Im Gespräch: Ich höre oder sehe ...
Das kennen Sie: ein Gespräch läuft plötzlich nicht mehr so gut oder ist vor Ihren Augen gekippt. Das macht ganz schön nervös! Denn jetzt überlegen Sie fieberhaft, was Sie wohl falsch gemacht haben.
Anstatt die Situation mit Spekulationen nur noch schlimmer zu machen, ist es das Beste, den Stier bei den Hörnern zu packen!
Sprechen Sie Ihre Beobachtung aus:
- „Sie schauen so skeptisch ...“
- „Irgendwas ist eben geschehen. Sie wirken auf einmal kurz angebunden und zugeknöpfter ...“
- „Ich sehe, dieser Punkt interessiert Sie besonders ...“
– Haken Sie dann genau dort ein.
Natürlich ist die Voraussetzung für diese Technik, dass Sie Ihren Gesprächspartner auch wirklich im Auge behalten und auch auf seine körpersprachlichen Signale achten (siehe: Signale bewusst einsetzen).
Indem Sie diesen Punkt ansprechen, stellen Sie sicher, dass das Gespräch auf einem zielführenden Kurs bleibt. Sie erhöhen außerdem die Wahrscheinlichkeit, dass Ihr Gegenüber mit der Sprache herausrückt, auch wenn es etwas ist, das er von sich aus nicht gesagt hätte. Auf diese Weise bleiben Sie handlungsfähig und sind auch, wenn ein Gespräch zu kippen droht, in der Lage, es zu retten.
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Anmerkungen & Kommentare
dankeschön für die Ergänzung. Das stimmt: Man sollte das so wählen, wie es einem liegt und auf mögliche Wirkung natürlich auch Rücksicht nehmen. Natürlich kommt es vor allen Dingen auch auf das Wie an. Also nicht etwa strikt unterstellen oder gar vorzuwerfen.
Ich selbst habe sehr gute Erfahrung mit Direktheit gemacht und nutze daher Beobachtungen mit Wertung à la "gucken so skeptisch" oder "jetzt schauen Sie aber böse" sehr bewusst ... aber natürlich mit der passenden Art und Ton, so dass sich da niemand auf den Schlips getreten fühlt. Meine Erfahrung ist deshalb so gut, weil es in der Regel eine noch persönlichere Ebene gibt. Wenn das Gegenüber nicht skeptisch ist, sagt es das. Wenn es schon skeptisch ist (oder angefressen, böse, frustriert o. Ä.) fällt es vielen Leuten leichter, es zu bestätigen, wenn ich es schon in den Raum gestellt habe.
Viele Grüße
Gitte
da gebe ich dir recht, allerdings braucht es eine gehörige Portion Charme, um eine solche Aussage höflich und sympathisch rüberzubringen.
Liebe Grüße,
Tanja
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