Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft, oder?
Okay, ich geb’s zu: Dass Weihnachten mit Riesenschritten naht, hat mich schon inspiriert, über Geschenke zu schreiben. Aber alles, was ich zu sagen habe, dreht sich um das Schenken generell. Es ist eines dieser Themen, bei denen sich manche meiner Kunden ganz kirre machen:
- Soll man schenken?
- Muss man?
- Wann ist es zu viel, wann zu wenig?
- Wenn ich jetzt was schenke, erwartet dann dieser Kunde immer wieder von mir, dass ich schenke?
- Könnte es wie Bestechung ankommen?
- Und und und ...
Klar ist es wichtig, dass Sie sich Gedanken machen. Doch Schenken an sich soll vor allen Dingen eins: Freude machen. Damit Sie also gerne schenken oder es auch ganz bewusst lassen und was Sie bei Geschenken durchaus bedenken sollten, hierzu einige Tipps und eigene Erfahrungen.
Welche coolen Werbegeschenke haben Sie bekommen?
Jetzt habe ich gleich mal bei mir geschaut, welche Werbegeschenke ich im täglichen Gebrauch habe und wie lange schon. Hier meine Favoriten:
Mein Bayerischer Polizei-Bleistiftspitzer
habe ich seit: unfassbaren 20 Jahren!
kam so zu mir: Werbegeschenk, als ich bei der Polizei gearbeitet habe.
geschätzter Preis: 50 – 80 Pfennig höchstens.
sehe/nutze ich: täglich, steht immer an exponierter Stelle auf meinem Schreibtisch; da ich meine To-Do-Liste und meinen Kalender nur mit Bleistift führe, ist er stetig im Einsatz.
ist toll, weil: er lustig aussieht, er hat nämlich die Form eines Motorradhelms, die Spitzreste landen im „Helm“, und mit dem hochgeklappten Visier lässt er sich ausleeren. Außerdem ist es ein ganz hervorragender Spitzer, der in zwei Jahrzehnten noch nie in seiner Qualität nachgelassen hat. Außerdem habe ich ihn schon einige Male zu Boden fallen lassen, und er ist, obwohl es nur ein Plastikteil ist, nie kaputtgegangen.
schlau: Das Logo der Polizei mit Schriftzug ist über dem Visier prominent auf dem weißen Helm aufgebracht. Aber auch wenn nicht, würde man durch den Helm und die polizeitypischen Farben auch so „Polizei“ immer im Kopf haben.
Mein Fruchtzwerge-Taschenrechner
habe ich seit: circa 1995.
kam so zu mir: ein Mitarbeiter von Danone, der mit einem früheren Chef befreundet war, hat mal einen Vortrag über Markenführung bei uns gehalten und mir dabei den Taschenrechner geschenkt.
geschätzter Preis: 1 – 2 Mark maximal.
sehe/nutze ich: täglich, weil er immer in Reichweite auf dem Schreibtisch ist, beim Schreiben von Rechnungen nutze ich ihn immer für die Mehrwertsteuer und freue mich immer wieder über ihn.
ist toll, weil: er lustig aussieht mit großen bunten Knöpfen und einem Clip (ist eigentlich für Kinder), man kann gut tippen, das Display ist schön groß. Aber das Allerbeste ist, dass er eine geheime Energiequelle haben muss. Denn er hat auch in 13 Jahren noch nie den Geist aufgegeben.
Der Einkaufswagenchip-Schlüsselanhänger meiner Bank
habe ich seit: letzten Dezember.
kam so zu mir: ein neuer Bankmensch hat ihn uns geschenkt.
geschätzter Preis: 1 - 2 Euro maximal.
sehe/nutze ich: immer, ist sofort an meinen Schlüsselbund gewandert.
ist toll, weil: er total schön aussieht, ganz silbern und edel; er einen integrierten Einkaufswagen-Chip hat – der auch noch, ganz wunderbar gelöst, das ausgestanzte Bank-Logo ist.
Diese drei Firmen haben mir ein für sie sehr billiges Geschenk gemacht, das bei mir im ständigen Gebrauch ist, teilweise begleitet es mich schon lange durch meinen Alltag. Und es sind so unentbehrliche Helfer geworden, dass ich bei jedem Gebrauch das Unternehmen auch positiv im Kopf habe.
Spielt es eine Rolle, dass ich noch nie einen Fruchtzwerg gegessen habe? Nein! Die Firma Danone hat bei mir ein positives Image. Wegen eines Kindertaschenrechners im Wert von etwa einer Mark.
