Ladenbesitzer: Kunden-Reinhol-Schilder
Lassen Sie uns mal nochmal über Sichtbarkeit sprechen. Im November hatten wir schon mal eine kleine Artikelserie zu Auffindbarkeit, Schildern etc.
Nun gibt es ja auch die Kategorie Reinhol-Schilder: Einerseits, um etwaige Standortnachteile auszugleichen, etwa wenn man Ihren Laden von der Straße aus nicht sieht. Andererseits, um Laufkundschaft Informationen buchstäblich im Vorbeigehen mitzugeben.
Ich habe heute morgen mal einige Schilder fotografiert:
Apotheke
von Straße und Gehsteig zurückversetzt, verschwindet hinter dichten Bäumen, hat sehr großes, hohes Schild aufgestellt, das weithin sichtbar ist (auch für vorbeifahrende Autos auf der dicht befahrenen Straße)

Metzgerei
Auch sowas ist wichtig: vorbeigehenden Passanten zu vermitteln, was wichtig ist. Dass eine Metzgerei mit Imbiss Sitzplätze hat, ist nicht selbstverständlich. Sehr gut mit einem großen Schaufensteraufkleber gelöst, der auch von weitem schon ins Auge springt:

Werkstattladen
Dieser Werktstattladen liegt in einem riesigen Gebäudekomplex an einer langen, stark befahrenen Straße. Schon viele Meter vor dem Laden ist ein Schild am Zaun, der auf den Laden aufmerksam macht und die Richtung weist.

Sehr gut gelöst: Riesige Beschriftung auf der Hauswand (auf beiden Seiten). Und: Man sieht auch sofort, was es da alles gibt!

Kosmetikstudio
Im Innenhof versteckt zu sein, ist immer etwas ungünstig. Sehr auffällig gemacht, man kommt gar nicht dran vorbei:

Bäckerei
Ein kleiner Backshop in einer reinen Wohngegend. Alles sehr verwinkelte Straßen, man sieht nicht, was um die Ecke ist. Dieses Schild steht an einer Kreuzung im Rasen. Nachteil daran: Es ist nur für Fußgänger zu sehen, die von einer bestimmten Richtung kommen und es ist etwas voll, klein geschrieben und hat einen etwas zu dominanten Hintergrund:

Bitte achten Sie auf den Zustand Ihrer Schilder!
Das hier ist nicht der einzige Alptraum, dem ich begegnet bin: vor Dreck starrende, verwitterte und vergilbte Schilder, halb abgefetzte Firmennamenaufkleber oder kaputte Leuchtreklamen ... all das macht einen fiesen Eindruck und lässt Sie schmuddelig und schlampig erscheinen:


Wenn Sie einen Laden haben: Gehen Sie doch gleich mal nach draußen. Schauen Sie sich nicht nur Ihre Fassade an, sondern umrunden Sie Ihren Gebäudekomplex, gehen Sie mal in die anliegenden Nebenstraßen und schauen Sie, von wo man Sie wirklich wahrnimmt.
Fragen Sie Ihren Vermieter oder die Gemeinde/Stadt, ob Schilder möglich sind und in welcher Form. Klar ist es letztlich auch eine Kostenfrage, sowohl was die Machart der Schilder angeht als auch Nebenkosten wie etwa „Luftsteuer“.
Es gilt: Wenn man Sie nicht sieht, kann man Ihnen nichts abkaufen. Banal und dennoch ein typischer Stolperstein für Ladeninhaber. Ach, dazu gibt’s noch einen Artikel: Der Bäcker bei mir um die Ecke
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Anmerkungen & Kommentare
Nochmal liebe Grüße
Edeltraud
ja: am Wochenende. Mir ist aufgefallen, dass sich auf meinem Spazierweg relativ viele solcher zusätzlichen Hinweisschilder befinden (was großartig ist! Viele Läden nimmt man gar nicht wahr, und die kommen gar nicht auf die Idee, dass man zusätzliche Werbung dieser Art nutzen kann/sollte).
Das mit der Betriebsblindheit stimmt natürlich: Da läuft man oft wie ferngesteuert selbst dran vorbei. Ich kenne es auch, dass Ladenbesitzer selbst unter ihrer Fassade leiden oder unter solchen kaputten oder alten Schildern und es dann aber lieber hundertprozentig machen wollen und dann "nur mal in der Zwischenzeit" so olle Selbstpräsentationen stehen lassen. Dass das aber jeden Tag aufs Neue dem Geschäft schadet, merken sie dabei nicht.
Wegen TV-Coachings. Ich habe ja keinen Fernseher mehr jetzt, aber mir letztes Jahr einige davon angeschaut. Und mein Fazit war auch ganz begeistert: Coaching per TV – Bringt’s das?
Viele Grüße
Gitte
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Gitte Härter •
Total wichtig, diese Tafeln.
Leider wird man sehr leicht "betriebsblind" sieht zwar, dass die Tafeln nicht mehr das gelbe vom Ei sind, und lässt sie trotzdem stehen.
Bis jemand kommt und wieder mal die Augen öffnet!
Danke und liebe Grüße
Edeltraud