Dünner Geduldsfaden
Zur Zeit ist mein Geduldsfaden ziemlich dünn. Ich bin sicher, die meisten von Ihnen kennen das auch: in einer Phase, wo man viel zu viel gearbeitet hat, keinen rechten Ausgleich hatte oder zu viel dummes Zeug auf einmal kommt, bleibt die Geduld auf der Strecke. Mir geht das zumindest so. Ich scharre dann schneller mit den Füßen, rolle wild mit den Augen und reagiere noch impulsiver als sonst.
Das ist nicht immer gut, besonders im Business. Denn Geduld geht mit Besonnenheit einher. Und Besonnenheit ist die Grundlage, wirklich gute Entscheidungen zu treffen, bedacht mit anderen umzugehen und vor allen Dingen nicht auf 180 zu sein.
Auf der anderen Seite sind wir auch alle nur Menschen. Wir sind nicht immer perfekt, verhalten uns auch schon mal blöd oder haben hin und wieder keine Lust, irgendetwas zu tun.
Bitte nicht verwechseln mit „Das ist okay.“ Denn natürlich kann so ein Verhalten so nachvollziehbar es vielleicht sein mag, durchaus unser Unternehmen und unser Image stören. Es kann dazu führen, dass ein Neukunde sich anders entscheidet oder ein bestehender Kunde enttäuscht ist. Vor allen Dingen aber nimmt es natürlich auch Lebensqualität.
Es gibt den schönen Spruch „Selbsterkenntnis ist der erste Weg zur Besserung“. Der trifft durchaus zu. Und so ist der dünne Geduldsfaden natürlich gleichzeitig ein Alarmsignal: Achtung. Fahr mal einen Gang zurück. Krieg dich wieder ein.
Was tun Sie in solchen Phasen?
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Anmerkungen & Kommentare
Was mir in besonders angespannten Phasen hilft, ist der Kontakt zu anderen, mir wohlgesonnenen Menschen, die einfach nur zuhören sollen. Kein Kommentar, kein Ratschlag, kein "is-ja-nicht-so-schlimm". Sich einfach mal ausquatschen erleichtert. Schwierig finde ich, das auch möglichst schnell zu machen - Einzelkämpfer- und Mannsein lassen grüßen
Und wenn ich eine Rückmeldung brauche, kann ich nachfragen und bekomme interessante Bemerkungen und auch Zuspruch. Das relativiert oft die Situation, manchmal setzt es auch wieder Energie frei.
Auch sehr hilfreich: Kein schlechtes Gewissen, sondern es sich verzeihen. Und wenn ich mal bei anderen daneben haue, kann ich als Unternehmer wieder Kontakt aufnehmen und vielleicht auch etwas gerade biegen
Einen schönen Tag
(eben blitzt hier die Sonne raus)
Gitte
Das scheint doch auch bei Ihnen zu funktionieren. Na, und so lange Sie noch den Hebel finden, mit dem Sie wieder runterschalten, wenn es Zeit dafür ist, ist doch alles bestens
Das ist kein Plädoyer für "Workoholismus", sondern für eine ganzheitliche Sicht auf das Thema.
Ich wünsche Ihnen, daß Sie Ihre Erfolge auch immer wieder genießen können.
Ute
Viele Grüße
Gitte
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Ich gehe dann oft spazieren, mache Sport oder telefoniere einfach mal wieder mit einer Freundin. Diese Zeit für sich muss man sich einfach nehmen, sonst kommt man schnell an seine Grenzen. Und hier helfen nicht nur gute Vorsätze, man muss es wirklich durchziehen, am besten gleich einen ganzen "Trainingsplan" aufstellen...z.B. Dienstags um 20 Uhr gehe ich laufen usw. Es ist doch wichtig, dass wir uns wohlfühlen. Schließlich soll die Arbeit ja auch weiterhin Spaß machen.