Work-Life-Balance

Geben Sie sich spontan einen Tag frei!

Gitte Härter • 15.11.2009 • email Weiterempfehlen

imageSolche Tage kennen Sie bestimmt auch: Der Wecker klingelt und man bleibt wie ein toter Hund im Bett liegen und denkt NEEEEIN.

Besonders, wenn man gerade viel um die Ohren hat, kommt einem das nicht so gelegen. Mir ging es vorgestern so. Und plötzlich dachte ich: Hey! Du kannst ja einfach frei nehmen!

Komisch, dass viele Selbstständige (mich natürlich eingeschlossen) das gar nicht so machen. Vor einigen Jahren erzählte mir mal ein Selbstständiger, er liebe „die Illusion, spontan morgen zum Skifahren gehen zu können“. LOL

Ich habe den Freitag jedenfalls nichts getan – wohlwissend, dass ich dafür am Wochenende ran muss, weil einfach momentan so viel ansteht. Dafür habe ich doppelt profitiert: ein spontaner Urlaubstag und das tolle Gefühl, das damit einhergeht, das jetzt einfach zu tun.

Und meine noch zu erledigenden Aufgaben sind jetzt am Wochenende viel besser geflutscht, als wenn ich mich am Freitag damit herumgequält hätte.

Wie ist das bei Ihnen: Geben Sie sich schonmal ganz spontan frei?

 

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Anmerkungen & Kommentare

Von: Marina Staatz am 16.11.2009
Das mache ich und ich liebe es.

Niemanden mehr anbetteln zu müssen nach einem freien Freitag, damit man spontan ein verlängertes Wochenende an der Ostsee verbringen kann, um die Akkus aufzuladen. Das liebe ich...

Seit ich selbstständig bin, habe ich jedoch so gut wie nie Probleme beim Aufstehen. Ich begrüße jeden Tag freundlich und freue mich auf ihn und seine Herausforderungen.

Aber vorher habe ich mich regelrecht aus dem Bett quälen müssen, um pünktlich meiner ungeliebten Arbeit als Angestellte nachkommen zu "dürfen".

Ich wünsche allen eine schöne Woche

Marina
Von: Sibylle Roderer am 16.11.2009
Oh ja, das mache ich manchmal - vor allem im November.
Oder wenn man das Gefühl hat, eine Erkältung könnte im Anmarsch sein.

Ich finde, das ist das größte Privileg, und dafür schafft man an den anderen Tagen umso mehr.

Vielen Dank für die tollen Beiträge, ich habe schon viele Aha-Momente gehabt, seit ich euren newsletter bekomme!
Von: mcarla am 16.11.2009
Hallo Gitte,

ich kann mich nur anschließen: Freitags habe ich zur Zeit meinen Homeoffice-Tag und es kommt immer wieder vor, dass ich mir den einfach mal freinehme.
Ich stelle mir dann immer wieder mal folgende Frage:

"Dreht sich die Welt schneller oder langsamer, wenn ich meine Ziele nicht erreiche oder meine Aufgaben liegen bleiben?"
Das hilft Abstand zu wahren.

Gruß Mario
Von: Gitte Härter am 16.11.2009
Hallo zusammen,

das ist ja toll, dass Ihr das alle macht. Das ist wirklich ein Privileg.

Und das mit dem "Dreht sich die Welt" ist auch eine gute Gegenprobe wink

Einen schönen Abend
Gitte

@Sibylle: Herzlichen Dank für das schöne Lob!
Von: Zamyat M. Klein am 25.11.2009
Ohhhohooo...

also, im Bett liegen bleiben möchte ich so gut wie nie, bin ja so ein Morgenmensch.

Aber du erinnerst mich an ein Projekt, das ich mal längere Zeit durchgeführt habe- und völlig vergesen habe:

"Ein freier Tag in der Woche"- aber das war auch wieder ein "Programm", nicht so eine spontane Entscheidung.

Da schaffe ich es leider nicht mal zu sagen: "Mensch, scheint da gerade schön die Sonne. Mein Rücken ist vom Tippen lahm, ab geht es... und ich durch die Heide walke."

Gut noch mal erinnert zu werden:

Freiberuflichkeit heißt nicht nur, ständig und immerzu arbeiten, es heißt auch: ich kann FREI entscheiden!

