Nachgefragt: Ihr Jahresmotto 2011
Die letzten Tage des dritten Quartals ticken bereits! Die Lebkuchen sind zurück in den Läden. Zeit, zu sehen, wie es um Ihr Jahresmotto steht.
Das Jahresmotto entstand letztes Jahr durch den Artikel Unter welchem Stern steht dieses Jahr? und einige von Ihnen haben offen hier im Forum oder für sich alleine ein Leitmotiv für das laufende Jahr gewählt. So ein Jahresmotto hilft dabei, eine wichtige Sache ganz besonders im Fokus zu halten. Darum frage ich alle Vierteljahre nach, wie es damit steht.
Mein Motto für 2011 ist „weniger arbeiten“ – im Vorjahr war es für mich ja „radikaler Wandel“.
Meine Bilanz
Also das mit dem radikalen Wandel fiel mir wesentlich leichter und ich habe zahlreiche Aspekte vom letzten Jahr auch heuer erfolgreich durchgezogen, besonders was eine gesündere Lebensweise angeht. Mein Körper dankt es mir, dass ich gesünder und regelmäßiger esse und meinen Sport draußen an die frische Luft verlegt habe. So gibt es auch mal echten Sauerstoff zwischendurch ...
Das mit dem “weniger arbeiten” ist eine schwierigere Sache für mich, aber ich bin auch mit meinen kleinen Schritten zufrieden.
- Ich entferne mich heuer viel öfter vom Schreibtisch und gehe nach draußen. Zwar finden Sie mich oft mit Block oder Netbook im Café, aber das Rausgehen, der Tapetenwechsel, etwas Bewegung und die Urlaubsatmosphäre fühlt sich anders an.
- Ich baue öfter Langsamzeiten ein: mal eine Woche, wo ich den Wecker morgens nicht stelle und so lange schlafen kann, wie ich will. Da war dann auch schon mal eine Woche dabei, wo ich wie früher im Teenageralter jeden Tag bis mittags gepennt habe. Mein eigentlicher Rhythmus wäre Tagschläfer und nachtaktiv. Freitags mache ich meistens am frühen Nachmittag schon den PC aus. Besonders nach Workshops mache ich eine Ich-reiße-mir-kein-Bein-aus-Woche. Da arbeite ich zwar, mache das Nötigste oder das, was mir Spaß macht, aber dödel vor mich hin oder mache frei, wann es mir beliebt.
- Und den ganzen Dezember bis Heilig Drei König habe ich auch als Urlaub schon vorgemerkt (auch wenn ich dann mein neues Buch fertigschreiben werde).
- Das mit dem Keine-Mails-abends-und-am-Wochenende mache ich nach wie vor - außer zu Workshopzeiten - und finde es die Entdeckung des Jahrhunderts. Erstaunlich, was für einen großen Unterschied es für mich macht, keine Mails in der Freizeit zu lesen. Hätte ich echt nicht gedacht. Probieren Sie es mal aus!
Insgesamt arbeite ich also zeitweise weniger und lebe dank des letztjährigen Mottos sehr viel gesünder. Dennoch arbeite ich nach wie vor viel - und besonders wenn Workshopsaison ist, powere ich durch. Da hab ich noch keine rechte Lösung gefunden. Eine Lösung wäre, die maximale Teilnehmerzahl von 10-12 zu halbieren, aber da sind meine Erfahrungen leider gespalten: Wenn man lauter fleißige, aktive Teilnehmer hat, die auch untereinander reden, dann funktioniert das super und das Pensum ist entspannt. Aber wenn, was ich auch schon erlebt habe, die Leute passiv sind, dann ist so ein Online-Workshop mit so wenigen Teilnehmern total anstrengend, weil sich im Forum nichts tut. Das macht dann mir wiederum keinen Spaß. Ich will Fleiß, Trubel und Ergebnisse. Na mal sehen. Vielleicht mache ich mal Workshops im kleinen Kreis, wo ich nur Leute reinlasse, die sich schon als fleißige, aktive MitmacherInnen bewiesen haben.
Wie sieht es bei Ihnen aus? Sind Sie auf Kurs mit Ihrem Jahresmotto? Was hat sich getan?
