Produktivität

Raus aus der Theorie!

Gitte Härter • 29.04.2010 • email Weiterempfehlen

Ralf sagt immer: „Das Wissen ist nicht das Problem, sondern das Tun.“ – und da hat er natürlich völlig Recht. Die meisten Sachen wissen wir schon: aus der eigenen Erfahrung, aus Tipps, Büchern oder Trainings ... oder einfach durch gesunden Menschenverstand.

In meiner Stepptanzstunde ist eine Kursteilnehmerin, die ganz frisch beginnt und (natürlich!) noch nicht so gut mitkommt. Jetzt ist sie dazu übergangen, sich alles aufzuschreiben, und zwar nicht nach der Stunde, sondern sie steht mit Zettel und Stift mitten in der Stunde in der Gruppe aller Tanzenden und schreibt sich dauernd auf, wie die Schritte gehen. Die meiste Zeit der Stunde steht sie da und gegen Ende setzt sie sich an den Rand und schaut nur zu.

Ich glaube, jeder von uns kennt Situationen, wo man frustriert ist oder einfach resigniert. Oder man steht vor einer Hürde, über die man nicht drüberzukommen scheint. Bei vielen Selbstständigen ist das übrigens die Akquise.

Und dennoch bringt uns nur das Tun weiter.
Das Ausprobieren.
Das Aushalten, wenn eine Sache nicht auf Anhieb funktioniert.



Kürzlich habe ich einen Kurs zum Thema „Mutiger werden“ gehalten. Eine meiner Teilnehmerinnen sollte für ihren Arbeitgeber Telefonakquise machen. Sie hatte ganz zitternde Knie, aber meinte:

„Weißt Du, ich habe mir jetzt die Erlaubnis gegeben, es nicht von Anfang an perfekt zu können und nervös sein zu dürfen. Das Wichtigste ist für mich jetzt erstmal, dass ich es überhaupt mache.“

Toll! Genau darum geht es: Sich rantrauen. Auszuhalten, wenn man bibbert. Und auch, wenn sich nicht auf Anhieb ein Gefühl von Souveränität oder das gewünschte Ergebnis einstellt.


Auf zeitzuleben.de gibt es heute von Ralf einen Artikel, der gut dazu passt: Haben Sie Prinzipien? Darin regt Ralf an, sich seine eigenen Prinzipien aufzustellen und danach zu handeln. Das ist auch für uns Selbstständige eine schöne Idee und eine gute Erinnerung, ins Tun zu kommen.

 

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Anmerkungen & Kommentare

Von: Heike Eberle am 29.04.2010
Hallo Gitte,

mein Leitspruch ist "Just do it" - Nike lässt grüßen oder Wissen ist, solange man's tut!

Viele Grüße
Heike Eberle
Von: Gitte Härter am 30.04.2010
Das stimmt, Heike. Und auch mir gibt dieser Nike-Spruch manchmal einen Tritt in den Arsch, wenn ich nicht in die Gänge komme. grin

Nicht jeder Mensch tickt so. Es einfach zu tun ist manchmal ja auch mit Risiko verbunden oder man muss sich anderen - oder sich selbst - stellen, und je nachdem worum es geht ist das echt ganz schön schwierig.

Übrigens: Die Schülerin, die ich oben genannt habe, verstehe ich durchaus. Ich bin auch jemand, der erst ganz genau verstehen will, worum es geht, die Technik kapieren, die Namen kennen - doch auch wenn man eher so jemand ist, ist es wichtig, nicht nur in der Theorie zu verharren.

Genauso ja umgekehrt: jemand, der immer nur tut, verpasst manchmal auch wichtige Theorie, die oft sogar dazu führt, dass man etwas effizienter oder müheloser macht.

Da steht dann wieder ein anderer Spruch davor: Selbsterkenntnis ist der erste Weg zur Besserung. grin

Viele Grüße
Gitte
Von: Norbert Jothann am 30.04.2010
Hallo, Gitte!

Wieder einmal der richtige Artikel von Dir zu genau der (für mich) richtigen Zeit.

Warum?

Nun, ich habe vor ungefähr vier Wochen beschlossen, mit mir selbst ein Projekt durchzuführen.

