Gut organisiert

Das Schweizer Taschenmesser, um Ideen zu finden und Erkenntnisse zu gewinnen

Ralf Senftleben • 30.06.2009 • email Weiterempfehlen

Alle 2 bis 3 Monate mache ich ein umfangreiches Brainstorming. In diesem Brainstorming sammele ich gezielt neue Ideen, wie wir unser Geschäft voranbringen können.

Ich verwende dazu eine ganz einfache Methode, die ich in einem Buch des Psychologen Nathaniel Branden gefunden habe: “Satzanfänge vervollständigen”.

Das funktioniert so:

  1. Ich nehme einen Satzanfang (Zum Beispiel: „Meine Stärken sind …“).
  2. Ich stelle mir einen Timer auf 20 Minuten.
  3. Ich schreibe diese 20 Minuten konzentriert Ergänzungen zu diesem Satzanfang.

Ein Beispiel: Um mehr Profit zu machen, könnte ich …

  • … neue Produkte entwickeln
  • … bestehende Produkte aufwerten, und einen höheren Preis nehmen.
  • … mehr Leads in unseren Marketing-Kanal schicken.
  • … neue Lead-Quellen suchen.
  • … usw. usw.

Sie sehen das Prinzip.

Satzanfänge, die ich abwechselnd für mein Brainstorming benutze, sind:

  • Um noch mehr Spaß in meinem Arbeitsalltag zu haben, könnte ich …
  • Um noch mehr Nutzen für unsere Kunden zu produzieren, könnte ich …
  • Um unsere Abläufe zu optimieren, könnte ich …
  • Um mehr Profit zu machen, könnte ich …
  • Um mehr Leads/Kontakte zu generieren, könnte ich …
  • Um unsere Umwandlungsrate zu steigern, könnte ich …
  • Um unseren “Customer Lifetime Value” zu steigern, könnte ich …
  • Um Kosten zu sparen, könnte ich …

Jedes Business ist anders, deswegen werden Ihre Satzanfänge wahrscheinlich anders aussehen.

Zwei Hinweise noch zur Methode:

Hinweis 1: Es ist wichtig, dass man wirklich 20 Minuten durchschreibt, ohne große Pausen zu machen.

Fällt Ihnen nichts mehr ein, wiederholen Sie einfach den Satzanfang im Kopf, solange bis Ihnen eine neue Endung in den Sinn kommt.

In den ersten Minuten schreibt man die offensichtlichen Möglichkeiten runter. Danach kommen nach und nach die weniger augenscheinlichen Möglichkeiten ans Tageslicht. Und darunter sind dann oft Perlen. Bei mir sind diese Perlen oft Dinge, die ich vor Jahren in einem Buch gelesen oder in einem Vortrag gehört habe und die in meiner augenblicklichen Situation plötzlich Sinn machen. Und oft kommen auch neue Ideen zustande, indem ich verschiedene Möglichkeiten, die ich bereits kannte, neu zusammensetze.

Hinweis 2: Vieles von dem, man bei einer Satzergänzung aufschreibt, ist eher schwammig und unkonkret. Deswegen ist es ganz nützlich, wenn man hinterher über seine Satzendungen noch einmal drüber geht, und jeweils dazuschreibt, was das konkret bedeutet und wie das im Detail aussehen könnte.

Diese Methode lässt sich übrigens auch prima anwenden, um Ideen und Erkenntnisse für andere Bereiche zu entwickeln:

  • Die größte Chance in meinem Business könnte sein …
  • Der größte Engpass in meinem Business ist …
  • Um Problem/Engpass X zu lösen könnte ich …

Oder um die verschiedenen Alternativen in einer Entscheidungs-Situation besser zu verstehen:

  • Die Vorteile von Alternative 1 sind …
  • Die Nachteile von Alternative 1 sind …
  • Die Vorteile von Alternative 2 sind …
  • Die Nachteile von Alternative 2 sind …
  • usw.

Für mich sind Satzergänzungen das Schweizer Taschenmesser, um neue Ideen und Erkenntnisse aus meinem Kopf heraus zubekommen.

Die Methode funktioniert übrigens auch, um gemeinsam zu brainstormen, man braucht dann nur ein Flipchart. Es geht auch über das Internet, in einem Chat oder einer Webkonferenzlösung.

Probieren Sie es mal aus. Satzergänzungen sind einfach sehr effektiv.

 

Sie können diesen Beitrag kommentieren oder ihn an einen Freund oder Bekannten email weiterempfehlen oder Ich lese: Das Schweizer Taschenmesser, um Ideen zu finden und Erkenntnisse zu gewinnenTwitter den Beitrag.

 

Anmerkungen & Kommentare

Von: Patrick Breuch am 01.07.2009
Gute Methode!

Erinnert mich an die Kartenbox von Kribbeln-im-Kopf. Sehr empfehlenswert.

Vielen Dank und liebe Grüße,
Patrick.
Von: Jörg am 06.07.2009
Gute Idee, danke noch einmal für die Erinnerung.
Schreibst Du eigentlich mit der Hand oder mit dem Mac?
Ich "hasse" es nämlich, mit der Hand zu schreiben ...
Von: Ralf Senftleben am 06.07.2009
Jörg, je nach Stimmung mal mit Stift und mal mir Tastatur. Mit Tastatur gehts aber schneller und dementsprechend fließt es mehr.
Von: Jörg am 06.07.2009
das geht mir zumindest bei Mindmapping bisher genauso.

 

Anmerkung schreiben

Ihr Name:

Ihre eMail-Adresse:

Ihre Homepage:

Ihre Anmerkung

Daten merken

Bei neuen Kommentaren benachrichtigen

Bitte das folgende Wort eintragen (Spamschutz)

 

 

Bestellen Sie unseren kostenlosen Kickletter: Jede Woche Tipps und Ideen für Ihre Selbstständigkeit.

 

E-Mail-Adresse:

RSSOder unseren RSS-Feed abonnieren.

 

Unsere aktuellen Selbstlernkurse:

 

Kategorien

 

Die letzten Kommentare

„Falsche Antwort!“
Volkert Brammer  06.09

„Falsche Antwort!“
Wellensittich  01.09

„Falsche Antwort!“
Gitte Härter  01.09

„Falsche Antwort!“
Murat Kayi  01.09

Wettbewerbsvorteil: aus der Masse hervorstechen
Gitte Härter  01.09

 

7 Erfolgsfaktoren für Ihre Akquise!

Gute – und damit erfolgreiche – Akquise weist sieben wichtige Eigenschaften auf. Sie ist ...

111 Annahmen ...

... mit denen Selbstständige
meistens danebenliegen

 
 
Erfolgreiche E-Mail-NewsletterWebseiten, die verkaufenProfilbildung für Selbstständige