Empfehlung auf Gegenseitigkeit
Oft bleibt die eigene Akquise auf der Strecke: die Zeit vergeht zu schnell, die Hemmungen machen Ihnen einen Strich durch die Rechnung oder Sie haben einfach zu viel zu tun. Machen Sie (ergänzend zu Ihren eigenen Aktionen) einen Empfehlungs-Deal mit einem anderen Selbstständigen, den Sie gut kennen und guten Gewissens weiterempfehlen.
Machen Sie eine realistische, also eher geringe, Anzahl aus, zum Beispiel: „Wir werden uns gegenseitig zweimal die Woche weiterempfehlen.“ Wie diese Empfehlung jeweils erfolgt, ist egal: das kann telefonisch sein, ein PS in einer E-Mail, ein Beitrag in Ihrem Blog. Wichtig ist, dass Sie beide dieses Arrangement auch ernst nehmen! Begrenzen Sie das Experiment auf ein Vierteljahr und schauen Sie dann, was sich getan hat.
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Anmerkungen & Kommentare
Und natürlich muss das Thema oder die Dienstleistung grundsätzlich auch noch auf Interesse stoßen - aber das weiß man ja nie und vor allen Dingen nicht, welche Kreise es noch zieht. Da fällt mir auch ein, dass viele Leute nicht weiterempfehlen, weil sie denken, das bringt "bei dem" nichts.
Darum, und ich schweife ab, erzählen auch manche Selbstständige in ihrem Familien und Freundeskreis oftmals etwas nicht weiter, weil sie nur im Auge haben ob diese Person direkt etwas brauchen könnte. Dabei geht's darum gar nicht! Wer weiß, ob die Schwägerin in ihrem Canastaclub nicht eine Frau hat, deren Sohn ...
Ich empfehle Personen aus meinem beruflichen Umfeld erst dann, nachdem ich bei ihnen beispielsweise an einem Seminar, einem Training, einem Coaching oder einem Vortrag teilgenommen habe. Das kann bei Fertigungsbetrieben auch eine Produktvorstellung oder Unternehmensführung gewesen sein.
Wenn ich jemanden empfehle, dann will ich auch die Fragen des Empfehlungsnehmers beantworten können, warum ich gerade diese Person/diesen Betrieb weiterempfehle.
Beispielsweise habe ich Bücher und Texte von Dir, Gitte, gelesen. Und auf dieser Plattform "Live-Äußerungen" von Dir mitlesen können. Dadurch habe ich einen (schriftlichen) Eindruck von Dir und einem Teil Deiner Angebotspalette bekommen. Wenn mich jetzt jemand fragt, ob ich ein Buch zu einem bestimmten Thema wisse, kann ich guten Herzens eines Deiner Bücher empfehlen. (Beispielsweise die Bücher "Kundenakquise" und "Selbst-Marketing" [Öttl/Härter].)
Aber ich verabrede mich nicht mit jemandem, daß er mich oder ich ihn in einem bestimmten Zeitraum empfehlen muß. Wenn ich aus Gesprächen heraushöre, daß ein bestimmter Bedarf besteht, den ich nicht decken kann, spreche ich die Empfehlung aus.
Zu diesem Zweck trage ich immer ein paar Visitenkarten anderer Anbieter von Waren und Dienstleistungen, die ich nicht anbiete, bei mir. Kommt das Gespräch auf ein bestimmtes Thema, überreiche ich eine dieser Visitenkarten - und benachrichtige abends den Visitenkarteninhaber von meiner Empfehlung, damit er auf die Kontaktaufnahme vorbereitet ist.
Herzliche Grüße aus dem sonnigen Hamburg
Norbert
das ist toll, dass Du da so aufmerksam bist und für Empfehlungen dann fast schon bürgen kannst. Da tust Du schon sehr viel, was dann auch in die Tiefe geht und das hat natürlich nochmal mehr Gewicht.
Das Weiterempfehlen hat ja, und da bringt mich Deine Nachricht und auch die von Frank Obels drauf, völlig unterschiedliche Varianten:
- Das "Ich weiß, wer XY macht"
- "Ich weiß jemanden, der jemand kennt, der XY anbietet."
- "Mein Bruder o. Ä. könnte da jemanden wissen - ich frag/Du frag mal bei ihm."
- Das "Ich kenne da jemanden, weiß aber nicht wie er arbeitet/ob er gut ist."
- Deine Variante, wo Du dann wirklich schon mehr sagen kannst und aus eigener Erfahrung oder Überzeugung mehr oder weniger die Hände ins Feuer legen.
Und das ist ja noch nicht mal alles: Denn die Frage, ob aktueller Bedarf besteht oder nicht, kommt auch noch dazu.
Es ist immer schön, jemandem aus aktuellem Bedarf heraus einen Tipp geben zu können - oder von sich aus zu sagen: "Hör mal, wäre das nichts."
Ein weites Feld ist aber auch das Streuen. Anfang der Woche zum Beispiel habe ich eine neue Firma kennengelernt: zwei Selbstständige, die eine Sattlerei und Stickerei betreiben - und ich fand das so spannend und die Leute so überzeugend und nett, dass ich das gleich meiner besten Freundin erzählt habe: "Du, wenn Du mal jemand brauchst oder kennst, der etwas gestickt braucht: ich kenn da jetzt eine tolle Firma, die machen sowas."
Diese Empfehlung bekommt "Beine". Denn meine Freundin weiß jetzt, dass ich ein Kontakt zu so einer Firma bin. Da wäre sie ohne diesen Hinweis beim Pizzaessen nicht drauf gekommen. Wenn sie jetzt in einem halben Jahr bei sich in der Firma mitbekommt, dass der Kegelclub der Kollegen T-Shirts machen lassen möchte, dann macht's bei ihr Klick.
Das Verabreden mit der Gegenseitigkeit ganz oben hat nochmal eine andere Qualität (die auf jeden Fall bedingt, dass man den anderen gut kennt und gerne empfiehlt): hier wird die regelmäßige Akquise sozusagen bereichert und ein Stück weit "ausgelagert". Das entbindet nicht von den eigenen Aktionen, aber es erweitert sie.
Ich freue mich, dass Dir unsere Bücher so gut gefallen und Du uns weiterempfiehlst
Ein schönes Wochenende
Gitte
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Gitte Härter •
Wir machen das mit unseren Freunden/Kunden und haben gerade erst wieder einen tollen "Beweis" erhalten.
Wir veranstalten in Kürze ein Event mit einem Heiler und Freunde haben die Veranstaltung weiter empfohlen.
Ruckzuck kamen die ersten Anmeldungen.
Vielleicht ist es wichtig, dass sich die Menschen (Empfehler und Empfehlungsempfänger) auf der gleichen Wellenlänge oder in der gleichen Wahrnehmung befinden.
Beste Grüsse
Frank