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Ein einfacher Trick, um mehr Kunden zu bekommen

Ralf Senftleben • 20.11.2008 • email Weiterempfehlen

Meine Frau und ich wohnen in einem älteren Haus, Baujahr 1930. So ein altes Haus hat natürlich jede Menge Charme, aber anders wie bei einem Neubau gibt es ständig etwas zu renovieren, reparieren und Instand zu setzen. Für den handwerklich begabten Menschen wäre das natürlich kein Problem, denn dazu hat der Liebe Gott schließlich den Baumarkt erschaffen. Für uns allerdings, die wir weder Zeit, noch Lust und geschweige denn die notwendigen Fähigkeiten dazu besitzen, ist das etwas anderes und stellt uns vor manche Herausforderung.

Zum Beispiel fallen in einem unserer Zimmer gerade die Decken herunter, die Rigipsplatten scheinen sich zu lösen und die Tapete ist eingerissen. Es dauert bestimmt nicht mehr lange, bis es kawumm macht und uns das Ding beim Fernsehen auf den Kopf fällt.

Ok - ich schau natürlich schnell ins Branchenbuch und versuche, einen Deckenreparateur zu finden. Aber unter D finde ich keinen. Mmmhhh? jetzt kommt die große Frage: Wer repariert nun Zimmerdecken?

Brauche ich einen Maler? Einen Zimmermann? Einen Bauunternehmer? Einen Innenaustatter? Einen Trockenbauer?

Sie erkennen das Problem?

Und genau so geht es Ihren Kunden bestimmt auch ganz oft. Sie können bestimmt ganz viele, ganz nützliche Dinge und lösen eine große Vielfalt von Problemen für Ihre Kunden. Aber wissen diese das auch? Wissen Ihre Kunden, was Sie alles können und in welchen Bereichen Sie ihnen weiterhelfen?

Im Grunde gehört auf jede Broschüre, jeden Flyer und jede Internet-Seite eine ellenlange Aufstellung, was genau man alles anbietet und ggf. auch was nicht.

Das gilt besonders für die eigene Website, denn Internetbenutzer suchen meistens nach ihrem konkreten Problem und nicht nach der Berufsbezeichnung.

Wenn ich nun bei Google "Zimmerdecke reparieren" eingebe, meinen Sie, da ist auf den oberen Ergebnissen bei den Suchmaschinen auch nur ein Handwerker?

Tja, Chance verpasst. Und ich muss weiter suchen und rumtelefonieren, bis ich die richtige Art von Handwerker gefunden habe.

Liebe Handwerker, ich würde ja gerne viel öfter mit Euch ins Geschäft kommen, nur Ihr macht es einem echt schwer.

 

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Anmerkungen & Kommentare

Von: Norbert am 21.11.2008
wink

...das "liebe" Adwerbs-Thema...

Danke für die Erinnerung, Ralf. Ich muß bei zwei Seiten meiner Webseite auch noch die Suchbegriffe, mit denen ich gefunden werden will, anpassen, erweitern und aus Kundensicht umformulieren.

Und? Hat die Deckenverkleidung Euch schon "besucht"? grin
Von: Gitte Härter am 21.11.2008
... Ralf: Schaut nicht mehr fern unter der Einbruchsdecke! Mann!

Jedenfalls ist das ja ein Riesenthema, nicht nur für so Handwerkszeug. Ich wäre auch gnadenlos mit vielen Fachärzten überfordert oder könnte gar nicht genau einordnen, wofür ich denn nun einen Innenarchitekten alles brauchen könnte. Oder was genau "PrePress" alles sein soll ... ganz egal, welches Fach: Oft weiß man gar nicht, wofür "man sowas" brauchen soll.

Das betrifft ja schon auch uns mit unseren Coachings.

Den geistigen Sprung zu machen, dass potenzielle Kunden da draußen schlichtweg nicht wissen, was man alles tut und kann ... und auch den geistigen Sprung zu machen, dass Kunde X schon jahrelang Leistung A von einem will, Leistung B und C aber auch brauchen könnte, das aber nicht auf dem Schirm hat oder schlichtweg gar nicht weiß, dass man das auch macht (auch wenn ein Oberbegriff auf dem Briefbogen steckt), den verpassen ganz viele Leute. Speziell weil man ja glaubt, dass das "eh klar" ist.

Mein Vater war früher übrigens Spengler. Häääää?
Von: Norbert am 21.11.2008
Spengler...

Interessant.

