Die Work-Life-Balance-Challenge: Halbzeit
In der ersten Woche haben Sie eine Analyse der aktuellen Situation gemacht. Hier “offen” im Blog sind wir eine Handvoll aktive Mitmacher – durch einige E-Mails weiß ich, dass einige von Ihnen lieber für sich alleine mitmachen und nur mitlesen, wie wir uns so schlagen. ![]()
Nun sind vier Wochen vergangen, in denen wir die ersten kleinen Ziele gesetzt und ausprobiert haben: mit den ersten Fortschritten! Heute ist Halbzeit und damit der Stichtag dafür, die Ziele auszuweiten.
Ausweiten heißt: Sie schauen Sie sich Ihre Bilanz der Status-Quo-Woche und die Hauptziele, die Sie daraus formuliert hatten, an, prüfen, ob die bisherigen Ziele richtig für Sie waren und wie gut Sie im ersten Monat am Ball geblieben sind. Und darauf basierend setzen Sie sich die Ziele für die zweite Halbzeit:
- Was klappt schon und was noch nicht so gut? Woran hapert es? Wie können Sie das jeweilige Ziel gestalten, um es doch umzusetzen?
- Was möchten Sie als neues Ziel hinzunehmen – bzw. in welcher Weise ein bisheriges weiter ausweiten?
Setzen Sie sich nicht unter Druck. Wenn Sie die Ziele, die Sie sich bisher vorgenommen haben, nicht oder nicht richtig verfolgt haben, dann weiten Sie sie nicht aus, sondern nutzen Sie die nächsten Wochen dazu, diese kleinen ersten Schritte zu etablieren.
Und jetzt zu uns aktiven Teilnehmern hier im Blog. Heute ist ja die Faschingswoche, da ist die eine oder andere sicherlich unterwegs.
Die aktiven Teilnehmer: Woche 6
Zamyat
“Es geht bei mir zur Zeit nicht in erster Linie um WLB im Sinne von zu viel arbeiten. Da habe ich mich in den letzten Monaten und Jahren schon sehr gebessert.
Offensichtlich steht bei mir das Thema “Gesundheit” im Vordergrund, durchaus auch im Zusammenhang mit WLB. (...) Die kleinen Themen bleiben, die ich bisher hatte: pünktliche Mittagspause, abends früher PC aus und tägliche Bewegung.
Ich habe beschlossen in den 6 Wochen bis Ostern (= 40 Tage, die klassische Retreat-Zeit)
1. keine Süßigkeiten zu essen
2. weniger Fleisch zu essen
3. mehr fernsehfreie Abende
4. Jeden Tag rauszugehen, spazieren zu gehen für meinen armen Fuß
5. Jeden Tag zu “sitzen” (=meditieren), um so mehr dahinter zu kommen, wie und wo es in meinem Job weiter geht, wo vielleicht auch einschneidende Veränderungen nötig und erwünscht sind.”
Karin
“Ich habe beschlossen, mir keine neuen Ziele zu setzen - meine Mittagspause ist mir immer noch viel zu hektisch und auch noch nicht wirklich etabliert - ich bleibe dran - das Trinken klappt wesentlich besser, aber auch das will ich einfach jetzt mal Gewohnheit werden lassen ...”
Heike
Meine Ziele für die nächsten 4 Wochen:
- weiterhin Bewegung
- Die Einstellung dahingehend korrigieren: “Ich wache auf und bin energiegeladen.” - Nicht alle herangetragenen Probleme zu deinen Eigenen zu machen.
- Mittagspausen von 15 Minuten, verknüpft mit einem Spaziergang oder Fahrradrunde.
- Ziel- bzw.zeitorientiert weiterarbeiten.
Petra
Petra wurde letzte Woche krank und konnte daher ihre Ziele nicht so verfolgen wie sie wollte.
„Kommende Woche habe ich wieder meine gewohnte “flexible Regelmäßigkeit” und werde meine Radel- und Gymnastikstunde morgens, zum Frühstücksfernsehen, wieder aufnehmen. Dazu 2-3 mal abends eine halbe Stunde.“
Gitte
Ich bin rundum zufrieden mit der letzten Woche: Sport-/Bewegungspensum verdoppelt, gutes Verhältnis zwischen Arbeit/Freizeit und auch am Wochenende wirklich Wochenende gemacht.
