Buchtipp “Homeoffice” + Verlosung!
Kollege Ich. Das Blog für alle, die allein arbeiten. habe ich Ihnen ja schon vor einiger Zeit kurz vorgestellt. Jetzt bin ich endlich dazu gekommen, das Buch „Homeoffice“ von Birgit Golms und Gudrun Sonnenberg für Sie durchzulesen.
Selbst arbeite ich seit über zehn Jahren aus den eigenen vier Wänden und finde es großartig. Ein Problem mit Disziplin habe ich überhaupt nicht ... aber: ich bin kein Pausenmacher, kein Mittagessenkocher und bis letztes Jahr habe ich regelmäßig bis spät in die Nacht noch am PC gesessen.
Haben Sie auch diese Tendenz oder geht es bei Ihnen genau in die andere Richtung: werkeln Sie ständig im Haushalt, machen vielleicht tagsüber den Fernseher an oder sind andauernd abgelenkt von Ihrem Partner oder Freunden und Familie, die „mal eben“ was möchten oder kurzentschlossen vorbeikommen, weil Sie ja „eh zu Hause sind“?
Fast jeder „Heimarbeiter“ hat Verbesserungspotenzial. Das Buch ist also gleichermaßen etwas für Sie, wenn Sie ganz frisch im Homeoffice selbstständig sind – und wenn Sie schon lange aus den eigenen vier Wänden arbeiten.
Übrigens: von Gudrun Sonnenberg gibt es auch das Buch „Kollege Ich: Die Kunst, alleine zu arbeiten“, das ich seit Jahren gerne weiterempfehle. Es ist offenbar vergriffen, aber über amazon marketplace bei Drittanbietern erhältlich.
Inhaltsverzeichnis:
Aus der Dusche an den Schreibtisch: Von Freiheit und Selbstbestimmung im Homeoffice
Erster Teil: Homeoffice: Die Herausforderung
Mein Chef bin ich: Wie es ist, zu Hause zu arbeiten; Tür auf, Tür zu: Über die Grenzen zwischen Privatleben und Beruf; Jeder tickt anders: Arbeitstypen und ihre Gewohnheiten im Homeoffice
Zweiter Teil: Den Tag gestalten – Zeit und Selbstmanagement im Homeoffice
Tun Sie doch, was Sie wollen: Wie Sie Ziele setzen; Tag, Woche, Jahr: Wie Sie mit richtiger Planung Zeit gewinnen; Weniger ist mehr: Die Effektivität im Homeoffice; Alles im Griff: Selbstorganisation am Arbeitsplatz; Viel zu tun? Wie Sie stressige Phasen meistern; Mach mal Pause: Wie Sie zur Ruhe kommen und dann wieder in Gang; Ich klopf mir selber auf die Schulter: Motivation im Homeoffice; Extra: Mein schöner Tag: O-Töne aus dem Homeoffice
Dritter Teil: Ganz nah – Privatleben und Arbeit unter einem Dach
Laptop, Liebe und die Arbeit; Wie Sie den Partner ins Boot holen; „Du bist doch zu Hause!“: Die Erwartungen von Freunden und Verwandten; „Wann bist du endlich fertig?“: Kinderwünsche; Und ewig lockt die Staubflocke: Der Haushalt, Quelle der Ablenkung; Harte Nüsse: Wie Sie mit Baustellen, Hitzewellen & Co. fertig werden
Vierter Teil: Das Drumrum – Gut für sich sorgen
Ein Platz für die Arbeit: Die Ausstattung im Homeoffice; Kampf den Käsebroten: Organisieren Sie Ihre Mittagsmahlzeit; Raus aus dem Haus: So sorgen Sie für Abwechslung
Fazit: Höchst persönlich zum Erfolg
Anhang: Tagesplan, Wochenplan, Vorlage Tagesplan, Vorlage Wochenplan, Literaturtipps, Nützliche Links
HOMEOFFICE bei amazon bestellen
Verlosung:
Neben dem von mir (einmal gelesenen) Exemplar hat der Verlag netterweise ein zweites Exemplar geschickt, das wir verschenken dürfen.
