektische E-Mail von jemandem, der bei uns einen Blogkommentar hinterlassen hat und empört feststellt: „Das findet man ja in Google! Bitte löschen Sie das sofort.“

Ich bin dann immer aus zwei Gründen erstaunt: Erstens ist das Internet immer öffentlich und selbstverständlich erfassen Suchmaschinen die Seiten. Das ist ja auch der Grund, warum viele Seitenbetreiber sich die enorme Arbeit machen, die mit der Interakvität einhergeht: es erhöht die Webbesucher und damit auch wieder Ihren eigenen Marketingeffekt, weil mehr Leute Ihren Kommentar lesen.

Zweitens sind die Kommentare, die plötzlich helle Aufregung auslösen, meistens total banal.

Achten Sie einfach auf Regel 3, dann brauchen Sie keine Panik zu schieben, dass man das von Ihnen Veröffentlichte auch im Internet wiederfindet.

Wer Wissen und Rat weitergibt, demonstriert Kompetenz:

Am meisten profitieren Sie von Kommentaren, wenn Sie Ihr Know-how weitergeben. Damit werden Kommentare als nützlich erlebt, Sie können sich bei regelmäßigem Kommentieren einen Namen machen „Oh, endlich wieder ein Kommentar von X! Er weiß, wovon er spricht.“ und Sie verkürzen damit enorm den Weg zu Ihrer eigenen Website.

Ich habe in den letzten Jahren auch schon einige Male Anfragen, die an mich gerichtet waren, an Blogkommentatoren weitergeleitet: „XY ist mir in unserem Blog durch gute Kommentare aufgefallen. Ich kenne ihn/sie nicht persönlich, aber ich habe ein gutes Gefühl. Schauen Sie sich die Website mal an.“

Wer Erfahrungen teilt, unterstreicht Praxiswissen:

Sie müssen nicht immer einen klugen Rat haben. Das Teilen von Erfahrungen „Mir ist das auch schon so gegangen“ oder „In diesem Zusammenhang fällt mir ein ...“ oder „Mir hilft in solchen Fällen“ ist wunderbar nützlich. Selbst ein reiner Zuspruch ist für jemand anderen oft schon eine große Erleichterung: Nicht nur mir geht es so.

Wer regelmäßig kommentiert, schafft sich einen Bekanntheitsgrad:

Das Wichtigste, wenn Sie Marketing über Kommentare betreiben möchten, ist die Regelmäßigkeit. Suchen Sie sich einige wenige Blogs aus – oder auch nur ein Einziges -, das von der Zielgruppe her interessant für Sie ist. Und bleiben Sie dort über einen längeren Zeitraum aktiv. Nur zwei oder drei Kommentare bringen nichts.

Wer auf andere eingeht, schafft Sympathie:

Regelmäßigkeit hat außerdem den Vorteil, dass Sie an den Kommentaren anderer teilhaben können. So können Sie auf das, was andere sagen, eingehen oder einmal eine Rückfrage stellen und schaffen ein persönliches Band.

Wer nützliche Kommentare postet, sorgt für Klicks auf seine Seite:

Wenn Sie inhaltlich besonders interessant, nützlich, herzlich oder witzig posten, wird man als Leser immer neugierig auf die Person dahinter und klickt viel eher auf einen im Namen hinterlegten link zu deren Website.

 

Machen Sie die Gegenprobe:

Wenn Sie häufig in einem Blog mitlesen – zum Beispiel hier bei uns – dann überlegen Sie doch mal, ob es Leute gibt, die Ihnen vom Namen her schon bekannt sind. Ganz sicher ist das so!

 

Sie können diesen Beitrag kommentieren oder ihn an einen Freund oder Bekannten email weiterempfehlen oder Ich lese: So nutzen Sie Blogkommentare für Ihr MarketingTwitter den Beitrag.