Meine Ziele bleiben gleich: Ziel ist ja jeden Tag Fitnessstudio oder Spazierengehen; PC kann ich abends noch früher ausmachen, da ich momentan aber nach wie vor von Technikproblemen geplagt bin und dadurch irre viel Zeit verloren habe und noch verliere, gebe ich mir da etwas Spielraum bis alles wieder komplett läuft. Und am Wochenende will ich künftig nur arbeiten, wenn es wirklich dringend ist. Das wird eine Umstellung, weil ich bislang – wie viele Selbstständige – die zwei Wochenend-Tage immer als Arbeitstag mit in meine Planung einbezogen habe. Irgendwo müssen die Stunden für die unterschiedlichen Projekte und Bücher ja herkommen.
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Anmerkungen & Kommentare
so - nun melde ich mich auch endlich - war auf Fortbildung, Sonntag Abend noch essen, und gestern fing die Woche gleich mit einem fünfstündigen Krisengespräch an....
ich habe beschlossen, mir keine neuen Ziele zu setzen - meine Mittagspause ist mir immer noch viel zu hektisch und auch noch nicht wirklich etabliert - ich bleibe dran - das Trinken klappt wesentlich besser, aber auch das will ich einfach jetzt mal Gewohnheit werden lassen...
Nun gilt es, wieder alleine zu üben(mein Sohn ist schon wieder ins Ausland unterwegs). Außerdem habe ich gerade wirklich viel Arbeit und da ist es eine besondere Herausforderung, diese liebe kleine Mittagspause einzuhalten...
Euch allen eine gute Woche
Karin
das "Die Woche ist immer zu kurz." kann ich nur unterstreichen!
Dass Du Dir einen Wochenend-Tag immer fest frei hältst, ist eine wunderbare Sache. Da wäre es doch auch ein schönes Ziel für Dich, den anderen Tag (oder zumindest erstmal die Hälfte davon) für Dich selbst zu reservieren?
Das mit dem "Das mach ich dann am Wochenende" kenne ich ja auch: es ist praktisch, entzerrt die Sache und am Wochenende kann man dann in Ruhe was wegschaffen. Aber auf diese Weise ist Arbeit immer omnipräsent. Und auf Dauer ist das nicht der Hit, so gerne man seine Arbeit mag.
@Karin: oha, da hast Du ja einen unerfreulichen Wochenstart gehabt. Ja, so eine richtige Pause zu etablieren - und das Hektische dabei wegzubekommen - dauert seine Zeit, vor allen Dingen, wenn man's noch ganz anders gewohnt ist. Wie heißt es so schön: Gut Ding will Weile haben. Wie wahr!
Einen schönen Abend
Gitte
endlich zurück aus Thüringen- und heute "eigentlich" wieder mein freier Tag, der wieder nur ein halber wird- aber immerhin!!
Da ich aber Samstag Training hatte und Sonntagvormittag noch zwei Rezensionen geschrieben habe, ist dieser halbe freie Tag mehr als verdient!
Gestern auf der Heimfahrt habe ich mir auch noch mal zu unserem WLB-Projekt Gedanken gemacht und dabei folgendes herausgefunden und nun als Plan:
Es geht bei mir zur zeit nicht in erster Linie um WLB im Sinne von zu viel arbeiten. Da habe ich mich in den letzten Monaten und Jahren schon sehr gebessert.
Offensichtlich steht bei mir das Thema "Gesundheit" im Vordergrund, durchaus auch im Zusammenhang mit WLB. Es geht nur nicht so sehr um Zeit, sondern um das was ich mache und wie ich es mache. (Klar könnte ich auch noch weniger arbeiten...
Und so verschiebe ich meinen Fokus deutlich- wenn auch die kleinen Themen bleiben, die ich bisher hatte: pünktliche Mittagspause, abends früher PC aus und tägliche Bewegung.
Angeregt durch eine CD, die ich auch auf der langen Heimfahrt hörte, kam ich auf die Idee, meine persönliche "Fastenzeit" durchzuführen. Wobei es dabei weniger um Verzicht geht, sondern darum, meinem Körper und meiner Gesundheit etwas Gutes zu tun.
