Erweitern Sie Ihr Gehirn
Unser Gehirn ist schon eine Wundermaschine und was dieses glibberige Ding zwischen unseren Ohren mit am besten kann, ist Ideen zu produzieren. Natürlich ist nicht jede Idee, die wir haben, gut. Eher im Gegenteil. Wenn jede 10. Idee zu etwas nütze ist, dann ist das schon eine ziemlich gute Quote.
Aber woher wissen wir, ob eine Idee etwas taugt? Das ist gar nicht so einfach zu entscheiden. Wir als Produzent eines kreativen Gedankens sind natürlich stolz auf ihn, und deswegen sind wir vielleicht ein bisschen voreingenommen. Das ist so wie mit unseren Kindern. Wir finden sie schön, selbst wenn sie Segelohren haben wie Dumbo der Elefant.
Was uns hier hilft, ist die ehrliche Meinung anderer Menschen. Und zwar nicht nur von einem, sondern von möglichst vielen. Denn wenn 8 von 10 Leuten sagen, dass sie eine Idee großartig finden, dann ist das eben aussagekräftiger als eine Einzelmeinung.
Wie sieht das bei Ihnen aus? Wüssten Sie spontan 3-5 Menschen, denen Sie kurz eine Idee vor die Füße werfen könnten, damit diese Menschen Ihnen eine Rückmeldung dazu geben? Wenn nicht, dann machen Sie doch mal eine Liste von Menschen, die dafür in Frage kommen würden.
Das können durchaus auch unterschiedliche Menschen für unterschiedliche Themengebiete sein. Vielleicht haben Sie ein paar Experten für den Bereich Marketing und andere Fachleute für Finanzen und Buchhaltung.
Und wenn Sie dann in Zukunft eine Idee haben, dann rufen Sie diese Menschen der Reihe nach an und bitten um ein Feedback zu Ihrer Idee. Vielleicht können Sie Ihre zukünftigen Experten ja vorher noch telefonisch oder per E-Mail fragen, ob es ok ist, in Zukunft mit Bitte um Feedback auf sie zuzukommen.
Wenn Sie gutes Feedback bekommen wollen, ist es allerdings wichtig, dass Sie Ihre Idee gut präsentieren, damit die Feedbackgeber auch genug Informationen haben, um sich eine Meinung zu bilden.
Deswegen 3 Leitfragen, mit denen Sie Ihre Idee kurz skizzieren können:
Leitfrage 1: Worum geht es? Wie lautet die Idee in maximal 3 Sätzen?
Z. B. Ich habe eine Marketing-Idee und ich frage mich, was passieren würde, wenn wir ein paar Produkte aus unserem Sortiment auswählen und diese gegen die Kundenadresse kostenlos abgeben, um diese Interessenten dann in Zukunft per Postkarte auf ähnliche Produkte aufmerksam zu machen.
Leitfrage 2: Was verspreche ich mir von dieser Idee?
Z. B. Davon verspreche ich mir, Aufmerksamkeit bei Kunden und vielleicht sogar der Fachpresse, Mund-zu-Mund-Propaganda und eine Systematisierung unseres Marketings und damit stabilere Umsätze.
Leitfrage 3: Warum funktioniert diese Idee?
Z. B. Die Idee funktioniert, weil Menschen es lieben, etwas umsonst zu bekommen, und weil wir auf diese Art und Weise von der Qualität userer Produkte überzeugen können, ohne dass unsere zukünftigen Kunden ein Risiko eingehen. Und Menschen erzählen ihren Freunden von Dingen, mit denen sie bei diesen punkten können, und ein Hinweis auf etwas Kostenloses ist etwas, was man gerne weitergibt.
Diese drei Leitfragen helfen Ihnen dabei, sich erst einmal selbst über Ihre Idee klarer zu werden, und viele Ideen werden sich schon von selbst erledigen, wenn Sie bei der zweiten Leitfrage nach dem Nutzen der Idee keine schlüssige Antwort finden.
Feedback einholen
Sobald Sie Ihre Idee schriftlich skizziert und für gut befunden haben, holen Sie sich dann Feedback ein. Dabei ist es allerdings wichtig, dass Sie nicht einfach nur fragen: “Was hältst du denn von der Idee?” Vielleicht kennen Sie es, dass man nur gute Antworten bekommt, wenn man die richtigen Fragen stellt, und deswegen sind die richtigen Fragen wichtig.
Hier einige Fragen, mit denen ich persönlich gute Erfahrungen gemacht habe:
Präambel: Hier ist deine ehrliche Meinung gefragt. Bitte nicht schonen und mich ehrlich auf mögliche Schwächen in meiner Logik hinweisen.
- Hast du noch Fragen zu dieser Idee?
- Was sind deine spontanen Assoziationen zu dieser Idee? Schreib bitte einfach mal 3-7 Stichwörter auf, die dir spontan dazu einfallen.
- Was ist deiner Meinung nach das Positive an der Idee? Wo siehst du Chancen? Welche weiteren positiven Effekte könnte diese Idee produzieren?
- Was fehlt an dieser Idee noch? Wo siehst du die Schwächen? Wo siehst du Risiken? Und was könnte man tun, um diese Schwächen auszubügeln oder die Risiken zu minimieren?
- Wie schätzt du die Wahrscheinlichkeit ein, dass der Aufwand für die Umsetzung dieser Idee den Nutzen rechtfertigen wird?
- Fällt dir sonst noch etwas zu dieser Idee ein?
Sie können sich natürlich auch eigene Fragen ausdenken. Der Vorteil dieser konkreten Fragen von oben ist, dass Sie Ihren Feedbackgeber dazu bringen, Ihre Idee von der positiven und von der negativen Warte aus zu betrachten. So kitzeln Sie aus kritischen Menschen positive Aspekte heraus und bringen eher unkritische Menschen dazu, auch mal auf die Schwächen zu schauen. Sie bekommen so also ein kompletteres Bild. Auf diese Art und Weise können Sie Ihr Gehirn erweitern, vorausgesetzt, Sie laden kompetente und pfiffige Menschen in Ihre Expertenrunde ein. Denn 4 Augen sehen mehr als 2 und 5 pfiffige Gehirne denken besser als eines alleine.
Ich wünsche Ihnen tonnenweise wunderbare Ideen, die viel Umsatz und Kunden bringen.
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Bei mir entstehen momentan interessante neue Ideen... und es könnten noch mehr werden.
Nur wusste ich nicht richtig, wie ich gute von schlechten Ideen unterscheiden kann...
Ich habe mir zur Zeit ein riesiges Netzwerk aufgebaut in dem ich mich richtig wohl fühle.
Aber ich wusste noch nicht wie ich mein Netzwerk effektiv nutzen kann.
Auf einiges bin ich schon selber gekommen... dieser Beitrag hat dieses Thema für mich abgerundet.
Alles Liebe
Erika S. Reckow