Firmenauftritt

Schämen Sie sich für Ihr Home-Office?

Gitte Härter • 23.03.2009 • email Weiterempfehlen

Na, arbeiten Sie auch im Home-Office? Das ist eine bequeme Sache und außerdem halten Sie Ihre Fixkosten klein. Allerdings kann es auch unpraktisch werden, meist dann, wenn es darum geht, persönliche Termine zu vereinbaren. So mancher geniert sich sogar, kein „richtiges Büro“ zu haben.

Nimmt man mich im Home-Office ernst?

Die Antwort lautet: Ja.

Es ist überhaupt kein Thema, ob Sie im Home-Office arbeiten oder nicht. Natürlich müssen Sie Ihre Arbeitsumgebung danach ausrichten, dass Sie gut arbeiten können – also nicht mit einem Laptop und Handy an der Küchenzeile rumkruschen (aber das wird in der Regel ja ohnehin nicht der Fall sein). Und manchen Leuten tut es von der eigenen Arbeitsmoral her auch nicht gut, aus den eigenen vier Wänden heraus tätig zu sein.

Aber es ist nicht negativ, wenn Sie das tun.

Seltsam könnte das bei einem Geschäftspartner oder potenziellen Kunden nur dann ankommen, wenn Sie selbst offensichtlich ein Problem damit haben. Also wenn Sie versuchen zu verbergen, dass Ihre Geschäftsadresse gleichzeitig Ihre Wohnung ist. Oder wenn Sie den Wunsch nach einem Besuch in Ihren Räumen immer wieder irgendwie rausschieben oder versuchen ganz zu umgehen. Denn so eine Unsicherheit kommt durch. Und sie kann auch dahingehend missinterpretiert werden, dass der andere denkt, Sie wollten sich nicht treffen.

Ich hatte schon Kunden, die wahnsinnige Probleme damit hatten, Farbe zu bekennen. Dabei ist es ganz einfach: Immer offen sagen „Ich arbeite im Home-Office“. Dazu gleich noch ein paar Takte.

Vorher möchte ich noch eine ganz wichtige Frage ansprechen:

Kann und will ich zu Hause Termine machen?

Christine und ich arbeiten ja auch im Home-Office. Persönliche Termine finden bei Christine statt. Sie hat eine schöne, repräsentative Wohnung und es macht ihr nichts aus, dort Besucher zu empfangen. Und Ralf hat auch schon eine ganze Reihe von Geschäften an seinem Wohnzimmertisch abgeschlossen. Ich selbst würde auf keinen Fall Geschäftstermine bei mir zu Hause machen wollen. Nicht nur, weil ich eine kleine, meist nicht sonderlich aufgeräumte Wohnung habe grin, sondern vor allen Dingen, weil mein Zuhause für mich eine ganz private Angelegenheit ist. Das ist meins. Da sollen keine fremden Leute rein, auch wenn sie noch so sympathisch sind.

Überlegen Sie sich, gerade wenn Sie ohnehin schon von zu Hause aus arbeiten, inwiefern es für Sie in Ordnung ist, dort Publikumsverkehr zu haben. Denn das bedeutet natürlich einerseits, dass es repräsentativ und blitzeblank aussehen muss. Es bedeutet aber eben auch, dass Sie Ihren Privatrahmen noch viel mehr zur Berufsangelegenheit machen.

Vielleicht ist das aber für Sie gar kein Thema, weil Sie in der glücklichen Lage sind, dass Sie einen abgetrennten Bereich in Ihrer Wohnung oder Ihrem Haus haben. Das ist natürlich ideal.

Wenn Sie sich komisch fühlen, weil Sie nicht so klar abgetrennte Büroräume haben, oder wenn Ihr Home-Office etwas klein und schlicht eingerichtet ist, so dass Sie doch ein wenig Minderwertigkeitskomplexe haben, dann erwähnen Sie das. Also nicht den Teil mit den Minderwertigkeitskomplexen, sondern einfach die Tatsache, dass Sie im Home-Office arbeiten. Dann brauchen Sie sich keine Gedanken zu machen, ob Ihr Besucher vielleicht vor Ort irritiert die Augenbrauen hochzieht, weil er Wunder was für Geschäftsräume erwartet hat.