Als "beruflicher Schlaumeier" kann ich anderen wunderbar sagen, wie sie sich verbessern und verändern können. Wenn es jedoch um mich selbst geht, scheinen einige verbesserungs- und veränderungswürdige Verhaltensweisen irgendwie "beratungsresistent" zu sein.
wink

Da ich dies nicht akzeptieren wollte (und will!), habe ich für mich und mit mir einen "kontinuierlichen Veränderungsprozess (KVP)" oder auch Kaizen begonnen.

(Anmerkung: Deshalb paßte Dein Artikel:
Es gibt Zeunisse! so wunderbar in mein Projekt.)

Dabei habe ich auch meine "Glaubenssätze" überprüft, die ich mir in bestimmten Momenten fast schon unbewußt selber erzähle. Es ist doch immer wieder interessant, mit welchen selbst gestrickten Denkbarrieren man so im Kopf herumläuft - und sie fast schon automatisiert (also ohne Überprüfung auf Aktualität und noch gültige Richtigkeit) anspringen läßt, wenn man in bestimmte Situationen kommt.

Zur Unterstützung habe ich mir einige Vorträge angehört und mich mit meinem Co-Coach zu den Themen "Veränderungsbaustellen" und "Glaubenssätze" zusammengesetzt.

Bei der Auflistung sind uns einige doch recht nützliche Phrasen auf das Papier gekommen. Hier ein paar davon:

"Vom Denken ins Tun kommen!"
"TUN = T.U.N. = Tag und Nacht!"
"Vom darüber nachdenken, hat sich selten etwas erledigt. Selbst die Entscheidung, nichts zu tun in einer Angelegenheit, ist letztlich eine aktive Handlung - wenn man den Haken dahinter macht und sich der nächsten Herausforderung aktiv widmet."

Letzten Mittwoch habe ich an einem Vortrag von und mit dem schweizer Gedächtnistrainer Gregor Staub teilgenommen.

Bezogen auf Deinen Beitrag "Raus aus der Theorie!", Gitte, sind bei mir zwei Äußerungen von ihm hängen geblieben.

1.) Er riet den Teilnehmern seines knapp über zweistündigen Vortrages nichts von dem, was er sagt, mitzuschreiben, sondern aktiv mitzumachen. Grund: Wer mitschreibt, hört nicht mehr aktiv zu - und lernt dadurch viel weniger.

Hierzu verwies er auf seine Seminare in Schulen. Wenn Kinder mitschreiben, was der Lehrer vorne erzählt und an die Tafel schreibt, konzentrieren sie sich hauptsächlich auf die Aufgabe des Mitschreibens. Spricht der Lehrer dann weiter, während die Schüler noch schreiben, entsteht im Gehirn Verwirrung und die "Aufnahme" wird eingestellt. Effektiver sei es, sich auf die Übungen zu konzentrieren und die Übungen wenigstens fünfmal zu wiederholen. Zugleich sollte der Lehrer schweigen und nichts Neues an die Tafel schreiben, bis die Schüler ihre Mitschriften beendet hätten.

2.) Um sich selbst die Freude am Lernen zu erhalten, sei eine Einstellung wichtig, die von der durch Erziehung erlernten abwiche: Statt Fehlersuche Lernerfolgsfreude.

Normalerweise weisen wir uns und andere auf Fehler hin, wenn wir sie bemerkten. Dies sei aber für den Lernprozess kontraproduktiv. Also sei es besser, folgende Einstellung zu haben: Wir freuen uns vorher, etwas Neues zu lernen. Wir freuen uns hinterher riesig, das Neue gelernt zu haben. Wenn wir beim ersten Abgleich merken, daß wir beispielsweise 30 Prozent des Gelernten noch nicht können, so konzentrieren wir uns nicht auf die 30 Prozent "Fehlerquote", sondern freuen uns herzhaft darüber, daß wir schon 70 Prozent wissen und können.

Als nächstens starten wir, auch noch die verbliebenen 30 Prozent zu üben / zu lernen. Bei jeder Steigerung des nun Gelernten, freuen wir uns, daß wir schon wieder mehr gelernt haben.

Es geht also nicht darum, sich selbst zu verurteilen, sondern sich selbst zu motivieren.

Motivierte Grüße aus Hamburg
Norbert
Von: Gitte Härter am 01.05.2010
Hallo Norbert,

ganz vielen Dank für die ausführlichen Ausführungen - sehr interessant.

