Auf Veranstaltungen zu Gast
Die meisten Menschen fremdeln, wenn sie zu Veranstaltungen eingeladen sind - besonders wenn viele unbekannte Leute anwesend sind. Wenn Ihnen das auch so geht, ist das erstmal kein Grund zur Sorge! ![]()
Aber es ist auch wichtig, dass Sie diesem Gefühl nicht beigeben und Einladungen vermeiden oder sich vor Ort abschotten. Hier einige simple Tipps, damit Sie einen guten Eindruck machen - und sich vor allen Dingen wohlfühlen.
- Wenn Sie nicht alleine gehen möchten, dann wählen Sie eine selbstständige Begleitung. Will heißen: Ein Lebenspartner oder Freund, der sehr “betreuungsintensiv” ist, schadet mehr. Denn dann ist Ihre Aufmerksamkeit völlig auf die bekannte Person gerichtet und Sie haben weder Gelegenheit, sich nach außen zu orientieren noch sind Sie innerlich frei genug. Nehmen Sie also jemanden mit, der idealerweise selbst Kontakte knüpfen möchte oder aber kommunikativ genug ist, um offen auf andere zuzugehen. Das kann dann sogar ein schöner Eisbrecher für Sie selbst sein: Die extrovertierte Person geht auf die Leute zu und zieht Sie somit mit.
Sofern Sie gerne einen Kollegen oder Ihren Partner mitnehmen möchten, vereinbaren Sie, dass Sie sich beide frei bewegen und dass Ihre berufliche Seite Vorrang hat. Es kann nicht angehen, dass Sie ein schlechtes Gewissen haben oder sich sonstwie gehemmt fühlen, wenn Sie Ihre Begleitung außen vorlassen.
- Findet die Einladung in kleinerem Rahmen statt, können Sie sowohl den Gastgeber als auch einzelne Gäste, mit denen Sie ins Gespräch kommen, darum bitten, Sie anderen Leuten vorzustellen. Wenn Sie freundlich fragen und ein angenehmer Gesprächspartner sind, kommt man dieser Bitte gerne nach.
- Machen Sie sich vorher Gedanken, wie Sie Ihre Tätigkeit in ein, zwei Sätzen verständlich auf den Punkt bringen können.
- Stellen Sie sich immer mit Ihrem Namen vor und fragen Sie Ihr Gegenüber nach dessen Namen. Das mag seltsam klingen, doch bestimmt ist es Ihnen auch schon passiert, dass Sie auf Veranstaltungen mit jemandem länger gesprochen haben und hinterher nicht wussten, wie diese Person denn nun hieß. Klären Sie auch die Anrede: Wenn nicht klar ist, ob man sich siezt oder duzt, hemmt das sehr und es kommen sehr merkwürdige “neutrale” und unnatürlich klingende Satzkonstruktionen dabei raus.
- Interessieren Sie sich ehrlich für die andere Person. Erzählen Sie von sich, fragen Sie, führen Sie Smalltalk.
- Seien Sie ein aufmerksamer “Mit-Gast”:
Stehen Sie in einer Gruppe im Gespräch und bemerken, dass jemand etwas abseits dabei steht, dann beziehen Sie die Person aktiv mit ein. Das dankt Ihnen nicht nur der Neuzugang, sondern auch die anderen Anwesenden werden es wohlwollend zur Kenntnis nehmen.
Holen Sie sich was zu trinken, dann fragen Sie Ihren Gesprächspartner, ob Sie etwas mitbringen können.
Sehen Sie, dass sich jemand suchend umsieht, dann fragen Sie nach, ob Sie helfen können.
- Wechseln Sie die Gesprächspartner. Bleiben Sie nicht stundenlang am selben Gesprächspartner kleben. Abgesehen davon, dass das oft aus Hilflosigkeit passiert, weil man nicht weiß, wie man sich verabschieden soll, vergeben Sie Chancen: Eine Veranstaltung ist dazu da, dass Sie sich zeigen und verschiedene Kontakte knüpfen.
- Sind Sie alleine da und wissen nicht recht, wie ins Gespräch kommen, dann gehen Sie aktiv auf einzelne andere Gäste zu: Diese sind oft mehr als froh, wenn sie angesprochen werden, und dadurch sinken auch Ihre Hemmungen, sich etwa in ein Zweiergespräch oder eine Gruppe “zu drängen”. Sie können sich größeren Gesprächsrunden auch jederzeit anschließen: sich dazustellen, aufmerksam zuhören und an passender Stelle einschalten. Aber bitte an das aktuelle Gespräch anknüpfen und nicht radikale Themenwechsel forcieren oder gar dem anderen Eigenakquise aufzwingen.
Tipp: Nehmen Sie immer ausreichend Visitenkarten mit und geben Sie diese an Ihre Gesprächspartner weiter.
———————————————————————————————
zu: Auf Veranstaltungen zu Gast (2)
Sie können diesen Beitrag
kommentieren oder ihn an einen Freund oder Bekannten
weiterempfehlen
oder
Twitter den Beitrag.
