Grrrr ... Kennen Sie so Tage,
an denen Sie mit einer Axt alles zu Kleinholz schlagen könnten, kurz vor dem Schreikrampf stehen oder auch mit leichtem Gepäck nach Timbuktu auswandern möchten, um dort unter falschem Namen ein neues Leben zu beginnen? Ich habe heute so einen Tag.
Normalerweise geben wir Ihnen ja Tipps, aber vielleicht klappt das ja umgekehrt ganz genauso ... Was machen Sie an solchen Tagen? Was ist Ihr Erste-Hilfe-Tipp für mich?
Sie können diesen Beitrag
kommentieren oder ihn an einen Freund oder Bekannten
weiterempfehlen
oder
Twitter den Beitrag.
Anmerkungen & Kommentare
Ja, solche Tage kenne ich auch. Allerdings sind sie sehr selten geworden und in letzter Zeit gar nicht mehr vorgekommen.
Wenn ich solche Momente habe/hatte, die mich in die südlich der Sahara gelegene Oasenstadt Timbuktu im westafrikanischen Mali hätten Auswandern lassen wollen, habe ich - je nach Negativ-Energiepegel-Stand - folgende Gegenmaßnahmen ergriffen:
1. Die Joggingschuhe anziehen und einmal in hohem Tempo durch den Park laufen, um die negative Energie abzubauen und den Kopf wieder frei zu bekommen.
2. Den Computer anschalten und ohne Punkt und Komma niederschreiben, was einem gerade bewegt. Hier darf dann auch durchaus unreflektiert und ungerecht beschrieben werden, wie man selbst die Situation sieht. Am nächsten Tag diesen Text noch einmal durchlesen. Entweder gibt es dann viel über sich selbst und die vergangene Situation zu lachen oder (aber auch und) man erkennt, welchen Anteil man selbst an der Situation hat.
3. Die Koffer wirklich packen und dann - wenn am nächsten Tag kein Termin anliegt - tatsächlich spontan irgendwo hinfahren, um Abstand zu bekommen. Eine Nacht und einen Tag woanders kann durchaus Abstand zu vielem bringen. Man kann dadurch die Situation im wahrsten Sinne von außen betrachten.
4. Freunde und Bekannte anrufen, ihnen die Situation erläutern und die eigene Sicht der Dinge schildern. Ungerecht, einseitig, unreflektiert. Diese Gespräche können einen dann schnell wieder auf den Boden der Tatsachen zurückbringen. Durch gezielte gedankliche und sprachliche Übertreibungen über einen selbst und das "Auswanderungsvorhaben", kann man ganz schnell dazu kommen, herzhaft über sich selbst zu lachen.
5. Eine "Hilfe, ich könnt' schon wieder... (siehe Deine Beschreibung oben)"-E-Mail mit dem besonderen "Grrrrrr-Faktor" schreiben - und an ganz viele Freude und Bekannte senden. Nach und nach kommen dann Antworten, die man sich nach der Rückkehr vom Tagesausflug oder vom Joggen durchlesen kann. Nicht alle Antworten müssen einem sofort gefallen, aber sie bringen einen wieder auf den Boden des realen Lebens zurück.
Vielleicht ist da ja etwas dabei, Gitte, das Du für Deine konkrete "Grrrr-Situation" anwenden kannst.
Herzliche Grüße aus Hamburg
Norbert
herzlichen Dank - alleine die Anteilnahme hat mir schon den Tag wieder verschönert (und ich habe auch sehr darüber gelacht: _Die Idee mit Timbuktu geht mir dabei auch ständig durch den Kopf_).
Den Kaffee habe ich heute morgen gleich realisiert und auch die Anregungen, zu telefonieren und das Elend zu schildern.
Umgebungswechsel werde ich jetzt gleich am Nachmittag mal vornehmen: zwar kein Urlaub, aber mal raus in ein hübsches Café gehen, das ist eine sehr gut Idee!
Viele Grüße
und einen schönen Nachmittag
Gitte
Einfach unter Leute zu gehen - Café, Fussgängerzonen, Parks - bringt uns mit jeder Menge neuer Energien in Kontakt.