Danke für den Impuls- und raus hier...

Zamyat
Von: Zamyat M. Klein am 25.11.2009
P.S.

Und so ein süßes Bild! Selbst gemalt??
Von: Gitte Härter am 25.11.2009
Huhu Zamyat,

das ist ja interessant: "das ich mal längere Zeit durchgeführt habe- und völlig vergesen habe: Ein freier Tag in der Woche" - ich kann mich erinnern, dass Du davon vor längerem mal erzählt hattest. Interessant finde ich, dass Du es völlig vergessen hast: hast Du es einfach irgendwann nicht mehr gemacht und dann ist es versandet?

Oder hattest Du es bewusst aufgehört - und dann bis eben nicht mehr drangedacht?

Viele Grüße
Gitte

PS: Ja, selbstgemalt. Selbstportrait sozusagen. grin
Von: Zamyat M. Klein am 25.11.2009
Hei,

ich habe halb-bewusst aufgehört, weil es ein Experiment war- oder ich sowieso in Urlaub war oder wie auch immer- aber dann ist es mir wirklich durch die Lappen gegangen.

Da stand ja auch ein bestimmtes Konzept hinter (das ich allerdings nicht kenne, da ich des Englischen nicht so mächtig bin). Das war ähnlich wie bei dem "Magischen Experiment"- ich bekomme nur einen Bruchteil mit- und spinne mir meine eigene Sache daraus. So auch hier.

These war, dass man trotz (oder wegen) eines freien Tages keine finanziellen Einbußen hat, sondern mehr verdient. Allerdings gehörte da noch ein Coaching dazu - ich habe eben "nur" frei gemacht.

Die Erfahrung war aber, dass es nicht nur für die Arbeit und das Hirn gut ist, mal abzuschalten und man nachher kreativer ist etc.
Sondern dass ich in den restlichen Tagen auch konzentrierter gearbeitet habe, weil ich wusste: Mittwoch bin ich futsch, laufe am Rhein entlang oder sonst was...

Das fand ich das Verblüffendste.

Da keimt doch die Idee auf...

vielleicht ein halber Tag...


mmmmmmhhhhhh

Und was sagt unser Spam-Orakel?- ich fass es nicht: "street36" - das kann ich nur so interpretieren: Ja, mache wieder den freien Tag und gehe auf die Straße! Jippieh!
Von: Gitte Härter am 27.11.2009
Hallo Zamyat,

da fällt mir ein, dass ich mal hier im Blog von meiner Friseurin erzählt habe (ich finde leider den Beitrag gerade selbst nicht mehr ... :-(), die Mittwoch nachmittag keine Termine mehr macht und so einige Stunden für sich alleine locker macht. Sie berichtet, was Du auch sagst: die Tage davor und danach sind voller und damit effektiver genutzt (was natürlich bei Terminen, wo man manchmal einfach viele Wartelöcher hat noch drastischer ist).

Ich habe mir das auch schon immer mal überlegt, aber alle starren Sachen wie "Tag X frei" oder "erst um soundsoviel Uhr anfangen zu arbeiten" passen mir nicht. Da fühle ich mich so geregelt und in eine Form gepresst, die mir nicht symathisch ist oder sogar Druck macht ("uäh, ich muss ja jetzt frei machen, weil Tag X ist").

Hihi
Gitte
Von: Zamyat M. Klein am 27.11.2009
Ja, das scheint schon verdreht zu sein- und wenn du es schaffst, das auch spontan zu machen, ist es ja gut.

Für mich ist es offensichtlich im Moment noch die einzige Möglichkeit, das fest einzuplanen, denn sonst mache ich es nicht. Dazu bin ich immer zu sehr im Rausch und schaue nur sekundenweise aus dem Fenster und denke "Ach, wie schön scheint die Sonne" und "Oh, die zwei walken hier so schön", aber dann drehe ich mich wieder zum Bildschirm und bin die nächsten drei Stunden abgetaucht.

Auf freie Stunden, Halb- Tage oder Tage!
Wochen, Monate, Jahre...ach nee, das doch nicht...

Haha, Spamschutz: ways - es gibt Wege!!

Zamyat

 

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