Soweit ich weiß, kommt der Ursprung des Spengler-Berufes daher, daß er Spangen und Beschläge hergestellt hat. Also Verbindungselemente für Türen, Möbel, Fenster und so weiter.
In Süddeutschland ist dies auch die Bezeichnung für einen Klempner.
Speziell in Bayern findet man diese Berufsbezeichnung für den Karosseriebauer oder Karosseriebaumechaniker im Fahrzeugbau.
Aber auch im Schiffbau findet man den Beruf des Spenglers, wenn es darum geht, Verbindungselemente aus Metall für Fenster, Türen, Verladekisten und anderes mehr herzustellen.
Vor kurzem habe ich diesen Begriff im Zusammenhang mit dem Klima- und Lüftungsbau, aber auch mit dem Anbringen von Regenrinnen auf dem Dach gelesen.

Daran kann man schon erkennen, daß es nicht genügt, sich nur als Spengler zu vermarkten. Hier braucht man schon nähere Informationen, worum es dabei geht.
Von: Gitte Härter am 21.11.2008
... ja genau, Norbert: in meinem Fall ist es der Automechaniker. Aber alleine mit dem Begriff ist man verloren. Allerdings ist man das auch schon beim "Ingenieur". Da könnten wir ewig weitermachen grin
Von: Ralf Senftleben am 21.11.2008
Hallo an Euch,

nein, die Decke hängt noch, aber nächsten Donnerstag kommt jemand, der sie wieder festnagelt.

Bis dahin hängt die Damokles-Decke über uns.

Tschüß,
Ralf
Von: Gitte Härter am 21.11.2008
... nu musst Du's aber auch auflösen: Wer repariert denn nun Zimmerdecken?
Von: Norbert am 22.11.2008
Moin, Ralf!

Ja, ich bitte auch um Auflösung der Frage. Wer repariert denn nun Eure Zimmerdecke? Raumausstattungsunternehmen? Tischlerei?
Von: Ralf Senftleben am 24.11.2008
Es ist jetzt ein Maler, der das macht. Aber nur per Zufall, weil er so etwas kann. Normalerweise würde das eine Trockenbau-Firma machen, also die, die Häuser innen bauen (im Gegensatz zu den Maurern und Zimmerläuten, die das Haus von außen bauen). Man lernt nie aus grin
Von: Jürgen Gräbel am 24.11.2008
Das Problem, im Internet gefunden zu werden ist für alle Selbständigen sicherlich ein großes Problem. Ich selbst probiere auch schon seit Monaten, um unter Google die richtigen Keywords zu placieren, um von potentiellen Interessenten, die sich für mein Thema der ganzheitlichen Lebensgestaltung interessieren, gefunden zu werden. Da hilft nur eins: Immer wieder probieren - never give up.
Aber Stufe für Stufe kommt jeder zu seinem Ziel.
Von: Petra Merz am 28.11.2008
Hallo Ralf,

das ist wirklich ein wichtiges Thema, vielen Dank für die Anregung. Auch wir haben da Nachholbedarf.

Für dein Haus kann ich dir empfehlen, dir ein zuverlässiges Architekturbüro zu suchen. Ein Architekt kennt alle Gewerke und weiß, wer was macht und vor allem weiß er, was notwendig und sinnvoll ist. Er kann mit euch ein Konzept erstellen: was ist die Zukunftsvision, wo wollt ihr hin und in welchen Teilschritten über welchen Zeitraum kommt ihr dahin. Er kann die Substanz beurteilen und geeignete Maßnahmen vorschlagen, die den Wert des Hauses langfristig sichern. Handwerker sehen meist nur "ihr" Gewerk und sie können die Zusammenhänge und Folgen nicht immer richtig beurteilen.
Ich bin mir sicher, dass es auch in euere Nähe gute Architekturbüros gibt, die einen Kunden gerne über Jahre hinweg entsprechend seiner Bedürfnisse betreuen. Wir haben einige solcher Stammkunden. Das lohnt sich für beide Seiten.

Viele Grüße

Petra
Von: Ralf Senftleben am 28.11.2008
Petra, danke für den Tipp. Das ist eine exzellente Idee. Zumal ich dann auch nur einen Ansprechpartner habe, was die Sache wahrscheinlich einfacher macht. Ich mache mich gleich mal auf die Suche.
Von: Michael am 23.02.2009
Internet - und insbesonder Suchmaschinen - sind für 95 % der Handwerker ein Brief mit 7 Siegeln.
Letztens habe ich tatsächlich erlebt, dass ein Fliesenleger ein Angebot an uns mit einer Schreibmaschine geschrieben hat. Vier eng beschriebene Seiten mit unzähligen einzelnen Zahlenwerten!

 

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