Ein Experiment mit erstaunlicher Wirkung
Ich möchte Ihnen heute über ein Experiment berichten, das erstaunliche Auswirkungen auf den Erfolg Ihrer Selbstständigkeit haben kann.
Die amerikanische Psychologin Sonja Lyubomirsky forscht im Bereich der positiven Psychologie. Und sie hat ein spannendes Forschungs-Experiment durchgeführt. Sie ließ ihre menschlichen Versuchskaninchen für einen Zeitraum von mehreren Wochen täglich über ihr ideales Leben schreiben, also das Leben, das die Teilnehmer in zwei bis drei Jahren führen würden, wenn sich alles perfekt entwickeln würde und einfach alles klappen würde, was die Teilnehmer anpacken. Eine nette Vorstellung, oder?
Und die Ergebnisse des Experiments waren ziemlich spektakulär. Nicht nur, dass ein großer Teil der Teilnehmer berichtete, sich schon während des Experiments positiver und optimistischer zu fühlen. Die langfristigen Ergebnisse des Experiments zeigten, dass viele Teilnehmer nach zwei bis drei Jahren ihr ideales Leben tatsächlich teilweise oder sogar komplett verwirklicht hatten.
Und viele der Teilnehmer berichteten, dass das einfach so passiert sei, ohne dass sie besonders hart daran gearbeitet hätten. Es waren einfach eine Menge Zufälle im Spiel, und sie waren oft nur zur richtigen Zeit am richtigen Ort.
Und wir reden hier nicht von dieser esoterischen „Bestellungen beim Universum“-Geschichte.
Die Ergebnisse stammen aus einem wissenschaftlichen Experiment der renommierten amerikanischen University of California, mit richtigen Wissenschaftlern und mit Tausenden von Teilnehmern.
Und warum ist das für Sie als Selbstständiger interessant?
Ganz einfach: Wenn das für viele Privatmenschen geklappt hat, warum soll das Gleiche dann nicht auch für Ihre Selbstständigkeit klappen?
Ich möchte Sie hier zu einer Reihe von Fragen einladen:
- Wie sieht Ihre Selbstständigkeit in zwei bis drei Jahren aus, wenn sich bis dahin alles perfekt entwickelt hat, wenn Sie auch Glück hatten und wenn alles geklappt hat, was Sie anpackten?
- Was würden Sie dann in zwei bis drei Jahren tun? Womit würden Sie sich beschäftigen?
- Was würden Sie nicht mehr tun?
- Woran genau würden Sie merken, dass Sie mit den Menschen zusammenarbeiten, die ideal für Sie sind?
- Woran würden Sie merken, dass Ihre Arbeit wirklich Sinn macht und andere weiterbringt?
- Woran würden Sie merken, dass Sie die perfekten Kunden haben?
- Wie viel Profit pro Monat würden Sie machen?
- Wie viel Geld hätten Sie auf dem Konto?
- An welchen Kleinigkeiten würden Sie bemerken, dass Sie den idealen Arbeitsplatz haben und vom für Sie idealen Ort aus arbeiten?
- Wie fühlen Sie sich an Ihrem idealen Arbeitstag?
- Was wäre noch anders, wenn sich in den nächsten zwei bis drei Jahren einfach alles perfekt entwickeln würde?
Diese Fragen können einem beinahe ein bisschen Angst machen.
Besser erst einmal tief durchatmen.
Wenn Sie sich diese Fragen einmal stellen und beantworten, dann ist das schon sehr nützlich, weil Sie so mehr Klarheit darüber bekommen, wo Sie hin möchten.
Aber wenn Sie sich diese Fragen öfters stellen würden,
und in den nächsten zwei bis drei Wochen öfters darüber schreiben würden,
vielleicht sogar alle zwei oder drei Tage,
oder vielleicht sogar täglich,
und wenn Sie das Bild Ihrer idealen Selbstständigkeit auf dem Papier immer weiter entwickeln würden,
dann könnte es gut sein,
dass diese perfekten Umstände
ganz wie von selbst in Ihr Leben treten.
Und plötzlich merken Sie dann vielleicht: Hey, ich lebe ja meine perfekte Selbstständigkeit.
Nicht schlecht, oder?
