Motivation und Ausgleich

Motivieren Sie sich eigentlich gezielt?

Gitte Härter • 10.06.2008 • email Weiterempfehlen

Ich weiß noch gut, dass vor einem oder zwei Jahren mal der zeitzuleben.de-Newsletter bei mir eingetrudelt ist und Ralf darin irgendwas erzählte von wegen, man solle sich zwölf kleine Sachen überlegen, die einem gut tun. Daraus könne man dann täglich schöpfen. Daraufhin hab ich Ralf eine E-Mail geschrieben und gesagt: „Schöne Idee. Aber 12 SACHEN, so viele fallen mir gerade gar nicht ein.“ Worauf Ralf mir entsetzt zurückgemailt hat (also ich weiß nicht, ob er entsetzt war, aber es klang entsetzt): „Wie? Dir fallen nicht mal 12 Sachen ein, die Dir gut tun?“

Ob das jetzt alles historisch genau so belegbar ist, weiß ich nicht mehr, aber vielleicht sind Sie ja genauso strange drauf wie ich und haben sich bisher gar nicht so richtig Gedanken darüber gemacht, was Sie im Alltag erfreut und was Sie ganz gezielt für sich tun können, um sich zu motivieren.

Hier ein paar Dinge, die häufig in Coachings oder Trainings fallen:

  • einen strukturierten Plan haben und die nächsten Schritte klar vor sich sehen
  • einfach mal rausgehen in die Natur oder in den Garten
  • sichtbare Fortschritte (z. B. ein kleiner werdender Stapel, ein neuer Kunde)
  • sich etwas trauen/mal über den eigenen Schatten springen
  • sich kleinere, leicht erreichbare Teilschritte vornehmen und dadurch schneller Fortschritte machen
  • Zurückblicken auf das, was ich schon geschafft habe
  • Belohnungen: ein Käffchen, tagsüber mal bummeln gehen
  • den Lieblingskunden oder sonst einen netten Menschen anrufen und kurz plaudern

Einer meiner Kunden hat mir auch noch eine schöne Sache erzählt: Er druckt sich Lob, das er von Kunden bekommt, immer aus und hängt es sich vor die Nase.

Jetzt sind Sie dran: Was tun Sie, um sich zu motivieren?

 

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Anmerkungen & Kommentare

Von: Schlee-Tulius,Lioba am 16.06.2008
Hallo, ich habe das Wochenende mit verschiedenen Arbeiten strukturiert: Eine " Krusch ( Kleinkram) Ecke", mal endlich sortiert, die mich schon lange auf der Fensterbank gestört hat. Die getrocknete, aber noch nicht weggefaltete Wäsche versorgt, denn dabei konnte ich die Gedanken so schön baumeln lassen und einen Flyertext entwerfen, den ich schon lange brauche. Materialien für den Flyer sichten und zusammenstellen, zum Essen aufs gegenüberliegende Pfarrfest, nebenher ein bißchen klönen und entspannen und dann wieder in die Textarbeit einsteigen. Alles in allem ein arbeitsreicher, aber erfolgreicher und gleichzeitig entspannender Tag!
Abends mit der zurückkommenden Tochter und dem Sohn noch Erlebnisse austauschen und dann müde ins Bett fallen war ein schöner Abschluß.

Ich merke immer, dass das Abwechseln zwischen den verschiedenen Tätigkeiten insgesamt den Stress reduziert und den Tag viel länger erscheinen läßt.

Herzlichen Gruß und hier mal DANKE für die vielen positiven Anregungen!

Lioba Schlee-Tullius, Logopädin, Referentin, Lachyogatherapeutin

P.S. meinem Mann, Zauberkünstler und Moderator, schicke ich eure News passend zum Tagesthema
immer gerne rüber......
Von: Gitte Härter am 17.06.2008
Guten Morgen Lioba,

vielen Dank für Ihren Bericht ... da spürt man schon beim Lesen, wie relaxt und gleichzeitig produktiv dieser Tag war!