Eine gute Gelegenheit für eine Verlosung: Schreiben Sie in den Kommentaren Ihre Erfahrungen zum Arbeiten im Home-Office (oder Ihre Bedenken und Hoffnungen, wenn Sie gerade damit liebäugeln, aus den eigenen vier Wänden zu arbeiten). Unter allen Beiträgen verlosen wir die beiden Exemplare.
Oh, wir brauchen ja ein Enddatum, zu dem ich dann zur feierlichen Auslosung schreite: 22. März 2010!
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Anmerkungen & Kommentare
das Homeoffice-Buch von Frau Sonnenberg und Frau Golms hatte ich auch auf meinem Blog vorgestellt und viele Reaktionen erhalten: Manche verleitet das Homeoffice gerade dazu, besonders viel zu arbeiten, andere müssen sich geradezu dazu zwingen, zuhause effektiv zu arbeiten. Das Buch gibt da aber wirklich sinnvolle Tipps, wie man effektiv von zuhause aus arbeiten und dennoch (oder gerade deswegen) effektiv sein kann.
Bin auch gespannt auf die anderen Reaktionen der Homeworker unter euren Lesern.
VlG, David
ich bin kein typischer Home-Office-Arbeiter, weil ich auch (noch) einen Firmen-Arbeitsplatz habe. Mit den vielen Themen, die angesprochen wurden, hab aber auch ich zu kämpfen, wobei ich das mittlerweile recht gut im Griff habe. Größtes Problem für mich ist die Versuchung, "mal eben schnell" noch was fertigmachen, Mails checken usw., bis dann irgendwann spät Abends meine Frau vor dem ins Bett gehen leicht angesäuert nochmal vorbeischaut... und schlagartig bekommt man ein schlechtes Gewissen
Mo und Dienstag habe ich einen Klinikarbeitsplatz, Mi-Donnerstag von 9-12 Uhr ist bei mir Home-Office-Zeit. Seperate Praxis-/ Arbeitsraum...in dem sich die Arbeit türmt...
Meine Schwachstellen:
Ich verzettle mich zu Beginn im Internet, lese da nach, vergleiche, entdecke...checke die Mails und verplempere unterm Strich wertvolle Zeit.
Lernen, strukturiert dranzubleiben ist mein Thema.
Andererseits geniesse ich das "planlose vor mich hin" ohne Kinder, ohne eben vorher alles zu strukturieren, das der Alltag läuft.
Und, ich komme erst richtig in Fahrt, wenn Druck da ist.
Ich hoffe, das war jetzt konkreeet genug???
Verschneite Grüsse vom Bodensee
Kathrin
den Winter über habe ich das Homeofice regelrecht genossen - keine Panik, bei Glatteis Auto fahren zu müssen hat mir im Vergleich zum letzten Winter das Leben wirklich erleichtert. Der für mich größte Nachteil ist, dass sowohl mein Partner als auch diverse Freunde denken: die ist daheim, die hat immer Zeit. Und wenn ich dann mal keine Zeit habe für die Freunde oder abends die Küche mal nicht aufgeräumt ist, ernte ich durchaus schiefe Blicke. Allerdings hoffe ich, dass sich das noch etwas gibt wenn ich mal etwas länger "im Geschäft" bin.
Was das Zeitmanagement anbelangt, da hänge ich zwischen den Extremen. Es gibt Tage, da lasse ich mich nur zu gerne von den Dingen "zuhause" ablenken. Und dann gibt es Tage, da sitze ich am Schreibtisch, bis ich vor Müdigkeit beinahe auf der Tastatur einschlafe. So lange sich das so ausgleicht, ist es okay, aber eigentlich wäre es mir doch lieber, wenn ich das etwas regelmßiger und gleichmäßiger schaffen würde.