 

Anmerkungen & Kommentare

Von: Monika Thoma am 27.09.2010
Liebe Gitte Härter, wieder ein feiner Artikel, vielen Dank für die tollen Tipps. Aus meiner Erfahrung kann ich nur sagen: Habt keine Angst davor, Euch an Blogdiskussionen zu beteiligen oder Kommentare zu posten. Wichtig ist die innere Haltung: Habe ich was beizutragen, kann ich anderen behilflich sein mit meiner Erfahrung? Das ist überhaupt die Einstellung, mit der man sich im Internet bewegen sollte. Dann kommen die Interessenten und Kunden ganz von allein - und ganz zurecht!

Eine erfolgreiche sonnenherbstliche Woche wünscht Euch Monika Thoma
Von: Susanne am 27.09.2010
das stimmt ja tatsächlich: es gibt wirklich eifrig Kommentierende auf unternehmenskick.de welche ich so interessant/sympathisch fand, dass ich mir die Mühe machte, mehr über sie/ihn herauszufinden grin

Herzliche Grüsse von einer die hier gerne die interessanten Artikel und die persönlichen und damit menschlichen Kommentare dazu liest!
Von: Monika Birkner am 27.09.2010
Auch bei Blog-Kommentaren ist die goldene Regel nützlich, die in diesem Fall abgewandelt lauten würde, nur etwas zu schreiben, das man auch im eigenen Blog gern lesen würde. Die plumpe Werbung, die Sie ansprechen, auch wenn sie etwas versteckt ist, gehört sicher nicht dazu. Mir geht es zumindest manchmal so, dass ich mich bzw. mein Blog einfach nur "benutzt" fühle, wenn jemand das Kommentarfeld lediglich mit einem Hinweis auf sein neues Buch oder sonstiges Angebot füllt. Hingegen empfinde ich es als Zeichen von Wertschätzung, wenn der oder die Kommentierende sich mit meinem Beitrag wirklich auseinandersetzt und zusätzliche Aspekte einbringt, ganz egal, ob zustimmend oder kritisch. Wenn dann der Buchhinweis inhaltlich passt, kann er gerne kommen.
Von: Beatrice Legien-Flandergan am 27.09.2010
Liebe Gitte,

vielen Dank für diesen anregenden Artikel. Ich habe schon einige tolle Erfahrungen gemacht, wenn ich hier oder auch in anderen Foren etwas geschrieben habe. Meistens wurde meine Website mehr besucht und ich habe sogar dadurch schon einige neue Kontakte gewonnen.

Ich finde diesen Austausch und vor allem Erfahrungen anderer sehr bereichernd. Ich würde mir manchmal wünschen, dass mehr Menschen den Mut aufbringen, offen und ehrlich ihre Meinung zu äußern. Dadurch wären sehr viel mehr tolle Impulse und Anregungen möglich.

Ich habe allerdings auch schon Foren kennen gelernt, da gab es in den Reihen der aktiven Kommentatoren auch den einen oder anderen unangenehmen Besserwisser. So etwas kann dann einige von ihrem anfänglichen Wunsch, etwas zu schreiben, abhalten. Zum Glück kommen solche Kommentare eher selten vor oder werden von anderen aus den Foren in Grenzen gehalten - eine tolle Selbstregulierung.

Herzliche Grüße

Beatrice Legien-Flandergan
Von: Luitgard Gasser am 27.09.2010
Liebe Gitte,
danke für diese hilfreichen Hinweise! Habe auch gelacht, weil ich dieses "Hilfe, löscht meinen Kommentar" selbst auch schon durchgemacht habe. Mein Fazit: üben, üben üben - und weiterlernen und wachsen.
Herzlichen Gruß aus Aachen,
Luitgard
Von: Astrid Wolf am 27.09.2010
Liebe Gitte Härter,
danke für den mutmachenden Artikel. Mir geht es genau so, dass ich mich meistens mit Kommentaren zurückhalte. Aus Angst, Unsicherheit und auch das Gefühl zu haben " hoffentlich habe ich nicht etwas geschrieben, was gegen mich verwendet werden kann ". Ich werde in Zukunft mutiger sein und freundlich und interessiert Kommentare posten.

