Betten machen!
Wenn Sie morgens aus dem Bett springen ... oder kriechen
..., dann ist Ihre Bettdecke zusammengeklumpt. Da können Sie sich abends natürlich wieder reinlegen, aber so richtig angenehm ist das nicht. Viel schöner ist es, das Fenster weit aufzumachen und die Decke so richtig durchzuschütteln.
Das tut auch Ihrem Business gut!
Hier einige Anregungen, wie Sie Ihre Selbstständigkeit aufschütteln können:
Neues Outfit
Genau wie ein neuer Haarschnitt oder schicke Klamotten fühlt es sich ganz anders an, wenn Sie Ihren Unternehmensauftritt generalüberholen: Manchmal hat man Lust auf frischen Wind oder Sie finden Ihre Visitenkarten und die Website mittlerweile veraltet. Es gibt Selbstständige, die sich zu einem bestimmten Design überreden haben lassen, es aber nicht wirklich mögen (Bin ich das? – Ihr Unternehmensauftritt).
Zum Outfit zählt übrigens auch Ihre Korrespondenz: Sie können Ihren Angeboten und Rechnungen ein neues Layout verpassen oder die Texte einfach lockerer und freundlicher machen: Kleiner Korrespondenz-Check, Verbessern Sie Ihre Korrespondenz in nur fünf Tagen!
schüttelschüttelschüttel: Schauen Sie sich Ihren Firmenauftritt an: Fühlen Sie sich rundum wohl mit Ihrer Website? Geben Sie Ihre Visitenkarte gerne raus? Entspricht Ihnen „Ihr Outfit“? Schenkt es Ihnen Selbstbewusstsein und Energie?
Leistungen
Vielleicht haben Sie Lust, Ihr Leistungsspektrum zu verändern:
- endlich einen richtigen roten Faden reinbringen,
- Leistungen, die eh nicht richtig laufen, rauswerfen,
- Leistungen, die Sie als unschöne Routine empfinden, rauswerfen (oder auslaufen lassen),
- neue Leistungen entwickeln,
- sich auf etwas spezialisieren, das Sie am besten können und das Sie am liebsten machen,
- überlegen, eine Leistung auf einem anderen Weg anzubieten: statt Präsenzkurse auch Online-Workshops anbieten, statt persönliche Beratungen auch per Telefon oder E-Mail, statt Ware nur in Ihrem Laden auch über Online-Plattformen anbieten
schüttelschüttelschüttel: Gibt es unter Ihren Leistungen etwas, das abgestaubt oder rausgeschmissen gehört? Haben Sie Lust, Ihre Leistungen neu/anders zu verpacken? Sind Sie Spezialist geworden, ohne dass Ihnen das bisher klar ist? Haben Sie in Ihrem Können und Fachwissen irgendwo eine Trumpfkarte, die Sie noch gar nicht klar genug ausspielen?
Kunden/Zielgruppe
Gibt es eine Zielgruppe, die Sie besonders reizt oder für die Sie ganz besonders gerne arbeiten? Möchten Sie die Arbeit mit einem bestimmten Kunden intensivieren? Oder gibt es einen Kunden, dessen Aufträge oder Art Sie nicht besonders mögen?
Manche Selbstständige sind auch irgendwie in die Zielgruppe reingewachsen: da hat ein Kunde den anderen empfohlen und das ist auch alles wunderbar, aber plötzlich ist man der Grafiker, der nur noch für Ärzte arbeitet, oder der Trainer, der ausschließlich Schraubenverkäufer schult.
Vorsicht auch vor zu großem Sicherheitsbedürfnis: Ich höre es immer wieder, dass mir Selbstständige sagen: „Diese spezielle Zielgruppe ist einfacher.“ So bieten manche Trainer kostengünstige Seminare bei Bildungseinrichtungen an „weil die unterm Strich auch weniger Erwartungen haben“.
schüttelschüttelschüttel: Kunden sind für Ihre Selbstständigkeit idealerweise das, was der richtige Partner in der Liebe ist. Kundenbeziehungen sollen leicht sein und nicht beschweren. Sie sollen wertgeschätzt werden und nicht herumkommandiert oder unter Druck gesetzt werden. Das Honorar soll Ihrer Leistung entsprechen. Kunden und Aufträge sollen Sie fordern und immer besser werden lassen und nicht ständig in altem Fahrwasser herumdümpeln (außer genau das ist es, was Sie sich von der Selbstständigkeit wünschen). Gibt es in Ihrem Kundenkreis etwas, das Sie verändern möchten?