Inzwischen bin ich selbstständig und arbeite zu Hause. Jetzt kämpfe ich darum, dass das Arbeitszimmer ein Arbeitszimmer ist und ich nicht dauernd gestört werde, z.B. von dem Sohn, der einfach keine Lust hat zu begreifen, dass man nicht dauernd zur Verfügung steht. Jetzt zum Beispiel steht das Kind wieder im Zimmer :-(. Andere Ablenkung gibt es schließlich auch genug. Den selbst strukturierten Tagesablauf durchzuhalten ist dann manchmal schwierig. Wie früher auch unterliege ich der Versuchung rund um die Uhr zu arbeiten, ist zwar Quatsch und kaum durchzuhalten, aber: Der Selbstständige arbeitet - selbst und ständig.
Auch den Austausch mit Kollegen schätze ich sehr, der findet einmal monatlich als Stammtisch statt.
Und natürlich gibt es auch bei mir die Situation, dass körperliche Anwesenheit mit tatsächlicher Verfügbarkeit verwechselt wird...
Gut ist, dass ich zwischendurch auch immer mal wieder beim Kunden vor Ort bin. Den Austausch genieße ich dann. Und dann freue ich mich auch wieder darauf zu hause vor mich hinzuarbeiten.
Und von Bekannten habe ich letzte Woche hilfreiche Tipps für klare Abgrenzung daheim gehört: ein Schild mit dem Firmennamen oder einfach "Büro" an die Tür, klare "Sprechzeiten" einführen (auch auf dem AB), und sich bei Anrufen nicht nur mit dem eigenen Namen sondern dem Firmennamen melden - da fragt die Freundin dann doch noch mal nach, ob man gerade ein Ohr für sie hat oder arbeitet. (Danke liebe R für diesen Hinweis)
alles schön und gut, aber mein Problem ist - ob zu Hause oder sonst wo -, dass ich lieber hier bei Gitte rumklicke und so ziemlich alles lese, statt konsequent meinen Tagesplan abzuarbeiten. Hilft da das Buch auch? Wenn ja, her damit!
Jetzt aber an die Arbeit ...
Hans-Georg
(hihihi, Hans-Georg
Meine Erfahrung:
Nach mehrfachem Versuch kann ich es für _mich_ jetzt mit Bestimmtheit sagen, Homeoffice als regulärer Arbeitsplatz ist zur Zeit (noch) nix für mich.
Es sei denn, ich verstoße meine Familie.
Es sei denn, ich verändere mich TOTAL.
Es sei denn, ich verlege das Ganze auf eine einsame Insel - oder noch besser in die Wüste.
Letzteres würde mindstens drei Probleme gleichzeitig lösen.
Erstens: Keiner und zwar ab-so-lut überhaut gar keiner unterbricht/stört mich bei der Arbeit. Genialer und überaus erfreulicher Aspekt.
Zweitens und Drittens, : Wüste erfordert a priori keine Hausarbeit..
Ist nämlich nichts da. Außer (wartungsfreiem) Sand. Hach...
Zu oft hab ich gehört - und das hat mir meine Homeoffice-Anläufe schnell und gründlich verleidet - "aber Du bist doch eh zu Hause, da hättest Du nebenher -" (Nebenher! Hallo?! Packt hier irgendjemand seine Bügelwäsche in die Aktentasche, weil man die im Büro ja "beiläufig mal schnell erledigen" könnte? Nimmt hier jemand einen Sack Kartoffeln mit in die Arbeit, weil die "ja ganz fix zwischendurch" geschält sind? Knödelt munter, den Telefonhörer zwischen Schulter und Ohr geklemmt, Männes Socken zusammen, weil man beim "Telefonieren ohnehin die Hände frei hat"? *** Aaaaarrgh!)
Warum der Punkt Hausarbeit als Zweitens UND Drittens auftaucht?
Weil ich mich damit vor allem auch noch erfolgreich selber ausgebremst habe, wenn's die anderen nicht waren! (Ich oute mich als Angehörige der Staubflockenfang-Fraktion).
