Die eigene Motivation wiederfinden
Warum sind Sie eigentlich selbstständig?
Ist es
|
|
Was ist es für Sie? Oder was waren die Gründe, warum Sie sich selbstständig gemacht haben?
Ich frage Sie, weil es ziemlich gut für die eigene Motivation ist, sich diese Gründe ab und an wieder zu vergegenwärtigen. Im Alltag mit den vielen kleinen Nickeligkeiten verlieren wir das “Warum?” manchmal aus den Augen. Wenn wir aber das “Warum?” im Auge behalten, dann können wir wesentlich besser mit den kleineren und größeren Schwierigkeiten umgehen.
Warum sind Sie also selbstständig? Was ist das Tolle daran für Sie?
Sie können diesen Beitrag
kommentieren oder ihn an einen Freund oder Bekannten
weiterempfehlen
oder
Twitter den Beitrag.
Anmerkungen & Kommentare
ja, das ist gut, sich das noch einmal bewusst zu machen bei den vielen "Nickeligkeiten" (nettes Wort- irgendwie ist klar, was du meinst, auch wenn ich das Wort bislang nicht kannte).
Also, bei mir war es ursprünglich gar keine bewusste Entscheidung, sondern aus der Arbeitslosigkeit heraus entstanden (was angeblich dann nicht zu Erfolg führen soll, habe ich mal gelesen
Im Nachhinein sehe ich es eher als Führung des Schicksals, da mir die Selbständigkeit auf den Leib geschrieben ist.
Inzwischen bin ich keine gute Teamarbeiterin mehr, sondern entscheide lieber alleine (und schneller), was ich wie und warum mache.
Ich schätze die Freiheiten, die ich habe, die Unabhängigkeit, eben die Selbständigkeit.
Ich kann selbst entscheiden, was ich mache, welche Seminare ich anbiete, für wen ich arbeite, wie viel ich arbeite etc. Das ist ungeheuerlich!
Ich kann somit das machen, was ich am liebsten mache und am besten kann. Ich kann zwischendurch jederzeit Urlaub machen, wenn ich das möchte.
Ich kann Risiken eingehen, immer Neues ausprobieren.
Die Selbständigkeit fördert das eigene Wachstum ungeheuer. Immerzu mache ich eigene Fortbildungen, um mich und mein Business weiter zu entwickeln. Auch das macht mir riesigen Spaß.
Kehrseiten gibt es natürlich auch (wie zu viel arbeiten etc.), aber auch das sind im Grunde Lernfelder. Das, was ich anderen zu Work Life Balance beibringe auch selbst konsequent umzusetzen- beispielsweise.
Und ein bisschen ist sicher auch dabei (habe noch mal einen Blick auf deine Liste geworfen), mich zu beweisen, Papa, Mama, Lehrern etc. Denn in Schule und Studium war ich nicht besonders gut und hatte ein minimales Selbstbewusstsein.
Ich hätte mir nie träumen lassen, dass ich mal ohne Hemmungen und gerne vor anderen Leuten stehe und denen was verklickere - und das mit Begeisterung
Noch ein Punkt: ich kann auch arbeiten WO ich will: mein Büro zu Hause, in der Türkei am Strand oder unter Palmen - internet machts möglich. Das ist überhaupt der Hit! Denn ich plane, meine Arbeit (Seminare, Online- Seminare und Bücher schreiben) immer mehr in die Sonne zu verlegen. Es tut mir einfach ungeheuer gut, den ganzen Tag in der Natur und in der frischen Luft zu sein. "Da arbeiten wo andere Urlaub machen" ist doch eine nette Losung!
Liebe Grüße
Zamyat
<< Also, bei mir war es ursprünglich gar keine bewusste Entscheidung, sondern aus der Arbeitslosigkeit heraus entstanden (was angeblich dann nicht zu Erfolg führen soll, habe ich mal gelesen grin. >>
ah, aber war das dann keine bewusste Entscheidung?
Bei mir war es jedenfalls genauso, und ich bin froh, dass ich die Entscheidung getroffen und dem Schicksal gefolgt bin. Zumal, wenn beides Hand in Hand zu gehen scheint.
Aber das ist ein anderes, weites Feld. Vom Schicksal und dem eigenen gestalterischen Einfluss darauf. Passt doch auch gut zu uns Kreativen, mmh?
Viel Spaß in der Sonne mit Deinen Seminaren.