Von kleinen Firmen habe ich übrigens noch nie irgendetwas Gegenständliches, Tolles geschenkt bekommen. Allenfalls mal einen windigen Kugelschreiber, etwas zu Essen oder eine Flasche Wein oder Sekt. Auch eine schöne Geste, aber eben nicht bleibend …
Und hier ein kleiner Geschenkeguide:
1. Ihr Motiv
Warum möchten Sie etwas schenken? Und damit meine ich jetzt nicht nur den vordergründigen Anlass. Zu Weihnachten oder zum Geburtstag muss man beispielsweise gar nichts schenken. Man kann auch einfach eine Karte schicken, anrufen oder gar nichts tun. Wenn Sie sich also überlegen, ein Geschenk zu machen, schauen Sie immer mal nach Ihrem persönlichen Motiv:
- Haben Sie Lust darauf, einen „offiziellen Anlass“ für ein Präsent zu nutzen?
- Möchten Sie sich bei einem Kunden für etwas bedanken?
- Haben Sie eine schöne Kleinigkeit entdeckt und möchten jemandem eine schöne Überraschung bereiten?
Jeder bekommt gerne etwas geschenkt. Und es ist natürlich durchaus legitim, wenn Sie sich überlegen, ob und welches Geschenk eine gute Marketingmaßnahme wäre. Doch abgesehen von Streuartikeln wie Kugelschreibern oder Feuerzeugen gibt es zahlreiche Möglichkeiten für richtige Geschenke. Und die sollten nie einfach Taktik sein. Denn Manipulation kann man riechen und mag es nicht. Wenn ein Geschenk als Schachzug oder Verpflichtung rüberkommt, geht das Ganze nach hinten los!
Prüfen Sie also immer Ihre Motive. Ein Geschenk soll auch von Herzen kommen und nicht nur aus der Marketingschublade.
2. Was soll das Geschenk erreichen?
Überlegen Sie sich immer, was Ihr Geschenk erreichen soll. Es gibt einzelne Aktionen, bei denen es um die Geste oder einen kurzfristigen Effekt geht.
Soll das Geschenk dem Kunden individuell eine Freude machen?
Zum Beispiel: eine außer der Reihe geschickte Tafel Schokolade als Trost für eine Stressphase, in der Ihr Kunde gerade ist; ein Notizblock mit einem Spongebob-Bild, wenn Sie wissen, dass Ihr Kunde den putzig findet; traditionelles schottisches Teegebäck, wenn Ihr Kunde GB-Fan ist.
Wichtig: Wenn Sie etwas zum Essen verschicken, dann achten Sie auf Hochwertiges. Wenn Sie ein kleines Budget haben, dann versenden Sielieber punktuell oder weniger, aber dafür wirklich Gutes.
Soll das Geschenk dazu führen, dass anderen von dem Geschenk erzählt (und dabei über Sie geredet) wird?
Zum Beispiel haben wir in unserer früheren Firma zwei tolle Geschenkmailings gemacht, die unter den Kunden für großes Hallo gesorgt haben: Einmal haben wir Sonnenblumensamen verschickt mit einer individuell gedruckten Tüte mit Werbung von uns und einer Anleitung, wie man die Sonnenblumenkerne pflanzt. Und ein anderes Mal haben wir Ahoi-Brausetütchen verschickt und damit alle Empfänger in kindliche Verzückung versetzt.
Soll das Geschenk Ihren Kundennamen, Ihre Webadresse oder Telefonnummer langfristig vor Augen halten?
Zum Beispiel durch einen Kalender, einen Kugelschreiber, ein Schreibtisch-Accessoire, eine Tasse. In diesen Fällen braucht es nicht nur einwandfreie Qualität, sondern das Produkt und das Design müssen schön sein! Es gibt so häufig potthässlich-billig bedruckte Tassen. Die will keiner haben, geschweige denn auf seinen Tisch stellen. Versetzen Sie sich immer in den Empfänger!
Soll das Geschenk eine Arbeitsprobe von Ihnen sein?
Vielleicht haben Sie einen Beruf – oder auch ein Hobby ‒, bei dem Sie ein Geschenk selbst designen oder gar selbst machen. Das ist doppelt schön! Auch wenn das, was Sie selbst gemacht haben, vielleicht nicht unmittelbar mit Ihrer beruflichen Leistung zu tun hat. Unbedingt dazusagen, dass es selbst gemacht ist!
Soll das Geschenk für Sie Reklame laufen?