Und Du hast wiederum zwei Erinnerungen bei mir dazu hervorgekramt:

- zum Mitschreiben: eine gute Technik dafür ist das Rein-Raus-Schreiben, das ich schonmal als nützlichen Tipp erwähnt hatte. Auf der verlinkten Seite von Florian Rustler im Creaffective-Blog ist es beschrieben. Das halte ich für sehr gut, weil dann etwas, dass man festhalten möchte, auch "raus darf" und behalten wird, was würde ich als Laie jetzt mal sagen, bestimmt noch effektiver ist, was das Zuhören/lernen angeht. Aber ich bin kein Gehirnforscher, vielleicht stimmt das ja gar nicht. grin

- das Zweite wird jetzt eine sehr löchrige Wiedergabe einer Erinnerung: in irgendeinem Buch, in dem es auch um so "Erfolg/Misserfolg/wie denke ich darüber"-Geschichten ging, hatte der Autor (der soweit ich weiß, Sportler mental trainierte, ich kann mich einfach nicht mehr erinnern, welches Buch das jetzt war ... grmpf) erzählt, dass der Vater irgendeines weltberühmten Golfers (Tiger Woods?) dem Kind schon ganz, ganz früh vermittelt hat, dass, wenn der Ball in schwieriges Gelände fällt, es kein "Pech" oder "schwierige, unmögliche, schlechte Abschläge sind, sondern dass genau das die spannenden, herausfordernden Schläge sind.

Auf diese Weise hat schon der kleine Golfer von vornherein hier keine mentale Grenze erlebt, sondern er hat es als extra-herausfordernd im positiven Sinne abgespeichert.

Vom Prinzip her nichts Neues, fand ich jedoch sehr eingängig (bis auf alle Details ... haha).

Viele Grüße
Gitte
Von: Beatrice am 03.05.2010
Wieder einmal wirklich faszinierend für mich, wie mir zum richtigen Zeitpunkt auch genau das richtige zufällt. Toll wäre noch, wenn ich auch darauf noch mehr vertraun könnte. Daher hier zunächst mal ein großes Dankeschön für all die interessanten Erkenntnisse. Ich bin nämlich genau diejenige, die glaubt eher noch eine Ausbildung machen zu müssen bzw. unbedingt noch dieses Buch lesen muss. Dabei kann ich ja ohne es zu tun, ja auch kein Vertraun in mein Können bekommen. Einen kleinen Haken sehe ich jedoch nach wie vor im Glaubenssatz "Ich bin doch noch nicht gut genug und dann verlange ich dafür auch noch Geld". Vielleicht hat ja jemand einen Tipp für den Umgang mit diesem hinderlichen Glaubenssatz.
Ganz liebe Grüße BEA
Von: Beatrice am 03.05.2010
An Norbert:
danke für Ihre interessanten Ausführungen.
"beratungs-resistent" ja, das kommt mir sehr bekannt vor. Entdecke ich laufend an mir. Bin neugierig, wie erfolgreich Sie mit Ihrem Veränderungs-programm nun sind. Also wie läuft es? Können Sie schon von Fortschritten berichten?

Herzliche Grüße von einer Hamburgerin in Wien BEA
Von: Gitte Härter am 05.05.2010
Hallo Bea,

persönlich habe ich "mit zunehmendem Alter" gemerkt, dass eine "Augen zu und durch"-Mentalität à la "Das wirst Du schon können/Du hast schon ganz andere Sachen gelernt" bei mir besonders gut funktioniert.

Ich merke das beim Stepptanzen-Lernen gerade wieder extrem, denn nicht nur muss man sich wirklich trauen "reinzusteigen" und selbstbewusste und teilweise große Bewegungen machen - und zweitens hört man jeden Fehler oder jede Zaghaftigkeit. Letztes Wochenende war ich üben und im Nebenraum war eine Könner-Gruppe. Immer wenn die leise waren und ich vor mich hingestolpert bin, hatte ich Mitleid mit denen. Das ist wie Tonleiternüben auf der Blockflöte, wenn man es noch nicht kann ... hehe.