Auch wenn ich in meinem Blog öfter über diese platten Eso- Deutungen gewettert habe: es ist nicht zu übersehen, dass ich seit 2 Jahren mit meinem Magen laboriere, sich die Unfällte häufen (Arm verbrannt, Fuß gebrochen, Rücken verrenkt etc.) - und das ja VIELLEICHT doch auch was mit meinem Leben zu tun hat.
So habe ich also beschlossen in den 6 Wochen bis Ostern (= 40 Tage, die klassische Retreat- Zeit)
1. keine Süßigkeiten zu essen (weil es meinem Magen leider nach wie vor nicht bekommt und er dann sauer reagiert)
2. weniger Fleisch zu essen
3. mehr fernsehfreie Abende (die konkreten Zahlen behalte ich für mich)
4. Jeden Tag rauszugehen, spazieren zu gehen für meinen armen Fuß (Danke Gitte für deine Anstöße)
5. Jeden Tag zu "sitzen" (=meditieren), um so mehr dahinter zu kommen, wie und wo es in meinem Job weiter geht, wo vielleicht auch einschneidende Veränderungen nötig und erwünscht sind.
Zu letzterem habe ich auch schon einige Ideen- das ist das, worum es mir hier hauptsächlich geht. Zu sehen, wo meine Arbeit (obwohl sie mir so riesigen Spaß macht) offensichtlich doch auch Aspekte hat, die mir inzwischen nicht mehr gefallen oder nicht gut tun.
Eins ist auf jeden Fall; das viele Rumfahren und in Hotels leben freut mich nicht mehr wirklich. Also bastele ich an Alternativen, wie ich noch mehr von zu Hause aus arbeiten kann.
Merke zudem deutlich, dass das Schreiben einen immer größeren Stellenwert für mich bekommt- und sehe es als Zeichen des "Himmels", dass ich just heute wieder zwei Anfragen bekam. Nach einem Artikel für eine Fachzeitschrift (verrate ich dann, wenn es dingfest ist) und nach weiteren Methoden- CDs für Trainer.
Und will wieder Online- Seminare anbieten, mehr Telefoncoaching für Trainer (was super läuft in Kombi mit Fax und E-Mail) usw.
Also, insofern hat dieses WLB- Projekt bei mir einiges sehr Fruchtbares ins Rollen gebracht- wofür ich sehr froh und dankbar bin.
DANKE liebe Gitte für den Anstoß und allen anderen Mitstreiterinnen (wir sind ja tatsächlich alles Frauen - oder?) für ihre Begleitung und auch den Mut, die Schwierigkeiten hier deutlich zu schreiben. Das macht wirklich Laune und ermutigt!
Uns allen weiterhin viel Klarheit und Power zu mehr Balance. Danke Petra auch noch mal für das flammende Plädoyer für ein freies Wochenende. Das kann ich mir auch nur fett an die Wand hängen!
Also, freies Balancieren
Zamyat
da hat sich ja viel bei Dir getan - und die wichtige Erkenntnis, die Ziele etwas zu verschieben.
>>Also, insofern hat dieses WLB- Projekt bei mir
>>einiges sehr Fruchtbares ins Rollen gebracht
>>- wofür ich sehr froh und dankbar bin.
Das ist großartig! Und ich kann das aus meiner Sicht auch nur bestätigen: durch das öffentliche Schreiben und Austauschen bleibt man einfach eher am Ball und vor allen Dingen konsequenter über mehrere Wochen. Da sind die Fortschritte und Erkenntnisse dann sehr viel greifbarer.
Die Fastenzeit richtig zu leben, ist gutes Timing: ein guter Zeitrahmen und gleichzeitig mit Ostern auch ein konkretes Datum für Fazit und weitere Pläne.
Oh, und mit dem Rumgefahre, Geschleppe und Hotels, das kann ich Dir gut nachfühlen: ich kenne auch nichts Nervigeres. Das klingt nur in der Theorie immer spannend, glaub ich
Viele Grüße
Gitte
ja, es fühlt sich gut an - heute morgen habe ich sogar Yoga UND Meditation gemacht und war heute Nachmittag noch bestimmt eine halbe Stunde mit einer Freundin "spazieren humpeln".
Ich habe den Eindruck, dass ich jetzt auch mehr lerne, auf meinen Körper zu hören. Bin nämlich noch total erschöpft- und normalerweise hätte ich jetzt da drüber gepowert und noch ne Runde heute Abend gearbeitet. Nichts da! Ich verschwinde jetzt auf die Couch und trinke Tee und ruhe mich aus!