T-Shirts, Taschen, Autoaufkleber … wenn Ihr Geschenk eigentlich Werbemasche sein soll, dann ist das dann okay, wenn Sie wieder den Empfängerblickwinkel einnehmen: Das Werbegeschenk muss schön sein, superpraktisch, edel … auf jeden Fall nicht so, dass der Beschenkte sich als Litfaßsäule missbraucht fühlt.
Wenn Sie ein tolles Geschenk haben und es an Ihr Produkt oder Ihre Leistung geknüpft ist, wenn Sie also zum Beispiel eine pfiffige Sporttasche verschenken (die es in dieser Form nicht normal im Laden gibt), wenn jemand in Ihrem kleinen Sportstudio eine Zehnerkarte kauft, dann kommen Bekannte des Beschenkten, die die Tasche auch haben möchten.
3. Verhältnismäßigkeit
Wenn Ihr Geschenk dem Anlass entsprechend viel zu teuer ist, fühlt sich der Beschenkte unwohl. Wenn ich also jemandem für einen kleinen Auftrag danke und ihm einen 100-Euro-Blumenstrauß liefern lasse, dann befremdet so ein Geschenk eher.
Wenn jemand bei mir einen Auftrag von Tausenden von Euro erteilt und ich schenke ihm eine Tafel RitterSport, dann wird er auch blinzeln. Nicht, weil er eine Tafel Schokolade gebraucht oder erwartet hätte, aber WENN ein Geschenk kommt, dann muss es schon auch passen.
4. Nutzen und Wertigkeit
Ein Geschenk muss gar nicht teuer sein, aber das, was Sie schenken, soll Nutzen bringen und auch eine Wertigkeit haben, was Verarbeitung und Bestand angeht.
Nehmen Sie Kugelschreiber. Kulis sind sehr billig in Massen zu haben. Aber Sie wissen genauso wie ich: Der typische Plastikkugelschreiber liegt oft blöd in der Hand, schreibt nicht gut oder die Mine ist von Anfang an eingetrocknet und das Teil sieht oft billig aus.
Schade! Es gibt sehr wohl günstige Kulis, die gut sind. Noch besser: Kaufen Sie hochwertigere, aber dafür weniger. Hauen Sie als kleines Unternehmen nicht massenweise Geschenkartikel weg, sondern verteilen Sie sie gezielt an richtige Interessenten, bestehende Kunden oder im Rahmen selbst initiierter Veranstaltungen.
5. Schenken Sie nicht inflationär!
Sie können natürlich allen Ihren Kunden zum Geburtstag oder zu Weihnachten ein hübsches „Streu“-Präsent schenken. Wenn es gut ist und Sie einen individuellen Gruß mitsenden, ist das sogar wunderbar. Doch geben Sie sich auch die Erlaubnis, fallweise zu schenken. Es gibt kein Gesetz, dass Sie jedem etwas schenken müssen, und auch nicht, dass jeder das Gleiche bekommt.
Wenn Sie also für den Jahreswechsel etwas planen, dann machen Sie ruhig eine Drei-Klassen-Gesellschaft: Eine personalisierte Karte für alle, einen aufgeklebten Nikolaus für die Kunden, die heuer einen Auftrag gegeben haben, und eine Lebkuchen-Schmidt-Künstlerkiste für Ihren allerbesten Lieblingskunden.
Geschenke sind keine Frage des Geldes
Genauso wie eine einzelne Rose eine genauso schöne Freude macht wie ein teurer Blumenstrauß, so macht ein 2-cm-Schoko-Schneemann, den Sie im Zehnerpack für drei Euro kaufen können, zehn Kunden eine schöne kleine Freude.
Und wenn Sie gerne, wenn Sie schenken, richtig schenken, dann wählen Sie einfach aus und bedenken nur ein paar Ihrer Kunden, denen Sie besonders danken möchten. Ein individueller, ernst gemeinter Gruß kommt ganz genauso gut an.
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Anmerkungen & Kommentare
Andersrum, wir haben unseren Kunden zu Weihnachten Weihnachtskugeln handbemalt geschenkt, und die sammeln unsere Kunden bereits. Wert EUR 6,50
also ich wüsste jetzt auf Anhieb auch nichts, was ich mal von Firmen bekommen hätte, ausser der obligatorischen Kugelschreiber.. Dafür hat mir eine Kundin zu Ostern eine selbstgemachte Karte geschickt, die hängt hier immer noch, obwohl Ostern längst vorbei ist. Ich hab mich wirklich dolle drüber gefreut und sie gleich angerufen und mich bedankt.