ABER, und jetzt bekomme ich wieder die Biege zum Business: Alles, was man anfängt, ist erstmal ungewohnt oder man stellt sich tatsächlich blöd an oder die Stimme zittert, oder was auch immer. Wenn man das aushält und realistisch mit sich ist (und nicht gleich Perfektion erwartet, die weitaus überschätzter ist, als man so denkt), dann gibt man sich erstmal die Chance, in irgendetwas gut und sicher zu werden.

Zum Umgang mit Glaubenssätzen kann ich Dir nichts sagen, aber stöber doch mal bei zeitzuleben.de (das ist Ralfs Seite), da findest Du bestimmt einiges dazu.

Ich habe mir zur Geldfrage am Anfang immer gesagt: "Warum sollte denn ein anderer für die gleiche Arbeit ein Vielfaches bekommen?"

Und ich kann Dir empfehlen, niemals niemals niemals über Deinen Preis zu verhandeln. Dein Honorar ist fix. Alleine das bringt Standhaftigkeit und der Grundsatz "Kein Nachlass ohne Grund" hält Dich davon ab, grundlos runterzugehen und nimmt Dein Gegenüber in die Pflicht.

Viele Grüße
Gitte
Von: Beatrice am 10.05.2010
Vielen Dank für das sehr motivierende Feedback. Ich werde es mir zu Herzen nehmen und mutiger voranschreiten. LG BEA
Von: Norbert Jothann am 21.05.2010
Glaubenssätze

Hallo, Bea und Gitte!

Zum Stichwort „Glaubenssätze“ hier zwei Geschichten.

1.) „Yes, we can!“

Ich weiß nicht, ob die Zusammenhänge so stimmen, aber mir gefällt die Idee, die vor einem Jahr über das „Yes, we can!“ von Präsident B. H. Obama in einer Zeitung berichtet wurde.

In den Vorwahlen zur Präsidentschaftskandidatur sah es für Obama nicht so gut aus. Da kam aus seinem Wahlkampfteam der Vorschlag, den „Yes, we can!“-Satz aus der britischen Puppentrickserie für Kinder „Bob The Builder“ („Bob, der Baumeister“) zu nehmen, um die Menschen emotional mitzunehmen.

Bob, der Baumeister fragt seine Fahrzeuge und Geräte vor der Ausführung eines Auftrages, den er erhalten hat, immer: „Can we fix it?“ („Können wir das schaffen?“). Seine Helfer antworten dann mit dem zuversichtlichen „Yes, we can!“ (in der deutschen Übersetzung: „Yo, wir schaffen das!“).

„Yes, we can!“ ist ein positiver Glaubenssatz. Er baut in einem die Überzeugung auf, eine Sache zu schaffen. Das Gegenbeispiel wäre der hemmende Satz: „Ach, das schaffe ich ja doch bestimmt auch wieder nicht.“

Jetzt könnte man den einen Glaubenssatz einfach durch den anderen Satz ersetzen – und ab geht die Post… Doch: Besser ist es, vorher herauszufinden, warum man der „Überzeugung“ ist, dies nun auch wieder nicht schaffen zu können – und dann nach positiven Gründen zu suchen, warum man es doch schaffen kann. Damit hat der neue Glaubensatz „Ja, ich schaffe das!“ ein echtes Fundament, eine innere Überzeugung, und ist nicht nur so daher gesagt.


2.) „Klar, sieht man doch: Der hat Schuld!“
Kürzlich war ich indirekter Zeuge eines Unfalles. Ich bemerkte, wie ein Radfahrer mit einer Art Fahrradkuriertasche gegen die Fahrtrichtung auf dem Radweg neben mir vorbei fuhr. Im Stillen hatte ich gedacht: „Na, typisch diese Radkuriere!“

Kurz darauf hörte ich aus der unmittelbaren Ferne vor mir ein lautes „Flatsch!“

Ich schaute in die Richtung, aus der das Geräusch herkam. Was sah ich? Einen Audi A6, der wohl gerade dabei war, in eine Grundstücksauffahrt einzufahren. Die Vorderräder waren bereits auf dem Radweg. Vor dem Fahrzeug lag der Radfahrer mit viel Blut um seinen Kopf herum auf dem Boden. Der wie ein durchtrainierter, jung-dynamischer Geschäftsmann aussehende Fahrer des Fahrzeuges war ausgestiegen und beugte sich über den Radfahrer. An seiner Seite: eine junge Beifahrerin. Zudem hatte der Wagen ein Autokennzeichen aus dem Hamburger Umland, aus dessen Buchstaben oft eine abwertende Zuordnung formuliert wird.