Und schon bekommt die negative Energie eine höhere Schwingung
Nächtliche Grüsse
Frank
es ist nie zu spät für gute Tipps
Vielen Dank - das habe ich mit dem Tapetenwechsel automatisch "mit"praktiziert. Und neben den angesprochenen 'Schwingungen' hatte ich das Glück extrem nettes Personal anzutreffen. Da war dann auch gleich die halbe Welt wieder in Ordnung (wenn Leute nett mit einem sind, ist das natürlich noch effektiver).
Ich kenne das mit dem Unter-die-Leute gehen und den neuen Energien auch viel für die gedankliche Arbeit. Wenn ich Konzepte oder so mache, gehe ich auch lieber raus unter Leute: da flutscht es viel mehr als alleine vor der Kiste. Da kommt einfach was in Gang.
Dankeschön!
Gitte
auch ich "zu spät", aber dennoch.
Grundsätzlich noch als Ergänzung: diesen Zustand akzeptieren und nicht unterdrücken wollen und sich eine Auszeit gönnen. Tatsächlich weg, unter Leute oder in eine Traum- Sauna hatten wir alles schon.
Manchmal ist mir dann aber auch eher nach verkriechen:
Also beispielsweise ins Bett oder auf die Couch, mit einem spannenden Krimi oder Romänchen, lecker Essen und Trinken und einfach das absolute Verwöhnprogramm (bei Sonne das ganze auf dem Balkon im Liegestuhl).
Als es einmal mit konkretem Ärger zu tun hatte, der mir den nächtlichen Schlaf geraubt hatte, habe ich mich seitenlang in einem tollen Forum (schreibender Frauen) asgemährt - und es kamen mindestens 15 hilfreiche und / oder tröstende Antworten.
Das hilft auch enorm! So wie du es hier ja auch gemacht hast.
Klasse! Das gefällt mir! Das wir erfolgreichen Menschen nicht als Dauerstrahler daherkommen müssen, sondern auch mal zeigen: Mensch, mir geht es gerade Sch...
Ansonsten heitern mich auch zukünfitge High Lights auf, so bei mir der immer schon demnächst geplante Urlaub (im Oktober wieder drei Wochen in die Türkei, davon eine Woche Seminar *Jubel*)
Sonnige Grüße (obwohl es nieselt!)
Zamyat
auch Dir vielen Dank für die weiteren Tipps. - Besonders das Abstand gewinnen nützt. Wobei streng betrachtet bei solch extremer Stimmung, die zum Glück selten ist, es ja eigentlich seltsam ist, dass das funktioniert: denn Abstand von sich selbst geht durch reinen Tapetenwechsel ja eigentlich gar nicht - ich nehme ja mein unausgeglichenes Selbst mit
Das mit den künftigen Highlights erinnert mich immer an den Soforteffekt bei Abgabe eines Urlaubs*antrages* als ich noch angestellt war: Immer wenn ich da so einen Rappel hatte und genervt war, habe ich einen Urlaubsantrag gestellt - manchmal nur für eine Tag oder manchmal so richtig und erst in einigen Monaten. Aber alleine dieser Akt des Auszeitplanens hat geholfen, das stimmt.
Viele Grüße zurück
(zur Zeit "unentschieden sonnig" hier)
Gitte
Ach wie gut ich solche Momente kenne, wenn der innere Schweinehund oder der grosse Saboteur die Oberhand gewinnen möchte...und oft auch schafft, wenn auch nur für kurze Zeit. Denn dann greife ich zur Axt und hacke Holz, hacke Holz und beginne ein inneres Gespräch mit all den Stimmen, die ich in solchen "Zuständen" höre. Für alle, die es noch nicht kennen: nennt sich Big Mind Process.
Wenn ich dabei noch warmen Wind spüren und meine wachsenden Erfolge ( Holzberg ) sehen kann, geht es mir am Ende einer solchen Sitzung wieder gut.
Das Problem dabei: Axt und Holz sind nicht immer und überall dabei.
Ich arbeite dran.