Aber es ist schon schwer, den richtigen Geschmack der Kunden zu treffen. Ich hab vor Jahren mal schöne Lesezeichen verschenkt, von den Kunden sah ich nie was wieder...
Dafür mach ich exklusive Geschenke für meine Reisen oft selber. Im letzten Jahr bekamen alle Mitreisenden passende Socken auf der Silvesterreise. Die wurden auch gleich getragen.. ich hoffe, das ich so bei diesen Kunden in Erinnerung bleibe.. und sie gerne an diese spezielle Reise gerne zurückdenken. Oder mal hab ich kleine selbstgemachte Seifen von einer Muschel gemacht, die kam auch gut an.
@Suzanne
Das ist so ein schönes Beispiel: ein kleines Tütchen Nikolaus-Schoki, das das Hotel an alle Gäste verteilt hat, löst das bei Dir aus: "die Freude, die ich beim Entdecken der Schokolade hatte, werde ich nie wieder vergessen." Dabei ging's Dir gar nicht um die Schokolade, sondern die Geste hat nachdrücklich gewirkt. Toll!
@Daniela
Selbstgemacht und begehrtes Sammelobjekt. Wunderbar! Ist Euer Business in diese Richtung (also seid Ihr Maler oder Designer oder Dekorateure?) oder habt Ihr das einfach als Gag eingeführt?
@Rena
Das freut mich jetzt auch gleich mit der Osterkarte, denn es zeigt einmal mehr - wie auch bei Suzanne schon - dass es gar nicht um den Wert geht.
Dass Deine Lesezeichen nicht dennoch ein voller Erfolg waren, weiß man nicht. Vielleicht sitzt gerade jetzt irgendwo jemand, der, wie wir, über Geschenke spricht und schwärmt von Deinem Lesezeichen. Gut gemachte Werbegeschenke lösen Freude aus, sorgen für ein gutes Image/eine gute Erinnerung und haben manchmal noch lange später doch noch eine Empfehlung oder Anfrage zur Folge. Und wenn nicht, hat es auf jeden Fall Dir Spaß gemacht, andere zu beschenken.
Und dass Du für Deine Reisen exklusive Geschenke selbst machst (sogar Socken strickst!!), das ist genial und wird ganz sicher gewürdigt.
Einen schönen Tag
Gitte
Tja, erhalten kleine Geschenke die Freundschaft?
Gehören zu diesen Geschenken auch Gratis-Informationen, Gratis-Empfehlungen, Gratis-Karten, Gratis-Gespräche,...?
Zählen dazu auch Zeit-Geschenke? Ich schenke jemandem (gratis) meine Zeit und höre ihm aufmerksam und aktiv zu?
Ein Trainer und Berater aus dem Münchener Stadtbezirk mit dem kurzen Namen "Thalkirchen – Obersendling – Fürstenried – Forstenried" hatte mir im letzten Jahr eine Art Visitenkarte überreicht, auf deren einer Seite "5 Tipps für die persönliche Wirkung" aufgelistet sind. Das ich das Buch von ihm gelesen habe, komme ich mit dieser Karte immer recht schnell wieder zu den Kerngedanken des Buches. Nützlich.
Meine Frau und ich habe einige nützliche Geschenke von der Lufthansa erhalten, die wir noch heute nutzen. In eine Zigarettenschachtel großen Kunststoffdose befinden sich ein Bleistift und ein Block mit vier unterschiedlich farbigen, schmalen Notizzetteln, die man als Lesezeichen in Bücher etc. kleben kann. Nützlich.
Nachfolgend führe ich zwei Geschenke auf, die ich in Deinem obigen Stil erläutere:
Mein Reserve-Schreiber-Kaffee-Becher
habe ich seit: 6 Jahren!
kam so zu mir: Werbegeschenk einer IT-Trainingsfirma, bei der ich meine IT-Wissens-„Updates“ gemacht habe.
geschätzter Preis: 2,00 Euro.
sehe/nutze ich: täglich, steht immer an exponierter Stelle neben meinem Schreibtisch; da hier die Bleistifte für meinen Nicht-elektronischen Kalender
ist toll, weil: er mir von der Form und Farbe her gefällt und mich daran erinnert, mein Wissen aktuell zu halten.
