Woanders

Kreative Zerstörer

Gitte Härter • 12.03.2009 • email Weiterempfehlen

Im mwonline-Blog bin ich auf den Beitrag Kreative Zerstörer gestoßen. Johannes Thönneßen schreibt: „Die Financial Times Deutschland hat eine Serie veröffentlicht, in der sie Deutschlands kreative Zerstörer portraitierte. Ich habe sie gerne gelesen und muss gestehen, dass mir der Mut und der Durchhaltewille der vorgestellten Unternehmer mächtig imponiert haben. An eine Idee zu glauben, das hierfür notwendige Geld aufzubringen, dabei bereit zu sein, ein hohes Risiko einzugehen - dazu muss man geboren sein, denke ich [...].“

Online lesen:

Ich habe gesehen, dass es diese Serie auch online zu lesen gibt: ftd.de/Kreative Zerstörer. Wenn Sie in ein Portrait reinklicken, kommt oben ein Kasterl „FTD-Serie Entrepreneure“ mit früheren Folgen zum Anwählen.

Vielleicht ist das eine schöne Inspiration für Sie!

 

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Anmerkungen & Kommentare

Von: Heike Thormann am 13.03.2009
Hallo Gitte,

ein schöner Linktipp.

Ich hätte vielleicht nicht das Wort "Zerstörer" gewählt, eher Transformator o.ä. Denn das Alte ist ja nicht vernichtet, es lebt in neuer oder veränderter Form weiter. Und der eine lernt auch vom anderen. (Auch wenn Zerstörer medienwirksamer ist. wink)

Aber ich stelle auch fest, dass Krisenzeiten - bei allem berechtigten Frust - enorm inspirierend sein können. Ich habe jedenfalls erheblich mehr Ideen als vorher. Die Umsetzung muss dann nur durch den Engpass (auch menschliche) Ressourcen. wink

Sicher auch ein Grund für Wirtschaftswunderzeiten: Der Wille, die Notwendigkeit und der Ansporn, etwas (wieder)aufzubauen.

LG Heike
Von: Gitte Härter am 13.03.2009
Hallo Heike,

stimmt: "Zerstörer" klingt ganz schön drastisch und trifft es nicht wirklich.

Zur inspirierenden Krise fiel mir gleich der alte Spruch "Not macht erfinderisch" ein. Dazu hatte ich in letzter Zeit auch spannende Kunden, die früher Krisenzeiten erlebt hatten, weil eben große Kunden wegbrachen oder eben absehbar war, dass der Bereich, in dem Sie tätig waren, demnächst nicht mehr so laufen würde - und die dann eben auch geschaut haben: Wie können wir das, was wir jetzt machen ausweiten/verändern. Teilweise haben sie dann ihre Leistungen ergänzt, sich auf andere Zielgruppen verlegt oder auch was völlig anderes gemacht, was aber aus dem erarbeiteten früheren Know-how und der Erfahrung geboren war. Diese Art der Flexibilität kommt tatsächlich oft auch erst in der Krise, durch die Zwangs-freie-Zeit, die man plötzlich hat, oder aber durch einen entstehenden Engpass. Wie Du sagst: "Der Wille, die Notwendigkeit und der Ansporn, etwas (wieder)aufzubauen."

Viele Grüße
Gitte
Von: Zamyat M. Klein am 16.03.2009
Hallo,

der Begriff "Zerstörer" weckt in mir aber noch andere Assoziationen aus meiner Yogalehrerausbildung.

So gibt es ja im Hinduismus die drei Gottheiten: Brahma- der Schöpfer, Vishnu- der Erhalter und Shiva- der Zerstörer.
Und dabei geht es genau um das Prinzip:

Altes zerstören, damit Neues wachsen kann.

Damit habe ich mich in Krisenzeiten, wenn mal wieder alles gleichzeitig zusammenbrach, getröstet. Zumal ich auch immer wieder erlebt habe, dass da was dran ist.

Und inzwischen habe ich eben auch den Mut, manchmal etwas zu beenden, was nicht mehr stimmt- auch wenn da Sicherheit und anderes dran hängt. Immer mit dem Gedanken: Platz machen für Neues, das besser passt oder jetzt dran ist.

Also mir ist Shiva mit den vier Armen, der ja auch der Gott des Yoga und des Tanzes ist, sehr vertraut. grin
Von: Heike Thormann am 17.03.2009
<< Altes zerstören, damit Neues wachsen kann. >>

Stimmt, Zamyat. Aber ohne das Alte gäbe es kein Neues, mmh? Alles baut aufeinander auf, wechselt sich ab wie die Jahreszeiten. Daher die Transformation. wink

In diesem Sinne dann ...

<< Und inzwischen habe ich eben auch den Mut, manchmal etwas zu beenden, was nicht mehr stimmt- auch wenn da Sicherheit und anderes dran hängt. Immer mit dem Gedanken: Platz machen für Neues, das besser passt oder jetzt dran ist. >>

... genau. Und auch mit dem beruhigenden Wissen, auf (vergangenem) Wissen aufbauen zu können.

<< Also mir ist Shiva mit den vier Armen, der ja auch der Gott des Yoga und des Tanzes ist, sehr vertraut. >>

Ich halte es zwar eher mit der Kindgöttin oder dem tanzenden Jungen, aber ich denke, es geht in dieselbe Richtung: Tanzend den Winter in einen Frühling verwandeln. grin

Sorry, ich bin gerade etwas "metaphysisch". -- Und da es jetzt zu einem Geburtstagskaffee geht, passt das sogar ein bisschen. wink

LG Heike

 

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