Die Work-Life-Balance-Challenge: Ende und Fazit
Jetzt sind acht Wochen rum. „Herzlichen Glückwunsch“ an alle, die durchgehalten haben. Hier ist der Platz für Ihr Fazit. Das gilt natürlich nicht nur für die aktiven Teilnehmerinnen, die hier im Blog berichtet und sich ausgetauscht haben. Wenn Sie für sich alleine gearbeitet haben (vielleicht auch später angefangen haben und noch mittendrin sind), dann posten Sie gerne auch Ihre Erkenntnisse:
- Wie war’s? Wenn Ihr das Farbprotokoll weitergeführt habt: Wie sieht das heute im Vergleich zum Start aus? Wie hat es sich entwickelt?
- Gab es besondere Aha-Erlebnisse oder eine interessante Erkenntnis? Ist Euch etwas erstaunlich leicht gefallen und anderes überraschend schwer? War das Ziel, obwohl es vielleicht eine Kleinigkeit war, doch zu hoch gesteckt?
- Was habt Ihr von den Änderungen schon erfolgreich integriert?
- Wie geht es weiter?
Wenn Bedarf für’s „informelle“ Weitermachen besteht, wie das schonmal angesprochen wurde, dann könnt Ihr Euch einen CoCoach dafür suchen oder aber ich mache gerne einen neuen Beitrag für die Weitermacher auf: dort könnt Ihr Euch in den Kommentaren dann austauschen oder über Erfolge weiterberichten. Da in der letzten Woche sehr wenig Resonanz in den Kommentaren war, mache ich das mal noch nicht automatisch. Sagt Bescheid, wenn der Wunsch dafür da ist.
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Anmerkungen & Kommentare
hier mein Fazit: Ich habe ja die WLB-Challenge gemacht, weil das der Punkt ist, wo ich selbst großen Optimierungsbedarf habe. Ich arbeite gerne und viel – schon immer. Und ich war auch noch nie besonders gut in Entspannungsgeschichten oder großartigen Pausen, sondern bin lieber "in Action". Mittlerweile merke ich das aber (vielleicht das Alter, hehe), so dass ich heuer ins Zeichen der generellen Neuordnung und WLB gestellt habe.
Die letzten acht Wochen bin ich ganz gut dabei gewesen. Ich mache noch mehr Sport, habe erstmals auch Spaziergänge mit eingebaut und auch schon ganz gut den Freizeitanteil erhöht. Meinen PC mache ich mittlerweile (außer wenn die Zeit sehr eng wird) abends fast immer früher aus und am Wochenenden auch nicht mehr so oft und lange an. Zur Zeit schwächel ich in dieser Beziehung etwas, weil ich gerade Seminarvorbereitung (Unterlagenerstellung etc.) und Seminare habe und neben zwei neuen Selbstlernkursen auch "nebenbei" auch wieder ein neues Buch schreibe.
Besonderes Aha-Erlebnis war für mich die „Entdeckung der Monotonie“: Da ich jemand bin, der immer irgendetwas tut, waren mir viele Dinge – z. B. das Spazierengehen oder auch Gerätetraining im Fitnessstudio – immer zu langweilig. Durch die WLB-Challenge habe ich beides gemacht und festgestellt, dass ich offenbar diese Art der „Monotonie“ mittlerweile ganz gerne mag und teilweise sogar genieße. Das war mir wirklich neu, hätte ich nicht gedacht. Vermutlich ist "links, rechts, links, rechts" und "rauf, runter, rauf, runter" einfach eine spürbare Hirnentlastung
Meine größte Herausforderung war und ist, gerade dann Pausen zu machen, wenn sich alles ballt oder es mal stressig wird wie zum Beispiel durch meine wochenlangen diversen Technikschwierigkeiten. Ich bekomme dann immer den Tunnelblick und stürze mich in eine Lösung bis es erledigt ist. Das hat seine Vorteile, weil hier volle Konzentration und "volle Kraft" auf Problembewältigung und Improvisation gerichtet ist, aber es hat eben auch den Nachteil, dass die dann besonders nötigen Pausen komplett unter den Tisch fallen, weil ich schlichtweg nicht den Nerv dazu habe.