Eine wundervolle Woche wünscht euch

Astrid Wolf
Von: Dorit Glomb am 27.09.2010
Liebe Frau Härter,
auch mir als "stiller Mitleserin" hat Ihr Artikel Mut gemacht mich einzubringen. Ich lese alle Ihre Artikel und auch die Kommentare immer mit Aufmerksamkeit und Freude und empfinde vor allem auch die vielen interessanten Menschen, die sich hier beteiligen, als große Bereicherung.Gerade jetzt in der Phase der Existenzgründung habe ich mir schon oft Mut geholt nach dem Motto: Andere sind auch so, mach weiter, es lohnt sich...
Herzliche Grüße,
Dorit Glomb
Von: Bettina von Hanffstengel am 27.09.2010
Ertappt!
Auch ich gehöre zu den stillen MitleserInnen und habe mir nun vorgenommen, aus meinem Mauseloch heraus zu kommen.
Mir geht es genauso wie Susanne. Auch finde einige der eifrig Kommentierenden auf unternehmenskick sehr interessant und sympathisch. Ich vermisse ihre Kommentare regelrecht, wenn ich längere Zeit nichts von ihnen lese.

Herzliche Grüße
Bettina von Hanffstengel
Von: Susanne am 28.09.2010
Guten Morgen zusammen!
wenn ich unsere Kommentare zum Thema Kommentieren so lese kann ich nur sagen: ach, ach, wir Frauen!
- stellen unser Licht lieber unter als auf den Scheffel
- schweigen lieber als vielleicht etwas Falsches zu sagen
- sind scheu + leise statt frech + laut
- finden, dass andere grundsätzlich mehr oder besseres zum Thema zu sagen hätten

... und nun frage ich mich: sind wir Frauen wirklich so? bin ICH so? und wie wollen wir, wie will ich eigentlich wahrgenommen werden?

Ich wünsche mir und allen Frauen hier etwas mehr Mut zur Unvollkommenheit, zur Unverfrorenheit!

Susanne
(liest gerade das treffende Spamschutz-Wort "hope") wink
Von: Amos Ruwwe am 28.09.2010
Regelmäßigkeit, das ist ein Schlüsselwort im Marketing.Dazu gehört auch das lesen von unternehmenskick.Wer dann die Kommentare liest, kann sofort auch die website über dem Kommentar anklicken.So kenne ich inzwischen schon regelmäßige Personen, was sie so machen, was sie bewerben, so erfahre ich viel mehr als nur einen Kommentar auf einen Eintrag von Gitte. Unternehmenskick, Gitte, ist immer gut für das lesen, das schreiben, das ist immer gut investierte Zeit.
Von: B. Waldhauser am 28.09.2010
Ein herzliches Hallo in die Runde,

und ich kann mich den Gedanken von Susanne nur anschließen: Auch ich denke ab und zu, dass andere mehr zu sagen haben oder es besser wissen. Stimmt bestimmt nicht ganz! smile

Hier, bei unternehmenskick, fällt mir das sehr viel leichter als z. B. bei Xing. In manchen Foren driftet die Diskussion sehr oft ab oder wird zum Teil sehr persönlich. Das hält mich dann davon ab, meinen Teil beizusteuern.

Deshalb lese und kommentiere ich in Zukunft mehr und mehr, besonders dann, wenn mich das Thema sehr interessiert.

Weiter so sagt

Barbara
Von: Horst R. am 28.09.2010
Liebe Gitte,

danke für die neue "Post". Gerade aus Itaalien zurückgekehrt, habe ich mich gefreut wieder von Dir zu lesen.
Es ist eben nicht immer so leicht (am jeweils wichtigem) dranzubleiben; wenn es sich, aus der eigenen Sichtweise her,nur zögerlich entwickelt. Da hilft es oft, einfach einmal ab-oder noch besser umzuschalten auf ein ganz anderes Gebiet. Im Unterbewußtsein läuft es ja weiter und wird dort gut betreut..
Die Gedankentipps sind immer wieder gut, zumal manches dadurch wieder erweckt wird.

