Selbstmanagement

Nachgefragt: Ihr Jahresmotto 2011

Gitte Härter • 28.06.2011 • email Weiterempfehlen

Letztes Jahr hatte ich gefragt Unter welchem Stern steht dieses Jahr?. Damals haben gaaaanz viele MitleserInnen in den Kommentaren ein Jahresmotto gewählt, bei meinen vierteljährlichen Nachfragen haben sich dann nach und nach nur noch wenige gemeldet. Da ich und ein paar weiterhin aktive Mitmacher von dieser Aktion sehr profitiert haben und ich weiß, dass viele von Ihnen lieber still bei sowas mitmachen, als in den Kommentaren zu schreiben, habe ich es für 2011 fortgesetzt.

Meine Bilanz zu 2010 und mein neues Motto für 2011 stehen hier. Einige von Ihnen haben sich ebenfalls wieder ein Jahresmotto gewählt und im März das erste Vierteljahr Revue passieren lassen. Nun haben wir schon Ende Juni: Zeit für die Halbjahresfrage:

  • Wo stehen Sie mit Ihrem Motto? Was hat sich getan?
  • Wie zufrieden sind Sie?

Meine Halbjahres-Bilanz:

Mein letztjähriges Motto war “radikaler Wandel”. Es erstaunt mich selbst nicht, dass mir das sehr viel leichter gefallen ist als das neue: “weniger arbeiten”, bin ich doch eher ein Machen-und-tu-Mensch, der immer wieder neue tolle Ideen hat, die ich uuuunbedingt machen will. grin

Trotzdem bin ich ganz stolz über einige Fortschritte:

  • Letztes Jahr schon erfolgreich abgewöhnt habe ich mir das Abendarbeiten. Das habe ich früher immer gemacht. Nur in Zeiten, wo ein Online-Workshop läuft, bin ich abends immer noch am Machen, weil der Rhythmus meiner Teilnehmer einfach oft abendlastig ist. An Wochenenden ist es zweigeteilt: oft mache ich gar nichts, mitunter gibt es schon ein bisschen was tun. Ich habe mir aber angewöhnt, mir in der Regel den Samstag arbeitsfrei zu halten und nicht alles übers ganze Wochenende zu verstreuen.

  • Seit März gehe ich dreimal die Woche abends in den Englischen Garten zum Sporteln. Da ich keine Lust habe, vom Schreibtisch in Sport zu hetzen, höre ich an diesen Tagen meistens schon am Nachmittag zu arbeiten auf und setze mich dann vorher noch gemütlich in ein Café.

  • Ich habe mich entschieden, endlich einen Roman zu schreiben, statt mich wieder auf einen Ratgeber zu stürzen. Roman ist Spaßarbeit und gilt daher nicht als Arbeit.

  • Bisher habe ich mich erfolgreich zurückgehalten, ein neues Projekt zu starten. wink Ich habe nämlich eine großartige Idee und total viel Lust auf eine neue Website. Normalerweise wäre ich schon vorangeprescht, aber noch zügle ich mich. Denn so spaßig und spannend es ist: es ist doch wieder auch Mehrarbeit ans Bein gebunden. Diejenigen unter Ihnen, die auch immer Lust zu Neuem haben, wissen wie das ist ...

  • Die überraschendste Verbesserung für mich ist es, abends und am Wochenende nicht mehr in mein Mailpostfach zu schauen. Das mache ich erst seit Mai und es ist die wahre Wohltat! Es fällt mir erstaunlicherweise auch überhaupt nicht schwer.

  • Da ich kein Urlaubswegfahrer bin, plane ich mir heuer öfter Scheinurlaub ein: ungestört von der Außenwelt kann ich so arbeiten oder ausschlafen oder rausgehen, wie ich lustig bin. Eine Auszeit mit Aufarbeiten von einigen Dingen im eigenen Rhythmus.

  • Und eine schöne Verbesserung ist die Anschaffung eines Netbooks. Das ist zwar nicht unbedingt “weniger arbeiten”, aber in relaxter Kaffeehausatmosphäre mal eben Newsletter- und andere Texte zu schreiben, das fühlt sich gleich ganz anders an.

Insgesamt will ich jetzt nicht behaupten, dass ich bisher großartig weniger arbeite, aber es sind alles kleine Mosaiksteinchen, die in die richtige Richtung gehen. Ich bin halt ein Gerne- und Vielarbeiter.

Was hat sich bei Ihnen im zweiten Quartal getan? Vielleicht wollen Sie sich für die nächste Jahreshälte ja auch noch ein Motto aussuchen?

 

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Anmerkungen & Kommentare

Von: Heike Eberle am 28.06.2011
Hallo Gitte,

rechtzeitig zum Halbjahrestermin ist es schön zu reflektieren. Obwohl ich in diesem Moment gerade ein anderes To-Do auf meiner Liste, schiebe ich den Jahres-Halbjahres-Review zwischenrein, das fühlt sich gerade gut an:

- Mein Internetumbau ist gut gelungen, so die Resonanz im Außen. Doch den erwünschten Preis konnte ich nicht erzielen.

- Die Servicethemen sind gut am Laufen: Der Alltag bietet mir genügend Stoff, um immer wieder in meinem Blog zu berichten.

- Winning-for-Princess ist auch ein neues Motto von mir. Mit Wettbewerben an der Stange bleiben, sich und seine Mitarbeiter zu motivieren, ist eine für mich kluge Strategie. So bin ich durchgestartet beim "Großen Preis des Mittelstandes" und unsere Firma hat den Vorstoss bis in die "Juryliste" gepackt. Das war richtig viel Arbeit, denn die Ausarbeitung mehrerer Anforderungskriterien kostete Monate.