Weiter geht’s erstmal, indem ich die bisherigen Ziele weiterführe und schaue, dass aus den Halb-und-Halb- oder Dreiviertel-Wochen 1/1-Wochen werden, bevor ich mir dann ein Ausweiten bzw. neues Ziel vornehme. Und ich habe mir dieses Jahr im Kalender schon einige Auszeiten fest eingeplant, damit ich drumherumplane.
Vielen Dank besonders an meine aktiven Mitmacher für den lebhaften Austausch!
Auf wiederlesen
Gitte
PS: Danke, Petra – hihi, eine lustige Idee, daraus ein Seminar zu machen. Das würde mir nie einfallen, denn ich bin wirklich der Letzte, der andere zu Work-Life-Balance traineren sollte ...
Fazit finde ich schwer:
in etlichen Punkten hat sich zeitweise was geändert, dann wieder nicht.
Es scheint so, dass ich keinen der vorgenommenen Punkte 100%ig erfüllt habe, wenn auch deutliche Verbesserungen zu sehen sind.
Beispielsweise meine pünktliche Mittagspause ist sehr viel häufiger als die überzogene Pause.
Ich mache auch öfter Yoga, aber noch nicht jeden Tag.
usw.
Doch es sind mir ja noch ein paar andere Punkte in diesem Zusammenhang sehr deutlich geworden, wo ich auch schon große Erfolge habe.
Aber auch hier: nicht jeden Tag mache ich es brav, dass ich die ersten Stunden mit dem Wesentlichen verbringe und erst danach die Mails- beispielsweise.
Aber heute habe ich es wieder geschafft! - und das Seminar für morgen ist fix und fertig!
So kann ich jetzt entspannt und pünktlich in die Mittagspause gehen!
Vielleicht ist das einfach nicht die richtige Sichtweise, wenn ich denke, ich kann erst von Erfolg sprechen, wenn ich die vielen Punkte, die ich auf dem Plan hatte (es waren ja eh zu viele) alle 100%ig erfüllt habe.
Gerade habe ich jede Woche Seminar, da gerät das eh alles ins Wanken (so musste ich doch noch mal dieses Wochenende auch arbeiten- aber konnte da bestimmte Dinge in Ruhe machen- wie zwei Cover für neue CD- Roms mit Methoden gestalten- das muss ja auch gut aussehen!!)
Beibehalten werde ich auf jeden Fall auch die Farbenlisten, die sind für mich sehr erhellend und immer wieder auf den Kurs zurück führend.
Ob ein eigener Beitrag für das Weitermachen lohnt- da bin ich mir auch nicht sicher- erst dachte ich, prima, aber meine Erfahrung ist schon, dass es ohne Moderation und auch vielleicht die zeitliche Begrenzung, schnell ausfranselt.
Aber ich warte erst mal weitere Resonanzen ab. Wenn noch was eröffnet wird, schaue ich sicher gerne vorbei. Ab Anfang April wird es auch wieder ruhiger, da klemme ich mich an die nächsten Bücher
Liebe Grüße und noch mal tausendfachen Dank für diese tolle Anregung und Moderation (das war ja ein Haufen Zusatzarbeit für dich, ist mir auch erst so nach und nach bewusst geworden
Auch an die anderen ganz herzlichen Dank für die guten Ideen, Anregungen und Unterstützung und auch die Offenheit! Daraus kann man auch viel lernen.
Dem Frühling entgegen!