Mein Lufthansa JU 52/3m Anstecker aus Metall („Pin“)
habe ich seit: 7 Jahren!
kam so zu mir: Geschenk der Deutsche Lufthansa Berlin-Stiftung, das ich nach dem Flug mit der 1936 gebauten „Tante JU“, also der Junkers JU 52/3m, von Hamburg nach Bremen geschenkt bekam.
geschätzter Preis: 2,00 Euro.
sehe/nutze ich: täglich, steht immer an exponierter Stelle neben meinem Schreibtisch; auf dem Kärtchen, an dem der Pin steckt, ist das Flugzeug abgebildet und folgender Text vermerkt: „Es gibt Erlebnisse, die man nicht missen möchte…“
ist toll, weil: dieses Geschenk mich daran erinnert, dass man sich auch im Älterwerden jung halten kann, dass man ruhig ein „Typ“ sein kann, wenn alles um einen herum irgendwie stromlinienförmiger wird, dass man sich Ziele setzen muß, wenn man nicht nur irgendwo ankommen/landen will, dass man auch seine Umwelt mit einbeziehen muß, wenn man etwas erreichen will, …
der Zeitpunkt für dieses Thema ist ideal.
Und eben hab ich mal so richtig in der Vergangewnheit gegraben:
Im letzten Jahr vor Weihnachten schenkte ich ziemlich *bewusst* und einfallslos meistens ein kleines Präsent mit jeweils einer lustige Figur dazu. Die Wirkungen waren nebst allgemeiner Freude sehr unterschiedlich: eine Auftraggeberin (wir arbeiten seit bald zwei Jahre zusammen) war am meisten darüber erfreut, dass ich den langen Weg von 100 km extra auf mich nahm, um am Abend in der Weihnachtszeit unangemeldet etwas abzugeben - *nur* Likör, Wein und Figuren für Sie und ihre Assistentin.
Diese Frau (Chefin von über 100 Angestellten) schickt mir oft liebe persönliche Grüße auf einer netten Karte ... neben einem Berg voller Unterlagen für meine Arbeit.
Die Geschäftleitung eines früheren Arbeitgebers schenkte mir einmal zum Abschluss einen Füller. Die Firma ist sehr bekannt. Doch genau diesen Füller hab ich im Handel noch nie gesehen. ... und er schreibt sehr sehr gut ... zum 40.sten gab's von meinem Bruder einen mit weißem Stern - der schreibt auf keinen Fall besser.
Von einer anderen Firma bekam ich ein schwedisches Bier und ein Bierglas und einen ganz schweren Flaschenöffner.(Designerware zum Sammeln ... stand auf der Beschreibung auf schwedisch). Das Glas wird mehr von meinem Mann bewundert, doch die lustige Maus da drauf, erfreut mich.
Wir haben zu weihnachtlichen Werbezwecken mal Kalender machen lassen. Seit dem bekommen wir regelmäßig neue Werbeartikel dieser Firma vorgestellt. Eigentlich wird der neuere Artikel meist schöner als der frühere, wobei der bereits gut und praktisch war. Ich mag diese Firma, weil sie so beständig an uns als ganz kleinen Kunden *dran* bleibt.
Ach ja, gerne verschenke ich zu verschiedenen Anlässen Gebäckpralinen aus unserer Region oder auch mal Alkoholisches, wenn es sich um ausländische Unternehmen handelt. (z.B. für einen Bayern - Küstennebel)
So, das war es in Kürze.
Viele Ostseegrüße
Diana
@norbert
<Tja, erhalten kleine Geschenke die Freundschaft?>
Ich denke schon, das Geschenke die Freundschaft erhalten, aber auch das wir "dran" bleiben..
<Gehören zu diesen Geschenken auch Gratis-Informationen, Gratis-Empfehlungen, Gratis-Karten, Gratis-Gespräche,...?
Zählen dazu auch Zeit-Geschenke? Ich schenke jemandem (gratis) meine Zeit und höre ihm aufmerksam und aktiv zu?>
Auch da denke ich, das wir etwas sehr wertvolles verschenken. Nicht jeder nimmt sich die Zeit, sich (wie ich heute zum x.ten Male) mir von einer Kundin die selbe Geschichte hab erzählen lassen. Dafür hab ich sie jetzt etwas "aufgebaut", was für sich zu tun. Und eben kam der überaus nette Anruf von ihr zurück. Sie sagte: "Danke, das du mich aufgebaut hast!" Und das hat wiederum mir auch gut getan.
Und nochmal Riesen-Dank an Gitte!
Schön, das wir jetzt schon über diverse Weihnachtsgeschenke nachdenken.. und nicht erst 5 vor 12.