Herzliche Grüsse
Thomas Bebiolka
P.S.: Unternehmenskick...gute Idee!
ich finde es ja in solchen Situationen sehr praktisch erst mal tief ,ganz tief Luft zu holen und mich dann daran zu erinnern, dass ich mir meine Realität immer selbst erschaffe. Wenn ich also so einen Sch...tag habe, dann habe ich in der Vergangenheit wohl mit meinen Gedanken so etwas kreiert. Oder ich gehe grade mit dem, was da so einen miesen Tag für mich macht in (heftige)Resonanz. Und das ist doch dann wieder tröstlich, weil, wenn ich mir mit meinen Gedanken etwas schlechtes erschaffen kann, dann brauche ich doch nur meine Gedanken ändern...der Rest kommt nach. Wie heißt es so schön? Die Energie folgt der Aufmerksamkeit.Und das funktioniert bei mir immer besser. In diesem Sinne, achtsam sein mit den Gedanken, aber das weißt du ja.
alles Liebe
Barbara
Putzen!
Dazu dann noch eine Musik, je nach Laune,Ungarische Tänze oder Lhasa De Sela oder wasDirDannGutTut.
Irgendwas zum Mitträllern...
Hilft definitiv. Ich schwör drauf!
lieben Gruß Ulla
vielen Dank für die vielen Tipps! Auch wenn ich längst wieder mein ausgeglichenes normales Selbst bin (hihi), so bekomme ich doch immer mal so einen Rappel und freue mich über jede Anregung, auf die ich im Ernstfall zurückgreifen werde.
@Thomas:
Du kannst sogar richtig Holzhacken. Das hat eine ganz eigene Qualität in so aggressiven Momenten
Freut mich, dass Dir unternehmenskick gefällt!
@Barbara:
Das ist genau der richtige Satz für mich, Barbara: _gehe grade mit dem, was da so einen miesen Tag für mich macht in (heftige)Resonanz._ Da bin ich gut drin. Kennst Du das, wenn man etwas inhaltlich zwar weiß, aber dann drückt jemand das in einer bestimmten Form aus, so dass es was bewegt. Genau so geht's mir mit dieser Formulierung. Großartig! Danke.
@Rena:
Bewegung ist immer gut, das stimmt. Da muss ich nur noch lernen, im Kopf loszulassen. Da gelingt mir in so aufgeladenen Momenten weniger gut - ich sähe mich da NordicWalkend-erweise wie ich mit den Stöcken um mich schlage ... hehe ... Um den Fluss beneide ich Dich. Wasser hat auch so eine eigene Qualität.
@Ulla:
PUTZEN!! IIIIIIIIIH. Putzen ist für mich das Schlimmste. Aber Du hast mir auch einen ganz tollen (Grund)Satz geschenkt: _Die innere "Drecks"energie wird so gleich mit weggeputzt._ Unter diesem Gesichtspunkt werde ich das das nächste Mal mal ausprobieren.
Ich berichte ...
Einen schönen Nachmittag weiterhin
Gitte
Liebe Gitte, ich freu mich sehr, wenn Du es ausprobieren magst - ich setz noch einen drauf - ein Kollege sagte mal, als wir grad TN Kaffeezeugs wegspülten: "Mein Großvater hat immer gesagt: "Nach dem Putzen ist vor dem Putzen..."
Ist das nicht grauenvoll???
Aber so isses halt - lächeln und den Moment genießen, wenn grad alles so sauber vor sich hinstrahlt...
lG Ulla
Ich gebe es einfach zu, wenn ich so einen "intensiven" Tag habe. Da scheue ich mich auch nicht, zu Kollegen zu gehen und sie einfach bitten, mir was Nettes zu sagen.
Oder manchmal mache ich eine Rundmail an mehrere Kollegen / Freunde und bitte auch darum, mir was Nettes zu erzählen oder mich daran zu erinnern, warum ich in der Früh aufgestanden bin.
Erstaunlicherweise ist es oftmals so, dass es mir alleine schon in dem Moment, wo ich die Mail abschicke oder mich auf den Weg in ein anderes Büro machen, schlagartig besser geht - einfach nur durch den Tapetenwechsel.
