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Gute Ideen zur Inspiration

Gitte Härter • 03.10.2008 • email Weiterempfehlen

Nachdem Ralf davon gesprochen hat, anders zu sein und ein Alleinstellungsmerkmal zu finden, ist der richtige Zeitpunkt, Ihnen meine kleine Sammlung guter Ideen zu präsentieren. Hier einige Geschäftsideen und spannende Leistungen, die mich begeistern ... oder verblüfft haben:

  • Putzfrauen aus Leidenschaft Happy Maids ist ein Reinigungsdienst ohne Vertragsbindung: Man kann sich auch mal eben die Wohnung putzen lassen, zum Beispiel nach einer Party. Das Ganze mit sehr kurzfristigen Terminen. Eingestellt werden nette Leute, die gerne putzen.
  • Müsli zum Selbermischen mymuesli – „Dein individuelles Bio-Müsli“ gibt Müsli-Rezepturen als Vorschlag vor oder man kann sich aus allen möglichen Zutaten seine spezielle Mischung zusammenstellen und bekommt es nach Hause geliefert. Stöbern Sie mal auf der Website: die haben viele gute Extra-Ideen für Zusatzservice und –Angebote. Äußerst gelungen und pfiffig.
  • Der Personal Trainer für Bräute Den hab ich jetzt schon zweimal im Fernsehen gesehen: Ein amerikanischer Personal Trainer, der einen dreimonatigen Intensivkurs mit hartem Sportprogramm und Ernährungsberatung speziell für Bräute macht. Der Hintersinn: Viele Frauen möchten für ihren Hochzeitstag besonders hübsch aussehen oder in ein spezielles Kleid passen. Darum, so der Trainer, ist die Motivation hundertprozentig, was ihm selbst großen Spaß macht, weil die Bräute ein klares Ziel vor Augen haben, das sie unbedingt erreichen möchte. Sein Zulauf ist offenbar enorm.
  • Psychologe für reichen Nachwuchs Ich habe von einem Psychologen gelesen, der sich auf Kinder reicher Familien spezialisiert hat und Angebote anbietet, mit dem Reichtum umzugehen („trotz Reichtum glücklich“).
  • Die Stylistin für Kranke Eine Stylistin unterstützt Kunden, die durch Behinderung oder Therapie besondere Bedürfnisse haben, was ihr Aussehen angeht: Kleidung, Perücken, Make-up. Sie zieht besonderen Sinn aus ihrer Arbeit, weil sie ihren Kunden nicht nur Stylingtipps, sondern auch Selbstvertrauen stärken und oft Lebensqualität zurückgeben kann.
  • Kein Bauchtanz! Ein türkisches Lokal hier in München wirbt auf ihren Plakaten explizit mit dem Slogan „Kein Bauchtanz“.
  • Die A-capella-Heavy Metal Band Kürzlich wurde ich auf Van Canto aufmerksam, eine Musikgruppe, die es dadurch schafft, herauszustechen, dass sie Heavy Metal nur mit Gesang und Schlagzeug macht. Was für eine Idee!
  • Unterwasser-Model Statt das Tausendste Model zu werden, spezialisiert sich eine junge Frau aufs Unterwassermodeln. Sie trainiert natürlich entsprechend (Luft anhalten, Augen auflassen) und bringt eigene Ausrüstung, wie etwa ein Meerjungfrauenkostüm, mit zu ihren Shootings.
  • Der “besondere” Kameramann In dem Buch The Devil’s Candy, in dem die Produktion des Filmes “Fegefeuer der Eitelkeiten” dokumentiert ist, habe ich von einem Kameramann gelesen, der sich auf die Bedienung spezieller Handkameras verlegt hat und dafür diverse Techniken (z. B. einen eigentümlichen Watschelgang) entwickelt hat. Weil dadurch nur er ganz bestimmte Aufnahmemöglichkeiten bieten kann, ist er dick im Geschäft.
  • Therapie beim Joggen Eine Psychologin bietet ihren Klienten an, sich im Walken oder Joggen behandeln zu lassen. Psycho-Coaching beim Joggen


Vielleicht ist das eine oder andere eine schöne Inspiration für Sie. Bitte ergänzen Sie mich!

 

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Anmerkungen & Kommentare

Von: Fabian Raschke am 04.10.2008
Hallo Frau Härter, hallo Ralf,

ich frage mich gerade, was der USP von Unternehmenskick.de ist... !?!

