Antihektik: Wie Sie sich mental runterholen anstatt sich aufzuputschen
Jetzt weiß ich nicht, ob es Ihnen auch so geht, aber ich bringe mich immer wieder durch meine inneren Dialoge selbst in Hektik – obwohl das nicht nur vollkommen unnötig, sondern sogar kontraproduktiv ist und sich gar nicht gut anfühlt.
Dass ich das mache, wusste ich lange Zeit überhaupt nicht. Es wurde mir vor mehreren Jahren durch folgendes Erlebnis ganz plötzlich bewusst:
Wie fast immer war ich nach der Arbeit im Gymnastikstudio und machte Aerobic. Normalerweise war ich sehr darauf bedacht, sofort nach dem Training in den Umkleideraum zu stürzen, um mich zügig umzuziehen und möglichst schnell nach Hause zu kommen. Und zwar mit Gedanken und inneren Befehlen wie „Los, zack, zack, schnell die Matte an ihren Platz bringen und dann raus. Oh, Mist, es sind schon fünf Leute in der Umkleide, das wird eng, aber egal, ich quetsche mich einfach dazwischen, das muss irgendwie gehen, damit ich hier schnell rauskomme! …“ Schließlich wollte ich ja noch duschen und kochen und essen und hatte keine Zeit zu verlieren!
Doch an besagtem Tag war irgendwie alles anders: Ich spürte eine starke innere Ruhe und Gelassenheit und überhaupt keinen Antrieb, mich zu beeilen. Ich trank gemütlich ein Glas Wasser und wartete einfach ab, bis die meisten den äußerst engen Umkleideraum verlassen hatten, zog mich dann in aller Ruhe um und machte mich auf den Heimweg. Zu meiner großen Überraschung kam ich nur fünf Minuten später zu Hause an als sonst!
Das war für mich ein echtes Aha-Erlebnis, weil ich auf ganzer Linie profitierte:
- Ich fühlte mich sehr ruhig, locker und gelassen.
- Die Heimfahrt mit dem Fahrrad war viel entspannter als sonst und Ampeln und andere „Hindernisse“ machten mir gar nichts aus.
- Als ich zu Hause ankam, war ich ausgeglichener als normalerweise und konnte mich besser auf meinen Partner einstimmen und den gemeinsamen Abend genießen.
Dass sich die Gedanken so stark darauf auswirken, wie man sich fühlt und verhält, war mir früher einfach nicht bewusst gewesen und ich hatte mich deshalb nie so richtig um sie gekümmert. Das änderte sich nach diesem für mich wirklich einschneidenden Erlebnis und inzwischen bin ich durch viel Übung schon recht gut darin geworden, meine „inneren Antreiber“ zu entlarven und aktiv für mehr Ruhe und Gelassenheit in meinem (Arbeits-)Leben zu sorgen. Ich mache das so:
Achtsam sein und innehalten
Ich achte in Situationen, in denen ich leicht in Hektik und unter Druck gerate, ganz bewusst darauf, wie es mir körperlich und emotional geht. Wenn ich stärkere Anspannung in meinen Schultern und Armen oder meinem Kiefer bemerke oder mich genervt und gehetzt fühle, weiß ich, dass ich mich höchstwahrscheinlich gerade innerlich antreibe. Ich sage mir dann „Stopp!“ oder „Moooment!“ und unterbreche meine Tätigkeit ganz oder fahre mein Tempo deutlich herunter, um mir einen Freiraum zu verschaffen und mich um mein Innenleben zu kümmern.