Werbung
Vielleicht kaufen Sie seit Jahren eine Anzeige in den Gelben Seiten oder einem anderen Adressbuch, können aber eigentlich gar keine richtige Resonanz darüber feststellen. Oder Sie haben bisher erfolgreich per Newsletter geworben, nun aber Lust, Vorträge zu geben, um unmittelbar an die Leute zu gehen.
Oder Sie merken, dass Sie über die bisherige Werbung zwar Kunden gewinnen, das aber nicht (mehr) die Zielgruppe ist, die Sie vorrangig ansprechen möchten.
schüttelschüttelschüttel: Manchmal hat man Lust, anders aufzutreten. Vielleicht soll Ihre Werbung lockerer klingen oder Sie wollen sich mehr trauen und etwas frech sein oder provozieren. Oder die Zeit ist reif, dass Sie so richtig rausgehen und sich in den Medien als Experte etablieren.
Arbeitszeit und –ort
Als Selbstständige/r können Sie oft ziemlich frei über Ihre Arbeit bestimmen. Vielleicht ersehnen Sie schon lange ein Drei-Tage-Wochenende. Oder Sie möchten zumindest zeitweise aus Ihrem Home-Office raus und unter Leute – vielleicht in eine Bürogemeinschaft oder temporäres Coworking: Coworking News, Ralfs Unternehmerwerk
Manchmal braucht es einfach ein wenig Investition, um sich wohler zu fühlen: Vielleicht soll Ihr Home-Office einen neuen Anstrich oder neue Möbel bekommen. Oder Sie kaufen sich einen tragbaren Computer, um mobiler zu sein.
Mitunter wünscht man sich auch eine kreative Auszeit: einfach mal eine oder zwei Wochen weg und sich überlegen „Wie will ich meine Arbeit jetzt und in der Zukunft gerne gestalten?“
schüttelschüttelschüttel: Gibt es unter Ihren Arbeitsbedingungen etwas, das Sie aufschütteln möchten?
Kooperationen
Gibt es Kooperationen, die Sie anleiern möchten? Haben Sie Lust, Ihre Leistungen künftig zu ergänzen, suchen also Synergien mit anderen Selbstständigen? Oder haben Sie einen Kooperationspartner, mit dem es nicht mehr so läuft?
Vielleicht haben Sie sich auch mit jemandem gemeinsam selbstständig gemacht, aber „eigentlich“ Lust, wieder etwas anderes zu machen und das Gefühl, den anderen nicht im Stich lassen zu können oder zu wollen, hielt Sie bisher davon ab, etwas zu sagen.
Mitunter läuft alles ganz wunderbar, aber Sie möchten die Zusammenarbeit positiv aufschütteln: sich vielleicht nicht nur immer per E-Mail austauschen, sondern alle paar Wochen auch persönlich treffen? Oder sich nicht mehr einfach so spontan zusammensetzen, sondern eine „Tagesordnung“ und feste Ausarbeitungen vereinbaren, um die Zusammenarbeit effektiver zu machen.
Ein guter Kooperations- oder Geschäftspartner bietet Ihnen auch die Freiheit, die Arbeitszeit und den –ort (für beide) zu verändern: Sie müssen nicht immer zu zweit am Telefon sitzen! Nutzen Sie den Vorteil, dass Sie zwei oder mehrere Personen sind auch dafür, sich etwas mehr Freiheit zu gönnen.
schüttelschüttelschüttel: Gibt es etwas in der Zusammenarbeit mit anderen, das Sie aufschütteln möchten?
Neues lernen
Vielleicht sind Sie schon länger selbstständig, alles läuft super, aber Sie sind eben auch schon ein routinierter Experte, der sein Fach rundum beherrscht. Das hat viele Vorteile, doch birgt es auch wenig neue Reize. Genau wie beim Sport, wo die Muskeln wachsen, wenn sie immer wieder neu gefordert werden, ist es für Ihr Können und Ihr Selbstbewusstsein schön, wenn Sie sich nicht nur auf dem ausruhen, was Sie eh schön wissen und beherrschen.
schüttelschüttelschüttel: Haben Sie schon länger eine bestimmte Fortbildung im Auge? Oder möchten Sie Ihren Wissensstand mal wieder aktualisieren? Vielleicht sind Sie total zufrieden mit Ihrer Selbstständigkeit, aber haben Lust, sich privat endlich etwas anzueignen oder anzupacken, zum Beispiel schreiben zu lernen. Was wollten Sie schon immer mal gerne können oder ausprobieren? Was würde Sie glücklich machen? Womit können Sie sich neu beweisen?