Sie müssen aber nicht zu Hause Termine machen. Sie können auch jederzeit in die Offensive gehen.

Zu mir oder zu dir?

Bieten Sie an, zu Ihrem Geschäftspartner oder Kunden zu gehen. Manchmal ist das sogar doppelt gut, weil Sie die Firma, die Organisation oder auch Mitarbeiter kennenlernen. Für viele Selbstständige kommen hier weitere, für die spätere Zusammenarbeit wichtige Informationen rüber. Und für den anderen ist es praktisch, wenn er zu einem Termin nicht außer Haus muss, weil Sie vorbeikommen.

Natürlich ist das nur dann zweckmäßig, wenn der zeitliche Aufwand für die Hin- und Herfahrerei im Rahmen bleibt und Sie nicht für ein Kennenlerngespräch den ganzen Vormittag unterwegs sind.

Sie können das aber auch generell anbieten. Ich sage beispielsweise: „Ich arbeite im Home-Office und mache keine Termine bei mir in der Wohnung. Ich komme sehr gerne zu Ihnen.“

Oder ich gehe auch gerne ins Café.

… oder ganz woanders?

Für den Fall, dass Sie sich auswärts treffen, ist es wichtig, dass Sie ruhige Lokale kennen, in denen Sie etwas separat sitzen können und wo keine laute Musik plärrt und keine Sportübertragungen an die Wand geworfen werden.

Die Atmosphäre bei einem Kaffee ist oft eine besonders angenehme. Und wenn Sie nicht großartig Unterlagen brauchen oder zwingend im Computer was nachsehen oder zeigen müssen, dann ist es eine lockere Atmosphäre. Ich coache ja häufig Selbstständige, und die sind oft sogar ganz froh über so einen „Kurzurlaub“: mal rauskommen, bei einem Kaffee drüber sprechen.

Aber auch Firmenchefs haben sich schon gerne mit mir im Lokal getroffen. Haha, wie das klingt …

Wenn Ihnen das irgendwie unangenehm ist oder auch dem Anlass nicht angemessen, dann schauen Sie sich um:

  • Lobbys guter Hotels sind oft sehr geschmackvoll, ruhig und wie geschaffen dafür. Ganz generell gibt es in Hotels häufig auch kleinere Räume zu mieten, in speziellen Businesshotels oft für wirklich kleines Geld.

  • Es gibt Anbieter, die Büroräume vermieten (auch stundenweise).

  • Fragen Sie Familienmitglieder, Bekannte oder Branchenkollegen, die Büroräume haben, ob Sie gelegentlich dort ein Besprechungszimmer nutzen können. Das ist oft eine schöne Möglichkeit für diese, ihre Bürokosten zu senken. Und wenn Sie selbst das jetzt lesen und tolle repräsentative Räume haben, dann ist es vielleicht eine gute Idee für Sie, bei anderen zu streuen, dass Sie gegen geringe Miete Ihr Besprechungszimmer vergeben.

Welche anderen Ideen haben Sie? Und wie gehen Sie mit der Frage „Termine + Home-Office“ um?

 

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Anmerkungen & Kommentare

Von: Susanne Stadelmann am 23.03.2009
Ja, ich habe ebenfalls ein Home-Office. Bin jedoch in der komfortablen Lage in meinem Eckeinfamilienhaus welches ich alleine bewohne, genügend Zimmer zur Verfügung zu haben. Zwei Zimmer in der mittleren Etage benütze ich als Geschäftsräume, ein Büro (mit herrlicher Aussicht in die Ferne!) und ein Sitzungszimmer.Die beiden anderen, privaten Räume, bleiben einfach für Blicke verschlossen. Ein Gäste-WC ist im EG vorhanden.
Zu meinem Büro gelangt man durch's Wohnzimmer. Hier herrscht immer eine Ordnung die sich zeigen lassen kann, und auch Spuren, dass man hier lebt. Ich denke dies darf auch sein.
Von: Kerst!n Hoferer am 23.03.2009
Hallo zusammen!