@ Diana,
danke, du hast mich grade auf etwas schönes zum Schenken (über das sich alle meine Kundinnen freuen würden) gebracht. Ich mache ja seit einigen Jahren Likör selber.. kann ich nett verpacken und mal verschenken. Es muss ja nicht immer ein großer "Buddel" sein.. etwas kleines davon ist sicher auch willkommen.
Holla, da habe ich meinen Gedanken wohl nicht zu Ende gebracht, den ich mit diesen Fragen angestoßen haben.
Also, ich bin davon überzeugt, daß die von mir in Frageform beschriebenen Gaben Geschenke sind, die die Freundschaft erhalten (können).
Da wir uns gerade auf dieser Webseite aufhalten, nehme ich das einfach mal als konkretes Beispiel. Hier werden recht freigiebig Gedanken, Tipps, Vorschläge, Anleitungen und Systematiken gratis an interessierte Leser gebracht. Da macht es mir Spaß, auch meine Zeit und Gedanken zu investieren (oder zu schenken), um mich daran zu beteiligen.
Zugleich bin ich dadurch eher geneigt, Leistungen von hier in Anspruch zu nehmen, für die ich bezahlen muß, weil ich mich vorher selber überzeugen konnte, daß die angebotenen Leistungen und Gedanken für mich nützlich und damit wertvoll sind.
Im privaten Freundeskreis "schenke" ich auch Zeit und aktives Zuhören. Das verbindet.
Auch im Berufsverband schenken wir uns gegenseitig Zeit und kritische Gedanken. Auch das verbindet. Es gab dadurch schon einige berufliche Anfragen nach einer bezahlten Zusammenarbeit.
Aber warum ich meine Gedanken ganz oben in Frageform dargestellt habe, hat damit zu tun, daß ich hin und wieder die Erfahrung mache, daß "Zeit- und Zuhör-Geschenke" nicht wirklich von jeder und jedem wertgeschätzt werden. Nach dem Motto: "Wat nix kost', dat is' nix wert."
Herzliche Grüße
Norbert
Meine Freundin hat ein sehr exclusives Schmuckgeschäft, wirklich sehr exclusiv.
Sie "designert" auch selbst. liedllinz.at
Andereseits ist sie eine Künstlerin, malt und kocht sehr gerne.
Sie macht für ihre Kunden selbstgemachte Marmelade und Chili-Einlegegemüse. Bei den Zutaten steht unter anderem immer drauf.... und 100 g Liebe....
Die Kunden lieben das.
Liebe Grüße
Edeltraud
<Andereseits ist sie eine Künstlerin, malt und kocht sehr gerne.
Sie macht für ihre Kunden selbstgemachte Marmelade und Chili-Einlegegemüse. Bei den Zutaten steht unter anderem immer drauf.... und 100 g Liebe....
Die Kunden lieben das.>
Das mit den Zutaten und 100g Liebe finde ich klasse!!! Eine sehr gute Idee
ich verschicke zur Advents-/Weihnacht- und Neujahrszeit handbeschrieben Karten (meist mit Motiven von eigenen Photos) mit einem Zitat und einem Teebeutel drin. Wie der Teebeutel ankommt, weiß ich nicht, aber die Karten mit den Photos habe ich schon rumstehen sehen (manchmal, weil der Spruch so gut passte und manchmal, weil das Motiv der Karte so gut gefiel).
Und zum Geburtstag verschicke ich immer solche "selbstgemachte" Karten mit einem individuell ausgewählten Spruch.
Die Idee mit dem (flachen) Schoko-Nikolaus bringt mich auf die Idee, zu Nikolaus so einen zu verschicken.
Ich finde die Anregungen, die man hier auf dieser Website bekommt immer wieder schön, auch als Input. Danke dafür!
Herzliche Grüße!
Sonja M. Berndl
ich bin mittlerweile etwas genervt von den typischen Kugelschreibern und den "lieb gemeinten" Kalendern, insbesondere in der Weihnachtszeit.
Ähnlich wie Sonja mache ich es auch. Meine Kunden erhalten seit vielen Jahren zum Jahresbeginn eine von mir selbst gestaltete Karte mit Gedanken oder einem Zitat zum Thema Zeit, Neubeginn etc.
Vorteil, die handgeschriebenen Grüße gehen nicht in der Menge der Weihnachtspost unter. Von vielen Kunden weiß ich, dass diese Karte sie das ganze Jahr begleitet (auf dem Schreibtisch gestellt) und auch gesammelt wird.