So richtig klassische Beispiele für tagestypische Drückebergerei eben.
Den Akquiseordner nach links geschoben. Dort ungeputztes Fenster gesehen. Macht mir eigentlich aber sowas von gar nichts aus. Ist romantisch und verwegen und Boheme und so. Putzeimer geholt, Fenster gereinigt. Super Gefühl.
Nu' aber. An die Arbeit.
Akquiseordner nach rechts geschoben, lieber doch erst mal laufendes Projekt aufgeschlagen. Beim Ausziehen der unteren Schreibtischlade festgestellt, daß Krümel auf dem Teppich liegen. Sind sie hier, sind sie überall. Mir wurscht. Hm... Oder doch erst...?
Richtig vermutet. Ich habe erst mal den Staubsauger betätigt. In der ganzen Wohnung. Und die Holztüren gewachst *handvornkoppschlag*
Fazit: Homeoffice bringt meinen Haushalt in einen nahezu perfekten Zustand (falls ich mich selbst damit um die eigentlichen Aufgaben herummogele UND was vor allem nicht Sinn der Sache ist) und mich auf 180 - falls jemand von mir verlangt, mich "nebenher" drum zu kümmern, weil ich "eh da bin". Das eine schadet massiv der Arbeit, das andere gefährdet den Hausfrieden.
Mir gehts besser, wenn ich morgens in mein aushäusiges Büro schlappen darf. Wobei ich zugeben muss, in einer privilegierten Situation zu sein, da ich dort meinen eigenen festen Arbeitsplatz habe, den ich nach meinen Vorstellungen strukturieren kann.
Trotzdem brauche ich scheinbar den Rahmen von außen, denn offenbar tu' ich mich mit halbwegs fest vorgegebenen Zeiten einfach leichter.
Hier ist er hinreichend groß, daß ich mich nicht eingeengt fühle, aber "sortierter" vorgehe. Arbeit mit nach Hause nehmen, und das kommt durchaus öfter vor, ist seltsamerweise gar kein Problem. Es vermischt sich trotzem nicht so sehr mit dem "Privat"leben, weil das Bewußtsein da ist, es handelt sich jetzt um was _anderes_. Bemerkenswert: Tatsächlich kann ich in dem Fall auch der Familie gegenüber viel entschiedener Grenzen ziehen, als wenn ich ausschließlich daheim/von daheim aus arbeite.
Überraschend wichtig für mich war vor allem aber auch -
ich habe dort halt Kollegen. Großartig Gespräche führen wir untereinander während der Arbeitszeit nicht mal, aber: Leute, denen man einfach mal zugrinsen kann, wenn's wie üblich beim Kunden XY am Telefon mal wieder länger dauert. Und daaaueert.
Oder die beim Blick aus dem Fenster kollektiv mitgeseufzt haben, als in den letzten Wochen immer noch mehr Schnee runterkam. Die wissen, wovon ich rede, ohne daß ich erst groß Hintergründe erklären muß.
In diesem Miteinander fühle ich persönlich mich einfach wohler.
Insofern bin ich aus der Kandidatenrunde für die Buchverlosung raus
(Aber das Cover g'fallt mir farblich schon gut!)
Allen ein schönes Wochenende!
Herzliche Grüße,
Annette
*** fällt mir gerade als PS noch ein: Man lese hierzu Heinrich Bölls geniale Kurzgeschichte "Es muß etwas geschehen" Viel Spaß!
...danke für diesen köstlichen Beitrag! Ich habe mich teileise wiederfinden können und herzhaft gelacht, aber ich gebe mein Homeofficeplatz noch nicht auf...!!!
Frühlingshafte Grüsse
Kathrin
Ich habe eben alle Namen auf Zettel geschrieben, gefaltet, alles gut durchgemischt und blind gezogen.
Das Buch gewonnen haben:
- Sabine
und
- Astrid
Gratuliere! Das Buch schicke ich zu.
Sonnige Grüße sendet Sabine
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