Zamyat
P.S. Das Co-Coaching finde ich klasse. Denn DAS ist genau der Punkt (der auch hier so fruchtbar war): eine regelmäßige und verbindliche Sache, das unterstützt und stärkt ungemein! Falls jemand Lust hat, bitte bei mir melden. [Mailadresse gelöscht. Beim Klick auf Zamyats Namen kommt Ihr auf die Website und dort auch zur Mailadresse. Gitte]
vielen Dank für Dein Fazit. Da hat sich doch Einiges gut bewegt. - Die WLB-Dinge hängen ja stark mit der Gesamtorganisation zusammen oder auch mit unterschiedlicher Auslastung. Da wird immer auch eine gewisse Beweglichkeit drin sein.
Freut mich, dass Du so intensiv mitgemacht hast und weitermachen wirst. Deine Mailadresse habe ich aus dem Beitrag gelöscht, damit sie nicht von Spammern ausgelesen wird (gibt ja extra Harvest-, also "Ernte-"Programme dafür, die im Netz automatisch Mailadressen sammeln. Dafür nochmal den Extra-Hinweis gemacht, dass Du ja die Website hinterlegt hast. Man muss den Spammern ja nicht noch Vorschub leisten
Einen schönen Tag
Gitte
liebe WLB-Mitmacherinnen,
zunächst mal, muss ich festhalten, dass die Zeit wie im Fluge vorbei ging.
Starke Verhaltensänderungen sind bei mir nicht zu sehen:
Ich arbeite immer noch genauso lange, (vielleicht auch etwas mehr...), doch ich glaube, dass mein Bewusstsein sich in diese Richtung mehr entwickelt hat. In diesen 7 Wochen wurde ich immer wieder auf Work-Life-Themen aufmerksam. So inhaltierte ich folgende Sprüche: In den Pausen kommt Energie zu Dir. Und der Langsame ist manchmal der Effektivere. Als Chefin kann ich es mir erlauben langsam zu gehen.
Das ist in meinem Bewusstsein angekommen, aber trotzdem tue ich mir schwer, Pausen genau dann so machen, wenn ich sie am Nötigsten hätte. Wenn viel auf dem Schreibtisch liegt, dann noch schnell dies oder jenes, das ist meine Einstellung und Philosophie. Interessant aber ist, wenn ich mir Pausen als Termin verordne, dann klappt es eher. Wenn ich mir vornehme, freitags um 16.00 Uhr die Kiste runterzufahren, dann klappt das eher wie zwischendurch einfach mal einen kleinen Spaziergang einzulegen.
Für mich heißt das als Fazit: Ich liste die Pausen als to-Do auf meinen Tages- bzw. Wochenplan. Und das ist auch eine wichtige Erkenntnis.
Eine weitere Erkenntis: Meine Ideen/Aufgaben lauern auf schnelle Umsetzung. Meine Herausforderung heißt: Ideen nach Umsetzung zu selektieren und Aufgaben in Zeiteinheiten zu portionieren. So habe ich heute morgen die Vision unbedingt einen Vortragsabend in unserem Bauunternehmen abzuhalten. Ich war geneigt, alles stehen zu lassen, um das Vortragsthema ad hoc vorzubereiten. Ich bin froh, dass ich mich zügeln konnte, denn erstmal müssen Rahmenbedingungen abgesteckt werden, bevor ich dann ins Eingemachte einsteige.
Die Bewegungsseite, der sportliche Ausgleich - das hat vorher schon ganz gut funktioniert und in dieser Testphase im Grunde auch sehr gut! Damit bin ich sehr zufrieden.
Meine Rückenübungen klappen nicht jeden Morgen. Zwickt mein Rücken, schiebe ich diese Einheit eher dazwischen.