Die „Antreiber“ bewusst wahrnehmen
Ich mache mir bewusst, was ich gerade gedacht und mir selbst gesagt habe. Hier ein paar Beispiele dafür, wie ich mich immer wieder „gerne“ unter Druck setze:
- „Schnell, schnell, gleich ruft Herr XY an und ich MUSS das unbedingt vorher noch fertig machen!“
- „Oh nein, jetzt lädt sich die Online-Banking-Seite so langsam, weil der Virenscanner aktiv ist. Los, mach schon, ich will jetzt gleich diese Überweisungen machen!“
- „Mist, ich kann mich nicht mehr konzentrieren, das darf doch nicht wahr sein! Nur noch zwei Seiten, dann habe ich es geschafft. Stell dich nicht so an und zieh das durch!“
Konstruktive Selbstgespräche führen
Ich beruhige mich ganz bewusst und aktiv selbst, indem ich mir hilfreichere Botschaften zukommen lasse, beispielsweise:
- „Ok, gleich ruft Herr XY an und ich mache hier jetzt in Ruhe weiter, bis das Telefon klingelt. Was ich vorher nicht schaffe, erledige ich danach.“ Oder: „Ja, das MUSS ich jetzt gleich fertig machen. Wenn Herr XY anruft, bitte ich ihn darum, das Gespräch um eine halbe Stunde zu verschieben.“
- „Es ist unsinnig, jetzt die Überweisungen zu machen, weil es einfach viel zu lange dauert! Spielt doch wirklich keine Rolle, dann mache ich jetzt etwas anderes und kümmere mich später darum.“
- „Ich kann mich nicht mehr konzentrieren, das passt mir zwar nicht in den Kram, aber es ist schon in Ordnung. Eine kurze Pause und dann geht mir das Lesen wieder leichter von der Hand!“
Meiner Erfahrung nach lohnt es sich wirklich, sich um die eigenen „inneren Antreiber“ zu kümmern, mit denen man sich das Leben schwermacht. Abgesehen von den unmittelbaren positiven Auswirkungen auf Wohlbefinden und Lebensqualität geht einem die Arbeit leichter und lockerer von der Hand.
Und so können Sie dazu vorgehen:
- Überlegen Sie, in welchen Situationen Sie leicht in die Bredouille kommen und sich getrieben, nervös, gereizt und/oder überfordert fühlen. Die Wahrscheinlichkeit, dass Sie sich mit Ihren inneren Dialogen aufputschen und unter Druck setzen, ist sehr hoch.
- Finden Sie heraus und schreiben Sie auf, was Sie in diesen Situationen denken und sich selbst sagen. Sie können entweder im stillen Kämmerlein darüber nachdenken oder sich gezielt ein paar Tage lang im Arbeitsalltag beobachten und so Klarheit darüber gewinnen.
- Überlegen Sie, wie Sie in den entsprechenden Situationen konstruktiver mit sich umgehen könnten als bisher, und legen Sie sich konkrete Sätze zurecht, mit denen Sie sich in Zukunft an die Hand nehmen und beruhigen wollen.
- Sammeln Sie dann konkrete Erfahrungen. Am besten fangen Sie klein an und üben erst mal in Situationen, die keine sehr große Belastung für Sie darstellen. Erleben Sie bewusst, wie es sich anfühlt und auswirkt, wenn Sie sich nicht unnötigerweise innerlich antreiben, sondern die Fäden in der Hand behalten und gut mit sich selbst umgehen.
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Anmerkungen & Kommentare
bei mir nützt gutes Zureden auch nur begrenzt (der Artikel ist von Christine)
Rausgehen ist auch eine gute Sache, weil es so einen richtigen "Break" reinbringt. Aber auch das ist bei mir nicht so wirkungsvoll, weil dann mein Kopf weitermacht. Anders, wenn ich ins Fitnessstudio gehe, wo mir einer sagt, was ich jetzt in dem Moment tun soll.
Bei mir hilft, Kontrolle wiederzubekommen: Die Sachen klar zu überblicken, zu priorisieren, manchmal ein Gewaltakt, um was aus dem Weg zu schaffen. - Und wenn ich mich selbst verhektike, wie Christine das schildert, dann haue ich die Handbremse rein und sage mir: Immer langsam mit den jungen Pferden, erstmal Kaffee. - Und dann resette ich wie bei meinem Computer.
Einen schönen Nachmittag
Gitte Härter
ja, eine Pause einlegen und rausgehen und sich körperlich abreagieren, ist natürlich eine feine und effiziente Sache. Allerdings ist das nicht immer möglich ...
Außerdem finde ich es grundsätzlich interessant, wie viel Stress wir uns selbst von innen her machen können - und oft nur deshalb überhaupt in die Bredouille kommen und hektisch und angespannt werden. Und dass man, wenn man das erkennt und bewusst vorbeugt und gegensteuert, sehr wohl den eigenen Zustand deutlich beeinflussen kann.