Wahnsinn!
Alles Liebe
Zamyat
mir fällt auf, dass ich seit 4 Wochen in diesem Kreise immer die Letzte bin! Nun gut - ich nehme es nicht tragisch, sondern stelle nur fest.
Ich habe von Sa-Di keinen PC angemacht, hatte keine technischen Desaster zu erleben. Das war Work-life pur. Allerdings muss ich eingestehen, dass diese Auszeit bitter nötig war, mein Körper kämpft gegen so kleinere Dinge an: Grippenviren, Ständig geplatze Äderchen...
Insofern bin ich zufrieden mit der Auszeit. Nachteiliger Effekt: Mit den Auszeiten bleibt so Einiges liegen und ich baue mir selbst enormen Druck auf!
Meine Ziele für die nächsten 4 Wochen:
- weiterhin Bewegung (das fällt mir nicht schwer)
- Die Einstellung dahingehend korrigieren: "Ich wache auf und bin energiegeladen." - Nicht alle herangetragenen Probleme zu deinen Eigenen zu machen.
- Mittagspausen von 15 Minuten, verknüpft mit einem Spaziergang oder Fahrradrunde.
- Ziel- bzw.zeitorientiert weiterarbeiten.
Sodele, das wars von meiner Seite,
gute Woche Euch allerseits
Heike
wie kannst du denn in 15 Minuten eine Mittagspause machen (essen???) UND dabei noch spazieren gehen????????
Höm- ist das WLB?
Also, das Thema Gesundheit scheint ja nicht nur bei mir aktut zu sein (siehe meinen Beitrag oben!)
Aber Mittagspause dauert bei mir mit allem 2 Stunden (kochen, essen, Tee trinken und lesen, aufs Öhrchen legen....)
So unterschiedlich sind wir
Einen schönen Tag
Zamyat
ich weiß, dass das mit der Mittagspause ein enger Zeitrahmen ist. Ich muss nicht kochen - bekomme das Essen gebracht und muss es nur in die Mikro schieben. Im Vergleich zu früher habe ich keine Pause gemacht, eine Banane zwischendurch reingeschlungen.
Ich bin steigerungsfähig. 2 Stunden mittag - das gönne ich mir bestimmt auch irgendwann...
Liebe Grüße
Heike
oha, da wünsche ich Dir gute Besserung! Das mit den Auszeiten und in Folge davon Liegengebliebenem ist zum Teil auch Übergangszeit. Klar fehlt einem (das merke ich ja auch) plötzlich Zeit, wenn man sich entschließt, einiges an Arbeitszeit in Freizeit zu wandeln - aber andererseits sind diese Auszeiten ja auch wichtig, um gesund und leistungfähiger zu sein (siehe auch mein schlecht gemalter Energietacho von vor zwei Wochen oder so).
Und ansonsten: Die kleinen Schritte schätzen. Eine Viertelstunde Mittag mit etwas Bewegung ist eben schon sehr viel besser als die nebenbei reingeschlungene Banane. Auch wenn es natürlich, wenn man's so liest sehr hektisch klingt, was da in einer Viertelstunde "alles" passiert
Ich habe mich übrigens auch gleich zurückerinnert an meine Mittagspause in der Kantine früher: meine Freundin und ich haben nie gefrühstückt und durften erst ab 12.45 Uhr in die Kantine. Diesen Termin haben wir herbeigesehnt und wenn wir dann endlich dort waren, haben wir in einem Affenzahn (was uns gar nicht so vorkam!) einen Teller Essen und Nachspeise verschluckt ... hihi ... und dann sind wir schnell noch ans andere Ende der Kantine gegangen, damit wir Zeit zum Kaffeetrinken hatten. Für uns war das toll, aber unter dem Gesichtspunkt einer erholsamen und gesunden Mittagspause war es wohl eher nicht so der Bringer. Und dennoch: Ich vermisse die Kantine. Grmpf.
Ein schönes Wochenende
Gitte
da ich heute einen besonders schönen Tag hatte, habe ich das einfach härchenklein in meinem Blog geschrieben.
Und da es genau um unser Thema geht, weise ich hier mal drauf hin.