Daraus ergibt sich ein Gesamtfazit:
Ich weiß gar nicht so recht, ob ich von meinen Aufgaben loslassen kann. Mein Arbeitspensum ist fast zu groß, um in eine vernünftige Work-Life-Balance kommen zu können. Das heißt für mich ernüchternd: Welche Aufgaben will ich abgeben? Kann ich abgeben? Und dieses Thema geiert schon länger um mich. Es gibt Menschen, die sagen, wenn der Chef es sich nicht erlauben kann, in Urlaub zu gehen, dann ist er kein Chef. Und genau das trifft bei mir nicht zu. Mein Urlaub ist sehr spärlich. Grund: Wenn ich nicht da bin, ist alles kaufmännische auf Eis gelegt. Problem: Eine weitere kaufmännische Kraft können wir uns nicht leisten. In diesem Dilemma werde ich dann solange stecken wie in unser Betrieb sich hält. Oh, jetzt bin ich in großen Schritten abgeschweift.
Die Kunst besteht mit kleinen Schritten zu beginnen. Mein kleiner Schritt-Punkt: Pausen als Termin eintragen. Das nehme ich ab sofort konsequent vor.
Ich danke allen für diese spannende Zeit. Dir liebe Gitte für Dein Engagement herzlichen Dank und allen Mitstreiterinnen ebenso ein Dankeschön für viele Anregungen.
Alles Gute für Euch alle,
Heike
na supi: "Ich habe die WLB-Challenge mitgemacht und arbeite jetzt etwas mehr als vorher"
Das hier ist sicherlich der Punkt schlechthin: "Mein Arbeitspensum ist fast zu groß, um in eine vernünftige Work-Life-Balance kommen zu können." - Innerhalb von zu hohem Arbeitspensum mit den kleinen Schritten und der entsprechenden Aufmerksamkeit für etas Ausgleich zu sorgen, ist das eine. Wenn aber grundsätzlich das Pensum nicht passt, geht's halt nur zu einem gewissen Schritt.
Das kam ja auch bei fast allen mal in den letzten Wochen zur Sprache: Dass es immer mit einer Gesamtausrichtung und Umorganisation oder eben vor allen Dingen auch mit Weglassen (wozu ja auch beim Optimieren das Weglassen nicht sinnvoller Teilschritte oder Handgriffe gehört).
Mit dem Ausgleich, wenn er am nötigsten ist, das ist ja auch genau mein Thema. Ich denke aber, dass da auch mit reinspielt, was schlimmer wiegt: die Belastung einer vollen Liste dessen, was noch ansteht oder das "Hauruck, Dich mach ich jetzt kleiner, dann kann ich innerlich wieder aufatmen und bin freier". Finde ich nicht immer so einfach zu beantworten, was vorgeht.
Sodali, ich pack jetzt mein Sportzeug ein und geh zum Steppen.
Auf wiederlesen
Gitte
da möchte ich dir doch auch gleich noch mal antworten, weil mich das "Mein Urlaub ist sehr spärlich" doch auch wieder in meinen persönlichen Sichtweisen erschüttert. (Wir hatten das ja auch schon mit dem Thema "Mittagspause").
Gründe findet man sicher immer, warum man sich das jetzt "nicht leisten" kann.
(Was meinst du mit "kaufmännischem", was liegen bleibt? Die Rechnungen etc.?)
Ich fahre inzwischen mindestens 2 mal im Jahr in Urlaub und einmal davon mindestens 3 Wochen. Dieses Jahr sogar zwei mal drei Wochen, da ich beide Male auch eine Woche Seminar eingeplant habe.
Auch ansonsten "arbeite" ich ja ein bisschen im Urlaub, indem ich am Strand liegend Fachliteratur durcharbeite. Nicht um ein schlechtes Gewissen zu beruhigen, sondern weil mir das da so konzentriert und in Ruhe sehr viel Spaß macht und sehr viel bringt.
Für mich ist es "überlebenswichtig" einige male im Jahr komplett aus dem Alltagsgefrickel rauszukommen, Abstand zu bekommen, um auf das Große Ganze zu schauen und mich wirklich zu erholen in einem anderen Klima etc.