"Erfolgs-Know-How für Selbstständige, Freiberufler und Kleinbetriebe" ist ja mehr ein Slogan und - für mich - als USP zu breit.

Bin gespannt grin

Grüße

Fabian Raschke
Von: Ralf Senftleben am 06.10.2008
Fabian, wir sind mit einem USP gestartet, den wir aber nicht so füllen konnten, wie wir vorhatten. Deswegen sind wir im Augenblick wieder auf der Suche, nach einem neuen Alleinstellungsmerkmal.
Von: Gitte Härter am 06.10.2008
Guten Morgen Herr Raschke,

(wir können uns übrigens gerne auch duzen). Da bin ich jetzt ganz froh, dass Sie nochmal einhaken, was das "anders sein“ und den „USP“ angeht. Es wird nämlich häufig meiner Meinung nach etwas falsch verstanden ... was dazu führt, dass viele Selbstständige regelrecht verzweifeln, weil ihnen so gar nichts „Absolut Einzigartiges“ einfallen will.

Um mal meinen persönlichen Standpunkt zur Sache noch zu erklären, zitiere ich mich mal selbst aus meinem Kundenakquise-Buch:


---schnipp---

Warum sollte man mich beauftragen?

Das ist die zentrale Frage. Häufig fällt in diesem Zusammenhang die Abkürzung „USP“ = Unique selling proposition. Dieser Begriff aus dem Englischen bedeutet „einzigartiges Verkaufs- bzw. Nutzenversprechen“. Der Sinn dahinter ist der, Gründe für eine Zusammenarbeit zu schaffen, die unverwechselbar sind und die ein anderer Wettbewerber nicht in dieser Form bietet/bieten kann.

Tatsache ist, dass heutzutage die meisten Produkte/Dienstleistungen mehr oder weniger austauschbar sind. DIE Marktnische oder DAS neue Produkt oder DIE einzigartige Leistung ist kaum zu erreichen. Und das ist auch keineswegs nötig. Bei Selbstständigen ist der USP die Person selbst! Auch wenn Sie eine Leistung/ein Produkt anbieten, so sind Sie als Person unverwechselbar.

Konzentrieren Sie sich auf Ihr individuelles Profil!

Natürlich ist es, unabhängig davon, durchaus wichtig, sich mit dem Leistungsspektrum auseinander zu setzen bzw. sein Produkt aktiv und individuell weiterzuentwickeln oder mit besonderem Service zu kombinieren. Auch das birgt natürlich zusätzliche Gründe, ausgerechnet mit Ihnen zu arbeiten.

Um gute Gründe für Ihr Unternehmen und Ihre Person vorzubringen, bieten sich Ihnen also verschiedene Facetten:

- Ihr individuelles fachliches Profil (Erfahrung, Know-how, Referenzen ...),
- Ihr persönliches Profil (Ihre Eigenschaften, Ihre Persönlichkeit, Ihre Werte ...),
- Ihr durchdachtes Leistungsspektrum/Produkt und bewegliches Vorgehen (anpassbar auf unterschiedliche Kundenwünsche ...),
- Zusatznutzen und Extra-Service (Synergien, erweiterte Leistungen ...),
- aufrichtiges Interesse an den Bedürfnissen Ihrer Kunden und persönlicher Umgang mit Ihren Ansprechpartnern.

---schnapp---

Ich plädiere also nicht für „den USP“, sondern dafür, ein klares Profil zu haben und sich sein ANDERS, BESSER sein und seine Trumpfkarten zu kennen und zu nutzen. Es gilt also, sich zu all diesen Bereichen intensiv Gedanken zu machen.

Jetzt können zwei Dinge passieren – beziehungsweise eine Kombination davon:

1. Man findet ein wirkliches Alleinstellungsmerkmal, also hat aufgrund seiner Fähigkeiten oder Spezialisierung ein Gebiet, das man völlig alleine abdeckt oder zumindest die meisten seiner Mitbewerber völlig außen vor lässt (dafür ist das Unterwassermodel ein super Beispiel).

2. Man hat von seiner Leistung her nichts komplett Anderes oder Spezielles, aber die Art, WIE Du etwas anbietest, WELCHEN SERVICE Du bietest, die unterscheidet sich von Deinen anderen Mitbewerbern.


