Firmenauftritt

Kleiner Korrespondenz-Check

Gitte Härter • 10.12.2008 • email Weiterempfehlen

Schauen Sie sich mal Ihre Briefe oder E-Mails an:

  • Bin das ich? „Rede“ ich so? Kommt meine Persönlichkeit bzw. der Firmencharakter durch?
  • Könnte ich diesen Brief, so wie er jetzt ist, an irgendjemand anderen schicken, wenn ich einfach den Empfänger und die Anrede austausche?

Wenn Sie die erste Frage mit „Absolut!“ beantworten und die zweite mit „Natürlich nicht, die Briefe sind ja immer so individuell auf den Empfänger abgestimmt, dass das nicht geht.“, dann ist alles gut. Wenn die Antworten nicht so eindeutig ausfallen, vergeben Sie Chancen.

 

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Anmerkungen & Kommentare

Von: Norbert Jothann am 10.12.2008
Hallo, Gitte!

Kennst Du Anbieter, die sich mit Korrespondenz-Check beruflich beschäftigen? Also den Korrespondenz-Erfolg im Auftrage des Kunden relativ opjektiv betrachten und konstruktiv bewerten können?

Es geht ja auch darum, daß Schreiben beim Adressaten genauso ankommen, wie sie vom Schreiber gemeint und geschrieben wurden.

Auch wenn ich einen mit mir übereinstimmenden, persönlichen Schreibstil habe und vorwiegend so schreibe, wie ich größtenteils auch spreche, so ist damit noch lange nicht gewährleistet, daß ich mit meinen Schreiben verkäuferisch auch das bewirke, was ich mit meinem Brief / mit meiner E-Mail bezwecke.

Auch wenn ich individuelle Briefe verfasse, weil ich meinen Kunden beziehungsweise den Adressaten beim Schreiben bildlich vor mir sehe, so gibt es doch immer wieder ein, zwei Absätze, die ich fast allen anderen Adressaten auch zukommen lassen kann, weil ich ja bei meinem identischen, persönlichen Schreibstil bleibe.

Die Kerninformationen werden wohl bei vielen Briefen gleich bleiben.

Und dennoch hast Du freilich Recht: Anrede, einleitende und abschließende Formulierungen weichen voneinander ab. Je nach dem, wie gut ich den Adressaten kenne.

Ich wünsche Dir noch einen schönen restlichen Mittwoch.

Norbert
Von: Gitte Härter am 10.12.2008
Guten Abend Norbert,

natürlich ist das Thema Korrespondenz komplexer (darum steht ja auch "kleiner Korrespondenz-Check drüber wink). Diese Punkte habe ich aufgegriffen, weil das, wenn ich die beiden häufigsten Fehler - bzw. Chancenvergeber - benennen müsste, die Spitzenreiter wären.

Irgendwie scheint das Schriftliche bei den meisten Leuten einen Schalter umgehen zu lassen und dann wird "neutral losgebusinesst" - und damit wird das Ganze uniform, der Leser kann sich nichts vorstellen (was besonders bei Einzelunternehmen wichtig ist) und fühlt sich nicht gemeint.

Spezielle Anbieter, die Korrespondenz checken kenne ich keinen (ich selbst mache das natürlich auch im Rahmen meiner Coachings) - aber das sollte kein Problem sein, da genug Leute zu finden, die Korrespondenz optimieren und auch auf verkäuferische Aspekte checken.

Selbst dann: Du kannst natürlich immer nur aus Deiner Sicht das Optimum rausholen - der Empfänger liest und versteht die Dinge so, wie er es liest und versteht. Und was der eine toll findet, kommt beim anderen nicht an. Insofern: alles, was wir als Absender sozusagen unter Kontrolle haben, was wir für Ziele haben (und das dann so umsetzen, dass das Ziel gut verfolgt wird) - das kannste machen. Eine Garantie, dass jeder Empfänger das tut, was Du willst, haste nicht.

Sonst wär's einfach mit der Kundengewinnung grin

Viele Grüße
Gitte
Von: Norbert Jothann am 10.12.2008
Hallo, Gitte!

Ich "träume" gerade von der "Verständnis-und-Verstehens-Garantie"... wink

Aber ernsthaft: Ich stimme Dir da mit einem leichten "Hach, ja..."-Seufzer zu: "Eine Garantie, dass jeder Empfänger das tut, was Du willst, haste nicht."
Das wären dann ja auch nicht mehr Beratung oder Verkauf, sondern Manipulation oder andere Psychospielchen. Das will man ja auch selber nicht haben.

Das Thema Briefeschreiben, in dem von Dir in Deinem Beitrag beschriebenen Sinne, finde ich sehr spannend. Insbesondere unter dem Aspekt des Sender-Empfänger-Prinzips.

Herzliche Grüße
Norbert

 

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