Ich habe mal wieder auf deine Webseite geschaut und gesehen: du bist ja auch noch sehr jung im Vergleich zu mir.
Vielleicht bin ich deshalb in manchen Dingen inzwischen viel rigoroser und klarer. Weil mein Körper einfach danach schreit.
Und ich kann nur immer wieder den Spruch von Steven Covey loslassen:
"Niemand bedauert auf dem Sterbebett, nicht mehr Zeit im Büro verbracht zu haben!"
Was ich damit sagen will: warte nicht mit mehr Balance, bis deine Gesundheit bzw. Krankheit dich dazu zwingt. Oder die Beziehungen darunter leiden oder oder...
Wir sind nicht unersättlich - und eine unbeantwortete Mail ist keine Weltkatastrophe.
Deine Gesundheit, deine psychische und physische Entspannung und Wohlbefinden sind wichtiger.
Da ist es auch immer wieder hilfreich, eben aus so einem Abstand heraus sich zu fragen: Wozu treibe ich das alles?
Will ich damit Geld verdienen, um vernünftig leben zu können? Dann muss ich mit dem "vernünftigen" Leben auch hier und heute anfangen- und nicht wie viele es auf die Rente schieben.
Dann sind die meisten schon so kaputt, dass sie es nicht mehr so nutzen und genießen können, wie sie es erträumt haben.
Wir leben HIER und JETZT - und da sollte unser Leben schon die Qualität haben, die wir uns wünschen, die wir erstrebenswert finden.
Was bedeutet für uns Lebensqualität? Was sind unsere Werte? Wozu treibe ich alles, was ich treibe?
Also, all diese Fragen gelten natürlich genauso für mich - und ich arbeite ja auch weiter daran.
Vielleicht kannst du aber auch ein kleines wenig die Bremse ziehen und die Prioritäten verschieben und dir selbst etwas mehr gönnen an Atempausen, Luft holen und Leben genießen?
Ich wünsche es dir sehr.
Nach zwei Tagen Seminar habe ich heute Morgen tatsächlich mit Yoga und einer Entspannungsübung begonnen und bei der KG statt Fußübungen mir eine Rückenmassage geben lassen. *Strahl*
So kann ich jetzt entspannt an die Arbeit gehen.
Ich wünsche dir alles Liebe
Zamyat
P.S. Und damit das nicht alles so "heilig" rüberkommt: es gibt durchaus immer noch Tage, wo ich 10 Stunden arbeite- wie jetzt bei den Seminartagen, wo ich auch noch immer hin und her fahren musste etc. Aber ich bemühe mich dann immer mehr um Ausgleich...
ich meinte natürlich "unersetzlich" statt "unersättlich"
Hallo Zamyat,
ich glaube ich muss zu meinen Ausführungen oben etwas Wichtiges ergänzen: Mein Aufgabenspektrum hat sich um Qualität erweitert. Das liegt daran, dass ich zweigleisig fahre: Zum einen das Baugeschäft und zum anderen mein eigenes Kind "Klug Managen". Und in den letzten Wochen habe ich viel geschrieben, was auch viel Zeit kostet. Das wisst Ihr ja!
Deine Worte, liebe Zamyat, machen mir auf jeden Fall nochmals bewusst, nicht nur für die Arbeit zu leben. Solange die Arbeit Spass macht, finde ich das ja zeitweise okay. Ganz witzig ist, dass mir ein Geschäfts-Kunde diese Woche erzählte, dass er mehr Urlaub im Jahr macht wie seine Angestellten. Wenn dies nicht mehr funktioniert, dann macht er was verkehrt, so sein Credo. Das ist alles schön und gut, wenn man Leute hat, auf die man Arbeiten delegieren kann und sich das Geschäft auch rechnet.
Bei uns ist das halt nicht der Fall. Aber eines habe ich gelernt: Man kann auch mal was liegen lassen ohne gleich ein schlechtes Gewissen zu haben. Heutiges Tagesmotto: Nimm's leicht und lass gut sein.
