Räumen Sie auch zum Jahresende immer auf und um?
Jedes Jahresende habe ich Lust, Zeug rauszuwerfen und umzusortieren. Dann reiße ich Bücher, CDs und DVDs aus den Regalen und bringe sie in die Bücherei, verrücke zum x-ten Mal Möbel und wische Staub, wo ich sonst nie Staub wische. Natürlich setzt sich die Säuberungsaktion auch im PC fort, wo sich unbemerkt ewig viele Dateien ansammeln.
Heuer beginne ich etwas früher damit, weil ich gerade keine Lust zum Denken habe, um meine zwei Artikel, die ich schreiben sollte, anzugehen. Also Musik aufgelegt, Kaffee gemacht und gemächlich das erste Regal ausräumen. Müllsäcke liegen schon bereit.
Nun bin ich damit natürlich nicht alleine. Das Ende des Jahres lädt geradezu ein, alles abzuschließen und klar Schiff zu machen, um mit weißer Weste ein neues Jahr zu beginnen.
Wenn Sie ebenfalls zu den rituellen Auf-, Aus- und Umräumern gehören: Warum machen Sie das eigentlich?
Bei mir ist es zum Teil natürlich das Äußere: Es ist gut, mal so richtig alles durchzugehen und gründlich zu putzen. Dann ist es natürlich auch der neue Platz, der wieder entsteht, besonders wenn man rigoros ausmistet und nicht nur von rechts nach links verschiebt. Am besten finde ich aber, dass sich der Kopf erleichtert. Ich habe das Gefühl, dass die äußere Ordnung auch im Kopf ordnet – und mit jedem weggeschmissenen Teil mein Gehirn aufatmet. ![]()
Und bei Ihnen?
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Anmerkungen & Kommentare
das mit dem Aufräumen (= Loslassen) kann schon ein "Thema" sein
Bei mir sind es vor allem Bücher und "Ordner mit gesammelten Werken", bei denen mir das Entsorgen schwer fällt.
Bücher werfe ich aber nie weg, sondern verschenke sie, und so manches hat so schon dankbare Nachmirleser gefunden. Ordnerinhalte von Ausbildungen werfe ich ebenfalls nicht weg, manchmal sorgt dann meine bessere Hälfte dafür
Einiges ist mir "heilig", da traut auch er sich nicht ran. Diese "heiligen Papiere" bin ich gerade auf ein Minimum am Reduzieren und bin erstaunt, dass ich Schätze aus den 90er Jahren finde: Jede Menge mitskizzierte Vorträge zu Gesundheit und Spiritualität aus dem Albert-Schweitzer-Haus in Bonn.
DAS muss ja nun wirklich nicht sein, dass so alte Schinken, die ich längst verinnerlicht habe, meine Ordnerfläche im Keller blockieren. Und so haben ganze 8 (!) Ordner ihre letzte Ruhestätte im Papierrecycling gefunden. Endlich
Für die Zeit "zwischen den Jahren" habe ich mir "Fortsetzung folgt" vorgenommen, was meinen Kleiderschrank angeht. Dort steht Umräumen auf dem Programm, denn ein Schrank im Schlafzimmer soll wegfallen und dort eine "weibliche Kreativecke" für mich entstehen. Da darf ich nach Lust und Gestaltungsliebe walten lassen, was schon ein toller Motivator ist.
Damit zu meinem Tipp: Das Aufräumen und Ausmisten mit einer kleinen Belohnung für sich selbst verbinden!
Mit herzlichen voradventlichen Grüßen
Andrea Moseler
Das ist gerade am Jahresende günstig, wenn es darum geht, Rückschau auf das sich zu Ende neigende Jahr zu halten und das kommende Jahr zu planen.
Neben dem Alltags-Ordnung-machen habe ich immer mal wieder Lust auf grosse Aufräumaktionen.
Und erst durch diesen Artikel wird mir bewusst, dass das letztes Jahr im November so war und auch aktuell entsteht beim mir wieder mehr Platz in Regalen, Schüben und Schränken!
Sowas…
Angela
Die Print-Ordner der Jahresarchive auf das Nötigste updaten, damit die Inhalte für kommende Studien und Evaluationen bereit sind.
Gleichzeitig entstehen beim Aufräumen die neuen Datenbäume für das neue Jahr in den verschiedenen Hauptthemen der PC-Administration.
Die neuen Datenpläne in die Ferienpläne der Schulen und Mitarbeitenden integrieren und abstimmen, beginnt schon Ende Sommer, weil für die verschiedenen Workshops schon im Herbst die Räume reserviert werden, damit die besten Möglichkeiten (barrierefreie Zugänge und Infrastruktur) schon besetzt werden können.
Mir hilft es, wenn ich einen guten Teil weitergeben kann: Viele Bücher nimmt die städtische Bücherei, Haushaltssachen und Kleider gehen an die Caritas (die hat zuletzt sogar meine alten Büro-Ordner gerne genommen) etc. So trenne ich mich leichter und bin noch großzügiger beim Ausmisten.
Herzlich, Huberta Weigl
vielen Dank für die Erfahrungsberichte, die weitere Facetten aufzeigen.
Aufräumen - oder gar ausmisten - ist ja nicht per se befreiend oder entlastend. Immer wieder ein interessantes Thema, finde ich.
Viele Grüße
Gitte
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Dann verspüre ich den gleichen Effekt wie Sie: Das Aufräumen befreit ungemein. Es ist wie Ballast abwerfen. Aber nicht nur das Wegwerfen, auch das Wegsortieren finde ich sehr angenehm. Anschließend ist räumlich wie geistig wieder Platz für Neues...
Viele Grüße! Gudrun Sonnenberg