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Kurztipp zum Schreiben

Ralf Senftleben • 25.09.2008 • email Weiterempfehlen

Falls Sie in Ihrem Unternehmensalltag öfters schreiben müssen und mit Ihren Texten Wirkung erzeugen wollen, dann könnte der folgende Tipp nützlich für Sie sein.

Achten Sie beim Schreiben immer auf Ihre Stimmung. Ihre augenblickliche Stimmung transportiert sich automatisch in Ihre Texte. Wenn Sie sich kraftvoll und energisch fühlen, wird sich das auch in Ihren Texten zeigen. Wenn Sie müde oder deprimiert sind, schreiben Sie wahrscheinlich auch unklare, müde und deprimierte Texte

Deswegen macht es Sinn, vor dem Schreiben die eigene Stimmung zu überprüfen und gegebenenfalls etwas für die eigene Stimmung zu tun. Ich mache z. B. oft Turn- und Streckübungen vor dem Schreiben, weil mein Stil dann entspannter und gelassener ist. Oder bevor ich eine Produktinfo oder einen Werbebrief schreibe, gehe ich gezielt in Kontakt mit meiner Begeisterung für das Produkt, das ich beschreibe, damit die Begeisterung sich auch in meinen Texten wiederspiegelt.

Mein Tipp fürs Schreiben ist also: Achten Sie vor dem Schreiben auf Ihre Stimmung und bringen Sie sich sogar vor dem Schreiben gezielt in die Stimmung, die in Ihrem Text rüberkommen soll.

 

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Anmerkungen & Kommentare

Von: Gitte Härter am 25.09.2008
Guten Morgen Ralf,

_gehe ich gezielt in Kontakt mit meiner Begeisterung für das Produkt_

Ja, das kann ich nur bekräftigen: Es wirkt sich nicht nur auf Texte aus, sondern darüber, ob einem überhaupt was einfällt, ob es leicht von der Hand geht.

Wenn ich einen Artikel oder ein Buch schreibe, dann fließt es nur, wenn ich auch ETWAS ZU ERZÄHLEN HABE, wenn ich was RÜBERBRINGEN WILL. Und für's Wollen ist die eigene Lust "an der (richtigen) Message" zuständig grin


Übrigens ist das Reinsteigern nicht nur für's Schreiben, sondern auch für ungeliebte Aufgaben ein gutes Mittel. Sich in die rechte Stimmung für die Ablage, für die Verwaltung oder fürs Aufräumen zu bringen, hilft auch beim Tun - auch wenn's nicht das Schreiben ist.

Auf wiederlesen
Gitte
Von: Norbert am 25.09.2008
Guten Morgen, Ralf!

Klasse Tipp!

Bei wichtigen Schreiben versuche ich, mich in die Person zu versetzen, der ich meinen Brief schreibe. Danach lasse ich diesen Text einen Tag liegen, um ihn noch einmal mit Abstand zu lesen. Das hilft mir, unbeabsichtigt transportierte "Ton- und Stimmungslagen" zu erkennen und zu korrigieren, bevor ich diesen Brief abschicke.

Das mit dem posititven Hineinsteigern in die jeweilige Aufgabe kann ich nur bestätigen. Das klappt.

@Gitte

...bei der Ablage habe ich das noch nicht probiert. Danke für die Idee.

Euch einen schönen Tag.

Norbert
Von: Ralf Senftleben am 25.09.2008
Norbert, das "sich in die andere Person versetzen" ist in meinen Augen sogar noch wichtiger, als sich in die richtige Stimmung zu bringen. Danke für den guten Tipp.

Das kann man sogar operationalisieren, indem man sich vor dem Schreiben eine Reihe von Fragen stellt:

• In welcher Situation befindet sich der Lesende wahrscheinlich? Grundsätzlich oder auch speziell im Augenblick des Lesens? (z.B. sind Leute, die im Internet surfen tendenzell eher ungeduldig und im Hin-und-her-hüpf-Modus)
• Welche Wünsche, Probleme, Sorgen, Bedürfnisse hat der Lesende wahrscheinlich? (Besonders wichtig beim texten von Produktinfos, Werbebriefen)
• Was ist dem Lesenden wahrscheinlich wichtig?
• Und wie kann ich diese Annahmen in meinen Text mit einfließen lassen?
Von: Ursula Kruck-Hantschel am 28.09.2008
Hallo & Guten Morgen Ralf,

danke für diesen Gedankenanstoß, der meinen bisherigen Regeln noch intensiviert. grin

Grundsätzlich schreibe ich überhaupt nichts, wenn ich wütend bin! Schon allein aus dem Gesichtspunkt, dass man in solch einer Verfassung keinen besonders klaren Kopf hat. wink

Erhalte ich ein provokatives Schreiben, lese ich es kurz, lege es weg und suche Abstand, um es einen Tag später aus einem anderen Blickwinkel sehen zu können. (Damit der Kopf klar ist und ich nicht „re- agiere“ wink )

Nachdem ich den Text verfasst habe, lasse ich ihn auch noch einmal ruhen, überarbeite diesen später und erst dann, wenn ich ein "gutes Gefühl" habe und sicher bin, dass ich positiv antworte, sende ich ihn ab.

Ich habe den Empfänger immer dabei im Gedächtnis, klar ist mir jedoch, dass dieser nicht so konstruktiv mit Schreiben umgehen könnte. Damit meine ich, dass man sich noch so viel Mühe geben kann, wenn der Empfänger dies nicht so sehen möchte, dann habe ich zwar mein Bestes gegeben und dies im "Guten-Bauch-Gefühl", alles weitere jedoch hat das Gegenüber in der Hand.

Wenn dieser eigenverantwortlich damit umgeht wird sicherlich eine gute Entwicklung stattfinden.

Liebe Grüße aus dem Hessenland
Ursula

 

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