Ein schönes Wochenende
Heike
dir wünsche ich auch ein schönes- und vor allem erholsames Wochenende.
Im übrigen habe ich auch NIEMANDEN, dem ich was delegieren kann, ich bin eine Solounternehmerin.
Aber es gibt Autoresponder, wo die Schreibenden dann eine nette Antwort erhalten, dass ich jetzt bis dann und dann nicht da bin, einen AB etc.
Seit ich mich von dem Wahn frei gemacht habe, dass ich IMMER zur Verfügung stehen muss oder mir das Geschäft meines Lebens durch die Lappen geht, wenn ich mal drei Wochen nicht da bin oder mal in der Woche einen Tag nicht erreichbar bin, erlebe ich immer wieder, dass es tatsächlich nicht so ist.
Aber vor allem:
meine Arbeit ist qualitativ besser, wenn ich in einem guten Zustand bin. Das ist bei Seminaren natürlich besonders auffällig, aber sicher genauso im Kundenkonktakt.
Es passieren auch weniger Fehler (die letztendlich auch nur Zeit kosten), man hat eine bessere Ausstrahlung und die Arbeit macht mehr Spaß!
In diesem Sinne
alles Liebe
Zamyat
auch nochmal ganz wichtige Punkte: Frei werden von der Wahnvorstellung, wenn ich nicht da bin, versäume ich was. Ich war übrigens diese Woche auch 2 Tage auf Seminar und hatte nicht den Eindruck, dass mir was entgangen ist. Ganz im Gegenteil, ich habe neue Ideen und arbeite effektiver.
Ganz lieben Dank, auch Dir ein sonniges Wochenende (von innen nach außen)
Heike
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mein Fazit nach 8 Wochen:
1. Das "Farbenspiel" ist eine sehr gute Möglichkeit, sich Zustände erschiedener
Art als Bestandsaufnahme bewußt zu machen und läßt sich auch auf andere
Anwendungen übertragen. Ein Bild sagt nun einmal mehr als Worte.
2. Insgesamt fand für mich eine Sensibilisierung für die fehlende Entspannung und Bewegung statt und ich schuf mir in den letzten Wochen mit Hilfe von Gitte und Euch anderen eine neue Wegleitung, um beides mehr in den Vordergrund zu rücken und zu verwirklichen.
3. Das Thema "Meditation" tauchte für mich wieder auf und ich arbeite daran.
Verschiedene andere persönliche Projekte ebenfalls.
4. Da ich schon zuvor auf dem Wege war, etwas weniger zu arbeiten, kam das
Projekt Work-Life-Balance gerade recht für mich und liess sich leicht bedenken
und bearbeiten. Meine Kundenanalyse für 2008 hatte nämlich ergeben, dass ich
zuviel Kleinkram gemacht habe, der wegen zu viel Rüstzeiten zu wenig Ertrag brachte und mich "atemlos" werden liess und meinen Blutdruck hochtrieb. Das habe ich schlicht durch Verzicht auf solche Aufträge abgeschafft. An den Zustand, nur noch 5 Aufträge im Monat statt 15 zu bearbeiten muss ich mich aber auch erstmal gewöhnen.
5. Zu lernen, mir selbst das Kürzertreten zu erlauben und das Risiko geringeren Umsatzes und Ertrags auf mich zu nehmen, ohne nervös zu werden, ist auch keine Kleinigkeit. Ich glaube, das ist für mich das wichtigste Ergebnis des Projektes.
Abschliessend danke ich Dir Gitte, und den anderen Teilnehmern für die
interessanten Diskussionen und überhaupt für die gute Idee. Ich bin sicher, dass Gitte daraus ein erfolgreiches verkaufbares Seminar-Produkt entwickeln kann.
viele Grüße, herzlichen Dank und alles Gute für die Zukunft!
Petra