Meine Investition ist neben dem Kartenmaterial das Porto, jede Menge Tinte und ein bisschen Lebenszeit, diese Karten ganz individuell zu schreiben. Toller Nebeneffekt: Die Beziehung zu jedem einzelnen Kunden wird beim Schreiben noch einmal reflektiert.
Beste Grüße
Sabine
So wie Sonja und Sabine halte ich es auch. Ich schreibe zu Weihnachten an alle meine Kunden handgeschriebene, persönliche Grüße mit eigenen Photos, bezogen auf die jeweilige Person. Das kommt immer gut an, ebenso wie bei mir selbst auch, wenn ein anderer, vielbeschäftigter Mensch sich etwas Zeit für mich nimmt und an mich denkt.
An sehr gute Kunden verschenke ich auch T-Shirts mit aufgedruckten Photos.Und bei Kunden, die in ereichbarer Nähe wohnen, bringe ich zu Weihnachten Mistelzweige (selbstgepflückt aus eigenen Bäumen)mit einem Päckchen Gebäck dran. Oft hängen noch die Zweige vom Vorjahr und werden gegen den neuen Zweig ausgetauscht. Das freut mich immer,daß mein Zweig das ganze Jahr über dort hing. Aber die kleinen Nikoläuse und die selbstgemachte Marmelade gefallen mir auch prima, besonders die 100gr Liebe.
An Gitte einen besonderen Dank für das Thema und den Zeitpunkt. Da bleibt noch genug Zeit, um darüber neu nachzudenken.
Ich wünschen allen noch einen schönen Tag,
Susan
Hier wurde in den Beispielen immer wieder von handgeschriebenen Karten mit eigenen Photos geschrieben.
Eigene Photos...
...was darf ich mir darunter vorstellen?
Neugierige Grüße
Norbert
Ich freue mich richtig, dass sich hier alle so individuelle Gedanken machen und sich gerade auch zu Weihnachten ans persönliche Schreiben machen. Wie Sabine auch schon schreibt: die Beziehung gewinnt auch dadurch.
Gestern habe ich im Hussel eine hübsche Schenk-Kollektion entdeckt: Sehr schlichte, elegant verpackte Kleinigkeiten mit lustigen Namen wie "Ausdauerlutscher", "Nervennahrung", "Gute Laune Drops" etc.
K´s soul food kitchen
Und, Norbert: Gemeint ist hier ein Starschnitt wie seinerzeit in der BRAVO. Du machst ein Ganzkörperfoto von Dir, lässt es auf Lebensgröße hochziehen und zerschnippelst es dann in 42 Teile. Das ist Kundenbindung pur, denn ähnlich wie bei den Sammelchristbaumkugeln sehnen sich Deine Kunden nach jedem neuen Schnipsel.
"It's cool, man!"
Dann mache ich gleich morgen einen Termin bei meiner Lieblingsphotographin..., gell?
...eigene Photos können ja auch spezielle Aufnahmen vom eigenen Unternehmen, Laden, Büro, von der schönen Landschaft, in der ich mein Hotel oder meinen Reiterhof habe, oder ähnliches sein, das der Kunde mit mir oder mit seinem Aufenthalt bei mir verbindet.
Darum meine obige Frage.
<...aber...
...eigene Photos können ja auch spezielle Aufnahmen vom eigenen Unternehmen, Laden, Büro, von der schönen Landschaft, in der ich mein Hotel oder meinen Reiterhof habe, oder ähnliches sein, das der Kunde mit mir oder mit seinem Aufenthalt bei mir verbindet.
Darum meine obige Frage.>
Also wenn ich solcherart Karten mache, dann mit Landschaften von meinen Radtouren oder jetzt im Winter, spezielle "Frostbilder", aber auch Bilder von Sylt sind denkbar.
Zu den eigenen Photos, das sind Photos von Fohlen, Pferden oder Ausritten, zu denen die jeweilige Person eine Beziehung hat.
Ich mache auch Photos von jedem Wanderritt und verschicke sie dann, an jeden persönlich.
Und auf den T-Shirts steht die Lebensgeschichte des jeweils gekauften Pferdes.
Gute Nacht,
Susan Thomas
@Susan Thomas
Vielen Dank für die Antworten.
Das sind klasse Ideen.
"Frostbilder" von Sylt kann ich mir gut vorstellen. Vor ein paar Jahren war ich im Winter auf Sylt. Das ist eine ganz eigene Atmosphäre, die sicherlich gut auf selbst erstellte Weihnachtskarten passen.
Und die Photos von den Radtouren oder Wanderausritten, auf denen dann die Kunden mit den Rädern beziehungsweise Pferden zu sehen sind, sind eine sehr schöne Erinnerung.