Kommunizieren ist immens wichtig - denn nur so sind wir von Anderen wahrnehmbar. Und Fehler gehören zum Leben dazu, denn nur dadurch können wir erfahren werden und Neues lernen.

Allen eine Wohlhabend-Sein-Woche und

noch einen schönen Tag

wünscht Dir/Euch

Horst R.
Von: Heike B. Fillhardt am 28.09.2010
Liebe Frau Härter,
Ihre Formulierung "... haben Sie ein größeres Problem als öffentliche Kommentare" hat mich beschäftigt. Ich frage mich nämlich, warum ich mit Begeisterung Vorträge halten kann aber es mir schwer fällt, mich in einem Blog zu äußern. Lachen musste ich, als mir in diesem Zusammenhang mein Vater einfiel, der vor vielen Jahren sagte, er sei zu alt, sich noch mit PCs zu befassen. Geht es mir etwa mit Blogs so, wie meinem Vater mit PCs, fragte ich mich entsetzt? So ähnlich will ich meinem Vater dann doch nicht sein. Und das heißt für mich: Ich entscheide, ab heute regelmäßig zu "bloggen". Und da Sie (falls ich Sie richtig verstanden habe) dabei auch ein größerer Blog-Fisch werden möchten, leiste ich gerne meinen Beitrag dazu und beginne mit Ihrem Blog. Vielen Dank für Ihre anregenden Gedanken zu Veränderung und Lernen. Liebe Grüße an alle Leser.
Heike B. Fillhardt
Von: Gitte Härter am 29.09.2010
Guten Morgen zusammen,

ganz herzlichen Dank für die vielen Kommentare: Ich freue mich sehr darüber. Zum einen bestätigen einige von Ihnen ja genau meinen letzten Punkt, dass man Leute namentlich schon kennt, sich näher über sie informiert oder sogar neue Kontakte knüpft.

Zum anderen ist das "Phänomen" des stillen Mitlesens übrigens völlig normal. Die allermeisten Internetleser sind stille Beobachter, so genannte "lurker" (engl. "to lurk": sich versteckt halten).

Sie brauchen sich natürlich im Internet nicht aktiv beteiligten, wenn Sie nicht so den Zugang dazu haben. (@Frau Fillhardt: nein, das muss nicht gleich heißen, dass Blogs das sind, was PCs für Ihren Vater sind). Christine zum Beispiel, unser "dritter Mann" arbeitet viel mit E-Mail, aber hat mit Internetseiten oder Blogs nicht viel am Hut. Das mag sie einfach nicht. Darum kümmert sie sich bei uns auch um den Kundenservice und alle Verwaltungssachen und ich mache das Blog.


Ich freue mich sehr, wenn ich Sie dazu ermutigen konnte, diese wirklich nützliche Form des Marketings aktiv zu nutzen.

Wir lesen uns grin
Gitte Härter
Von: Ulrike Bergmann am 30.09.2010
Liebe Gitte,
herzlichen Dank für diesen Beitrag. Ich gehöre ja auch eher zu den stillen Mitlesern, die nur selten etwas von sich geben wink
Heute möchte ich eine eigene Erfahrung teilen. Vor fast zwei Jahren habe ich auf meinem Blog eine Rezension über ein provokantes Buch veröffentlicht, die bis heute von Menschen über Google gefunden wird. Am anfang war ich überrascht und auch ein wenig verunsichert. Doch dann entdeckte ich, dass dadurch viele interessante "Gespräche" zustande gekommen sind - und auch ein paar Teilnehmende.
Von daher weiß ich von der positiven Wirkung eigener "Öffentlichkeit" und kann nur dazu ermutigen, auch mal kontrovers zu sein. Es lohnt sich!
Ich nehme das jetzt auch gleich als Anregung für mich selber grin
Ulrike
Von: Gitte Härter am 30.09.2010
Hallo Ulrike,

schön, Dich zu lesen.

Das ist ein sehr gutes Beispiel! Denn so ein provokantes Thema fordert ja wirklich heraus. Das hat den Vorteil, den Du schilderst ... aber es ist natürlich schon auch ein gewisses Risiko: Wie kommt es an? Was kommen dann für Kommentare?