Viele Grüße und einen schönen Abend
Christine Öttl
haben Sie herzlichen Dank für Ihren Artikel. Er trifft in der Tat zu, und es lohnt sich wirklich, sich beim Aufkommen solcher Gedanken in Streßsituationen vor Augen zu führen, was ich innerlich zu mir sage oder rede oder wie ich mich evtl. treiben lasse.
Meine Erfahrung ist die, daß ich immer dann, wenn ich mich - aufgrund welcher Umstände auch immer - zu besonderer Eile mahne oder antreibe, etwas schiefgeht - z. B. das Glas Milch umkippt, ich mir was über die Hose gieße, ich stolpere, ich etwas vergesse oder ähnliches. Deshalb gilt in der Tat: In der Ruhe liegt die Kraft. Weniger ist mehr, und das, was ich behutsam und achtsam tue, führt mich weiter, auch wenn es im Augenblick nicht so zu sein scheint.
Liebe Grüße
Matthias Lotz
oh, den inneren Antreiber "schnell, schnell" kenne ich nur zu gut und auch all die körperlichen Symptome und Auswirkungen
Solche grundsätzlichen Überlegungen wie oben beschrieben, sind sicher hilfreich. Dazu kommt auch noch, dass man es wirklich systematisch "üben" muss, so ein anderes Verhalten zu zeigen. Denn IN der Stresssituation kann man sich ja gerade sehr schlecht "gut zureden".
Daher empfiehlt es sich, schon vorher solche kleinen Achtsamkeitsübungen zu praktizieren, wahrzunehmen, wenn man sich verspannt, antreibt, selbst unter Druck setzt. Und dann erst einmal in Ruhe atmet, die hektische Tätigkeit unterbricht etc.
Sehr schön finde ich oben auch beschrieben (was ich nur bestätigen kann), dass man gar nicht wirklich Zeit dadurch spart. Im Gegenteil: oft passieren in Hektik eher Fehler (und bei mir eben auch Unfälle).
Während wenn ich in Ruhe und bewusst eine Sache mache (und sie nicht nur schnell hinter mich bringen will), dann ist sie wirklich gut gemacht, es verschafft mehr Befriedigung - und kann sogar womöglich Spaß machen.
Also im Grunde das, was im ZEN schon immer gesagt wird...
Schöne Grüße
Zamyat
Aber da musste ich wohl durch. Durch Yoga und Pranayama bin ich ruhiger geworden. Ich habe mir auch ein paar Fragen von Ralf Senftleben in Augenhöhe angebracht: Innerer Beobachter-Was tue ich hier?- Was denke ich? -In welcher Situation befinde ich mich gerade? -etc.
Kenne auch die Osho-Meditation 6x am Tag, wie auch oben beschrieben, "Stopp" zu rufen und die Situation zu beobachten.
Danke für das wöchentliche Rundmail!
Schönen Sommer weiterhin, er soll ja noch kommen
Niko
vielen Dank für Ihre positive Reaktion auf meinen Text und für Ihre persönlichen Erfahrungen.
Stimmt, das kommt mir auch sehr bekannt vor, dass es dann nicht mehr so recht klappt mit der Motorik und einem viel leichter Missgeschicke passieren. Und das nervt dann zusätzlich und steigert die Hektik nur noch mehr. Im besten Falle bin ich so „schockiert“ über das Missgeschick, dass ich automatisch innehalte, oder muss ich sogar über mich selbst lachen. Aber manchmal steigere ich mich dann erst so recht rein …
Aufmerksam und achtsam sein und sich immer wieder um innere Ruhe kümmern, ist für mich definitiv der bessere Weg.
Viele liebe Grüße und weiterhin eine schöne Woche
Christine Öttl
dankeschön für Ihre Gedanken!
Ja, finde ich auch, dass es total wichtig ist, sich selbst und die eigenen Stressreaktionen möglichst gut zu kennen – um die entsprechenden Signale dann zu erkennen und darauf reagieren zu können. Wenn man sich früh genug stoppt, kann man sich meiner Erfahrung nach schon durch die eigenen Gedanken und Selbstgespräche beruhigen und wieder zentrieren. Wenn ich allerdings zu lange warte und total überwältigt bin, dann klappt es tatsächlich nicht mehr nur über den mentalen Weg. Deswegen finde ich diese Achtsamkeit so wichtig und hilfreich.