Früher Vogel fängt den Wurm
Bin ganz happy.
Zamyat
P.S. Und Gitte du hast natürlich Recht, eine 15 min. Mittagspause ist schon um Längen besser als eine runtergeschlungene Banane. Da bei mir aber gerade das Thema "Mittagspause + Schlaf" so einen hohen Stellenwert hat, war ich einfach schockiert
das ist ja ein schöner Bericht! Das sind die tollen Sternstunden-Tage (also bei mir sind das Sternstunden), wo man früh aufwacht und voller Tatendrang ist - und dann schon um acht oder neun Uhr wahnsinnig viel erledigt hat.
Ich bin heute auch viel zu früh aufgewacht, aber nicht aus Spaß und von Energie ist auch nichts zu spüren. Uäh.
Dass Du geschockt bist mit der Mittagspause inkl. Spaziergang ist übrigens mehr als berechtigt
Mir fällt es immer wieder auf, wie sehr man oft denkt, dass Kleinigkeiten nichts bringen - ob das nun die Pausen, das Aufräumen oder die Akquise ist.
Und so lässt man's dann ganz oder will auf Null auf Hundert. Aber, um mal bei Heikes Beispiel zu bleiben, von einer runtergeschlungenen Banane zu einer Stunde Mittagspause ist es ein echt großer Sprung. Und da muss man für sich selbst ausprobieren: Tue ich mir leichter damit, es schrittweise zu steigern? Oder ist es für mich besser, gleich einen großen Schritt zu machen?
Und sich der Absurdität der eigenen Gewohnheiten klar zu werden - z. B. durch schockiertes Feedback - ist auch wichtig, weil man dann sieht, wo man völlig aus der Spur ist, weil die eigene "Eichung" nicht stimmt.
Da ist das tägliche Kantinenessenrunterschlingen, das uns gar nicht seltsam auffiel, ein weiteres schönes Beispiel. Haha!
Einen schönen Tag
Gitte
ich habe das beste Beispiel, das Kleinigkeiten etwas bringen, auf meinem Schreibtisch liegen. Seit ich diese simple Strichliste führe, gelingt es mir auf wunderbare Weise, endlich mal genügend zu trinken.
Und die "heruntergeschlungene Banane" hat mich auf die Idee gebracht, mein Ziel von einer anständigen Stunde Mittagspause auf eine halbe Stunde zu reduzieren... ich glaube, dann schaff ich es leichter zur Ruhe zu kommen...
Immerhin war ich vorher ja auch nur bei einem heruntergeschlungenen Brötchen...
*grins*
euch ein schönes Wochenende
Karin
ich poste hier einfach mal ein anderes Thema, das mich gerade beschäftigt- und im weitesten Sinne ja auch mit WLB zu tun hat.
Mir fällt in letzter Zeit verstärkt auf, dass ich mehrere Stunden in der Woche "für andere" arbeite - kostenlos.
So kommen viele Anfragen (oft als begeisterte LeserInnen "getarnt"), die mal eben diesen oder jenen Tipp möchten. Dann habe ich diverse Rezensionen geschrieben, wo dann noch Veränderungen erwünscht waren (klar, ist für mich auch ein bisschen Marketing - *hoff*), dann einem Kollegen eine Sache durchgesehen (dafür bekomme ich das Produkt nachher umsonst) etc.
Und habe es über all dem nicht geschafft, mein eigenes E-Book fertig zu schreiben.
Ist da meine Denke falsch (ich tu da was "für andere" statt: das ist alles Marketing??) oder sollte ich da doch deutlich zumindest eine andere Reihenfolge einlegen: erst meine "eigentliche" Arbeit und dann die Hilfen für andere?
Fragende Grüße
Zamyat
die ihr so fest vorgenommenes "freies" Wochenende dahin schwinden schwant....
ich würde die drei Bereiche, die du aufzählst, getrennt anschauen:
- ich habe Kolleginnen, für die mach ich immer gerne zwischendurch etwas, auch, weil ich weiß, ich kann sie auch bei Bedarf mal "einspannen" - das ist einfach ein nettes Geben und Nehmen
- bei Menschen, die einfach mal nur einen Tipp wollen, bleibt die Frage, inwieweit du etwas davon hast - klar ist es schön, nett zu sein, fühlt sich gut an - aber nett kannst du auch nach getaner Arbeit sein und wenn Menschen etwas kostenlos wollen, dann müssen sie vielleicht einfach mal ein wenig warten... bis du Zeit hast
Kostenlose Brötchen gibt es beim Bäcker auch nur, wenn er grade mal ne Verschenkaktion laufen hat... und den Zeitpunkt bestimmt er...ansonsten muss ich sie halt kaufen, wenn ich sie will...