Klasse finde ich auch die Idee mit den bedruckten T-Shirts.
Vor ein paar Monaten hatte ich an einem Führungskräftetraining mit Pferden teilgenommen. Als Erinnerung bekamen wir Teilnehmer vier Wochen danach eine CD mit den Videoaufnahmen von unseren Übungen. Mit Musik hinterlegt und kleinen überleitenden Texten versehen. Dazu gab es eine Klappkarte, in der sich für die Teilnahme an dem Seminar bedankt wurde.
Das sind sehr schöne Anregungen für Karten und Erinnerungsgrüße.
Vielen Dank.
Herzliche Grüße aus Hamburg
Norbert
Meine Weihnachts-Teebeutelchen wähle auch immer zusätzlich nach den Bezeichnungen aus wie "Temple of Heaven", "Glücks-Tee", "Schönheits-Tee"
@Norbert
Meine Photo-Motive sind z. B. Motive, die ich entweder dem Anlass entsprechend (wie Weihnachten von Reisephotos von Keramikfliesen, die wie ein Stern ausschauen)auswähle oder zu anderen Anlässen andere Motive wie die von einem Baum, den ich mal photographiert habe, in dem eingeritzt "Liebe deine Träume!!!" war.
Herzlichst
Sonja M. Berndl
Danke für die Antwort.
Das mit dem Baum, in dem "Liebe deine Träume!!!" eingeritzt wurde, finde ich eine sehr schöne Idee. Das kann ich mir auf einer Karte für den Jahresanfang gut vorstellen.
Ich habe heute Morgen in meinem Bildarchiv nach Motiven für diese speziellen Karten gesucht. Dabei ist mir ein Oktober-Bild vom letzten Jahr aufgefallen. Die Wolken spiegeln sich im Wasser eines Alster-Armes, rechts und links davon sind die Bäume mit den unterschiedlichen, herbstlichen Blätterfarben zu sehen. Es ist ein sehr schönes Bild, in das man eintauchen und deren Stimmung man verweilen möchte.
Danke noch mal an alle, daß Sie mir beschrieben haben, was Sie unter "eigene Photos" verstehen. Das hat mich sehr inspiriert.
Herzliche Grüße aus Hamburg
Norbert Jothann
@Norbert,
Danke für den netten Kommentar. Landschaftsaufnahmen eignen sich wunderbar, weil jeder sich auf seine Weise angesprochen fühlen kann. So hatte ich dieses Jahr Ostern ein Schneebild mit verschneiter Landschaft und Pferden, daneben mein Osterbaumm voller bunter Eier völlig verschneit. Oder ein uralter Baum mit Wolken von Misteln vor der untergehenden Sonne.
@Sonja
Die Teebeutelchen sind Klasse, einfach aber wirkungsvoll. Und seine Träume sollte man wirklich lieben und versuchen ihnen vielleicht zu folgen.
Liebe Grüße aus den Ardennen,
Susan
... wenn auch nicht bleibend.
aber meine Versicherungsmaklerin gibt in ihre "Weihnachtstüte" neben den völlig unbrauchbaren Kugelschreibern auch immer Produkte eines kleinen Hofladens dazu. Das sind Sachen, die würde ich mir sonst nicht kaufen - weil Besorgungen außerhalb der Supermärkte nur selten geschehen - und lecker schmecken und solang ich an der Marmelade nasche, denk ich natürlich auch an meine Maklerin, und zwar im positiven Sinne und bin ihr seit Jahren treu!
hier der Link zum Geschenktipp:
stroblobst.at
@Norbert,
Noch ein P.S. hatte ich ganz vergessen,
hat das Führungskräftetraining mit Pferden etwas gebracht? Was wurde denn da trainiert? Die CD ist eine gute Idee. Auf französisch heißt das - une bonne souvenir- eine schöne Erinnerung.
@Hanna,
Die Idee ist gut mit der besonderen Marmelade, hier gibt es auch regionale Anbieter.
Schöne Grüße aus den Ardennen,
Susan
Ja, den Teilnehmern und mir hat es etwas gebracht. Zumindest erste Selbsterkenntnisse, da Pferde sich nicht durch Worte oder Titel beeindrucken lassen. Da muß man schon ganz klar und eindeutig interagieren. Und zwar Non-Verbal, wie es so schön heißt, wenn man nur durch das Handeln "beeindrucken" kann.
Was genau dort gemacht wird..., bitte einfach mal den folgenden Link anklicken:
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