Anmerkungen & Kommentare
da bringst Du mich gleich auf noch was mit dem Beispiel von Deinen 4-Augen-Gesprächen und der Lachenden-Gruppe-Deiner-Frau. Man ist einfach auch unterschiedlich drauf, vom Typ her oder auch von der Tagesform. Und das ist auch in Ordnung - denn so kann man sich das aussuchen und sich, wie Du, auch einfach mal von hier nach da dazugesellen, wie es einem gerade besonders liegt.
Übrigens ein sehr elegantes "Manöver", Deiner Frau Kaffee zu bringen - auch wenn es kein Manöver war, ist das ein wunderbarer Tipp für jeden, der sich von hie nach da bewegen und schön integrieren will.
Gerade bei größeren Veranstaltungen (was auch eine private Feier sein kann) sind viele Leute da sehr gehemmt. Ach was, viele. Vermutlich die meisten. Ist ja auch eine besondere Situation, wenn man niemanden so recht kennt.
Und das Gastgeber-geht-rum-und-stellt-vor gibt's leider auch gar nicht so richtig. Zumindest nicht in den Kreisen, in denen ich verkehre
Auf wiederlesen
Gitte
Anmerkung schreiben
Bitte keine Firmen im Namensfeld und keine Webadresse oder sonstige Eigenwerbung im Kommentar.
Dieser Eintrag kann nicht mehr kommentiert werden.
Unsere aktuellen Selbstlernkurse:
- Wenn die Selbstständigkeit belastet (21-Tage-Programm)
- Wie Sie Ihr Angebot Schritt für Schritt verbessern
- Erfolgreiche E-Mail-Newsletter (Tagesversion / Wochenversion)
- Webseiten, die verkaufen
- Erfolgreiche Telefonakquise (Business-to-Business)
- Akquise mit Spaß und Motivation
- In 3 Schritten zu einem aussagekräftigen Profil
- Geschäftliche und persönliche Ziele finden
Kategorien
Die letzten Kommentare
Die Kunden, die ich haben will: Filter setzen
Kerstin Frenzel
16.05
Die Kunden, die ich haben will: Filter setzen
Ulrike Bergmann
15.05
Wo stehe ich mit meinem Business?
Soheila Mojtabaei
15.05
Die Kunden, die ich haben will: Filter setzen
Sabine Weiss
15.05
Die Kunden, die ich haben will: Filter setzen
monika maria walter
14.05
7 Erfolgsfaktoren für Ihre Akquise!
Gute – und damit erfolgreiche – Akquise weist sieben wichtige Eigenschaften auf. Sie ist ...
111 Annahmen ...
... mit denen Selbstständige
meistens danebenliegen
Gitte Härter •
Kürzlich war ich zu einer Büroeinweihung eingeladen. Dort kam ich mit einer Besucherin, der ich mich namentlich nicht vorgestellt hatte, über eine flapsige Bemerkung meinerseits ins Gespräch. Ein weiterer Besucher kam hinzu und zog das Gespräch in interessanter Weise inhaltlich auf sich. Die Unterhaltung lief wie ein Ping-Pong-Spiel mit drei Beteiligten.
Nach kurzer Zeit gesellte sich eine vierte Person hinzu, die eine Atemholpause unserseits nutze, um sich uns mit ihrem vollen Namen vorzustellen.
Es entstand eine Loriot-hafte Situation, bei der man uns Dreien das "Ach was?!" hätte im Gesicht ansehen können. Die Sekunden des Schweigens vergingen wie gefühlte fünf Minuten, bis sich einer aus der bisherigen Dreiergruppe auch mit seinem Namen vorzustellen begann.
Hier empfand ich die Namensnennung durch die vierte Person eher störend, aber dann doch irgendwie erheiternd (Loriot!).
"Gehen Sie aktiv auf einzelne andere Gäste zu."
In der letzten Woche war ich mit meiner Frau zusammen zu einer informellen Veranstaltung eingeladen, bei der interessanter Weise viele Gäste anwesend waren, die beruflich im PR-, Presse- oder Berater-/Trainer-Bereich tätig sind. Das war mir vorher nicht bekannt. Meine Frau hat eine ganz andere berufliche Ausrichtung.
Interessant war für mich, das meine Frau alsbald aktiv inmitten einer oft lachenden und kreuz und quer durcheinander sprechenden Gruppe von PR-Leuten stand - und ich etwas abseits davon ein Vier-Augen-Gespräch nach dem anderen mit einzelnstehenden Gästen hatte.
Als ich beschloß, meiner Frau ungefragt einen gut duftenden Kaffee zu bringen, wurde ich von der PR-Leute-Gruppe "aufgesogen", als ob ich von Anfang an Teil dieser fröhlichen Runde wäre.
So unterschiedlich kann es laufen.
Herzliche Grüße
Norbert