Bei uns ist es so: Das „Erfolgs-Know-how für Selbstständige und Freiberufler“ ist zum einen, wie Sie schon richtig anmerken, der Slogan, der auf den Punkt bringt, was wir überhaupt tun.

Unser Angebot selbst: Wissen für die erfolgreiche Selbstständigkeit zu vermitteln, ist pauschal gesehen nicht speziell. Es gibt zahlreiche Anbieter, die Wissen zu Akquise, Organisation etc. vermitteln. Aber wir unterscheiden uns dadurch, wie wir es angehen und durch die Art, mit uns Geschäfte zu machen: ob es darum geht, dass wir unser Marketing darauf aufbauen, indem wir sehr freigebig Tipps und Informationen vergeben -> zeig mir mal andere Anbieter, die so viel Wissen verschenken, ohne dass jemand überhaupt bei uns etwas kaufen müsste; ob es darum geht, dass wir – obwohl wir das gar nicht müssten – ein unkompliziertes komplettes Rückgaberecht geben oder ob es um unseren äußerst persönlichen Kontakt geht, sogar bei unangenehmen Themen wie unbezahlten Rechnungen.

Da das „anders/besonders“ sein sich, wie diese Beispiele zeigen, im Idealfall durch alle Bereiche des Unternehmens zieht, will ich mich mal auf den Kern unseres Business beschränken:

Uns interessiert nicht nur das WISSEN weiterzugeben (das bei uns selbst auch funktioniert hat), sondern bei uns ist der Schwerpunkt darauf, unseren Kunden die Umsetzung zu erleichtern – oder überhaupt zu ermöglichen.

Einfach Wissen zu verkaufen, das tun viele. Aber oft ist man mit diesem Wissen alleine gelassen. Uns ist klar, dass das Wissen selbst zwar wichtig ist, oft aber nur das kleinere Probleme ist.

- Darum ist bei unseren Selbstlernkursen beispielsweise anders, dass wir die typischen Hürden, persönliche Hindernisse wie Zweifel, mangelndes Durchhaltevermögen oder Motivationsschwierigkeiten vorwegnehmen und auch dafür Unterstützung und Tipps mitliefern. (Das macht unsere Selbstlernkurse aus)

- Darum achten wir sehr genau auf Feedback von Kunden und Lesern und überlegen darüber hinaus immer, wie wir idealerweise JEDEN ins Tun bringen: wir müssen also die verschiedenen Leute und Typen einbeziehen. Ein Teil kommt mit dem klassischen Selbstlernkurs wunderbar zurecht, aber was ist mit den Leuten, die sich schwerer damit tun, auch wirklich die Disziplin aufzubringen, etwa die Übungen auch zu machen? Dafür haben wir jetzt beispielsweise das Modell unserer Selbstlernkurse verfeinert:

Der nächste Kurs, der in etwa einer Woche erhältlich ist (zum Thema „E-Mail-Newsletter als Marketingtool nutzen“), wird nicht mehr ein großer Kurs am Stück sein, sondern einzelne Lektionen haben, die unsere Kunden sogar so bestellen können, dass sie entweder täglich eine neue Lektion erhalten (um kompakt am Anliegen zu arbeiten) oder jede Woche, wenn sie nebenbei daran arbeiten werden. Und wir haben den Kurs so erstellt, dass man neben allen Rahmenbedingungen, die man rund um das Erstellen und Bewerben eines Newsletters WISSEN muss, während des Kurses schon ins TUN kommt und am Ende seinen ersten Newsletter-Prototyp komplett mit allen Inhalten erstellt hat.

Und und und ... der Kommentar ist eh schon so lange, aber ich denke, es wird klar, dass sich das „anders sein“ durch alle Bereiche zieht.

Bei uns greift also der zweite Punkt: Wir stellen uns kontinuierlich die Fragen, die Ralf in seinem Artikel hier aufgeführt hat.

Und wir haben noch eine ganze Menge cooler Features für die Website im Hintergrund schon in Arbeit, die andere Anbieter in dieser Form nicht bieten, die aber erst in den nächsten Monaten peu-a-peu online gehen werden. Leider reicht immer hinten und vorne die Zeit nicht, aus dem Stand heraus komplett fertigzuhaben ...

Frage beantwortet?

Viele Grüße
Gitte

 

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