Stimmt: Ist alles nichts Neues und wird schon seit Jahrhunderten in verschiedenen Traditionen gelehrt. Man muss es nur tun, wie immer …
Viele Grüße und eine gute Zeit
Christine Öttl
herzlichen Dank für Ihr schönes Feedback und dass Sie über Ihre eigenen Erfahrungen berichten!
Oh, da haben Sie ja „hautnah“ erlebt, was Stress bedeutet und langfristig auslösen kann. Zum Glück gibt es sehr wirksame Methoden, um für mehr innere Ruhe und Konzentration zu sorgen. Ich mache auch viel Yoga und bin immer wieder beeindruckt davon, welche Auswirkungen die Atmung auf Körper und Geist haben, wirklich toll!
Ich wünsche Ihnen viel Power, um weiterhin und regelmäßig für Ihre innere Ruhe zu sorgen.
Viele Grüße aus dem noch verregneten und kühlen München
Christine Öttl
danke für den artikel- und die Erinnerung wie es besser gehen kann.
Tief durchatmen, bewusst umschalten, 1-5 Minuten GAR NICHTS tun- die Zeitverzögerung ist minimal, die Wirkung optimal für Psyche und Gesundheit
liebe Grüsse !
sehr gerne geschehen: Ich freue mich, dass mein Text so gut bei Ihnen angekommen ist - und Sie anspornt, wieder mehr auf sich zu achten und sich bewusst zu regenerieren.
Viele liebe Grüße und machen Sie es gut
Christine Öttl
mit Ihrem Newsletter haben Sie die "Faust aufs Auge" getroffen und netterweise dran erinnert: In der Ruhe liegt die Kraft. Schnell, schnell bringt nix, dann geht vieles schief und läuft einiges falsch. Das macht alles noch schlimmer. Zum Glück fällt es mir meistens rechtzeitig ein und meine Selbsthektik hält sich in Grenzen.
Die Newsletter von Ihnen drei sind wirklich sehr gut, weiter so!
Schönes Wochenende und viele Grüße aus'm Ländle, Petra Grimmling
ja, das kenne ich auch - plötzlich werde ich immer schneller - uff....
Was ich persönlich feststellte: Es waren äußere Faktoren, andere Personen, die mir dies übertrugen - sie sind bereits im Super-Stress und brauchen möglichst vorgestern noch alles usw.... - doch eigentlich haben sie kein Selbst- & Zeitmanagement.
Eine Weile habe ich diese Anforderungen versucht zu erfüllen und eigentlich das Dismanagement zu kompensieren, bist mir dann ein wenig die Puste ausging.
Inzwischen habe ich beschlossen meinen eigenen Rhythmus beizubehalten, die "Hetzerei" birgt Fehler in sich und ich persönlich lege Wert auf die Qualität.
Das Resümee ist dann schon, dass ich die Ruhe durchaus auch übertragen konnte.
Im inneren Dialog sage ich mir: Eins nach dem anderen und immer mit der Ruhe!
Eile mit Weile - und wenn's zu hektisch wird gehe ich aus dem Trubel weg. Diese Hektik ist ein Zeiträuber und Fehlerquelle - darauf verzichte ich gerne!
Liebe Grüße
Ursula
das ist ja schön, wieder von Ihnen zu lesen!
Herzlichen Dank für die positive Rückmeldung zu meinem Text: Ich freue mich sehr, dass ich Sie damit an etwas erinnert habe, was wirklich wichtig ist und womit man sich so sehr selbst helfen kann.
Und vielen Dank für das tolle Feedback zu unserem Newsletter: Das spornt an, danke!
Weiterhin viel Erfolg dabei, die „Selbsthektik“ (super Wort) zu besänftigen, und viele liebe Grüße
Christine Öttl
oh ja, das kenne ich auch aus eigener Erfahrung, wie sehr sich die Hektik des Umfeldes auswirken und anstecken kann. Da hilft dann nur die eigene innere Ruhe. Und die wiederum kann sich auf das Umfeld auswirken. So hilft man letztendlich nicht nur sich selbst, sondern oft auch anderen.
Stimmt: Manchmal muss man sich auch einfach eine Auszeit nehmen und erstmal komplett rausgehen aus der Situation, um den nötigen Abstand zu bekommen und sich zu erholen.