Ich finde das einfach erstaunlich.
PS: Wo kriegt Ihr eigentlich diesen netten sprechenden Smilies her?
Ich finde keinen Link auf dieser Page.
ich glaube, dieser Tag hatte es in sich!
Mein Mann kam vom Golf heim und ich blaffte ihn an. Worauf er sagte, mir passe wohl nicht, dass er golfen gehe.
Erst erkannte ich meinen Frust gar nicht. Seine Bemerkung deckte das so richtig auf.
Darauf hin wurde ich nachdenklich und fragte mich, wo kommt dieser Frust wirklich her?
Und dann musste ich feststellen, dass am Vormittag ein Seminarheft der Volkshochschule (Günstige Bildungsstätte) kam, ich mir 5 Termine vormerkte und draufkam....
immer durch eigene Seminare beschäftigt.
Ich tat mir unendlich leid, dass ich mittlerweile 15 Jahre an ca. 35 Wochenenden arbeite. (Und es bislang immer noch nicht schaffe einfach kürzer zu treten) Ist doch echt zum Frust kriegen oder?
Aber mit dem Golfen hatte es echt nix zu tun!!
Es hat mir aber geholfen, dass ich weiß woher - und dass ICH es ändern muss!!
Servus
Edeltraud
@Ulla: Das "Nach dem Putzen ist vor dem Putzen" ist Teil der Tragik! Das finde ich generell so schlimm: diese Sisyphos-Arbeiten, bei denen man wieder und wieder von vorne beginnt.
@Frau Manitta: Ja hallo, Frau Manitta ich kenne Sie wieder
_Smileys erscheinen übrigens durch Tastenkombinationen. Ein normaler Smiley, den Sie mit der Tastatur schreiben, wird in ein Bild umgewandelt. Eine Smiley-Galerie zum Draufklicken wie es das in Foren oft gibt, haben wir nicht._
@Edeltraud: Ich glaube, bei Deiner Schilderung nicken jetzt so Einige. Wie schnell das doch passiert, dass man bei übler Laune jemanden anblafft und daraus dann Knatsch oder ein dummes Missverständnis entsteht (und die Lage dann für einen selbst NOCH unerträglicher macht). Das: _Wo kommt dieser Frust wirklich her?_ ist wirklich das zentrale.
Wobei ich von mir kenne, dass es manchmal (wie an besagtem Tag letzte Woche) einfach auch überbordende innere Gefühle sind. Mit Christine habe ich schon hin und wieder gescherzt, dass wohl ein Planet im Haus der Aggression steht.
Schöne Formulierung!
Anmerkung schreiben
Bitte keine Firmen im Namensfeld und keine Webadresse oder sonstige Eigenwerbung im Kommentar.
Dieser Eintrag kann nicht mehr kommentiert werden.
Unsere aktuellen Selbstlernkurse:
- Wenn die Selbstständigkeit belastet (21-Tage-Programm)
- Wie Sie Ihr Angebot Schritt für Schritt verbessern
- Erfolgreiche E-Mail-Newsletter (Tagesversion / Wochenversion)
- Webseiten, die verkaufen
- Erfolgreiche Telefonakquise (Business-to-Business)
- Akquise mit Spaß und Motivation
- In 3 Schritten zu einem aussagekräftigen Profil
- Geschäftliche und persönliche Ziele finden
Kategorien
Die letzten Kommentare
Was ist Ihre beste Qualität?
Silke Bicker
21.05
Heute lernen Sie: Größenwahn
Angela Stahlhacke
21.05
Was ist Ihre beste Qualität?
Amos Ruwwe
21.05
Zwei Websites, die mir besonders aufgefallen sind
Gabriele Walter
21.05
Zwei Websites, die mir besonders aufgefallen sind
Gregor
19.05
7 Erfolgsfaktoren für Ihre Akquise!
Gute – und damit erfolgreiche – Akquise weist sieben wichtige Eigenschaften auf. Sie ist ...
111 Annahmen ...
... mit denen Selbstständige
meistens danebenliegen
Gitte Härter •