- Mit den Rezensionen...hmmm... vielleicht kannst du mal hinschauen, wie hoch die Werbewirkung an dieser Stelle ist - lohnt sich der Aufwand?
Ich schieb dir mal ein bisschen Wochenende rüber...
Karin
Ergänzend nochmal der link auf einen Text und Diskussion vom Juni, die hier gut passen: Arbeiten für lau
Meine eigene Erfahrung mit so Marketinggeschichten von der Sorte "ich mache was für jemanden und es ist dann bestimmt gute Werbung für mich" ist eher ernüchternd: Wenn ich über die letzten zehn Jahre schaue, wieviel ich hier aktiv war und eingebracht habe und tatsächlich einen nennenswerten Werbeffekt habe, dann fällt die Bilanz nicht gut aus!
Seit einiger Zeit bin ich da wesentlich strenger, sage Dinge ab, die nur Arbeit bedeuten oder mache Testphasen. Wie im verlinkten Artikel beschrieben ist immer die Frage "Stimmt der Deal/bringt es wirklich was", und das ist häufig nicht der Fall.
Die Zeit ist in eigene, direkte Aktionen - meiner Erfahrung nach - sehr viel besser investiert.
Wobei ich auch sagen muss, dass das in unserer Anfangszeit anders war: Hier war es sehr gut investiert, viel kostenfrei zu machen und beispielsweise anderen Webseiten Texte zu schreiben gegen Verlinkung. Aber hier verschiebt sich natürlich mit der Entwicklung der Effekt und damit auch der Nutzen.
Ich sage Kooperationen, die für mich Arbeit gegen reine Versprechung bedeuten ab, wenn die Konstellation nicht so ist, dass ich selbst wirklich absehen kann, dass es sich lohnt. Oder ich lasse mich für Texte o. Ä. eben bezahlen.
Ebenfalls ein schönes Wochenende an alle!
Gitte
Und erst mal meinen Kram machen und dann schauen, wie viel Zeit noch übrig bleibt und ich investieren will in "ehrenamtliche Tätigkeit" für Kollegen.
Und wie Gitte im Beitrag schreibt: es hängt auch etwas davon ab, ob ich jemanden nett finde und dann gern mal helfe- so wie mir Kollegen ja auch helfen. Das möchte ich nicht missen. Aber auch hier kommts eben auf die Balance an
Schönes Ende Woche
Zamyat
Mein Wochenfazit: Das war eine Halb-halb-Woche. Die eine Hälfte wunderbar, die andere Hälfte blöd, was meine WLB-Ergebnisse angeht.
Was mir gut gelingt, ist abends den PC deutlich früher ausmachen. Das hätte ich mir schwerer vorgestellt.
Ansonsten hab ich manchmal Anflüge von "Jetzt ist es auch schon egal", das kennt Ihr vielleicht auch, oder?
Gerade bin ich kurz am Arbeiten, mache aber nachher die Kiste wieder aus und gehe in Sport, so dass ich der Wochenendepause gerecht werde.
Schönes Wochenende allerseits
Gitte
@Zamyat:
Ich kenne das auch sehr gut, auch ich werde in den letzten Wochen verstärkt in Anspruch genommen und muss aufpassen, dass die Grenzen des Ausgenutzseins nicht zu weit verrücken. Ich denke, es kommt auch immer auf die Intensität an: Eine Rezension ist schon weit mehr Arbeit als nur ein kleiner Tipp am Rande.
Ansonsten verlief letzte Woche ganz gut: Mo + Di "kreative Pause". Am Freitag habe ich mehr als nur 15 Minuten Pause gemacht, die mir wirklich gut tat. Ich erkenne so langsam, dass Pausen schöpferische Pausen sind und das ist der Weg für mich, um Pausen zu anzunehmen und durchzuführen. Schöner wäre es, Pausen mit jmd. zu teilen...
aber, was nicht ist, ist nicht!