Ich arbeite seit 6Jahren in einem kleinen Arbeitszimmer in meiner Wohnung. Puplikumsverkehr gibt es nicht, oder nur selten 1-2mal im Jahr, da mein Vermieter mit meiner Arbeit ohnehin nicht einverstanden ist. Geschäftskunden treffe ich somit in einem kleinen Café/Restaurant einige Meter weiter.
Zudem habe ich es auch noch so eingerichtet, dass ich gerne auch Tagskunden außerhalb treffe.
So z.B. an einem festen Termin im Monat in München oder Nürnberg oder Frankfurt bin.
Das funktioniert recht gut und hilft der Kreativität im Kopf wieder anzulaufen.
Seminare werden ohnehin nicht in der Wohnung veranstaltet, dazu gibt es kleine preisgünstige Seminarhotels.
Oder die Möglichkeit Telefonseminare an zu bieten.

Herzliche Grüße aus der Oberpfalz
Kerst!n Hoferer
Von: Zamyat M. Klein am 23.03.2009
Jaha, ich habe ja auch ein Home-Office und liebe es. Die Zeitersparnis und der Rahmen (Blick über Wiesen und Felder und weiten Himmel).

Da mein kinästhetischer Teil aber immer wieder zu grandioser Unordnung neigt (worunter mein visueller Teil erbärmlich leidet), ist jeder Coaching- oder Kundentermin ein guter Ansporn, klar Schiff zu machen.

Es ist in der Tat sehr persönlich, weil man schon in meinem Flur merkt, wes Geistes Kind ich bin. Zumal ich ja jetzt auch noch alle Wände Gelb und rot gestrichen habe, Wüstenbilder an den Wänden etc.

Aber das ist für mich okay, da meine Kunden ja auch über meine Webseite, Blog etc. mitbekommen (sollen), dass ich kreative bunte fröhliche Seminare und Coachings mache, eine Liebe zum Orient habe etc.

Bei Firmen ist es eh so, dass ich zum Vorgespräch dorthin fahre.
Ich kenne auch Möglichkeiten, wo ich Büroräume für Coaching stundenweise mieten kann, wenn es denn mal ganz förmlich sein sollte.

Aber im Home Office habe ich alle Unterlagen, Methoden etc. - und da ich ja nicht vorher weiß, wie es sich entwickelt und was ich brauche, finde ich es hier einfach viel praktischer.
Ebenso habe ich hier ein Flipchart und Pinwände, wo ich schnell was visualisieren kann...

Auf die Idee, in eine Cafe zu gehen, bin ich noch nie gekommen. Ist auch eine nette Variante.

Ich habe es erst einmal bei einer Kollegin mitbekommen, dass sie durch ihre Adresse nicht deutlich machen wollte, dass sie ein Home Office hat. Auf die Idee bin ich nie gekommen, dass das ein Makel sein könnte. Für mich hat es NUR Vorteile und für meine Kunden keinerlei Nachteile (außer, dass ich vielleicht mehr arbeite grin- und mit dem Neudeutschen Wort Homeoffice klingt es doch auch richtig schön seriös:-).

Schöne Grüße
Zamyat
Von: Andrea Vogel am 23.03.2009
Hallo!

Ich persönlich habe überhaupt kein Problem damit, auch meinen Kunden gegenüber zu vertreten, dass ich im Homeoffice arbeite. Dies mag in meinem Job natürlich sehr stark daran liegen, dass junge Mütter es meistens sehr sympathisch finden, dass ich zuhause arbeite, da ich auch eine kleine Tochter habe - da ist Verständnis und Empathie für diese Situation eigentlich selbstverständlich.

Außerdem passt es zu meinem Beruf und Angebot sehr gut, dass ich die Produkte quasi "im natürlichen Umfeld" präsentieren kann. Die Kundinnen sehen, dass fast alle meine Produkte auch im Eigengebrauch aktiv eingesetzt sind: Das Wohn- und Kidnerzimmer sind volelr Kissen, im Kinderbett liegt ein individueller, bunter Schlafsack...

Aber selbstverständlich habe ich in der Wohnung auch einen eigenen Raum, ob man das nun Arbeitszimmer oder Atelier nennt..., wo sich mein PC- und Näharbeitsplatz befinden. Für Beratungsgespräche oder bei Verkauf / Abholung bestellter Ware gehen wir aber ins Wohnzimmer und es gibt eine Tasse Tee oder ein Glas Wasser.