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Anmerkungen & Kommentare
Und ich würde ruhig privates und berufliches mischen- darf sich ruhig in beiden Bereichen ideal entwickeln
Zugegeben, früher hielt ich diese Art, schriftlich an meiner Zukunft zu arbeiten, für überflüssig, "reicht ja, wenn man es denkst und weiss...". Bis ich es schriftlich zu tun begann- eine riesiger und wertvoller, ja kraftvoller Unterschied!
DANKE!
Alles, was es nun noch braucht, ist die Ausdauer, über einen längeren Zeitraum hinweg zu schreiben. "Fördernd ist Beharrlichkeit", wie es schon im altehrwürdigen I-Ging heißt
Schöne Grüße, Ralf
Ein groß Teil der Wirkung beruht ja auch darauf, dass man sich eben schon beim Schreiben in diesem positiven Zustand befindet. Wenn man sich also täglich darein versetzt, gibt das eine ganz andere Energie. Das ist die Grundlage jeder Form von mentalem oder positivem Denken (was auch nix mit Eso zu tun hat, sondern beim Sport ja schon lange Gang und Gäbe ist ((wird das so geschrieben??)).
Meine ersten Seiten sind geschrieben und ich fühle mich großartig!
Wenn mich etwas begeistert, setze ich es ja immer SOFORT um.
vielen Dank für diesen inspirierenden Artikel und ich glaube das Ergebnis dieses Experiments sofort. Auch ich habe sowohl mit dem Schreiben der Morgenseiten nach Julia Cameron als auch mit der Übung "der perfekte Tag" die ich immer mal wieder als Selbstmotivationsübung einbaue, sehr gute Erfahrungen gemacht. Da ich vor allem eine berufliche Änderung - in Richtung Selbständigkeit natürlich - anstrebe, werde ich gleich mal mein eigenes Versuchskaninchen und schreibe drauf los...
LG Simone
Und die Leute haben das ideale Leben jeden Tag wieder neu formuliert, also immer wieder bei 0 angefangen.
Danke für deine Antwort- das hilft mir schon weiter
Den Kick-Off WS mache ich dann mit mir selbst
Ich merke sogar auch noch Unterschied zwischen
- am Computer schreiben
- mit der Hand schreiben
- Fließtext schreiben
- Listen schreiben
- Mind Maps machen
Und jedesmal kommen irgendwie andere Denkprozesse in Gang.
Coole Sache
Man muss nur herausfinden, was eine "gute Wirkung" erzeugt.
Und die Dinge sein lassen, die eine "nicht so gute Wirkung" erzeugen.
youtube.com/Sonja Lyubomirsky
(38 min.)
Herzliche Grüße!
Sonja
"Du bekommst nicht, was Du willst.
Du bekommst, woran Du glaubst."
Schriftlich die eigene Wahrhaftigkeit pflegen, so meine Erfahrung, bringt mich häufig mit Glaubenssätzen in mir in Verbindung, die ganz schön quer zu meinen Plänen liegen.
Klingt gut. Werde ich in der oben beschriebenen Weise für ein konkretes und weniger umfangreiches Ziel ausprobieren. Quasi als Praxistest, bevor ich mit größeren Ziele in dieser Weise beschäftige.
Herzliche Grüße
Norbert
noch eine Frage: weißt du, ob sie ihre bisherigen Notizen auch immer wieder oder hin und wieder gelesen haben, oder immer nur das neue geschrieben ohne jemals die alten Notizen zu lesen???
Ansonsten habe ich gerade ein fast magisches Erlebnis gehabt, was einfach zu schön ist, daher will ich es mit euch teilen.
Habe gestern ja gleich begeistert damit angefangen und auf deinen Tipp hin heute wieder völlig neu angefangen aufzuschreiben. Und merkte, wie mir dabei ganz neue Ideen und ein neues Thema kamen, die ich zukünftig anbiete.
Vor kurzem hatte ich eine Anfrage zu einem Seminar, was in die Richtung geht- und eben beim Schreiben tauchte es eben auf, dass ich das eigentlich total gerne ausbauen würde und dort auf alles zurück greifen kann, was ich in meinen vielen Ausbildungen und Wegen gelernt habe.
Und da klingelt das Telefon und die Auftraggeberin fragt nach einem zweiten Termin, da das erste Seminar in drei Tagen ausgebucht war.