Für diese Woche gilt das Gleiche: Pausen bewusst setzen, schauen, wie es danach besser läuft.
Eine Woche in Balance wünsche ich,
bei den hoffentlich anhaltenden frühlingshaften Temperaturen,
Heike
ja, das ist schöner und auch einfacher, die Pausen zu teilen. Da macht man eher was, unterhält sich gut und auch ein Mittagessen macht viel mehr Spaß.
Da fällt mir wieder ein, dass ich meine Angestelltenzeit in Essensphasen unterteilen kann: das war das Schnitzel-mit-Pommes-Jahr, dann gab's das Tagliatelle-Emiliana-Jahr usw. Und das ist keine Übertreibung!
Sodali: Woche 7 ist eröffnet
Ich bewundere die Vitalität und Produktivität, mit der meine Mitstreiterinnen hier gesegnet sind und ich verstehe, dass es in diesem Fall umso schwieriger ist, die Balance zu gewinnen und zu halten.
Was mich betrifft: ich bin ganz gut in der Balance (?die Abgeklärtheit des Alters?), denke ich, aber der eigene Lebensstil ist immer noch verbesserungsfähig. Nachdem ich jetzt ganz gut an die morgendliche Gymnastik angepasst bin, werde ich eine kleine Teil-Baustelle aufmachen, vor der ich mich schon lange drücke: besonderes Training für die Bauch- und Rückenmuskulatur.
Etwa so lange wie WLB nehme ich an einem AOK-Kurs "Bewegtes Abnehmen" teil, um die Balance zwischen Energiezufuhr und Energieverbrauch zu finden. Das ist eine richtig große Baustelle, ausser daß ich wegen Krankheit und damit verbunden 4 Tage unfreiwilligem strengem Fasten tatsächlich deutlich Gewicht verloren habe. Mein Ziel ist also für diese Woche, das gegenwärtig erreichte Gewicht erst einmal zu halten.
Viele kleine Aufträge habe ich in der letzten Zeit bewußt nicht mehr akquiriert (die sind aufgrund des hohen Aufwandes an Rüstzeiten und Verwaltung tendenziell unwirtschaftlich), so dass ich jetzt auch mehr Zeit für größere eigene Projekte habe. Das nutze ich jetzt ausgiebig und bearbeite ein solches Projekt. Bringt zwar derzeit kein Geld, kostet aber auch fast nichts.
Viele liebe Grüße
Petra
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hier sind meine Wochenenderfahrungen, die auch nicht immer nachahmenswert sind.
1. Die Woche ist immer zu kurz
2. Aber am Wochenende wird der ganze Rest erledigt, denke ich immer
3. Ich denke am Samstag und Sonntag immer an alle diese "offenen Posten" und warum dieser Quark unbedingt am Wochenende erledigt werden muss. Ich piesacke mich völlig sinnlos selbst, wissend, dass a) alles gar nicht so schnell erledigt werden muss, b) ich das alles gar nicht schaffen werde, weil die Familie und meine erschöpfte Person es gar nicht zulassen
c) ich diese Arbeiten unter der Woche viel schneller und besser erledige.
EINE Regel halte ich fast immer ein: einer der beiden Tage, meistens der Samstag, ist definitiv für Privates (Hausarbeit, einkaufen, Besuche machen) reserviert.
4. Am Sonntag mache ich meistens vormittags noch irgendwelche Sachen, die mit Aufträgen zu tun haben und bis 11:30 im Briefkasten sein müssen. Das ist in der Regel ein Bruchteil von der Arbeitsbugwelle, die ich vor mir herschiebe. Und ich nehme mir vor, mir NIE mehr so viel für das Wochenende vorzunehmen, weil der Gedanke an das liegen gebliebene mir beide Tage ziemlich vergällt..
Ich glaube, das ist ein wichtiger Punkt für dieses Projekt hier: aufhören, sich selbst immerzu sinnlos anzutreiben. Nicht nur Krankheit ist Dienst, Freizeit ist auch Dienst und eine Pflichtveranstaltung.
Also, liebe Mitstreiterinnen, machen Sie am Wochenende FREI, aber ohne jedes schlechte Gewissen^, ordentlich und pflichtgetreu!!!
In diesem Sinne wünsche ich einen schönen Feierabend.
Petra