Bisher komme ich damit bestens zurecht. Schwierig wird es, wenn ich mich vergrößern will... Denn flächenmäßig stoße ich leider jetzt schon an meine Grenzen!

Herzliche Grüße
Andrea
Von: Rena Berger am 23.03.2009
Hallo Gitte,

das ist ja mal wieder ein gutes "Montags-Thema". Ich bin auch so eine "unaufgeräumte" und hab es bisher immer vermieden, Kunden in meine Wohnung einzuladen. Aber jetzt wandelt sich da gerade was bei mir, so das ich hin und wieder (schadet ja nix?!?) mal kräftig aufräumen muss, weil sich Kundenbesuch angesagt hat und ich es nicht umgehen konnte. Meine Kunden müssen dann halt damit leben, das es bei mir "so" aussieht. Zuerst hab ich mich dafür auch ein klein wenig geschämt.. aber auch das legt sich *lach. In Cafés - dort kann ich es mir beim besten Willen nicht vorstellen. Aber der Satz: "ich arbeite im Home-Office".. gefällt mir gut, er hängt jetzt an meiner Pinwand..
Von: Ulla Vogeley am 23.03.2009
Hallo Gitte, gutes Thema grin
auch ich arbeite seit vielen Jahren immer im jeweiligen Home-Office, aktuell zentral in der Innenstadt, sympathisch gestaltet und gut erreichbar.
Da ich kein Problem mit gepflegter (Un)Ordnung habe, geht das hervorragend, und viele Klienten schätzen gerade diese Atmosphäre, in der sie sich oftmals auch leichter "öffnen" können.

Viele Geschäftsabschlüsse und kreative Planungen hatten und haben hier bei mir ihren Ursprung, ich möchte das nicht ändern. Insbesondere, da ich sonst viel unterwegs bin, genieße ich es sehr zuhause zu arbeiten und schäme mich überhaupt nicht dafür, das auch so zu kommunizieren.
liebe Grüße Ulla
Von: Zamyat M. Klein am 23.03.2009
Nachschlag:

Je nach Coaching- Klientin (wenn wir einen guten Kontakt hatten) habe ich auch schon die Walt Disney Strategie in der ganzen Wohnung gemacht:
Der "Träumer" im Wohnzimmer, entspannt auf der Matratze liegend, der "Handelnde" im Home Office und der "Kritker" am Küchentisch (damit der normale Coaching- Platz im Home Office nicht mit dem Kritiker "infiziert" wird.)
Und der Seperator im Hausflur.

Das Treppensteigen zur Küche ist dann noch eine gutes Training zwischendurch grin
Von: Sven Bublitz am 23.03.2009
Wir beschäftigen uns von Berufs wegen mit dem Thema Home Office. Hier einige Infos:

Der Trend der Firmen nimmt im Moment stark zu, Mitarbeitern auch die Möglichkeit zu geben von zu Hause aus zu Arbeiten. Die IT-Abteilung ermöglicht eine unsichtbare Weiterschaltung des Telefonanschlusses und die reibungslose und sichere Anbindung an das Firmennetzwerk.

Hierfür sind natürlich auch die richtigen Lösungen und Einrichtungsgegenstände gefragt. Niemand möchte einen Standard-Arbeitsplatz im Wohnzimmer stehen haben, weil er oftmals kühl und hässlich wirkt und ständig an die Arbeit erinnert.

Also werden dann meist kleinteilige Varianten gefunden, in denen die Technik (Computer oder Laptop und Drucker) schlau integriert sind. Diese werden dann durch wohnliche Raumtrenner von der übrigen Wohnung abgeteilt, wenn kein eigenes Zimmer für den Arbeitsplatz vorhanden ist.

Für den professionellen Look sorgen die Verwendung von hochwertigen Materialien und der Einsatz eines hochwertigen Drehstuhls.

