Heute ist Weltkundentag!
1. Rufen Sie Ihren Lieblingskunden an und sagen Sie ihm, dass (und warum) er Ihr Lieblingskunde ist.
2. Kontaktieren Sie einen alten Kunden wieder, den Sie gut fanden, und sagen ihm: „Hey, lange nichts gehört. Wie geht’s? Ich will wieder für Dich arbeiten!“
3. Rufen Sie einen potenziellen Kunden an, also jemanden der kürzlich mal ganz unverbindlich angefragt hat, und sagen Sie ihm: „Wegen Ihrer Anfrage: Ich würde mich sehr freuen, wenn wir zusammenkommen!“
Natürlich habe ich den Weltkundentag erfunden.
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Anmerkungen & Kommentare
Das ist eine interessante und schöne Idee: "Weltkundentag"...
Darauf muß man(n) erst mal kommen.
Herzliche Grüße aus Hamburg
Norbert
eine gute Idee, nur leider in Österreich ist ein Werbeanruf sogar business to business ohne ausdrückliche Einverständniserklärung des Kunden verboten. Ein Verstoß kann bis zu 6000 Euro kosten...
ich meine das gar nicht als Werbeanruf, sondern als Anregung zum In-Kontakt-Treten.
Wir Selbstständige sind ja oft sehr reaktiv und warten darauf, dass Kunden auf uns zugehen. Von uns selbst aus sich melden - ob per Telefon, per E-Mail oder auch per Postkarte - und zu sagen: "Danke, ich arbeite so gerne für Dich!" (was bei einem bestehenden Kunden ja ganz normale Interaktion ist), alte Kontakte aus ehrlichem Interesse wieder aufzufrischen oder eben zu agieren, wenn eine Anfrage da war zeigt nicht nur Engagement und Interesse ... sondern ist von Seiten des Angerufenen ja vornherein gar nicht mit einem Werbeanruf/Kaltakquise zu verwechseln.
Diese strenge Regelung, die Sie schildern mit Verstoß, bezieht sich sicher auch auf Kaltakquise, also Kontaktieren von Leuten, bei denen es bisher gar keinen Bezug gab, oder?
Es geht einfach darum, präsent zu sein und Ihr ehrliches Interesse zu zeigen.
Viele Grüße
und einen schönen Wochenausklang
Gitte
von Kaltaquise kann ja gar keine Rede sein, denn selbst die Kontaktaufnahme per E-Mail oder Fax ist verboten. Wie soll ich also an neue Kunden herankommen, ich darf ihnen nur einen Brief schreiben und muss dann warten, dass sie sich melden. Sehr wirtschaftsfeindlich wie ich finde.
Ja, wenn Sie tatsächlich weder telefonieren, noch faxen noch mailen dürfen, dann ist das eher einschränkend.
Wobei sich das nur auf neue Kunden bezieht, oder? Sie dürfen schon mit Leuten, mit denen Sie schon zu tun haben/hatten, direkt kommunizieren, oder?
Aber solche Bestimmungen, so sehr sie beschränken und einen manchmal auch ärgern oder frustrieren, schreien nach anderen kreativen Werbemaßnahmen, wenn es um neue Aufträge geht: Die von Ihnen schon angesprochene Briefform natürlich um Sichtbar-Werden Ihres Unternehmens, damit mehr Leute auf Sie zukommen.
Vielleicht sind ja auch noch andere ÖsterreicherInnen hier, die Tipps haben, wie sie mit solchen Einschränkungen verfahren.
So, jetzt erstmal Kaffee ...
es wundert mich, dass die Gesetze in Deutschland scheinbar anders sind, bin mir da aber nicht sicher, denn ich habe eben im Internet gelesen, dass es sich auch in Deutschland hierbei um einen Graubereich handelt.
das Prinzip ist schon das Gleiche, aber es bezieht sich hier eben auf Anrufe von FREMDEN Leuten.
Das heißt, dass ich Privatkunden nicht einfach mal eben wild anklingeln darf, um ihnen eine Versicherung zu verschachern.
Es heißt auch, dass ich nicht Viagra an einen Grafikdesigner verkaufen darf.
Aber, was ich hier ja anrege ist, dass Sie mit Leuten sprechen, mit denen Sie bereits eine Kundenbeziehung haben - hatten oder aber aktuell im Gespräch sind, weil dieser sich bei Ihnen erkundigt hat. Und das ist ganz normale Geschäftskommunikation, die in Deutschland selbstverständlich erlaubt ist.
Sonst wäre ja gar nicht möglich, geschäftlich miteinander zu sprechen.
Im Business-Bereich darf ich auch jemanden anrufen und sagen: Hey, ich mache Coaching für Führungskrafte, brauchst mich? Das ist ja an der Tagesordnung. Dafür gab es nur (und ich will hiermit keinen rechtlichen Rat geben) eben schon Unterscheidungen - die von Ihnen angesprochene Grauzone - dass das, was man anbietet für das Unternehmen das man anspricht, eine wahrscheinliche Relevanz haben muss.