Es sprach also viel dafür, dass sofort alle negativen Glaubenssätze, die in diesem Fall teilweise auf Vor-Urteilen basierten, zu Anwendung kommen konnten. Bei einigen um uns herumstehenden Passanten hörten wir dann auch zwei, drei entsprechende leise Kommentare, die diese "Glaubenssätze" bedienten.

Da meine Frau und ich sofort zur Hilfe eilten und halfen, den Radfahrer, der sich als Radfahrerin entpuppte, entsprechend zu versorgen, wurden wir in das Geschehen mit einbezogen.

Es stellte sich heraus, dass der gut aussehende „jung-dynamische Geschäftsmann“ bei einer Fluggesellschaft arbeitet und im positiven Sinne so gar nicht dem oben beschriebenen Bild entsprach, sondern sich bereits auf sympathische, fürsorgliche Art und Weise um die Radfahrerin kümmerte und von sich aus sofort die Polizei gerufen hatte.

Zudem erfuhren wir, dass weder die Radfahrerin selbst noch ihr Rad eine Berührung mit dem Fahrzeug hatten. Sie hatte von sich aus eine Vollbremsung gemacht und wohl verstärkt dabei die Vorderradbremse genutzt, so dass sie mit dem Rad vorne über schlug und etwa zwanzig Zentimeter vor dem Kühler des Fahrzeuges unglücklich auf dem Boden landete. Bekanntlich bluten Platzwunden und Nasen beängstigend stark… Darum das viele Blut um ihren Kopf herum.

Das Fahrzeug stand bereits, als die Radfahrerin, die übrigens kein Fahrradkurier war, sich der Einfahrt näherte. Sie hatte nur für sich bezweifelt, dass sie erstens bereits von dem Fahrer gesehen wurde und zweitens mit der hohen Eigengeschwindigkeit um den Bug des Fahrzeuges herumkäme, da gerade Fußgänger auf dem Fußweg zwischen Grundstück und Radweg auf sie zu kamen.

Es sah also von außen alles „ganz eindeutig“ (?!) aus. Bei näherem Hinsehen und Hinhören, war es dann ganz anders. Annahmen, Vor-Urteile, Glaubenssätze.

Bea, wenn Du Dich für das Thema Glaubenssätze interessierst, dann folge doch mal diesem Link:

NLP-Bibliothek – Glaubensätze


Gerade heute wurde ich auf einen Artikel aufmerksam, in dem es darum geht, welche Glaubenssätze einen Selbstständigen davon abhalten, zum Unternehmer zu werden.
Hier der Link dazu:

Glaubenssätze, die den Selbstständigen vom Unternehmersein trennen

Ob wir es wollen oder nicht, unsere Glaubenssätze bestimmen größtenteils unser Leben. Das, woran wir glauben, wird zumeist wahr. Wenn wir glauben, etwas nicht zu können, dann wird es so sein. Glauben wir aber, dass wir etwas (Neues) können, stehen die Chancen gut, dass wir unsere Wünsche auch tatsächlich verwirklichen und unsere Ziele erreichen können.

Bea, Du schreibst, dass Du eine Hamburgerin in Wien bist. Schön! grin

Dabei fällt mir gerade ein Text von dem Hamburger Dichter Gorch Fock (1880-1916, bürgerlicher Name: Johann Wilhelm Kinau) ein.

*Mensch und Heimat*

"Es gibt drei Stufen.

Die erste: der Heimat den Rücken kehren, den Himmel stürmen wollen, die Welt aus den Angeln heben.

Die zweite: sich, der Welt gram, der Heimat wieder zuwenden, in ihr alles sehen, sie zum Mittelpunkt alles Lebens machen, die Welt draußen verachten.

Die dritte und höchste: mit der Heimat im Herzen die Welt umfassen, mit der Welt vor Augen die Heimat liebend und bauend durchdringen."

Hier kommt mir insbesondere der Satzteil "Mit der Heimat im Herzen die Welt umfassen..." in den Sinn.


Herzliche Grüße aus Hamburg

Norbert

 

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