Unsere Erfahrungen in diesem Bereich zeigen, dass die Kleinmöbel oft nicht die Welt kosten. Ein modularer Schreibtisch mit Technikintegration liegt bei ca. 450,00 EUR zzgl. MwSt. und ein Bürostuhl der mittleren Preisklasse ebenfalls um die 400,00 EUR zzgl. MwSt. Oftmals werden dann aber höherwertige Modelle gekauft, um den Wohncharakter zu unterstreichen. Über das doppelte Budget des oben genannten kommt man dabei aber selten hinaus.

Pluspunkte sammeln Unternehmen bei Ihren Mitarbeitern, wenn auch auf die ergonomischen Bedürfnisse Rücksicht genommen wird. Hier werden dann in den Home-Offices elektromotorische Sitz-Steh-Kombinationen eingesetzt, die zwischendurch ein Arbeiten oder Telefonieren im Stehen ermöglichen. Die Modellpalette bietet reichlich Auswahl ab 600,00 EUR zzgl. MwSt. für einen einfachen 160 x 80 cm Schreibtisch bis hin zur Über-Eck-Lösung ab 1200,00 EUR zzgl. MwSt.

Die oben genannten Kosten spielt das Unternehmen durch den nachgewiesenen Produktivitätsgewinn (Störquellen werden minimiert, Konzentration kann steigen) aber schnell wieder ein, denn es ist keineswegs so, dass sich Mitarbeiter zu Hause auf die faule Haut legen grin
Von: Gitte Härter am 23.03.2009
Herzlichen Dank für die zahlreichen Erfahrungsberichte und Tipps!

Und weil's zum Thema passt hier nochmal der Hinweis auf das nützliche Buch Kollege Ich von Gudrun Sonnenberg. (hinter dem link verbirgt sich das vollständige Inhaltsverzeichnis)

Einen schönen Tag weiterhin
Gitte
Von: Marianne Böhm am 23.03.2009
Hallo,

ich habe bisher noch nie darüber nachgedacht, dass es negativ erscheinen könnte, von zu Hause aus zu arbeiten. Ich habe es immer als Vorteil verkauft und noch nie negative Erfahrungen damit gemacht. Ich biete neuen Interessenten (egal ob als Kunde oder Vertriebspartner)immer die Wahl an, zu mir zu kommen (weil er dort gleich alle Produkte anschauen kann) oder dass ich fahre. Manche nehmen gern das Angebot an, dass sie nicht fahren müssen, die meisten kommen lieber zu mir. In meinem früheren Haus hatte ich keinen eigenen Raum dafür und bin dann meistens ins gemütliche Gartenhaus ausgewichen. Heute habe ich den Vorteil, ein extra Zimmer für meine Produkte und ein 2. Wohnzimmer als Seminarraum nutzen zu können. Es schafft eine persönlichere Bindung als ein Termin im Café/Restaurant.
Herzliche Grüße
Marianne
Von: Alexandra Welbers am 24.03.2009
Hallo liebe Gitte Härer,
ich bedanke mich für diesen Artikel, denn er gibt mir Mut, genauso weiterzumachen, wie ich es bisher tue. Ich habe ein Homeoffice und einen kleinen Arbeitsraum unter dem Dach. Für größere Gruppen miete ich einen Raum in der NÄhe. Ihre Idee mit einem Treffen in Hotel/Cafe finde ich ganz toll.
Alexandra Welbers
Von: Barbara Steldinger am 24.03.2009
Guten morgen zusammen,

Ich arbeite auch im Homeoffice und habe auch Coachingklienten dorthin eingeladen. Irgendwann habe ich festgestellt, dass es mir lieber ist, wenn mein Haus privat bleibt und habe mich jetzt bei einer Kollegin eingemietet, wo ich flexibel an einem oder zwei Tagen im Präzenscoaching arbeiten kann.

Da beim energetischen Coaching viele Themen hochkommen können und das durchaus mit intensiven Gefühlen einhergehen kann, wäre das Arbeiten in Cafes oder Hotellobbys keine Option für mich.

Ansonsten arbeite ich sehr gerne u. effektiv übers Telefon. Da ist es egal, ob schon aufgeräumt ist obwohl ich für mich selbst ein aufgeräumtes Büro brauche um ganz konzentriert und intuitiv zu arbeiten.