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Anmerkungen & Kommentare
Na ja, im 2. Quartal gelang das besser, vor allem mit dem Einzug des Privatlebens. Momentan stecke ich in der letzten Urlaubswoche, um Energie für die nächsten 3 Monate zu sammeln. Bis zum Weihnachtsurlaub (Weihnachten bis Neujahr). Und ich habe eine Woche fern von meiner Wohnung draußen verbracht.
Mit wenigen, gezielten Akquiseaktionen habe ich reichlich Rücklauf erhalten. Ungeahnt und doch passiert. Man kann sagen mit ca. 20% Aktivität habe ich 50% auftraggebende Zielgruppen erwischt. Grinsefix, weil Freude pur sich einstellte:-).
Geritten bin ich in den letzten 3 Monaten kein Mal, habe aber ein Pferd immerhin spazieren geführt und Bodenarbeit mitmachen können.
Am Wochenende keine Mails checken, klappte weniger gut. Lag aber an der Jahreszeit, denn im Sommer laufen auch wochenends Veranstaltungen.
Berufliche Reisen kommen demnächst wieder vor. Irgendwie fahre ich nun häufiger nach BaWü und Bayern und das gefällt mir sehr. Bis auf das unverständliche Schwäbisch...
Pausen während der Arbeit wurden in den letzten Wochen vor dem Urlaub nicht eingehalten. Sträflich. Ändere ich wieder. Genauso das Lassen von Lesen meiner E-Mails nach eingeläutetem Feierabend. Wenn ich im Büro sitze läute ich ihn wirklich mit einem Glöckchen ein. Das hilft mir in meinem Home-Office enorm, habe ich festgestellt!
Freu mich auf die Fortbildung nächste Woche und bin sehr auf die Inhalte gespannt:-).
Grüße,
Silke
"Der Service an meiner Person." Das hast Du ja super mit Deinem generellen Motto verknüpft, Heike. Und ich finde das aus einem weiteren Grund ein schönes Ziel: Es gibt Menschen, die einfach gerne viel machen. Ich zähle mich dazu. Daran ist auch nichts verkehrt, finde ich. Jeder hat sein eigenes Maß. Doch der "Service an sich selbst" ist eine andere Sache!
Ansonsten: Gratuliere zu den schönen Erfolgen (sogar Auszeichnungen!) für Euer Unternehmen!
@Silke
Gratuliere: da hat das ja mit dem Pareto und der Akquise wunderbar funktioniert. Toll! So soll das sein.
Ansonsten haben wir ja das von Heike angesprochene "Service an sich selbst"-Thema gemeinsam, was?
Und das mit dem Schwäbisch hat mich zum Lachen gebracht. Ich habe nämlich vor laaaanger Zeit mal einen Schwaben vom Bodensee kennengelernt, der so einen heftigen Dialekt hatte, dass ich die erste Zeit totale Mühe hatte. Da ist "normales Schwäbisch" ja ein Dreck dagegen.
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Gitte Härter •
Einmal im außen: Mehr raus zu den Kunden, mit den Bauherren sprechen - dieses Ziel habe ich einigermaßen durchgezogen. Dank eines persönlichen Bauherrn bin ich z.Zt. jede Woche auf dem Baustellen-Jour-Fix-Termin.
Mit Eberle Bau haben wir heuer einige Auszeichnungen erhalten. Jetzt bin ich aktuell dran, dass wir auf "gute-bauunternehmen" gelistet werden. Ich bin der festen Überzeugung: Langfristig überleben nur die GUTEN, die mitdenken, die sich für ihre Kunden einsetzen.
Auf der Seminarschiene bewegt sich derzeit Einiges. Mein "Meckerseminar für HandwerkerINNEN" stösst auf Resonanz.
Das Einzige, was bei mir zu kurz kommt, das bin ich: Der Service an meiner Person. Und aktuell darf ich das auch gesundheitlich spüren. Der Druck auf den Ohren hängt nach neuester Diagnostik mit der aufsteigenden Magensäure zusammen. Ich deute dieses Symptom als: zu viel um die Ohren. Doch auch hier weiß ich wie Gitte es auch schreibt, kein Patentrezept. Ja, die fließigen Bienen kommen wohl aus diesem Hamsterrad nicht so ganz raus. Vielleicht Gitte sollten wir nochmals einen 42-Was-tut-mir-gut-Marathon im Netz starten....