LG Heike
Zamyat, das hört sich so an, als ob du deine Motivation nicht wiederfinden musst sondern ziemlich genau weiß, warum du selbstständig bist
Interessante und gute Fragen.
Deine Fragen zeigen für mich klar auf, daß es eben nicht DEN Grund gibt, warum man sich selbstständig macht.
Ich denke, es ist ein Mischung aus vielen unterschiedlichen Gründen, die dazu führen, sich selbstständig zu machen und es danach zu bleiben.
Der Grund "es anderen (Mama / Papa) beweisen wollen, dass man es schafft?" ist meines Erachtens nicht tragfähig genug, um die berufliche Selbstständigkeit langfristig am Leben zu erhalten. Was ist, wenn der Vater, dem man es unbedingt zeigen will, mitten in der Aufbauphase des eigenen Unternehmens stirbt? Bricht man dann die Selbstständigkeit als "Experiment" ab, weil man es dem Vater nicht mehr zeigen kann, daß man auch selbst erfolgreich ein kann?
Herzliche Grüße
Norbert
Und das funktioniert auch, wenn Papa / Mama schon tot sind. Denn das sind ja unbewusste Muster, die sich in jungen Jahren ausbilden und die wirken auch, wenn die ursprünglichen Auslöser schon lange nicht mehr da sind.
Wo ich aber bei dir bin, ist dass das nicht tragfähig ist. Finanziell schon, aber nicht seelisch. Weil diese Leute einen Kampf führen, den man nicht gewinnen kann.
"Wo ich aber bei dir bin, ist, dass das nicht tragfähig ist. Finanziell schon, aber nicht seelisch. Weil diese Leute einen Kampf führen, den man nicht gewinnen kann."
Ja, darum ging es mir: Sie führen mit diesem einen Grund als Hauptmotivation einen einen emotionalen Kampf, den sie nicht gewinnen können.
Mir ist schon klar, daß jemand, der sich zu unternehmerischen Höhen empor führt, um es "dem Alten" mal so richtig zu zeigen, durchaus finanziell und gesellschaftlich erfolgreich sein kann. Aber wenn das, was man beruflich erfolgreich macht, nichts mit dem zu tun hat, was man tatsächlich mit seinem Leben anfangen wollte, steigt man irgendwann aus dieser "Erfolgsgeschichte" aus, um wieder ganz bei sich und seinen wahren Lebensmotiven zu sein.
Es gibt dafür einige Beispiele von Söhnen, die Familienunternehmen übernommen haben, um zu beweisen, daß sie in der Tradition der Gründer stehen. Letztlich haben sie dann im letzten Lebensdrittel ihre Anteile oder das ganze Unternehmen verkauft oder an einen Treuhänder übergeben, um ein ganz anderes, ihnen gemäßes Leben zu führen.
Anders ist es, wenn sie im Laufe der Zeit von diesem Hauptmotiv abgekommen sind und in ihrem Streben und Leben andere, lohnenswerte Motive und Werte, die mit ihnen selbst und ihren wahren Strebungen zu tun hatten, integrieren konnten.
Wenn zum "denen zeige ich es!" beispielsweise noch "die Lust am Gestalten", "um als Mensch zu reifen", "die eigenen Ideen umsetzen zu können" und/oder "sich selbst zu beweisen, daß man es kann und schafft" hinzugekommen sind, hat sich der ursprüngliche Grund als Hauptmotiv relativiert. Darauf läßt sich dann auch etwas wirklich Eigenes aufbauen und leben.
Hallo Jungs
wobei sich dann noch die Frage stellt, warum man es überhaupt jemandem zeigen will, mmh? Sorry, aber ich habe mal wieder meinen Hinterfragenden. *schmunzel*
Ich tippe nämlich mal, dass das ein eher männliches Problem ist, und Frauen aus (zum großen Teil) völlig anderen Gründen gründen.
Deshalb sehen die Unternehmen von Frauen auch i.d.R. völlig anders aus. Eher klein, überschaubar, nicht auf viel Geld, sondern auf persönliche Erfüllung abgezielt.
Und das hat dann wieder Konsequenzen für den Erfolg von Gründern / Selbstständigen. So belegen etliche Untersuchungen, dass Frauen zwar weniger Gewinn mit ihrem Unternehmen machen, aber dafür eine Erfolgsquote von 90 bis 95% haben. Männer dagegen machen oft entweder den großen Reibach oder legen sich (zu etwa 50%) auf die Nase.