Und auch sonst, da haben Sie völlig recht, gibt es natürlich Grenzen was Werbung angeht, auch im Business-to-Business-Bereich, etwa unerlaubte Werbung/Spam an irgendwelche Leute zu versenden.
Einen schönen Tag
Gitte
Ich konnte und kann mir nicht vorstellen, dass Unternehmen / Unternehmer in Österreich nicht auf traditionelle kaufmännische Vorgehensweisen bei der Kundengewinnung, bei Kundenkontakten und bei Aktionen zur Kundenbindung zurückgreifen dürfen.
Also habe ich mich heute im Internet umgetan. Nun bin ich kein juristisch ausgebildeter Mensch, aber ein Unternehmer, der sich - wie viele andere UnternehmerInnen auch - mit Rechtsvorschriften zu befassen hat, wenn er sein Unternehmen ordnungsgemäß führen will.
Ich habe mir zunächst einmal die in Deutschland und Österreich geltenden Gesetze gegen den unterlauteren Wettbewerb (UWG) angeschaut. So unterschiedlich sind diese beiden Gesetze nicht.
LINK zum UWG in Deutschland:
bmj.bund.de
LINK zum UWG in Österreich:
(auf "Inhaltsverzeichnis" klicken)
jusline.at
Dies hat auch damit zu tun, dass es die "Richtlinie 2005/29/EG des Europäischen Parlamentes und des Rates vom 11. Mai 2005 über unlautere Geschäftspraktiken im binnenmarktinternen Geschäftsverkehr zwischen Unternehmen und Verbrauchern" gibt, die aus meiner Sicht in Deutschland und Österreich zu einer in Kern vergleichbaren, aber nicht identischen Verschärfung der entsprechenden Gesetze geführt hat.
LINK zur Richtlinie 2005/29/EG:
bmj.bund.de
Ich habe mir heute einige Zeit genommen, um diverse offizielle Informationen und auch Gerichtsurteile für österreichische Fälle zu lesen.
Soweit ich das Gelesene verstanden habe, Elisabeth, dürfen Sie als Unternehmerin durchaus Angebote an Unternehmer und Unternehmen in Österreich per Brief, E-Mail oder Telefon unaufgefordert abgeben, wenn Ihre angebotenen Produkte oder Dienstleistungen zum Nutzen und Gewinn des angerufenen Unternehmers oder Unternehmens sind. Also: So genannte Business-to-Business-Kontakte sind meines Erachtens auch in Österreich auf allen erlaubten Ebenen in offener Weise denkbar, wenn es einen direkten Zusammenhang zwischen dem Angebot und dem tatsächlichen Nutzen gibt.
Ein juristisch ausgebildeter Leser aus Österreich möge mich hier korrigieren, wenn ich mit meinem Verständnis falsch liege.
Mein Tipp: Lassen Sie sich in Österreich von entsprechenden Personen fachmännisch beraten.
Herzliche Grüße aus Hamburg
Norbert Jothann
ich bin in Österreich 29Jahre selbständig, schreibe Kundenmails und telefoniere, mit wem es mir passt.
Bisher haben sich die Leute gefreut, dass ich an sie dachte. Es kommt halt immer auf den Ton an.
Wie heißt ein so schönes Sprichwort:
"Wer viel fragt, geht weit in die Irre!"
Es ist ein Teil der Selbständigkeit, dass man Entscheidungen trifft und damit auch MÖGLICHE Konsequenzen trägt. Bis heute hatte ich nie ein Problem.
Liebe Gitte, ich finde den Weltkundentag ein geniale Idee.
Eignet sich ja sogar für einen Messeaufhäger.
Ein Tag NUR für meine Kunden.
GENIAL!
Liebe Grüße
Edeltraud
Und das "gratis" einfach so per Mail, aber: wer viel gibt, bekommt viel zurück, das wünsch ich dir von Herzen!
vielen Dank für Deine "österreichische Unternehmerinnensicht" (wie das klingt
Dass Dir die Anregung mit dem Weltkundentag so gut gefällt, freut mich. Und es als Motto oder gar als Messeaufhänger zu nutzen, ist eine ganz wunderbare Idee!
Schöne Grüße zurück
Gitte
Weltkundentag - das ist ja ein doller gedanke
und aufhänger für die messe - ebenfalls prima!
dabei fiel mir ein: in meinen anfangsgründen habe ich sowas ähnliches häufig gemacht, damals war mein aufhänger: "Sie sind einer meiner nettestens Kunden und deshalb......"
an Weltkundentag habe ich damals noch nicht gedacht, wäre nicht mal auf die Idee gekommen....
Vielen Dank für die Tipps, da hat sich das sonntägliche lesen gleich wieder gelohnt!
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