- Genau wie Gitte bin ich ein schlechter Pausenmacher. Alles andere kann ich besser. Auch ich gehöre zu der Spezies: Just-do-it. So habe ich jetzt angefangen mittags in einem anderen Raum zu essen, damit ich nicht gleichzeitig esse & arbeite.

- Mit meinen Handwerksseminaren, vor allem den Meckersäcken bin ich weiter dran: Demnächst auch im Norden Deutschlands.

- Mehr draußen zu sein, das habe ich nicht ganz hinbekommen. Nehme ich mir für das 2.Halbjahr wieder vor.

- Für das nächste Halbjahr freue ich mich auch auf Urlaub, auch wenn nur Kurzurlaub, dafür aber 2 x im Juli und September.
Von: Maria am 28.06.2011
Danke! Gitte, dass du mich daran erinnert hast.
Ich habe nachgeschaut, und Folgendes gefunden (im Dezember 2010)

"Mein Jahresmotto:
! & Mehr & besser
Was das ! bedeutet: bitte lasst mir mein Geheimnis (wenn es soweit ist, werde ich es mitteilen)"

Also, die Erklärungen:
! es dauert nicht mehr lange! Ich bin beim Endspurt grin (und es ist ein tolles Gefühl!)
Mehr Geld für die bessere Arbeit: Ja, ich verdiene jetzt mehr, und darüber freue ich mich auch! (Na ja, mehr pro Stunde, aber z.Z. sind's weniger Stunden...)
sommerliche Grüße!
Maria
Von: Ulrike am 29.06.2011
Das erste halbe Jahr mit HP und neuen Räumen gut durchgestartet.

Fürs 2.Hj. auf ist das Ziel eine Umsatzsteigerung und 'Vertrauen, diese auch zu erreichen.....

... über die Brücke gehen wenn sie kommt!
grin
noch einen schönen sonnigen Tag und viel spaß beim reflektieren....wink
Von: Gitte Härter am 30.06.2011
Hallo Heike, Maria und Ulrike,

wie schön! Ich freue mich, dass Ihr Euch zur Motto-Frage meldet - nicht nur hält es einen bei der Stange und gibt Gelegenheit zur positiven Rückschau, sondern es ist auch inspirierend zu lesen, was andere so tun.

Viel Erfolg weiterhin!
Gitte
Von: Silke Bicker am 30.06.2011
Hallo Gitte,

wie schön, hier auch schriftlich posten und rekapitulieren zu können!

Mein Ziel für 2011 liegt und lag in "Mehr Privatleben und genug Berufsleben" ohne Burnout-Gefahr noch weiter zu pushen.

grin wenn ich am Wochenende arbeite, habe ich 1 Alltag frei - klappt größtenteils
grin Brückentage zwischen Wochenende und Feiertag/en nutzen - JA! Kurzurlaub..
grin Am Wochenende keine E-Mails checken, es sei denn eine Veranstaltung liegt an - JA und wow, wie entspannend...
grin mehr mit Pferden zusammensein (reiten, Bodenarbeit,ausmisten...) na ja, auch, noch zu selten.
grin Reisen - JA, beruflich seit April relativ viel. Bin jetzt öfter in BaWü u. Bayern unterwegs, auch im Norden
grin mehr Unternehmen als Kunden - JA.

Das alte Motto ist auch das neue, denn Pausen während der Arbeit klappen irgendwie immer seltener und sind doch so wichtig.

Grüße,
Silke
Von: Volkert Brammer am 30.06.2011
Hallo Gitte,

mein Motto ist "Erfolge feiern und das Leben genießen".

Erfolge gibt es gerade reichlich: *Fertigstellen meiner Texte für die Homepage - Gut Ding will auch Weile haben wink
*2 ganz besondere Trainings durchgeführt
*spannende Teamworkshops geleitet
*weiterhin anregender Support durch Kollegen
*regelmäßiges Arbeiten im Netzwerkbüro in der Stadt
*fertige Planung von 3 mittelgroßen Projekten bis Ende November

Das Feiern dieser Erfolge bleibt gerade etwas auf der Strecke wink. Aber es kommt gerade durch die Hintertür herein, indem ich mir Belohnungen für meine 3 Projekte gönne, gerade auch für die Teilschritte grin. Und so auch mal inne halte und mich einfach nur über meine Erfolge freue, z.B. bei einer neuen CD, Kaffee und Kuchen. Und wenn ich dann auch noch dabei das Leben genieße … grin

Lieben Gruß
Volkert
Von: Sandra Schuhmann am 04.07.2011
Hallo zusammen! Mein Motto war und ist: mach´s EINFACH.
Tappe ich doch oft in die Perfektionsfalle und dann fällt mir noch was ein und noch was und am Ende ist alles so groß und aufwendig und manchmal auch kompliziert, dass ich fast keine Lust mehr habe, oder denke, das schaffe ich niemals. Seit ich dieses Motto habe - es hängt direkt über dem Schreibtisch winkstelle ich mir dann die Frage, wie es einfacher gehen kann - und bin erstaunt, wieviel Druck aufeinmal raus geht. Dann streich ich alles Komplizierte weg und schon geht es los. Dadurch ist mein ganzes Leben echt einfacher und ruhiger geworden. Die Newsletter gehen z.B. viel schneller und positive Rückmeldung gibt es auch dazu, aber auch andere schriftliche Arbeiten. Und in der Familie profitieren auch alle davon. Ich habe viel Zeit gewonnen, mach mich eben nicht mehr so verrückt und bin insgesamt gelassener.
Die Idee mit den arbeitsfreien Abenden von Gitte gefällt mir super. Denn da verbringe ich auch (noch)zuviel Zeit im Büro. Mal sehen, wie ich das angehe.wink
Danke für die die tollen Impulse im Unternehmenskick.
LG Sandra

 

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