Wenn das kein Zeichen ist!!
da das mit den Trackbacks bei mir nicht funktioniert:
ich habe in meinem Blog darüber geschrieben und natürlich hierher verlinkt
und zu einer gemeinsamen Aktion aufgerufen ähnlich wie Gitte hier zu WLB. Es hat mich wirklich gepackt!
vielen Dank für diesen tollen Artikel. Die Methode, dass man sich seine Ziele und Wünsche nur vorzustellen braucht, damit sie wirklich werden, ist ja bekannt. Aber dass man dazu endlich auch seriöse Untersuchungen macht, das hat gefehlt. Danke für den Hinweis.
Und als Unterstützung nehme ich das Yukon-Armband und die von Jörg Weisner beschriebene Methode aus seinem Buch "Erfolgreiche Gewohnheiten" zu Hilfe.
Fabian, danke für den Link. Ich hatte vor einiger Zeit einen anderen Video von ihr gefunden, aber der ist irgendwie wieder verschwunden. Da waren noch mehr Details zum Experiment drin.
Sonja, das wäre auch ein Erklärungsmodell. Wobei es eben immer nur Modelle sind. Wie und warum so was funktioniert, das werden wir wohl nie genau wissen.
Hans, danke für das Zitat. Ich kenne das noch leicht anders:
"Du bekommst nicht, was Du willst,
sondern das, worauf du dich am meisten konzentrierst."
Zamyat, cool, dass du da voll eingestiegen bist. Ist wirklich ein tolles Experiment. Ich habe es auch schon 3 x für 21 Tage durchgeführt (Tipp, es wird besser, je öfter man es macht). Und danke für den Link.
Norbert, Susanne und Frank, viel Erfolg beim Experiment.
Peter, ja, das mit dem wissenschaftlichen Background war es, was ich auch so bemerkenswert fand.
hast du mehr Informationen zu der Studie? Weißt Du wie sie heißt? Auf der Seite von der Psychologin gibt es viele Studien zum Download. Oder weißt Du wann das war?
noch zwei konkrete Fragen:
haben sie das, was sie geschrieben haben, zwischendurch auch immer wieder mal gelesen (in einem bestimmten Rhythmus)?
Wie ging es dir:hast du da auch öfter "das Gleiche" geschrieben, oder kam immer was Neues? Macht das was, wenn man sich wiederholt- oder im Gegenteil, bestärkt das die Kraft, die darin steckt?
Danke für die Antworten.
Zamyat
ich finde dieses Experiment auf prima und es hat große Ähnlichkeit mit Hai-pu-le, einen neuen Traum ins Dasein bringen von Serge Kahili King im Buch „der Stadtschamane” beschrieben. Es ist eine Technik der Hawaiianischen Huna, die es schafften große Fischschwärme mit ihrer Imagination im Meer aufzuspüren.
Liebe Grüße
Karin
ganz vielen Dank für diese Fragen.
(Ich versüße mein Leben seit vielen Jahren mit Hilfe solcher Fragen, die mir konkrete Antworten abfordern.)
Bisher schreib ich darauf ca. jeden dritten oder vierten Tag, zu mehr kann ich mich noch nicht aufraffen, da ich es dann als Pflicht empfinde - also lass ich's lieber.
Doch langsam und sicher spüre ich, wie sehr mir diese Fragen Unterstützung sind.
Vielen wird es derweil bestimmt ähnlich gehen. ... es beginnt zu wirken ...
Sonnige Ostseegrüße
Diana
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Daher meine Frage:
weißt du etwas Genaueres, wie viel und wie lange sie jeden Tag geschrieben haben? (Bei den "Morgenseiten" von Cameron muss man beispielsweise 3 Din A 4 Seiten mit der Hand schreiben, bei der "Kläranlage des Geistes" von Birkenbihl 10 Minuten ohne Unterbrechung).
Und jedes Mal zu bestimmten Punkten (so dass man sich auch oft wiederholt) oder nur die Ergänzungen- und den Rest täglich lesen (wäre ja noch eine Variante- und erinnert an eine Methode aus dem "Leuchtturm-Prinzip zum "idealen Kunden").
Du siehst, ich bin nicht abgeneigt, auch ein solches Experiment zu machen.
Danke für konkrete Infos.
Zamyat