Firmenauftritt

„Ok“ ist nicht gut genug bei Texten

Gitte Härter • 17.02.2011 • email Weiterempfehlen

Seit vielen Jahren texte ich ja mit und für meine Kunden: Die einen lassen sich bei der Korrespondenz unterstützen, viele wollen ihre Website auf die Beine stellen oder erneuern oder es geht um Seminarausschreibungen und Flyer.

Wenn ich bestehende Texte oder Entwürfe begutachte, sage ich in den meisten Fällen diese zwei Dinge:

„Das ist zu bla.“

„Zu bla“ sind Texte, die entweder heiße Luft sind: Da ist jemand ins Philosophieren gekommen, bedient sich der typischen Floskeln und Umschreibungen in seinem Bereich (und sorgt damit selbst dafür, in der Masse unterzugehen!) oder redet an den Leser hin anstatt ihn bei seinen Problemen, Bedürfnissen und Lösungen zu treffen.

„Zu bla“ sind auch zu glatte Texte. Wie Teflon gleiten sie an einem ab und man bekommt gleichzeitig die Person dahinter überhaupt nicht zu fassen.

„Das liest sich auf den ersten Blick gut. Es ist okay. Sie könnten es so verwenden. Aber der Text könnte noch sehr viel mehr für Sie erreichen.“

Das ist das wahre Dilemma! Denn man lässt sich sehr schnell selbst täuschen, wenn ein Text gut klingt. Noch schlimmer ist es, wenn man sich umschaut, was andere so machen. Denn die machen häufig ja dieselben Fehler und dann schaut einer beim anderen ab, alle sind zufrieden, weil es sich ja „so gehört“. Dabei besteht das gleiche Problem wie bei Bla-Texten: der Text kommt nicht oder nicht gut genug beim potenziellen Kunden an.

Ein weiterer wichtiger Aspekt für uns Selbstständige ist es auch, mit unseren Texten einen klaren Filter zu setzen: Ihre Texte beeinflussen wahnsinnig, ob sich jemand angesprochen fühlt - und wer!

Von klassischen Umschreibungen, die unabsichtlich auch gleich zu kostenfreien Leistungen und zum Herunterhandeln einladen ganz zu schweigen!

Weitere Tipps und Workshops

Auf meiner Seite schreibnudel.de finden Sie umfassende Tipps zum Schreiben, unter anderem in den Kategorien:
Selbstdarstellung + Marketing und Korrespondenz

Ich coache Sie auch gerne beim Schreiben oder nehme Ihnen das Texten komplett ab.


Für die TrainerInnen unter Ihnen:

ab 14. März startet der zweiwöchige Workshop
Mit wirkungsvollen Seminarausschreibungen überzeugen

 

Sie können diesen Beitrag kommentieren oder ihn an einen Freund oder Bekannten email weiterempfehlen oder Ich lese: „Ok“ ist nicht gut genug bei TextenTwitter den Beitrag.

 

Anmerkungen & Kommentare

Von: Silke am 17.02.2011
So "bla" ergeht es mir immer noch mit der Startseite meiner Homepage... Ich erwäge dafür ernsthaft einen anderen Texter zu engagieren und nicht mehr selbst schreiben. Bei anderen ist es irgendwie leichter auf den Punkt zu kommen.
Grüße,
Silke
Von: Gitte Härter am 18.02.2011
Hallo Silke,

das geht auch vielen meiner Kunden so - sogar Textkollegen beauftragen oft andere, weil es einfach mitunter schwieriger ist, über sich selbst zu schreiben. Da fehlt die Distanz, man sieht manches einfach nicht mehr - oder zu viel - oder es gibt einfach frischen Wind.

Ein schönes Wochenende
Gitte
Von: Nadja am 18.03.2011
„Zu bla“ werden Texte häufig, wenn der/die Schreibende (oder der Kunde, der den Texter/die Texterin gebrieft hat) nicht genau weiß, was er oder sie mit dem Text aussagen möchte.

Wer zum Beispiel in seiner Unternehmensdarstellung auf der Webseite nur Allgemeinplätze verwendet, weiß oft nicht, was ihn nun genau von seinen Mitbewerbern unterscheidet (oder wie es so schön im Werbedeutsch heißt, was sein Unique Selling Point ist). Hier bringt es meiner Erfahrung nach wenig, nur am Text zu arbeiten, sondern es sollte erst einmal genau herausgearbeitet werden, was ausgesagt werden soll. Im genannten Beispiel also erst einmal der USP genau erarbeitet werden.

„Zu bla“ werden Texte aber auch gerne, wenn man nicht anecken, jedem gefallen und möglichst viele Dinge auf einmal erreichen möchte. Weichgespült flutscht der Text dann durch das Gehirn des Lesers und hinterlässt keinen bleibenden Eindruck (nicht mal einen frühlingsfrischen Duft).

Man kann aber einfach nicht alle Zielgruppen gleichermaßen mit einem Text ansprechen. Und gerade als Selbstständige darf (und sollte) man in seinen Texten m.E. auch klar Position beziehen. Schließlich ist man Teil des Produktes, das man verkauft.

Als nützliche Technik gegen „Bla“ kann ich Clustern nach Gabriele Rico empfehlen.

Dabei schreibt man das zentrale Wort/das zentrale Thema in die Mitte eines Blattes und umkreist es. Von diesem Kern ausgehend, notiert man seine Assoziationen, umkreist diese ebenfalls und verbindet diese mit dem jeweiligen Wort zu dem einem die Assoziation eingefallen ist.

So kommt man manchmal auf ganz neue Ideen, die man auf den ersten Blick nicht mit dem Kernwort in Verbindung gebracht hätte. Am Ende hat man einen großen Ideen-Pool, auf den man beim Schreiben zurückgreifen kann und kann so neue Vergleiche, Formulierungen oder Beispiele finden.

Viele Grüße
Nadja
Von: Silke Bicker am 19.03.2011
Hallo Nadja,

danke für den Tipp mit dem Clustern!

Schönes Wochenende mit SONNE,
Silke

 

Anmerkung schreiben

Bitte keine Firmen im Namensfeld und keine Webadresse oder sonstige Eigenwerbung im Kommentar.

Dieser Eintrag kann nicht mehr kommentiert werden.

 

 

Bestellen Sie unseren kostenlosen Kickletter: Jede Woche Tipps und Ideen für Ihre Selbstständigkeit.

 

E-Mail-Adresse:

RSSOder unseren RSS-Feed abonnieren.

 

Unsere aktuellen Selbstlernkurse:

 

Kategorien

 

Die letzten Kommentare

Heute lernen Sie: Größenwahn
Beatrice Legien  22.05

Manche Kunden machen einem nur Arbeit
Michael  22.05

Heute lernen Sie: Größenwahn
B. Waldhauser  22.05

Was ist Ihre beste Qualität?
Sommerwind  22.05

Heute lernen Sie: Größenwahn
Amos Ruwwe  22.05

 

7 Erfolgsfaktoren für Ihre Akquise!

Gute – und damit erfolgreiche – Akquise weist sieben wichtige Eigenschaften auf. Sie ist ...

111 Annahmen ...

... mit denen Selbstständige
meistens danebenliegen

 
 
Erfolgreiche E-Mail-NewsletterWebseiten, die verkaufenProfilbildung für Selbstständige