Im innen wie im aussen gilt für mich auch umgekehrt.

einen schönen Tag
Barbara
Von: Jürgen Gräbel am 24.03.2009
Guten Morgen alle miteinander,
dieses Thema hat ja wirklich viele Aspekte.
Bis vor 5 Jahren habe ich als Führungskraft in einer Bank gearbeitet und mich des öfteren mit Kollegen, die über ganz NRW verteilt wohnen, bei mir zuhause zu so genannten Teamgesprächen getroffen. Wir haben die Ruhe genossen und keine Unterbrechungen unserer Gespräche durch Telefonate oder unangemeldete andere Kollegen, die "mal eben nur kurz stören wollten".
Leider hat sich dabei aber herausgestellt, dass einige nicht damit leben wollen konnten(!), dass jemand ein etwas größeres Haus besitzt und sie haben für ihren Neid in der Bank-Zentrale "dankbare" Gesprächspartner gefunden. Danach habe ich die häuslichen Kontakte sehr eingeschränkt.
Seit ich jetzt selbständig bin, lade ich sehr gerne Kunden zu mir ein, da ich damit auch demonstrieren kann, wie ich arbeite und was mir Wohnen in meiner ganzheitlichen Lebensweise bedeutet. Ich kann unter Beweis stellen, dass jeder, dem qualifiziertes Wohnen wichtig ist, das durch methodische Arbeit auch erreichen kann. Eigenartiger Weise hat das noch jeder als sehr angenehm empfunden und anerkannt.
Da ich an zwei verschiedenen Orten lebe, ist das Homeoffice dank Internet und PC eine überaus komfortable Geschichte. Seit ich mich auf eine weitgehend papierlose Arbeit umgestellt habe, kann ich alle meine Unterlagen auf einer winzigen externen Festplatte und zusätzlich dank einer externen Speichermöglichkeit weltweit nutzen.
Dadurch liegt auf meinem Schreibtisch auch immer nur extrem wenig Papier herum.
Ich empfinde es als Luxus, dann arbeiten zu können, wann ich möchte und wenn ich besonders kreative Phasen habe. Ich denke, das schlägt sich auch positiv in meinen Coachingbriefen und kostenlosen Newslettern nieder.
Jürgen Gräbel
Von: Gitte Härter am 24.03.2009
Hallo zusammen,

jaaaaa, das sind ja noch viele weitere wichtige Facetten:

- Kunden, die sich im persönlichen Ambiente noch wohler fühlen/sich eher öffnen

- wieviel will ich von mir selbst auch zeigen: Wer Einblick in meine Wohnung/mein Haus - die Einrichtung, den "Aufräumzustand" etc. - bekommt, erhält noch viel mehr Informationen über mich und meinen Lebensstil/-standard

- habe ich eine Leistung, bei der ein öffentlicherer Rahmen - wie etwa in einem Café - überhaupt möglich ist oder das für meine Kunden/mich/das Ergebnis eher hinderlich wäre (wobei man hier ja auch differenzieren kann, was Vorgespräche und eigentliche Leistung angeht)

- fühle ich mich mit "Heimvorteil" noch besser, sicherer, wohler?

Sehr vielschichtig. Und ein Thema, das offenbar viele bewegt: ich habe auch einen Schwung E-Mails dazu bekommen.

Einen schönen Nachmittag
Gitte
Von: Susanne am 12.04.2009
Ich schäme mich für meine Nachbarn, die mit mir im Haus zusammen wohnen. Es ist ein altes, verbittertes Geschwisterpaar, das zusammenlebt und auf jeden "losgehen", der nicht zum Haus gehört. Es wird kommentiert, ob jemand im Haus zu viele Männer- oder Frauenbekanntschaften hat und wann immer ich beruflich Gäste in meinem Homeoffice hatte wurden diese noch regelmäßig von diesem Geschwisterpaar feindseelig angeschaut. Meine Gäste grüßten immer sehr freundlich, aber es kam immer nur dieser böse Blick zurück. Mir ist das immer sehr unangenehm und ich vermeide Besuch in meiner Wohnung.
Mit meinem Homeoffice an sich habe ich keine Probleme, wohl aber mit der Atmosphäre ausserhalb der Wohnung.

 

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