Auch Ralf hat schon einige Male erzählt, dass die besonders kontroversen Themen am meisten "ziehen".

Das Gute ist ja auch, dass auf solchen Blogs wie unseren die allermeisten Kommentierer ganz normal und sachlich sind. Was durchaus damit zusammenhängt, dass man mit seinem echten Namen postet (und eben meistens mit vollem Namen UND oft auch Webadresse). Das hat schon eine wesentlich angenehmer und sachliche Qualität, bei der dann auch Kritik viel bereichernder ist.

Gepöbel kenne ich fast ausschließlich von anonymen Schreibern. Auf den meisten großen Plattformen sind oft Pöbeleien und hirnrissige Kommentare, bei denen ich manchmal den Glauben an die Welt verlieren könnte!

Zum Glück ist das, wie gesagt, bei Blogs wie unseren kaum der Fall.

---

Übrigens ist mir gerade heute zu diesem Thema was passiert: Ein Fernsehsender wollte ein Interview mit uns machen, wir wollten aber nicht. Da fiel mir zu diesem Thema ein, dass wir vor einem Jahr mal einen Kommentierer hatten, der hier im Blog einige Zeit regelmäßig war. Leider postet er schon lange nicht mehr. Ich wusste nur noch, dass es ein Mann ist und wo er wohnt, aber mir ist leider nicht mehr sein Name und auch nicht seine Firma oder Website eingefallen, und so konnte ich ihm den Auftritt nicht vermitteln.

Das ist wieder ein Beispiel von "Regelmäßigkeit macht es".

Viele Grüße
Gitte
Von: Sylvia Grotsch am 03.10.2010
Du sagst es liebe Gitte,

besonders nervig empfinde ich die Leute, die genau deshalb in Blogs schreiben, "um für sich zu werben".

Seltsam, dass diese Menschen, gar nicht checken, dass sie dazu herausfordern, sie eben gerade nicht anzuklicken. Ihre Werbung ist oft so unüber-lesbar, dass es schon weh tut, wenn sie sich gleichzeitg als Coaches, Berater, Trainer anbieten. Was kann ich denn von denen lernen, wenn die das schon so ungeschickt-demonstrativ Marketing für sich selbst machen?

Ein wirklich guter Tipp "ohne Eigenwerbung" lässt mich viel mehr nach dem Link suchen als dieses "also, wir machen das immer so und so und so und haben dann die und die Erfolge zu verzeichnen".

Gut war nochmal für mich der Hinweis, sich bewusst zu sein, dass alles was hier geschrieben wird, natürlich auf ewig auffindbar ist. Manchmal vergisst man das gerne:-).

LG
Sylvia
Von: Christine Novotny am 06.10.2010
Liebe Frau Härter,
nun ist es aber wirklich an der Zeit, mich für die vielen, wertvollen Tipps zu bedanken. Ich hab ja schon öfter immer wieder mal reingeklickt und gelesen - im Stillen. Doch ab sofort will ich "laut" werden und nicht nur lesen sondern auch schreiben - regelmäßig. Als Autorin macht mir das ja auch richtig Freude.
Liebe Grüße aus dem nebeligen Ostösterreich
Von: Gitte Härter am 07.10.2010
@Sylvia:
Es ist halt wie im "normalen Leben": die Art und Substanz ist idealerweise so interessant, dass man mehr wissen möchte oder Sympathien schürt. - Wenn man sich mal anschaut, wie irgendwelche "Netzwerktreffen" da oft ablaufen, hat man ja das selbe in Grün!

Die gute Seite ist ja für jeden von uns: Plumpe und aufdringliche Werbung mag keiner. Das befreit dann auch von der "Pflicht", die manche spüren, wenn sie glauben, Akquise habe mit Aufdringlichkeit zu tun.


@Christine Novotny:
Herzlichen Dank für das schöne Kompliment! Ich freue mich, dass Sie gerne lesen - und künftig auch öfter mal mitschreiben werden.


Einen schönen Nachmittag
Gitte

 

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