Das mit dem Abwechseln mache ich auch ganz bewusst, besonders wenn ich mal über's Wochenende viel zu tun habe. Dann wechsel ich - genau wie Sie - durch zwischen "Waschmaschine füllen", "Artikel anfangen", "Buch lesen", "Artikel fertig machen", "Wäsche aufhängen". Das ist von der Wahrnehmung und von der Unterbrechung her wirklich super.

Und LACHEN ist natürlich wichtig (das Stichwort!).

Herzlichen Dank für Ihr schönes Feedback zum Newsletter ... und dass Sie ihn Ihrem Mann weitersenden (den ich hiermit ebenfalls grüße und bewundere: zaubern ist auch eine tolle Sache. Was man da alles können muss, besonders, was den Draht zum Publikum und clevere Kommunikation angeht).

Viele Grüße
Gitte
Von: Ursula Kruck-Hantschel am 24.06.2008
Hallo Gitte,

mein kleines feines Rezept mich zu motivieren:

Ich habe in Outlook einen Termin, den ich jeden Tag sozusagen mitnehme in den nächsten. Dieser heißt "Erfolge" (erfolgreich durchgesetzt, standhaft geblieben, Etappenziel erreicht, ein Kompliment bekommen, ruhig geblieben, mir etwas gegönnt, einem Menschen erfolgreich unterstützt, ein Seminiar erfolgreich beendet usw.)

Dort notiere ich regelmäßig das, was ich persönlich als Erfolg ansehe. Da ich es täglich mitnehme (drag & drop) habe ich es immer griffbereit. Ich versehe meine Erfolge mit einer „von mir für mich“ entwickelten Punkteskala und sammle eifrig Pluspunkte.

Dies ganz gezielt positiv, so lasse ich das Negative des Tages nicht groß werden und einfach hinter mir.

Und wenn ich mich mal down fühle, dann schaue ich, was ich alles bereits geschafft habe. Dann staune ich manchmal über mich selbst wink.

Diese kleine feine Schatzkiste über Jahre gesammelt ist schon ein schönes Selbstwertpolster, gerade dann, wenn mal die Stimmung droht zu kippen hat es sich für mich als wertvoller Ratgeber erwiesen! grin

Liebe Grüße
Ursula
Von: Gitte Härter am 25.06.2008
Hallo Ursula,

das ist ja eine wirklich schöne Idee mit der "fortgeführten Erfolgsschatzkiste"!

Vor allen Dingen begeistert mich auch, dass Du das notierst, das Du persönlich als Erfolg ansiehst:

- erfolgreich durchgesetzt,
- standhaft geblieben,
- Etappenziel erreicht,
- ein Kompliment bekommen,
- ruhig geblieben,
- mir etwas gegönnt,
- einem Menschen erfolgreich unterstützt,
- ein Seminiar erfolgreich beendet usw.

Tolle Beispiele für diese ganz alltäglichen Dinge, die wir allzu oft gar nicht bewusst wahrnehmen.

Danke!

... und einen schönen Tag
Gitte
Von: Ursula Kruck-Hantschel am 07.07.2008
Hallo Gitte,

Danke - und gerne wink.

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Gitte: Tolle Beispiele für diese ganz alltäglichen Dinge, die wir allzu oft gar nicht bewusst wahrnehmen.
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Für mich sind dies keine "alltäglichen Dinge".
Wenn man sie dazu werden lässt, dann werden diese ja nicht mehr wahrgenommen, sondern als "alltäglich" abgetan.

Nachdem ich sie für mich als etwas "Besonderes" werden ließ haben sie inzwischen einen "besonderen Stellenwert" in meinem Leben bekommen.

Dieses Schatzkästchen für "Alle Fälle" begann ich 1994 zu füllen und ich empfehle das gerne weiter.

Die Wirkung ist auf Dauer eine Wolke auf der sich schweben lässt grin

Ich weiß, dass sollte ich jetzt nicht so laut sagen, stehen doch die Neider Schlange... doch:
Ich habe einer bestimmten Stelle in meinem Leben beschlossen: Wer von mir lernen will, der kann das gerne tun, wer lieber neidisch sein will, der soll es sein, schließlich habe ich mir den Neid redlich verdient wink

Eine schöne Woche wünscht
Ursula

 

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