Welche Ideen zum Business-Aufschütteln möchten Sie ergänzen? Oder haben Sie Ihre Selbstständigkeit erst kürzlich aufgeschüttelt? Erzählen Sie!
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Anmerkungen & Kommentare
was für ein kuschliger Vergleich! Super!
Ich hab bei Monika Birkners Teleseminar "Erfolgreiche Re-Positionierung" mitgemacht. Durch einen Link von Unternehmenskick zu Frau Birkners Blog bin ich darauf aufmerksam geworden.
Ein Punkt darin war, dass man seine Zielgruppe bzw. sein Alleinstellungsmerkmal nicht allein durch nachdenken rausfinden kann. Genau das hatte mir die ganze Zeit zu schaffen gemacht!
Ich hab nachgedacht, nachgedacht, nachgedacht und es kam nichts brauchbares dabei heraus!
Also beschloss ich, nebst den anderen Übungen des kostenlosen Schnupperseminars, das nachdenken zu beenden. Und einige Tage drauf fiel es mir wie Schuppen von den Augen:
Die für mich optimale Zielgruppe sind berufstätige Frauen, insbesondere Frauen, die als Verkäuferin im weitesten Sinn tätig sind:
- in der Apotheke (wie ich Teilzeit)
- im Einzelhandel
- Frauen, die sich als Selbständige "gut verkaufen"
usw.
Dieser Erkenntnis folgt der Frühjahrsputz und die Neu-Ausrichtung in meinem Business. Meine bisherigen Marketing-Materialien waren viel zu allgemein gehalten und werden jetzt nach und nach überarbeitet.
Sonnige Grüsse
Angela Braun
[Anmerkung von Gitte: Firmennamen als Name sind, wie gesagt, nicht erlaubt.]
wieder einmal GENIAL, deine Vergleiche sind einfach nicht zu übertreffen.
Werde gleich beginnen, die HP zu "schütteln"!
Danke für diesen Anstoß!
Edeltraud
vielen Dank für diesen super Artikel. Ich trage mich seit einiger Zeit mit dem Gedanken, mein Business "durchzuschütteln". Ihr Artikel gibt mir wertvolle Anregungen, was ich alles betrachten kann/muss/sollte.
Herzliche Grüße
Christiane Ebrecht
die Blogpause scheint gut getan zu haben, die "Betten schütteln" ist ein herrlich guter Beitrag!! Viele gute Impulse setzt er und kommt bei mir gerade richtig.
Viele Grüße,
Silke
ein super Beitrag, der mich an eine Sache erinnert hat: Ich sollte dringend mal wieder zum Friseur. Und danach werde ich mich über unsere Korrespondenzen hermachen...
Liebe Grüße,
Tanja
wie schön, dass der Artikel so gut ankommt! Herzlichen Dank für die eigenen Erfahrungen und Anstöße. Das ist immer besonders schön, weil so die Kommentare einen Beitrag immer wunderbar erweitern.
Herzliche Grüße
Gitte
(leidend, da über und über von Mücken zerstochen)
PS an "Frau S." (was sehr geheimnisvoll klingt): Ich hatte es als Firma aufgefasst, weil Beratung erwähnt ist. Ganz generell werden Blogs häufig für reine Werbung genutzt, und damit wir vermeiden, dass Absender wie "Finanzdienstleistungen" oder "der-erfolgscoach.de" etc. die Kommentare überschwemmen, sind wir streng, was Firmen-/Branchen- und Domainnamen angeht. Am Schönsten ist natürlich der Klarname: da kann man dann auch wunderbar Namen und Expertise bekannt machen, was mich an einen früheren Beitrag erinnert: So nutzen Sie Blogkommentare für ihr Marketing
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Bitte keine Firmen im Namensfeld und keine Webadresse oder sonstige Eigenwerbung im Kommentar.
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Gitte Härter •
die angehängte Osterwoche hat Dir, wie ich lese, sehr gut getan
Ich finde diesen Artikel über die "Schüttelpotentiale" einen ausgezeichneten Aufhänger, um sein Geschäft durcheinanderzuwirbeln.
Herzlichen Dank für den echt gelungenen Vergleich,
Heike.