Und das bedeutet wiederum, dass die Motivation eines Selbstständigen oft direkt mit dem unternehmerischen Erfolg verzahnt ist. (Natürlich auch noch in vielen anderen Punkten.)
Herrje, ich gerate schon wieder ins Philosophieren. Das hier macht süchtig ...
LG Heike
ich habe einen kleinen Verbesserungsvorschlag zu Ihrer Internetpräsenz:
Eine Suchfunktion kann dem Suchenden die Arbeit erleichtern. Konkret: Ich such etwas zum Thema "Alleinstellungsmerkmal".
Mit bestem Gruß
Helmut Zeiler-Dressel
ja, Suchfunktion und Tags werden demnächst kommen - und auch weitere spannende Dinge. Wir haben letztes Jahr erst begonnen und bauen die Seite Schritt für Schritt aus.
Zum Thema, das Sie suchen: Wie finde ich mein Alleinstellungsmerkmal? und Trauen Sie sich, anders zu sein.
Viele Grüße
Gitte Härter
gute Nachrichten: Die Suchfunktion ist jetzt da! Ralf hat sie gestern eingerichtet.
Einen schönen Tag
und viel Spaß beim Stöbern
Gitte Härter
Hallo, Ralf!
Eure Suchfunktion auf dieser Seite ist klasse. Habe ein paar Kurz- und noch kürzere Begriffe ausprobiert - und bekam gute Ergebnisse angezeigt.
Herzliche Grüße
Norbert
Cool ist auch, dass die Suchfunktion auch in den Kommentaren sucht.
Schöne Grüße, Ralf
Anmerkung schreiben
Bitte keine Firmen im Namensfeld und keine Webadresse oder sonstige Eigenwerbung im Kommentar.
Dieser Eintrag kann nicht mehr kommentiert werden.
Unsere aktuellen Selbstlernkurse:
- Wenn die Selbstständigkeit belastet (21-Tage-Programm)
- Wie Sie Ihr Angebot Schritt für Schritt verbessern
- Erfolgreiche E-Mail-Newsletter (Tagesversion / Wochenversion)
- Webseiten, die verkaufen
- Erfolgreiche Telefonakquise (Business-to-Business)
- Akquise mit Spaß und Motivation
- In 3 Schritten zu einem aussagekräftigen Profil
- Geschäftliche und persönliche Ziele finden
Kategorien
Die letzten Kommentare
Die Kunden, die ich haben will: Filter setzen
Kerstin Frenzel
16.05
Die Kunden, die ich haben will: Filter setzen
Ulrike Bergmann
15.05
Wo stehe ich mit meinem Business?
Soheila Mojtabaei
15.05
Die Kunden, die ich haben will: Filter setzen
Sabine Weiss
15.05
Die Kunden, die ich haben will: Filter setzen
monika maria walter
14.05
7 Erfolgsfaktoren für Ihre Akquise!
Gute – und damit erfolgreiche – Akquise weist sieben wichtige Eigenschaften auf. Sie ist ...
111 Annahmen ...
... mit denen Selbstständige
meistens danebenliegen
Ralf Senftleben •
Einiges andere fehlt vielleicht noch, z.B. die inhaltliche Seite. (Also etwa das, was man tut, so nur als Selbstständiger tun zu können.)
Wichtigster Punkt auf der "persönlichen" Seite für mich vielleicht noch:
Mich selbst ausdrücken zu können. Das zu sein, was ich immer schon war.
Und das bedeutet für mich vor allem: Für mich selbst sorgen zu können.
Viele empfinden das ja eher als Last. Und manchmal, das gebe ich zu, täte mir jemand anders, den ich damit beauftragen könnte, auch ganz gut.
Für mich ist es aber genau das, was ich brauche und was mir gut tut, was mich am besten fordert und meine Fähigkeiten schult.
So habe ich im Grunde mein ganzes Leben für mich gesorgt, da ich z.B. auch sehr junge Eltern habe, für die wir Kinder eher Partner waren, mit denen man gemeinsam das Leben gemeistert hat.
Und die wenigen Male, wo das - z.B. als Angestellte - jemand anders übernehmen wollte, ist es nicht wirklich gut gegangen. *schmunzel*
Oder anders formuliert: Selbstständigkeit also als Möglichkeit, sein Ich zu leben.
Gut, noch mal daran erinnert zu werden.
LG Heike