Viele liebe Grüße und eine gute Woche
Christine Öttl
hallo Christine,
da will ich gerne noch was ergänzen: Es ist sehr hilfreich, der "hetzigen Umwelt" zu sagen, dass sie hektisch wirken beziehungsweise einen selbst hetzen.
Mir ging das, als ich noch angestellt war, einige Male so: Einmal hat mich ein Lieferant am Telefon darauf angesprochen, dass ich so gehetzt wirke und er den Impuls hat, schneller reden zu müssen.
Ich hatte gar nicht gemerkt, dass ich gehetzt wirke, weil ich halt einfach am Machen und Tun war.
Erst als er mich darauf aufmerksam machte, habe ich begonnen, darauf zu achten. Davon haben wir alle profitiert und mein Telefonverhalten danach ebenfalls! Nur weil mir der Lieferant das gesagt hat.
Und noch eine Sache fällt mir ein: Früher in unserem Großraumbüro ist immer mal jemand, wenn er es eilig hat, quer durch den Raum gerannt. - Das hat die dort sitzenden Leute ganz kirre gemacht. Da mussten wir auch erstmal aufmerksam machen. Das war den Läufern (zu denen ich auch oft gehörte) gar nicht bewusst.
Langsame Grüße
(heute ist es so heiß, da verlangsamt sich alles)
Gitte
ich bin zwar ein wenig spät dran mit meiner Anmerkung (dank Urlaub *freu*), aber ich möchte denn doch auch etwas dazu sagen.
Ich kann das voll bestätigen. Im Urlaub konnte ich wieder bemerken, dass diese Hektikerei überhaupt nicht mein Naturell ist, aber durch den Job im Vertrieb Export (ich bin Gruppenleiterin und irgendwie immer am Rennen und Löschen), bin ich auch zu so einem "Renner" geworden. Manchmal hetze ich mich innerlich selbst, obwohl es meine Umwelt überhaupt nicht verlangt - keiner erwartet superperfekte Arbeit von mir - ausser mir! Und das entsteht wirklich nur durch diese inneren Dialoge, die man nicht mal bewusst wahrnimmt. Aber ich bin auch grade dabei, genau diese Falle zu entlarven und abzumildern, damit ich nicht weiterhin in diese oftmals unnötige Hektik hineinlaufe.
Im Büro sagte mir mal jemand, ich würde so schnell tippen, dass man gar nicht zuschauen könne und manchmal würde einem dieses superschnelle Gehämmere meiner Tastatur nervös machen - so als ob der Kollege ewig zu langsam und hinterher wäre.
Das hat mich schon sehr zum Nachdenken gebracht....
Vielen Dank auch von mir an der Stelle für die interessanten Newsletters, die mir immer wieder wichtige Anregungen geben.
Vielel Grüße
Maria M.
vielen herzlichen Dank für Ihre Erfahrungen – nein, nein, es ist gar nicht zu spät, man kann jederzeit etwas zu unseren Texten schreiben, anmerken und ergänzen – und für das schöne Feedback zu unserem Newsletter!
Ja, es ist wirklich beeindruckend, welche Auswirkungen unsere Gedanken und inneren Dialoge tatsächlich haben. Schon irre, dass man sogar, wie Sie beschreiben, richtiggehend gegen die eigene innere Natur arbeiten kann!
Finde ich sehr gut, dass Sie die Bemerkung zu Ihrem Tipp-Tempo als Anregung zum Nachdenken über sich und Ihre Außenwirkung genutzt haben und nutzen. Wenn man sich bewusst macht, dass man sich vielleicht selbst und andere unnötig pusht, ist man viel eher offen und neugierig für alternative Verhaltensweisen und probiert mal aus, wie es ist, wenn man sein Tempo nur ein bisschen drosselt und etwas mehr Ruhe in das Ganze bringt. Das heißt ja nicht, dass man dann schneckenmäßig unterwegs sein muss …
Einen schönen Einstieg nach dem Urlaub und viele Grüße
Christine Öttl
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Wenn bei mir die Termine "amoklaufen" nützt auch gutes Zureden bei mir nicht.
Für mich habe ich eine andere Lösung gefunden: Ich gehe für 15 Minuten an die frische Luft, in einen nahen Park oder an den Fluss.
Nach diesen "Ausflügen" erledige ich normalerweise die anstehenden Arbeiten wieder im gewünschten Tempo.
Noch eine schöne Woche
Rudolf Appenzeller