Selbstmanagement

Sind Sie verkleidet?

Gitte Härter • 11.11.2010 • email Weiterempfehlen

Keine Ahnung, wieso mich der 11.11. – der mir eigentlich gar nichts bedeutet – heute zum Philosophieren angeregt hat. Aber es ist doch ein ganz interessanter Gedanke: verkleidete Selbstständige.

  • Selbstständige, die in Wirklichkeit ihre Stärken, Talente und Wünsche in einer ganz anderen Leistungspalette hätten, aber aus Vernunftsgründen oder weil es sich so ergeben hat, im gewohnten Bereich bleiben.
  • Selbstständige, bei denen alles gut läuft, die nach außen den Zufriedenen geben, das aber nur Fassade ist.
  • Leute, die „offiziell“ selbstständig sind, aber in Wirklichkeit gar nichts dergleichen tun: keine Aufträge erledigen, nicht akquirieren, sich vielleicht nicht einmal um einen ordentlichen Unternehmensauftritt gekümmert haben.
  • Angestellte, die sich schon sooo lange selbstständig machen wollten und planen und planen und planen und planen, sich aber in der „Ich bin demnächst selbstständig“-Verkleidung ganz wohl fühlen.

Sie wissen, worauf ich hinaus will. Nutzen Sie doch Ihre Kaffeepause auch mal, um ein wenig zu sinnieren, ob und inwiefern Sie vielleicht eine Maske tragen.

 

Sie können diesen Beitrag kommentieren oder ihn an einen Freund oder Bekannten email weiterempfehlen oder Ich lese: Sind Sie verkleidet?Twitter den Beitrag.

 

Anmerkungen & Kommentare

Von: Angela Gaida am 11.11.2010
Hmmm, das ist eine gute Frage.
Für mich persönlich fühlt es sich so an, dass ich in den letzten Monaten und Jahren Schicht um Schicht meiner Verkleidung ablege. Ich entdecke immer wieder Neues. Und ich glaube, ich bin noch nicht ganz "bei mir" angekommen.

... wenn ich das jemals schaffe, so ganz "bei mir" anzukommen ohne jegliche Verkleidung, dann löse ich mich vermutlich erleuchtet einfach so in Wohlgefallen auf. :D

Dankeschön für die Anregung zum Nachdenken!

Herzliche Grüße
Angela Gaida
Von: Norbert Jothann am 11.11.2010
Hallo, Gitte!

Ich finde Deine Frage "Sind Sie verkleidet?" am heutigen Tage recht passend. Immerhin wird heute des heiligen St. Martin gedacht.

Martin war zunächst gegen seinen Willen (aber nach dem seines Vaters...) Soldat und Offizier bei der römischen Armee geworden - um sich dann nach 25 Jahren Armeedienst im Alter von 40 Jahren in den Dienst von Jesus Christus zu stellen. Am 4. Juli 372 wurde er zum Bischof von Tours geweiht. Mit 81 Jahren starb Martin von Tours am 08. November 397. Am 11. November wurde er beigesetzt.

Auf seine Weise war Martin auch 25 Jahre lang "verkleidet" gewesen...
Von: Amos Ruwwe am 11.11.2010
Im Coaching gibt es bei mir das Werkzeug zur bewußten Provation des Mandaten, heißt: des Teufels Anwalt sein. Als Provokateur bin ich dann in einer Verkleidung die ausschließlich geistiger Natur ist. Aber immer mit erstaunlichen Ergebnissen.
Von: Barbara Steldinger am 12.11.2010
Wie passend, deine Frage passt genau zu dem, was ich in den letzten Tagen immer mal wieder gefragt worden bin. Die Frage war:

Kann man denn davon leben, energetischer Coach zu sein?

Gemeint ist, dass man das so offen kund tut, anders als andere zu arbeiten - eben mit außergewöhnlichen Methoden.

Darüber habe ich nachgedacht und, hier schließt sich der Kreis zu deinem Thema, ich habe eine ganze Weile gebraucht um meine Verkleidung abzulegen und selbstbewusst zu dem zu stehen, wie ich arbeite.

Meine Verkleidung hieß "bodenständiges, klassisches Coaching". Bodenständig ist es immer noch, aber sonst ganz anders. Und ich fühle mich ohne die Verkleidung viiiieeel besser. Übrigens kann man davon leben grin.
Von: Gitte Härter am 15.11.2010
Hallo zusammen,

das finde ich ja mal wieder besonders toll: da habt Ihr lauter weitere Facetten von Verkleidung angesprochen und damit meinen Artikel noch vielseitiger gemacht. Dankeschön!

Und Barbara: Das hier ...

>>Meine Verkleidung hieß "bodenständiges, klassisches Coaching".

... habe ich ja auch sehr oft, wenn es um Selbstdarstellungstexte geht. Da gilt ja immer die Frage: Komme ich mit den "Schubladen", die in den Köpfen anderer aufgehen, klar.

Bei Dir ist es endlich die richtige Identität, die Verkleidung wegzulassen. Andere sind oft ganz entsetzt, dass sie auf bestimmte Themen oder Richtungen festgelegt werden, obwohl sie das gar nicht möchten.

Das mit den Schichten, das Angela anspricht, kenne ich auch. Ich plane ja gerade eine komplette Überarbeitung meiner Website - und die wird auch von den Texten noch viiiiel mehr ich sein als bisher. Und das will was heißen. wink

Viele Grüße
Gitte
Von: Norbert Jothann am 15.11.2010
Hallo, Gitte!

Zum Stichwort "Verkleidung"...

...in diesen Tagen hatte ich zwei, drei Gespräche, die ich hier der Einfachheit halber wie folgt zusammenfassen möchte: "Seine Berufung (endlich!) leben - und von seiner Berufung dann auch (trotzdem!) leben können."

Viele Menschen wissen eigentlich recht genau, was sie am liebsten beruflich machen möchten, aber sie bleiben in ihrer selbst oder fremd gewählten Lebensschiene, weil sie glauben, nicht von den Einnahmen ihrer Berufung leben zu können. ("Brotlose Kunst", "Da würde meine Familie ja nie zustimmen, wenn ich das täte...")

Herzliche Grüße
Norbert

 

Anmerkung schreiben

Bitte keine Firmen im Namensfeld und keine Webadresse oder sonstige Eigenwerbung im Kommentar.

Dieser Eintrag kann nicht mehr kommentiert werden.

 

 

Bestellen Sie unseren kostenlosen Kickletter: Jede Woche Tipps und Ideen für Ihre Selbstständigkeit.

 

E-Mail-Adresse:

RSSOder unseren RSS-Feed abonnieren.

 

Unsere aktuellen Selbstlernkurse:

 

Kategorien

 

Die letzten Kommentare

Heute lernen Sie: Größenwahn
Beatrice Legien  22.05

Manche Kunden machen einem nur Arbeit
Michael  22.05

Heute lernen Sie: Größenwahn
B. Waldhauser  22.05

Was ist Ihre beste Qualität?
Sommerwind  22.05

Heute lernen Sie: Größenwahn
Amos Ruwwe  22.05

 

7 Erfolgsfaktoren für Ihre Akquise!

Gute – und damit erfolgreiche – Akquise weist sieben wichtige Eigenschaften auf. Sie ist ...

111 Annahmen ...

... mit denen Selbstständige
meistens danebenliegen

 
 
Erfolgreiche E-Mail-NewsletterWebseiten, die verkaufenProfilbildung für Selbstständige